DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, Überwachungsmonitore

7.10.2016 | Von:
Elena Demke

Anregen, nicht belehren

Nicht Verniedlichung hilft, die DDR zu begreifen, nicht Belehrung. Um Neugier zu wecken, sind Gegenwartsbezüge wichtig, Zeitzeugen und Anschaulichkeit. Die Arbeit mit Stasi-Akten erleichtert es Schülern, selber zu einem Urteil zu kommen, wie das Herrschaftssystem der SED funktionierte.

DDR, TrabisTouristenattraktion in Berlin. Trabis als DDR-Relikte. Eine Verniedlichung der DDR? (© Holger Kulick)

1. Hintergrund und Perspektiven

Die Stasi und die Berliner Mauer machten die SED-Diktatur im negativen Sinne begreiflich und weltbekannt, doch die Blickwinkel darauf ändern sich. So bekennen mittlerweile sogar Polizisten aus den USA, beim Ausbau von Überwachungstechniken von der Stasi inspiriert worden zu sein (Siehe Goffman, A., On the run. Fugitive life in an American City, Chicago 2014, dt. München 2015). Auch Kinder kennen allzugut die Redensarten ihrer Eltern: "Das sind ja Stasi-Methoden". Aber wissen Sie den Kontext?

Für Jugendliche ergeben sich heute andere Vergleichsoptionen. Überwachung wird in ihrem Alltag nicht anhand von Stasi-Akten zum Thema, sondern durch die Enthüllungen von Whistleblowern über Internet- und Telefonkontrolle von Geheimdiensten in der Gegenwart. Auch wie sich eine Diktatur entwickelt, ist gegenwärtig anschaulich in den Nachrichten zu verfolgen - aktuell im Sommer 2016 am Beispiel der Türkei. Zugleich sind Jugendliche zunehmend mediale (und punktuell auch direkte) Zeitzeugen von Terror und Massenfluchten. Diese bilden den Hintergrund ihrer Bildungserlebnisse. Die Zahl der Fluchttoten aus der DDR wird für die gegenwärtig heranwachsende Generation, die mit dem Wissen um jährlich mehr als tausend Tote auf der Flucht aus dem nördlichen Afrika ins freiheitlich-demokratische und wohlhabende Europa aufwächst, eine andere Bedeutung erlangen als für frühere Generationen. Auch die Bilder des geöffneten Eisernen Vorhangs in Ungarn 1989 und der Strom fluchtwilliger DDR-Bürger stehen künftig im kollektiven Gedächtnis neben denen der neu errichteten Stacheldrahtzäune an der EU-Außengrenze und den verzweifelten Flüchtlingsströmen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan davor.

Nicht belehren, sondern "Mündigkeit ermöglichen"

Daher lohnt es, sich auf die Überlegungen des Demokratie-Theoretikers Karl Popper zu besinnen, der in Auseinandersetzung mit den Feinden der offenen Gesellschaft davor warnte, anhand der Geschichte einfache Lehren für die Gegenwart vermitteln zu wollen – vielmehr gehe es darum, Mündigkeit zu ermöglichen, denn, so Popper: "da jede Generation ihre eigenen Schwierigkeiten und Probleme und also auch ihre eigenen Interessen und ihren eigenen Gesichtspunkt besitzt, so folgt, dass jede Generation ein Recht hat, die Geschichte auf ihre Weise zu betrachten und neu zu deuten, komplementär zur Deutung vorhergehender Generationen." (Popper, K., Hat die Weltgeschichte einen Sinn? In Ders. Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. München 1980, S. 505.)

Was heißt das für die Thematisierung von Stasi, SED, Berliner Mauer und DDR in der Gegenwart?

Die Adressatinnen und Adressaten künftiger Bildungsarbeit sind überwiegend im 21. Jahrhundert geboren. Ziel zeitgemäßen Unterrichts ist die Entwicklung von Kompetenzen. Schulische und außerschulische Bildungsangebote müssen Schüler befähigen, bei der Thematisierung eines Themenfelds, wie der DDR-Staatssicherheit, ihre eigenen Assoziationen und Gegenwartsvergleiche einzubringen und ihre eigene Interpretation der DDR-Geschichte zu entwickeln. Didaktische Ansätze, die entdeckendes Lernen und Förderung von Urteilsbildung als reflektierten Prozess mit offenem Ausgang gestalten, erweisen sich hierfür als besonders geeignet. Der häufig formulierte politische Auftrag schulischer und außerschulischer Bildungsangebote zum Thema DDR, das Verständnis für und Identifikation mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zu fördern, wird damit nicht über Bord geworfen.

