Hans und Sophie Scholl mit Christoph Probst (v.l.n.r.). Abschied vor der Abfahrt zur Ostfront, München Juli 1942.

20.4.2005 | Von:
Kirsten Schulz

"Sophie Scholl – Die letzten Tage"

Ein Film über den Widerstand gegen Hitler

In der Auseinandersetzung mit der antifaschistischen Widerstandsgruppe "Die Weiße Rose" liegt der mediale, insbesondere der filmische Fokus auf Sophie Scholl. Drei deutsche Spielfilme beschäftigen sich mittlerweile mit der Widerstandskämpferin. Das jüngste Beispiel aus dem Jahr 2005 ist Marc Rothemunds Film "Sophie Scholl – Die letzten Tage", für den Julia Jentsch bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2005 den Silbernen Bären für die beste Hauptdarstellerin und Marc Rothemund den für die beste Regie erhielt.

NS-Zeit im deutschen Film

Das ungebrochene Interesse an Sophie Scholl – auch mehr als 60 Jahre nach ihrer Ermordung durch die Nationalsozialisten – zeigt, dass ihr mutiges Handeln, ihr Aufbegehren gegen das NS-Regime immer noch aktuell sind. Geschichten vom antifaschistischen Widerstand, zumal historisch verbürgte, sind zudem meist hochdramatisch und können damit gutes – und mehr noch: politisch anregendes – Erzählkino liefern. Aber wie wird die NS-Zeit im aktuellen deutschen Film dargestellt? Ihre Verbrechen? Ihre Opfer, Täter, und im Falle von Sophie Scholl und Gleichgesinnten eben auch die Menschen, die sich dem NS-System widersetzten?



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Online-Angebot

Kinofenster.de: Sophie Scholl – Die letzten Tage

Bis heute steht der Widerstand der Münchner Studentin im Dritten Reich sinnbildlich für die Notwendigkeit, sich gegen Unrecht und Unmenschlichkeit aufzulehnen und persönliches Gewissen über willkürliches Recht zu stellen. Zivilcourage und Kompromisslosigkeit kennzeichnen Sophies Geisteshaltung bis zuletzt, historisch verbürgt sind ihre Worte. Kinofenster.de bietet passende filmpädagogische Begleitmaterialien für den Schulunterricht.

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