Der Berliner Reichstag

22.2. BRD: Extremismus, Terrorismus und Staat

15. Juni 1970

Tonbanderklärung Ulrike Meinhofs zur »Gefangenenbefreiung«: Um das »Proletariat« zu organisieren und »bewaffnete Auseinandersetzungen« durchzuführen, sei es erforderlich, die »Rote Armee« aufzubauen. Gewaltanwendung und Schusswaffengebrauch werden vorbehaltlos bejaht: »Wir sagen natürlich, die Bullen sind Schweine, wir sagen, der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinander zu setzen. Das heißt, wir haben nicht mit ihm zu reden, und es ist falsch, überhaupt mit diesen Leuten zu reden, und natürlich kann geschossen werden.« Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof, Horst Mahler u. a. lassen sich von Juni bis August 1970 in Jordanien von der militanten Palästinenserorganisation El Fatah militärisch ausbilden. Anschließend verübt die Gruppe zahlreiche Banküberfälle und Bombenanschläge in der BRD. Es gelten das »Primat der Praxis«, das »Konzept Stadtguerilla« und der »bewaffnete Kampf als höchste Form des Klassenkampfes« und des »antiimperialistischen Kampfes«.

zurück 22. Oktober 19693. Mai 1971 vor