Daniel Cohn Bendit gemeinsam mit anderen Aktivisten auf einer Demonstration in Saarbrücken im Jahr 1968.

2.4.2008

"Die Stimmung war reformistisch"

Im Video-Interview mit der bpb erzählt der Publizist und Bürgerrechtler Petr Uhl von der Atmosphäre des Prager Frühlings, den Hoffnungen der Menschen, der Verbindung zu 1989 und welche Rolle 68 bei seinen Landsleuten heute noch spielt.

Im Video-Interview mit der bpb erzählt der Publizist und Bürgerrechtler Petr Uhl von der Atmosphäre des Prager Frühlings, den Hoffnungen der Menschen, der Verbindung zu 1989 und welche Rolle 68 bei seinen Landsleuten heute noch spielt. (© 2008 Bundeszentrale für politische Bildung)

Der Publizist und Bürgerrechtler Petr Uhl wurde 1941 in Prag geboren. In den 1960er Jahren besuchte er als Student mehrmals Frankreich. Er erlebte die dortige Studentenbewegung hautnah mit. Während des Prager Frühlings war Petr Uhl politisch sehr aktiv. Nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen gründete er im Untergrund die "Bewegung der revolutionären Jugend" (HRM). Diese wurde im Dezember 1969 zerschlagen und Petr Uhl während der Prozesse der "Normalisierung" zu vier Jahren Haft verurteilt. 1977 unterzeichnet Petr Uhl als einer der ersten die Charta 77 - eine Petition gegen die Menschenrechtsverletzungen des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei.

Das Interview führte Stephan Trinius; Länge: 6:15 min.


Dossier

Prag 1968

Vor 50 Jahren beendeten Kampftruppen aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn und Polen gewaltsam die reformkommunistische Bewegung des "Prager Frühlings" in der damaligen CSSR (den heutigen Ländern Tschechien und Slowakei). Damit machte die kommunistische Führung der Sowjetunion unmissverständlich deutlich, dass sie in ihren osteuropäischen Satellitenstaaten kein Abweichen von ihrem ideologischen und diktatorischen Kurs duldete.

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