Checkpoint Charlie, Panzer, 1961
Am 10.8.1988 begann die Verschrottung der ersten sowjetischen Mittelstreckenraketen gemäß dem INF-Vertrag. Eine Aufnahme aus Saryozek in Kasachstan.

Eine tiefe Krise der Rüstungskontrolle

Während des Kalten Krieges wurde Rüstungskontrolle zum festen Bestandteil der internationalen Beziehungen. Davon sind wir heute meilenweit entfernt, warnt Dr. Oliver Thränert, er leitet den Think-Tank am Center for Security Studies der Technischen Hochschule Zürich (ETH). Während die Rivalität zwischen den größten Kernwaffenstaaten zunehme, schwinde der Wille zur Begrenzung der Atomrüstung zwischen USA und Russland. Aber auch China und andere Staaten zeigten kein Interesse an Rüstungskontrollpolitik.

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Der sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und US-Präsident Ronald Reagan tauschen nach Unterzeichnung des INF-Abrüstungsvertrags am 8.12.1987 ihre Federhalter im East Room des Weißen 
Hauses in Washington.

Hintergrund 11.11.2018 - Interview

"Die Entgiftung internationaler Beziehungen"

Der von den USA und der Sowjetunion 1987 ausgehandelte INF-Abrüstungsvertrag verbot den Besitz, die Produktion und Flugtests atomar bestückter Mittelstreckenraketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern. Nun hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, das Abkommen aufzukündigen. Was hätte dies für Folgen? Fragen an Prof. Bernd Greiner, den langjährigen Leiter des Berliner Kollegs Kalter Krieg. Er sieht Chancen, ein solches Scheitern zu verhindern, sofern "aus Europa Signale kommen".

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Die Präsidenten Donald Trump (USA) und Wladimir Putin (Russland).

Das neue Spiel der Kräfte

Prägt zunehmend ein Machtdreieck China-USA-Russland die Welt und Europa bleibt außen vor? Als sich im Juli 2018 US-Präsident Donald Trump mit Russlands Staatschef Putin in Helsinki traf, erfolgte dies ohne Abstimmung mit den Europäern. Dies macht deutlich, dass sich die politische Weltordnung neu justiert. Mit welchem Ziel? Ein Überblick von Prof. Thomas Jäger.

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Russian President Vladimir Putin, right, and German Chancellor Angela Merkel shake hands after a signing ceremony during a Russian-German business forum in the Grand Kremlin Palace in Moscow, Friday, Nov. 16, 2012. Vladimir Putin on Friday shot back at visiting German Chancellor Angela Merkel for raising questions about the imprisonment of the Pussy Riot punk provocateurs, suggesting she was poorly informed about the group's true nature. (Foto:Alexander Zemlianichenko/AP/dapd)

Andreas Heinemann-Grüder

Kalter Krieg oder neue Ostpolitik? Ansätze deutscher Russlandpolitik

Es gibt verschiedene Vorstellungen davon, wie die deutsche Politik Russland in der Gegenwart begegnen sollte. Aber wenn die entscheidende Triebkraft für das russische Außenverhalten in dessen Innenpolitik liegt, ist eine kooperative Außenpolitik nur nach einem Regimewandel realistisch.

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Thomas Jäger

Neuer heißer Kalter Krieg? (I)

Einen neuen heißen Kalten Krieg wird es zwischen den USA und Russland nicht geben. Heute dominieren mehr als zwei Mächte die internationale Ordnung, und die nukleare Bedrohung bestimmt nicht mehr alle politischen Kalkulationen. Trotzdem prägen die angespannten amerikanisch-russischen Beziehungen das Geschehen auf der internationalen politischen Bühne wesentlich.

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Hans-Henning Schröder

Neuer heißer Kalter Krieg? (II)

Die Sowjetunion war eine Supermacht. In einer Welt, die in zwei Blöcke geteilt war, war sie die Vormacht des sozialistischen Lagers. Diese Phase ist vorbei. Russland ist keine Supermacht mehr. In der multipolaren Welt, die nach Auflösung der Blöcke entstanden ist, fordern die russischen Eliten für Russland einen Platz als Großmacht, der seiner historischen Rolle gerecht wird.

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Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte im Hafen von Sewastopol (Krim): "[D]ie geopolitischen Interessen Moskaus [sind] im Vergleich zur Sowjetzeit räumlich sehr viel enger begrenzt. Für das postsowjetische Russland hat das Gebiet der ehemaligen UdSSR Vorrang."

Russland-Analysen Nr. 290 (13.02.2015)

Ein neuer Kalter Krieg? / Sorgen der russischen Bevölkerung / Bedrängte NGOs

Das neue Minsker Friedensabkommen ist noch nicht sehr alt - die Spannungen in der Ostukraine aber halten an. Die aktuelle Russland-Analyse wirft einen Blick nach Moskau und beleuchtet die russische Perspektive in dem Konflikt.

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Soldaten der chinesischen UNAMID-Truppen in Darfur, Sudan.