Streitthema Unrechtsstaat

Es ist zwar ungewiss, inwiefern es einen ursächlichen Zusammenhang gibt zwischen dem Wissen über die SED-Diktatur und der Bereitschaft und Befähigung, sich aktiv den Herausforderungen bei der künftigen Ausgestaltung der Demokratie zu stellen. Sicher jedoch können historische Bildungsangebote zur Entwicklung von Kompetenzen beitragen, die für das Engagement in einer Demokratie unerlässlich sind. Hierzu gehören beispielsweise die Fähigkeit, die Plausibilität unterschiedlicher Perspektiven zu erkennen oder auch verschiedene Ebenen des Urteilens – Moral, Zweckmäßigkeit und andere – zu unterscheiden und sich differenziert im Meinungsstreit darauf zu beziehen. "Learning by doing" ist bekanntlich in vielerlei Hinsicht wirksamer als der Erwerb von abstrakt bleibenden Kenntnissen. Insofern gilt es nicht, die Unterschiede zwischen Demokratie und Diktatur abzufragen, sondern demokratisch zu streiten – gerade auch über die Bedeutung der DDR-Geschichte für die Gegenwart.

Wie wenig Erkenntnisgewinn ein Streit bringt, in dem Ebenen vermischt, anstatt benannt und gewichtet werden, kann etwa am Beispiel der Debatte um die Charakterisierung der DDR als "Unrechtsstaat" illustriert werden – ein Beispiel, das nicht nur vor dem Hintergrund des Rahmenplan-Themas "Geschichtskultur" auch mit Jugendlichen aufgegriffen werden kann. Sie könnten dabei entdecken, dass Gerichtsurteile sich vor allem deshalb unterscheiden, weil sie sich aus politischen Strukturen ergeben, ein anderes Mal aus einem abwägenden rechtsstaatlichen Abwägungsprozess. Auch die Fragen nach Täter- und Opfer-Rollen im Repressionsapparat der SED samt ihrer rückschauenden medialen Aufbereitung bieten reichlich Gelegenheit, den Wechsel von Perspektiven zu üben. Wer auf diese Weise in Bildungsprojekten die Freiheit zu denken und zu fragen erlebt, muss nicht mit dem Zeigefinger darauf hingewiesen werden, dass neugierig und kritisch fragende Jugendliche in der DDR diese Freiheit vermissten.

2. Erfahrungen und Beispiele

Aus seiner Funktion als zentrales Repressionsinstrument folgt, dass die Rolle des MfS stets dort, wo es um Verfolgung und Widerstand geht, präsent ist. Auch Bildungsangebote von DDR-Gedenkstätten sind oder enthalten fast immer Angebote zum Thema Stasi. Und entsprechende Bildungsträger, deren Arbeit nicht von einem spezifischen historischen Lernort ausgeht, widmen dem Thema Stasi ebenfalls Aufmerksamkeit. Dabei sind bei näherem Hinschauen nicht die vor Ort angebotenen Quellen oder Zeitzeugen, sondern deren Aufbereitung ausschlaggebend, insbesondere, wenn Adressatinnen und Adressaten zur Entwicklung einer eigenen Interpretation der Geschichte befähigt werden sollen. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten: Werden unterschiedliche Perspektiven repräsentiert, oder wird nur eine wiedergegeben? Wird mit den historischen Zeugnissen – Bildern, Dokumentenauszügen, architektonischen Hinterlassenschaften, Zeitzeugenberichten etc. – gleich die Deutung mitgeliefert, sozusagen "die Moral aus der Geschicht‘" präsentiert – oder werden Nutzerinnen und Nutzer ermuntert, eine solche reflektiert und informiert selbst zu ziehen? Werden die Handlungsspielräume von Akteurinnen und Akteuren schematisch nach Mustern wie Widerstand versus Anpassung dargestellt, oder wird Widersprüchlichkeit fassbar gemacht?

