Erinnerungsorte

Bildungsstätte/außerschulisches Lernen, Gedenkstätte

Gedenkstätte Bergen-Belsen

Bild der Gedenkstätte
1940 errichtete die Wehrmacht auf dem Truppenübungsplatz Bergen ein Kriegsgefangenenlager. Bis 1941 wurde das Lager immer wieder erweitert, damit immer mehr Gefangene, hauptsächlich aus der Sowjetunion, untergebracht werden konnten.
Ab 1943 nutzte die SS Bergen-Belsen als Konzentrationslager. Zunächst wurden hier jüdische Häftlinge untergebracht, die gegen im Ausland internierte Deutsche ausgetauscht werden sollten. Ab Frühjahr 1944 wurden kranke und nicht mehr arbeitsfähige Häftlinge aus Arbeitskommandos anderer Konzentrationslager nach Bergen-Belsen gebracht. Im April 1945 befreiten britische Truppen das Lager und errichteten in den ehemaligen Kasernen der Wehrmacht von 1945 bis 1950 ein Camp für Displaced Persons.

Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen wurde 1952 ein als Park gestalteter Friedhof mit Denk- und Mahnmal eröffnet. Einige Jahre später kam ein Dokumentenhaus mit einer ersten Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers Bergen-Belsen hinzu. Eine ausführlichere Ausstellung zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung und der Gesamtgeschichte des Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen ist 1990 entstanden. Diese wurde im Rahmen des Neubaus des Dokumentationszentrums 2007 überarbeitet und erweitert.

Seit 2012 gibt es zwischen dem Memorial und dem ehemaligen Lagergelände außerdem eine Sound-Installation. Auf dem ca. 80 Meter langen Weg hören die Besuchenden Originaltonaufnahmen, die zwischen 1945 und 2011 entstanden sind.
Seit 2014 können die Besuchenden das ehemalige Lagergelände mithilfe eines Tablets erkunden. Die App bietet die Möglichkeit, sich am historischen Ort 3D-Rekonstruktionen der Gebäude anzusehen. Zusätzlich zu den 3D-Modellen enthält die App weitere Informationen zu den einzelnen Gebäuden sowie weitere Dokumente. (http://www.belsen-project.specs-lab.com/)

Das Projekt eignet sich auch für Schulklassen.
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Pädagogisches Angebot
Führungen in mehreren Sprachen, Studientage, Seminare, Fortbildungen, Internationale Jugendbegegnungen, Internationale Summer School, Zeitzeugen-Begegnungen

Archiv, Bibliothek, Förderung von Gedenkstättenfahrten

Öffnungszeiten
April bis September
Montag bis Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr

Oktober bis März
Montag bis Sonntag: 10.00 - 17.00 Uhr

am 24., 25., 26., 31. Dezember und 1. Januar geschlossen

Kontakt
Gedenkstätte Bergen-Belsen - Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Anne-Frank-Platz
29303 Lohheide
Bundesland Niedersachsen

Tel.: +49 (0)5051 47590
Fax: +49 (0)5051 4759118

http://www.bergen-belsen.de/
bergen-belsen@stiftung-ng.de


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Öffentliche Fördermöglichkeiten

Neben dem Bund fördern die Länder Fahrten zu Gedenkstätten durch teils sehr unterschiedliche Strukturen und Programme. Internationale Begegnungsprojekte werden vorrangig durch die internationalen Jugendwerke gefördert, aber auch eine Förderung durch die Europäische Union ist im Kontext größerer Projekte möglich.

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