Geschichte, Definition, Tendenzen

Entwicklung innerstaatlicher Kriege und gewaltsamer Konflikte seit dem Ende des Ost-West Konfliktes

Der drastischen Zunahme innerstaatlicher Kriege in der Endphase des Kalten Krieges folgte Mitte der 1990er Jahren ein deutlicher Rückgang. Nach einem erneut starken Anstieg bis 2014 bleibt die Zahl auf hohem Niveau. Gleichzeitig ist eine starke Zunahme innerstaatlicher Gewaltkonflikte unterhalb der Kriegsschwelle zu beobachten.

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Newsletter

Kriege heute. Eine sicherheitspolitische Presseschau

Krieg, Terror, gewaltsame Konflikte: Internationale Auseinandersetzungen sind allgegenwärtig. Aber auch auf nationalstaatlicher Ebene spielen Konflikte eine zunehmend wichtigere Rolle. Dabei geht es auch und immer wieder um das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit. Seit 2001 verschickt die bpb daher einen täglichen Newsletter mit Beiträgen zu den Folgen von Krieg, Terrorismus und anderen Aspekten der Sicherheitspolitik.

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Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

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Dossier

Prag 1968

Es ging um Machtblockerhalt im Kalten Krieg. Am 21. August 1968 beendeten Kampftruppen aus der Sowjetunion, Bulgarien, Ungarn und Polen gewaltsam die reformkommunistische Bewegung des "Prager Frühlings" in der damaligen CSSR (den heutigen Ländern Tschechien und Slowakei). Damit machte die kommunistische Führung der Sowjetunion unmissverständlich deutlich, dass sie in ihren osteuropäischen Satellitenstaaten kein Abweichen von ihrem ideologischen und diktatorischen Kurs duldete.

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Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen.

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Starre Feindbilder bestimmten die Politik im Kalten Krieg. Deren Wurzeln gehen zurück bis in die russische Oktoberrevolution 1917.

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DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, Überwachungsmonitore
Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart.

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Ein Lehrstück aus Nordkorea über Propaganda im Kalten Krieg und darüber hinaus: Die 8-jährige Zin-mi lebt mit ihren Eltern in Pjöngjang in Verhältnissen wie aus einem nordkoreanischen Bilderbuch. Regisseur Vitaly Mansky durfte sie über den Zeitraum eines Jahres mit der Kamera begleiten, streng bewacht von Aufpassern des Regimes. Sein Film aus dem Jahr 2015 blickt hinter die Fassade einer im Kalten Krieg auch in anderen sozialistischen Ländern allgegenwärtigen staatlichen Inszenierung.

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Mauer, Checkpoint Charlie, Grenzer, MfS
Junges Politik-Lexikon

Kalter Krieg

Mauern, Feindbilder, Spionage, Hochrüstung und Propaganda. All das gehörte zum Kalten Krieg. Eine kurze Begriffserklärung für Kids...

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Der Tag in der Geschichte

  • 15. Juni 1945
    In Berlin treten Repräsentanten unterschiedlicher Gewerkschaftsrichtungen (Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, Christliche Gewerkschaften, Hirsch-Dunckersche Gewerkschaften, Revolutionäre Gewerkschaftsopposition) dafür ein, den Freien Deutschen... Weiter
  • 15. Juni 1945
    Gründungsaufruf des Zentralausschusses der SPD in Berlin (Otto Grotewohl). Die geforderte Einheitspartei der Arbeiterklasse wird von der KPD abgelehnt, doch beschließen beide Parteien am 19. 6. 1945 ein gemeinsames Aktionsprogramm. Zum unterschiedlichen Kurs... Weiter
  • 15. Juni 1945
    Der Zentralausschuss der SPD in Berlin appelliert im Gründungsaufruf an die Deutschen, »Demokratie in Staat und Gemeinde, Sozialismus in Wirtschaft und Gesellschaft« zu verwirklichen. Banken, Versicherungen, Bodenschätze, Bergwerke sollen verstaatlicht,... Weiter
  • 15. Juni 1970
    Tonbanderklärung Ulrike Meinhofs zur »Gefangenenbefreiung«: Um das »Proletariat« zu organisieren und »bewaffnete Auseinandersetzungen« durchzuführen, sei es erforderlich, die »Rote Armee« aufzubauen. Gewaltanwendung und Schusswaffengebrauch werden... Weiter
  • 15. - 19. Juni 1971
    Der VIII. Parteitag markiert eine Zäsur in der Geschichte der SED. Sie betrachtet den Sozialismus wieder als Übergangsphase zum Kommunismus und distanziert sich damit von Ulbrichts These, der Sozialismus sei eine relativ selbstständige Gesellschaftsformation... Weiter
  • 15. Juni 1973
    Bildungsgesamtplan bis 1985, verabschiedet von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung der BRD. Die Regierungschefs des Bundes und der Länder billigen den Rahmenplan am 20. 9., den Finanzrahmen am 30. 11. 1973. Der Bildungsgesamtplan entwirft erstmals... Weiter
  • 15. - 18. Juni 1989
    Dritte Direktwahl des Europäischen Parlaments der zwölf EG-Staaten. Weiter
  • 15. Juni 1990
    Die beiden deutschen Regierungen veröffentlichen eine Gemeinsame Erklärung zur Regelung offener Vermögensfragen. Danach sind Enteignungen auf besatzungsrechtlicher bzw. -hoheitlicher Basis (1945 - 1949) nicht mehr rückgängig zu machen. Die Regierungen der... Weiter