Eigenen Fragestellungen Raum geben

Manche "handliche" Aufbereitung, manches "all-inclusive-Paket" sollte so gesehen durchaus erst einmal "verfremdet" und aufgebrochen werden, damit eigene Fragen jenseits vorgegebener Deutungen Raum bekommen. Zeitzeugensequenzen im Internet etwas können darauf hin betrachtet werden, wie die Zeitzeuginnen sich präsentieren, ob sie sich selbst beispielsweise als Helden oder als suchende, zweifelnde Menschen darstellen – beides ist in Zusammenhang mit mutigen Widerstandshandlungen in der DDR möglich und auffindbar.

Prinzipiell lassen sich alle möglichen Medien bzw. Quellen entsprechend nutzen. Stasi-Akten unterschiedlicher Herkunft (IM-Berichte, konfiszierte Briefe, Dienstanweisungen etc.) können miteinander und mit anderen Quellen kontrastiert werden, um unterschiedliche Perspektiven zu erschließen – etwa ein in Haft geschriebener Lebenslauf mit dem von einer Lehrerin verfassten und dem retrospektiv erzählten Bericht über ihren DDR-Alltag (siehe Willich, T., 1985 – kurz vor dem Abitur, In Praxis Geschichte 2/2015, Themenheft DDR – Lebensläufe in der Diktatur).

Auch das einzelne Dokument offenbart, wenn es entsprechend befragt wird, unterschiedliche Perspektiven – diese lesen zu lernen, bedeutet zugleich, den Einfluss von Machtverhältnissen auf Sagbarkeitsregeln zu reflektieren. So wurde das Verhalten von und der Umgang mit Migrantinnen und Migranten in der DDR von der Stasi genau überwacht, dabei konnte ein Spitzel-Bericht aber auch einen Versuch darstellen, den in der DDR tabuisierten Rassismus zu skandalisieren (sieze z.B. Demke, E./Schüle, A., Ferne Freunde – Nahe Fremde. Ausländer in der DDR, Berlin 2007).

Visuelle Quellen nutzen

Einen besonderen Reiz bieten visuelle Quellen. Sie fesseln oft spontan die Aufmerksamkeit, was als Ausgangspunkt genutzt werden kann. Die Rolle von Perspektiven, Ausschnitten und Fokussierung bei der Entstehung unserer Bilder von Wirklichkeit kann anhand der entsprechenden Aspekte von Bildgestaltungen und ihren Wirkungen exemplarisch nachvollzogen werden – und diese Erkenntnis der Bedeutung von Perspektive, Ausschnitt, Fokus lässt sich auf die Interpretation von Geschichte übertragen.
Suhl, Demo, Herbst 89, Kinder, DemokratieSuhl im Herbst 1989 - auch für Kinder eine außergewöhnliche Situation. Demonstriert wurde vor allem für Demokratie - doch was war das? (© Reinhard Wenzel)

Die hierfür notwendige genaue Betrachtung kann durch Vergleich befördert werden – etwa der Konstruktion des Gefährlichen und Kriminellen durch die polizeiliche Inszenierung von "Verbrecherfotos" unangepasster Jugendlicher mit deren bildlichen Selbstdarstellungen bzw. künstlerisch und dokumentarisch anspruchsvollen Porträts oder durch Aufgreifen des Irritierenden und Erklärungsbedürftigen – etwa von verdeckt aufgenommenen Überwachungsfotos oder der martialischen bis kumpanenhaft-legeren Selbstinszenierung des MfS (siehe z.B. Kulick, H., Feindbilder. Die Fotos und Videos der Stasi, DVD, bpb Berlin 2006).

Auch die Möglichkeiten, Zeitzeugenerzählungen zu nutzen, sind weitaus vielfältiger als der "klassische" Zeitzeugen-Vortrag. Allerdings stellen gerade sie vor besondere Herausforderungen mit Blick auf den umrissenen Anspruch, zur eigenen Interpretation zu befähigen. Der oder die Erzählende liefert zusammen mit der Schilderung von Erinnerungen zugleich auch seine Deutungen, wie schon erwähnt: seine "Moral aus der Geschicht‘" – diese Aspekte zu erkennen und sich zu ihnen zu positionieren, erfordert Sachkenntnis und hohe soziale Kompetenz. Die viel angemahnte und in der Praxis oftmals unterbleibende Vor- und Nachbereitung sollte deshalb nicht unterschätzt, und bei Zeitdruck ggf. auf eine andere Quelle zurückgegriffen werden.

