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Tagebuch Harry Kranner Fiss S.16
...schrie man ihm zu und schimpfte über ihn. Es war einfach furchtbar, zuzuschauen. Währen nun Papa und Tante Hella dort hinschauten, hätte es letzteren fast erwischt. Wir hatten furchtbare Sorge um ihn. Am Abend gingen wir zur Großmutti, wo eine große Debatte über das Geschäft statt fand, da man es ihnen zusperrte und ihnen die Schlüssel dafür nahm. Man einigte sich endlich daß man 1 Umschulungskurs veranstalten werde, von der Gestapo bewilligt. Deswegen sollte Papa am nächsten Tage zur Kultusgemeinde fahren. Nachher hörten wir im Radio die ersten Bußestrafen der Juden. Vorläufig wurden nur 2 Verordnungen verlautbart: die 1. daß bis Januar alle jüdischen Betriebe aufgelöst sein müssen. Die 2. war, daß den Juden ein Betrag von 1 Milliarde Reichsmark auferlegt wird. Brrr!

Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (Leo Baeck Institute New York | Berlin - Harry Kranner Fiss Collection AR 25595)