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Tagebuch Harry Kranner Fiss S.14
...ihr für diese Nacht mein Bett und schlafe mit Herta auf der Erde – Juchu! Man sieht, daß ich noch nicht den Humor verloren habe. Weil ich gerade beim Humor bin, so möchte ich sagen, daß heute mitten in dem Wirrwarr die lang ersehnten Bücher aus Paris kamen. Jetzt werde ich endlich, bis sich alles wieder gelegt haben wird, nach einem Lehrplan lernen und ich hoffe, daß auch einmal mein Visum kommen wird. Es ist schon Abend – Gott sei dank! – Nun in diesen Tagen erlebte ich mehr, als in 5 Jahren. Lege mich jetzt nieder, und hoffe, daß Onkel Arthur heute noch zurückkommen wird. So endeten die Vergeltungsmaßnahen. Oder war es vielleicht nur der Anfang?

Freitag, Den 11. XI /38
Gestern Abend kam Hans noch zurück. Er wurde sehr freudig empfangen und zeigte besonders gegen mich eine besondere Freundlichkeit. Ja! Das Schicksal macht die Menschen weich! Von Onkel Arthur ist leider noch nichts zu hören. Tante Hella rennt sich den ganzen Tag die Füße aus. Nicht einmal die Wohnungsschlüssel hat sie noch bekommen. Wir sind in einer verzweifelten Lage.

Samstag, den 12./38
Von Onkel Arthur ist noch nichts zu hören. Wir haben furchtbare Angst um ihn. Zumal am Abend noch die...

Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (Leo Baeck Institute New York | Berlin - Harry Kranner Fiss Collection AR 25595)