NS-Zwangsarbeit. Lernen mit Interviews - Dossierbild

11.5.2016

Victor Laville. Ein französischer Zwangsarbeiter in Bayern

1943: Im Bahnkonvoi nach Bayern (© 2016 Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945")

Victor Laville mit 19 Jahren an der Kunsthochschule, Montpellier 1940/1941, Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945"Victor Laville mit 19 Jahren an der Kunsthochschule, Montpellier 1940/1941 (© Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945")
18. Juli 1921: Geburt in Grau du Roi (Frankreich)

1928: Schulbesuch in Sète
Bekanntschaft mit dem späteren Chansonnier Georges Brassens, Abitur

1940: Studium in Montpellier
Beginn des Kunststudiums in Montpellier, 1941 Marseille
Veröffentlichung von Zeichnungen

1941 - Juni 1942: Arbeitsdienst in den Cevennen
Waldarbeiten bei den „Chantiers de Jeunesse“ (Arbeitsdienst des Vichy-Regimes) in den Cevennen

März 1943: Zwangsarbeit bei der Luitpoldhütte Amberg (Oberpfalz)
Verpflichtung zum Service du Travail Obligatoire (STO, „Pflichtarbeitsdienst“) bei der Luitpoldhütte der „Reichswerke Hermann Göring“ in Amberg

April - Juni 1943: Zwangsarbeit in Hirschau (Oberpfalz)
Arbeit im Zementwerk von Polensky und Zöllner in Hirschau
Victor Laville mit 85 Jahren am Tag des Interviews, 10. Juli 2006, Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945"Victor Laville mit 85 Jahren am Tag des Interviews, 10. Juli 2006 (© Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945")
1943: Zwangsarbeit in Penzberg (Oberbayern)
Vermessungsarbeiten auf einer Baustelle der Reichsbahn

Mai 1944: Rückkehr nach Sète
Victor Laville bleibt nach Heimaturlaub in Sète und taucht in der Nähe unter
Bombardierung seiner Heimatstadt

Nach 1945: Leben in Paris
Arbeit als Gestalter und Redakteur bei „Paris Match“

1981: Rente und Rückkehr nach Sète
Pflegt die Erinnerung an seinen alten Freund, den französischen Chansonnier Georges Brassens












Weiterführender Link:
Victor Laville. Ein französischer Zwangsarbeiter in Bayern
Biografischer Kurzfilm in der Online-Anwendung "Lernen mit Interviews" (Registrierung notwendig)

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


In der neuen Online-Lernumgebung "Lernen mit Interviews: Zwangsarbeit 1939 – 1945" berichten sieben Überlebende in Videointerviews von ihrer Zeit als Zwangsarbeiter in der NS-Zeit. Das Bildungsangebot für Lernende ab 14 Jahren wird durch Hintergrundfilme, Zusatzmaterialien und interaktive Aufgaben ergänzt. Wie bewährt die Plattform sich im Unterricht?

Mehr lesen

[2 Kommentare Letzter Kommentar vom 09.02.2017 12:37]

Dossier

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Als er 1945 endete, lag Europa in Trümmern. Über 60 Millionen Menschen waren tot. Wie konnte es soweit kommen? Und wie sollte es weitergehen mit einem Land, das den größten Zivilisationsbruch der Geschichte begangen hatte?

Mehr lesen

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

In Auschwitz eintätowierte Nummer des ehemaligen Häftlings Werner Bab. Bild: Christian Ender / Imdialog e.V.
Dossier Geschichte begreifen

Oral History

Die Arbeit mit Zeitzeugen birgt Risiken, erfordert sorgfältige und aufwändige Vorbereitung. Aber der Aufwand lohnt. Ein kritischer Überblick.

Mehr lesen

Zerstörungen am Brandenburger Tor bei Kriegsende im Mai 1945
Unterrichtsthema

Zweiter Weltkrieg

Hier finden Sie bpb Unterrichtsmaterialien zum Thema "70 Jahre Kriegsende", um sich mit Ihren Schülerinnen und Schülern wissenschaftlich fundiert und handlungsorientiert den historischen Entstehungsbedingungen sowie dem Verlauf und Hintergründen des Krieges sowie dessen Folgen zu nähern.

Mehr lesen

Die größten Migrationsbewegungen fanden von 1933 bis 1945 statt. Hunderttausende Juden und politisch Verfolgte emigrierten aus Deutschland. In Ost- und Ostmitteleuropa wurde systematisch eine Ansiedelungspolitik von "Volksdeutschen" betrieben, während die einheimische Bevölkerung deportiert oder ermordet wurde. In den Kriegsjahren wurden bis zu 12 Millionen ausländische Zwangsarbeiter in der Kriegswirtschaft beschäftigt.

Mehr lesen