Checkpoint Charlie, Panzer, 1961

Der Kalte Krieg

Der Kalte Krieg gilt als Bezeichnung für die spannungsreiche Konfrontation der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs nach 1945. Gegner waren das westlichen Lager unter der Führung der USA mit dem Ziel der Eindämmung des Sowjet-Kommunismus und das östliche Lager unter Führung der Sowjetunion in erklärter Gegnerschaft zum "Kapitalismus" und "Imperialismus" westlicher Staaten. Beide Staatenbünde versuchten weltweit Einflusssphären auszubauen. Ihr "kalter" Konflikt und Systemwettstreit wurde mit Propaganda, Spionage und Drohungen sowie gegenseitiger, auch atomarer Aufrüstung ausgetragen. So bestand immer die Gefahr, dass aus dem Kalten Krieg ein „heißer“, ein echter Krieg werden konnte, was zum Teil in lokalen Stellvertreterkriegen im asiatischen, südamerikanischen und afrikanischen Raum auch der Fall war.

Kalter Krieg, FalterAusschnitt aus dem bpb-Info-Faltblatt Kalter Krieg (Bestellnummer 5443) (© bpb)

Dieses Dossier bündelt Texte über den Kalten Krieg aus unterschiedlichen Publikationen der bpb. Es wird kontinuierlich erweitert und erfährt bis Mitte 2019 einen kompletten Relaunch. Für Anregungen sind wir Ihnen dankbar.

Überblick

Zeittafel zum Kalten Krieg

Der Kalte Krieg 1945 - 1991

Mehr als 40 Jahre währte der Kalte Krieg zwischen dem "Westen" auf der einen Seite und dem "Osten" auf der anderen. Die bpb hat eine faltbare Zeittafel über den Verlauf des Kalten Krieges für Schüler entwickelt und weiteres Unterrichtsmaterial für Lehrer.

Mehr lesen

Militärischer Fortschritt, der dem jeweiligen Gegner gezielt Angst einflößen sollte: Blick auf den Atompilz auf dem Testgelände in Nevada am 23. Mai 1953. Hunderte hochrangiger US-Militärs sowie Kongressmitglieder waren anwesend, als erstmalig in der Geschichte eine Atombombe mittels eines neuartigen Artillerie-Geschützes (r) abgeschossen wurde.

Vertrauensbildung

Das anhaltende Spiel mit der Angst

Atomwaffen waren der "Treibstoff des Kalten Krieges" beschreibt Prof. Bernd Greiner im Blick zurück auf das Zeitalter atomarer Abschreckung im vergangenen Jahrhundert. Doch ist diese Zeit gegenseitiger Einschüchterung der damaligen Großmächte USA und UdSSR wirklich vorbei?

Mehr lesen

Großbritannien wurde in Potsdam durch Premierminister Winston Churchill (links im Bild) vertreten. Der neue amerikanische Präsident Harry S. Truman (Mitte) vertrat nach dem Tod seines Amtsvorgängers Franklin D. Roosevelt die USA, Josef Stalin (rechts) die Sowjetunion. Maßgeblich beteiligt waren auch die Außenminister der drei Siegermächte.

Wie kam es zum Kalten Krieg?

Im Kalten Krieg sollte der Sowjet-Kommunismus aktiv eingedämmt werden, während Bürgerrechts- und Friedensbewegungen auf innergesellschaftliche Konflikte hinwiesen. Die Wirtschaftskraft der USA entschied den Rüstungswettlauf und beförderte den Zusammenbruch der Sowjetunion.

Mehr lesen

West-Berliner auf der rechten Seite sehen ostdeutsche Bauarbeiter eine Mauer in West-Berlin im August 1961 errichten. Die Berliner Mauer, gebaut mit Stacheldraht und Beton, war ein Symbol des Kalten Krieges, die Ost-und Westberlin trennte und verhinderte, dass Menschen den Osten von Deutschland verlassen konnten. Sie stand 28 Jahre lang als eine Trennungmauer zwischen den Sowjets und den Alliierten. Die Mauer wurde nach dem Zusammenbruch des Kommunismus im Jahr 1989 abgerissen.

Ursachen und Entstehung

Die Spannungen zwischen den USA und der UdSSR nahmen nach Kriegsende kontinuierlich zu. Der Streit um die Zukunft Deutschlands war einer der ausschlaggebenden Faktoren. Sowohl amerikanische, als auch sowjetische Seite forcierten die ideologische und politische Spaltung.

Mehr lesen

Das vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichte Schwarz-Weiß-Foto zeigt, wie sowjetische Raketen und zugehöriges Equipment am Marinehafen "Mariel" auf Kuba am 5. November 1962 eingeschifft werden.