Angehörige und Nachbarn als Zeitzeugen entdecken

Wenn jedoch die Rahmenbedingungen gegeben sind, werden Zeitzeugen-Befragungen zu vielschichtigen Bildungserlebnissen, die auch intergenerationelle Verständigung fördern. Kinder und Jugendliche können Angehörige oder Nachbarn als Zeitzeuginnen und Zeitzeugen entdecken und befragen, wobei einschlägige Bildungsangebote davon profitieren, dass in diesem Setting die Anpassung an Alter und Reflexionsniveau besonders flexibel ist. So sind Fragen nach dem Aussehen von Schultaschen, Kleidung, der Verfügbarkeit elektronischer Medien und Dingen des täglichen Bedarfs nicht trivial, sondern geben Einblicke in das Zusammenspiel von gestalteten Freiräumen und akzeptierten oder bekämpften Zwängen des Lebens in der Diktatur.

Das Medium der Aufnahme und Verarbeitung des Gehörten entfaltet ein eigenes Potenzial, wobei insbesondere kreative Techniken auch die persönliche Positionierung zum Gehörten und Gesehenen fördern. Möglichkeiten zum spielerischen Verarbeiten von Informationen sind in Bildungsangeboten für jüngere Kinder unabdingbar. Aber auch Jugendliche profitieren von offenen Gestaltungs-Spielräumen durch den Einsatz künstlerischer oder allgemein unkonventioneller Medien der Verarbeitung. Eine gewisse Einbuße an historischer Präzision sollte dafür gerade im außerschulischen Kontext in Kauf genommen werden können. Ein interessantes Medium sind beispielsweise selbtsgedrehte Videos mit Stopp-Trick-Elementen, wie sie in verschiedenen Bildungsprojekten zum Einsatz kommen. Indem die Projektteilnehmenden zum Beispiel Demonstrationsslogans, historische Fotos oder Gegenstände wie alte Schultaschen filmisch mit einfachen Mitteln (eine auch durch jüngere Kindern umsetzbare Fotoserie) "animieren", verhalten sie sich aktiv und souverän zu den Zeugnissen der Vergangenheit, eine Erfahrung, die insgesamt eine im besten Sinne eigensinnige Aneignung von Geschichte befördert (siehe z.B. den Kurz-Film "Komm mit, wenn du dich traust / Kdyz se nebojis tak pojd‘", LStU Berlin in Kooperation mit Materidouska, Berlin 2015).

Geschichte lebendig in die Gegenwart transportieren

Mittlerinnen und Mittler in Bildungsprojekten können dabei immer wieder auch Überraschungen erleben, wenn Kinder und Jugendlichen den für sie relevanten Gegenwartsbezug spontan herstellen. So erlebte es die Autorin etwa, als die sechs- bis zwölfjährigen Teilnehmerinnen und -teilnehmer eines Projekts zur friedlichen bzw. samtenen Revolution von 1989 in der DDR und ČSSR spielerisch Demonstrationszüge nachstellten. Als sie begannen, auf Berlins Straßen tschechischsprachige Demonstrationsslogans zu skandieren, antizipierten die Kinder Feindseligkeit oder gar Repression angesichts der fremden Sprache – doch das erlebte Echo überraschten positiv: neugierige und freundliche Reaktionen von Passanten machten das Geschichtsprojekt unerwartet zu einer ermutigenden Erfahrung im Umgang mit Migrationshintergrund, Mehrsprachigkeit und der repressions-freien Inanspruchnahme des öffentlichen Raums in der Demokratie.

Die Balance zwischen spielerischer Offenheit, der Vermittlung eines kompetenten Umgangs mit historischen Quellen und der Förderung einer mündigen Aneignung von Geschichte herzustellen, ist eine Herausforderung, die sich je nach Rahmenbedingungen des Projekts und je nach Zielgruppe neu stellt. Es lohnt sich dabei immer wieder, diese Herausforderung kreativ und offen für die Begegnung mit Neuem im Vergangenen anzunehmen.

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Autor: Elena Demke für bpb.de
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