Der Berliner Reichstag

6.4. DDR: Besatzungsmacht, SED und Staatsorgane

23. Juli 1953

Der Ministerrat beschließt, das Ministerium für Staatssicherheit aufzulösen, da es den Volksaufstand vom 17. Juni nicht vorausgesehen hatte, und als Staatssekretariat in das Innenministerium einzugliedern. Der bisherige Minister für Staatssicherheit Wilhelm Zaisser und der Chefredakteur des Zentralorgans »Neues Deutschland« Rudolf Herrnstadt werden als Gegner Ulbrichts entmachtet (»Zaisser-Herrnstadt-Fraktion«). Am 24. 11. 1955 wird aus dem Staatssekretariat wieder das Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Leiter ist wie bisher Ernst Wollweber, ab 1. 11. 1957 Erich Mielke. Unter ihm wird das »spezielle Machtorgan der Diktatur des Proletariats« administrativ ausgebaut und politisch aufgewertet als »Schild und Schwert der Partei«.

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