Erinnerungsorte

Gedenkstein/Mahnmal

Gedenkstätte Plötzensee

Bild der Gedenkstätte
Die Strafanstalt Plötzensee wurde 1879 als Gefängnis vor den Toren Berlins errichtet. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 verschärften sich die Haftbedingungen. Der Ort wurde jetzt auch als Untersuchungsgefängnis für politische Strafverfahren genutzt.

Immer häufiger verhängte die NS-Justiz die Todesstrafe, fast ein Viertel der Urteile wurde in Plötzensee vollstreckt. Zu den zwischen 1933 und 1945 hier ermordeten Opfern der NS-Unrechtsjustiz gehörten Menschen aus über 20 Nationen. Die meisten wurden wegen Widerstandshandlungen gegen den NS-Unrechtsstaat oder wegen geringfügiger Delikte mit dem Tode bestraft. Noch härter war die Rechtsprechung gegen ausländische Angehörige von Widerstandsorganisationen oder gegen Menschen, die zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt worden waren.

Bereits 1951 wurde der Grundstein für die Errichtung einer Gedenkstätte in Plötzensee gelegt. Sie ist ein europäischer Ort der Erinnerung und des stillen Gedenkens aller Opfer des Nationalsozialismus aus dem In- und Ausland. Der Raum, in dem die Hinrichtungen stattfanden, ist heute ein Gedenkraum. Im Raum daneben wird in einer Dauerausstellung die Praxis der nationalsozialistischen Justiz dokumentiert. Die Gedenkstätte Plötzensee wird inhaltlich und organisatorisch von der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand betreut.

Pädagogisches Angebot
Der Ort dient dem stillen Gedenken und der Information; Führungen finden nicht statt.

Öffnungszeiten
März bis Oktober
Montag bis Sonntag: 9.00 - 17.00 Uhr

November bis Februar
Montag bis Sonntag: 9.00 - 16.00 Uhr

am 24. bis 26. Dezember und 31. Dezember bis 1. Januar geschlossen

Kontakt
Gedenkstätte Plötzensee in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Hüttigpfad
13627 Berlin
Bundesland Berlin

Tel.: +49 (0)30 3443226 oder +49 (0)30 26995000
http://www.gedenkstaette-ploetzensee.de
sekretariat@gdw-berlin.de


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Neben dem Bund fördern die Länder Fahrten zu Gedenkstätten durch teils sehr unterschiedliche Strukturen und Programme. Internationale Begegnungsprojekte werden vorrangig durch die internationalen Jugendwerke gefördert, aber auch eine Förderung durch die Europäische Union ist im Kontext größerer Projekte möglich.

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