Vom Kalten Krieg zur Ära der Entspannung

Die Kuba-Krise 1962 schärfte das Bewusstsein für die Notwenigkeit einer umfassenden Entspannungspolitik zwischen Ost und West. Eine neue Ära in den internationalen Beziehungen wurde eingeleitet.

Mehr lesen

Verlauf

Schwarz-Weiß-Foto: Sitzung der Kommission des alliierten Kontrollrates im sowjetischen Hauptquartier am 5. Juni 1945: Vertreter Frankreichs, Großbritanniens, US-Amerikas und der Sowjetunion bei der Unterzeichnung eines Paktes, in dem die vier alliierten Mächte die vollständige Niederlage Nazi-Deutschlands bekräftigen und die Macht über alle Aspekte des Lebens in Deutschland übernehmen. Sowohl das gesamte Land als auch die Stadt Berlin werden in vier Besatzungszonen und Sektoren unterteilt, wobei die nationalen Grenzen unter Rückgriff auf die des 31. Dezembers 1937 zugrunde gelegt werden.

Der Beginn der Bipolarität

Mit dem Ende der Naziherrschaft und der Besetzung und Aufteilung Deutschlands durch die Alliierten Streitkräfte verband sich zugleich das Entstehen einer bipolaren Welt. Die brüchige Allianz sich gegenüberstehender Ideologien hatte nur solange Bestand, wie es galt, einen gemeinsamen Feind zu bezwingen. Dann wurden aus den Siegern Feinde. Der Kalte Krieg begann.

Mehr lesen

James F. Byrnes war amerikanischer Außenminister von 1945-1947 unter Präsident Harry S. Truman.

Ost-West-Konflikt und deutsche Teilung

Bereits am 6. September 1946 verkündete US-Außenminister Byrnes, man wolle dem deutschen Volk die Regierung wiedergeben und es wieder in die Reihe freien Völker aufnehmen. Durch die Schaffung der Bizone und wirtschaftliche Unterstützung in Form des Marshall-Plans war nicht nur die Spaltung Deutschlands vorprogammiert.

Mehr lesen

Schwarz-Weiß-Foto (undatiert!): Mehrere Berliner Kinder sitzen 1948 auf dem Zaun des Berliner Flughafens Tempelhof, während ein so genannter 'Rosinenbomber' der US-Luftstreitkräfte über ihnen zur Landung ansetzt.

Berlin - auf dem Weg zur geteilten Stadt

Die anhaltenden Differenzen zwischen den Westmächten und der UdSSR entluden sich 1948 in der sowjetischen Blockade der Land- und Wasserwege nach Berlin. Lediglich drei Luftkorridore sicherten die Versorgung des Westteils der Millionenstadt. Als die Blockade 1949 aufgehoben wurde, war nicht nur die Teilung Berlins besiegelt.

Mehr lesen

McCarthy, Kalter Krieg

Antikommunismus, Angst und Kalter Krieg. Ein Essay

Mit dem McCarthyismus wurde die längste Phase politischer Repression in den USA eingeleitet. Zugleich wurde ein emotionaler Ausnahmezustand inszeniert, dessen Schleifspuren heute noch deutlich erkennbar sind.

Mehr lesen

In der Stadt Paju in Südkorea: Blick auf die demilitarisierte Zone zwischen Süd- und Nordkorea

1950: Beginn des Koreakriegs

Der Krieg zwischen Nord- und Südkorea forderte innerhalb von drei Jahren mehrere Millionen Todesopfer, die meisten von ihnen Zivilisten. Sowjetunion und USA wirkten entscheidend mit. Dieser "heiße" Krieg im Kalten Krieg blieb ohne Sieger und zementierte die Spaltung Koreas - bis heute.

Mehr lesen

Nikita Chruschtschow (re.), 1894 im Governement Kursk geboren und später in der Ukraine lebend, macht als Protégé Stalins Karriere. Als Parteichef Moskaus darf er auf der Tribüne des Lenin-Mausoleums in Moskau um 1935 neben seinem Förderer die Ehrenbezeugungen der Bevölkerung entgegennehmen.

"Tauwetter" unter Nikita Chruschtschow

Nach Stalins Tod 1953 begann unter Chruschtschow eine neue Ära: Entstalinisierung, Reformen und Kampagnen sollten gesellschaftliche Kräfte freisetzen – mit manchmal unerwarteten Folgewirkungen. Gleichzeitig rang die Sowjetunion im Kalten Krieg mit den USA um Weltgeltung.

Mehr lesen