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Der Berliner Reichstag

19.2. DDR: Sozialistische Planwirtschaft im Umbruch

27. Mai 1967

Der neue Perspektivplan 1966 - 1970 sieht vor, die industrielle Produktion und Arbeitsproduktivität beträchtlich zu steigern. Schwerpunkte sind die Petrochemie, die Elektronik/EDV, der Städtebau (vor allem neue Wohnzentren) und die Zusammenarbeit mit dem RGW. In der Industrie entstehen Kombinate (Zusammenschlüsse von Einzel-, später auch Großbetrieben) und Kooperationsverbände, in der Landwirtschaft Kooperationsräte von Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG). Sie sollen die Produktion auf höchstem wissenschaftlich-technischen Niveau spezialisieren und automatisieren. Wesentliche Zielsetzungen des Fünfjahrplans werden nicht erfüllt, vor allem in den beiden letzten Jahren. Als störanfällig erweisen sich die Rohstoffversorgung, die Energiewirtschaft und die Zuliefererindustrie, sodass es zu Produktionsausfällen, Versorgungsschwierigkeiten und zu Exportrückständen kommt. Die Möglichkeiten, Kohle durch Erdöl und Metalle durch Kunststoffe zu ersetzen und die EDV einzuführen, werden überschätzt.

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