Der Berliner Reichstag

16.1. BRD: Von der Ära Adenauer zur Großen Koalition

22. September 1968

Die DKP (Deutsche Kommunistische Partei) konstituiert sich als Initiativausschuss und am 16. 11. 1968 als Bundesausschuss. Offiziell wird die DKP auf dem Essener Parteitag vom 12. - 14. 4. 1969 gegründet (Vorsitzender: Kurt Bachmann, Stellvertreter: Herbert Mies). Mit ihr entsteht erstmals seit dem Verbot der KPD (17. 8. 1956) in der BRD wieder eine legale kommunistische Partei. Sie will die »sozialistische Gesellschafts- und Staatsordnung« im Rahmen des Grundgesetzes verwirklichen. Bei Wahlen bleibt die DKP, die Zulauf aus intellektuellen, vor allem studentischen Kreisen erhält und mit der Deutschen Friedens-Union (DFU) zusammenarbeitet, im Allgemeinen bedeutungslos. Den aufwendigen Parteiapparat finanziert heimlich die SED durch Gelder, die in den jährlichen Rechenschaftsberichten der DKP als »Spenden« ausgewiesen sind.

zurück 30. Mai 196811. - 17. April 1968 vor