Hans und Sophie Scholl mit Christoph Probst (v.l.n.r.). Abschied vor der Abfahrt zur Ostfront, München Juli 1942.

Sophie Scholl und die "Weiße Rose"


20.4.2005
Hinter dem Namen "Die Weiße Rose" stehen fünf Münchner Studierende und ihr Hochschulprofessor, die zwischen Juni 1942 und Februar 1943 in Flugblättern die deutsche Bevölkerung zum Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur aufriefen. Mit ihrem öffentlichen Protest wählten sie den unbequemen Weg: Statt wie die Mehrheit der Deutschen zu schweigen, nannten die jungen Menschen mutig die Verbrechen des Hitler-Regimes beim Namen. Mehr noch: In ihren Augen machte sich mitschuldig, wer nicht gegen das bestehende Unrecht aufbegehrte. Insofern war Handeln für sie eine Verpflichtung, die sie selbst unter hohem persönlichen Risiko eingingen. Damit gelten die Mitglieder der "Weißen Rose" nach wie vor als Vorbilder für Zivilcourage und Widerstand – nicht nur im politischen, sondern auch im alltäglichen Leben.

Zur Geschichte der "Weißen Rose" sind unzählige Bücher und Artikel geschrieben worden. Aber über kein Gruppenmitglied wurde so viel publiziert wie über Sophie Scholl, die klug, lebenslustig, vielseitig talentiert war und die so beherzt wie kompromisslos für ihre persönlichen und politischen Überzeugungen eintrat. Obwohl dies ebenso für ihre Mitstreiter gilt, wird Sophie Scholl als einziger Frau im engsten Kreis der "Weißen Rose" ein besonderes Interesse entgegengebracht. Auch im Kino: 1982 verfilmte Michael Verhoeven erstmals die Geschichte der "Weißen Rose" und stellte die junge Studentin in den Mittelpunkt. Mit "Sophie Scholl – Die letzten Tage" von Marc Rothemund ist im Februar 2005 der dritte und jüngste Film über die Widerstandskämpferin ins Kino gekommen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat zu "Sophie Scholl – Die letzten Tage" ein Filmheft herausgegeben, in dem der Film ausführlich besprochen wird. Als Ergänzung zu diesem Heft liefert das Dossier Hintergrundinformationen zum Widerstand der "Weißen Rose" wie auch zum Film. Das Dossier möchte damit zu einer tiefer gehenden und kritischen Auseinandersetzung mit dem Film anregen und darüber hinaus die Bedeutung der "Weißen Rose" auch für die heutige Zeit verdeutlichen.



 

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum. Weiter... 

Online-Angebot

Kinofenster.de: Sophie Scholl – Die letzten Tage

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