Daniel Cohn Bendit gemeinsam mit anderen Aktivisten auf einer Demonstration in Saarbrücken im Jahr 1968.

2.4.2008

Auf der anderen Seite

Heinrich Oberreuter stand 1968 auf der anderen Seite der Barrikaden. Vor allem die Forderung nach einer Demokratisierung der Universitäten sowie die Abschaffung des Leistungsprinzips und die Förderung revolutionärer Prozesse an den Hochschulen waren ihm ein Dorn im Auge.

1968 arbeitete Heinrich Oberreuther als am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München. Dort waren die Osterunruhen nach dem Attentat auf Rudi Dutschke besonders heftig. (© 2008 Bundeszentrale für politische Bildung)

Heinrich Oberreuter, Jahrgang 1942, ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Passau sowie Direktor der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. 1968 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geschwister-Scholl-Institut der Universität München. In München waren die Osterunruhen 1968 nach dem Attentat auf Rudi Dutschke besonders heftig. Heinrich Oberreuter stand damals, wie er sagt, auf der anderen Seite der Barrikaden. Zwar war auch er dafür, die verkrusteten Strukturen an den Hochschulen aufzubrechen. Aber die seiner Meinung nach unkritische Forderung nach einer Demokratisierung der Universitäten sowie die Abschaffung des Leistungsprinzips und die Förderung revolutionärer Prozesse an den Hochschulen waren ihm ein Dorn im Auge.

Das Interview führte Max Czollek.


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