Beleuchteter Reichstag

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20.9.2012 | Von:
Uwe Sonnenberg

Marginalien?

Drei Blicke auf den westdeutschen linken Buchhandel (VLB)
und die DDR in den 1970er-Jahren

Dritter Blick: Ein Perspektivwechsel



Der Begriff des Tamisdat führt in einem Perspektivwechsel schließlich hin zu den ostdeutschen Leserinnen und Lesern. Nach dem schönen Bild von Mark Lehmstedt tummelten sie sich zumeist "im Dickicht hinter der Mauer".[28] Abgesehen von den professionell staatlicherseits zur Lektüre Abgestellten: Wen haben die Publikationen der Verlage des westdeutschen linken Buchhandels erreicht? Für wen waren sie wichtig?

Rainer Eckert hat sieben Wege und Quellen der Literaturbeschaffung genannt. Letztlich sei es nach seiner Einschätzung in der DDR für jede und jeden möglich gewesen, ein jedes Buch zu bekommen, "wenn auch in langen Zeiträumen" und "unter schwierigen Bedingungen".[29] Diese Verbindungswege waren in den 1970er-Jahren vor allem jenen unabhängigen "Kommunikations- und Interaktionsgemeinschaften" der Kulturopposition und marxistisch sozialisierter Intellektueller bekannt, die sich seit 1967/68 im oppositionellen Milieu der DDR bildeten. Das Selbstverständnis dieser Gemeinschaften, zu denen ebenso Thomas Brasch zu zählen ist, war "die strukturelle Infragestellung und Delegitimierung des undemokratischen politischen Regimes sowie die Legitimität des Diskurses gesellschaftlicher Alternativen".[30] Sie vor allem interessierte die Produktion der westdeutschen linken Verlage; für ihre Gesprächsrunden wurde sie wichtig.

Oppositionelle Marxisten, so wie die im Mai 1975 gegründete Gruppe um Klaus Wolfram beispielsweise, die nach konspirativen Regeln nicht konforme Texte studierte. Als Einstiegswerk in ihre Diskussionen erwies sich Leo Trotzkis erstmals 1936 veröffentlichtes Werk über die "Verratene Revolution". Die Tante Wolframs schmuggelte es unterm Rock über die Grenze. Nach knapp zwei Jahren intensiver Textarbeit befand sich die Gruppe bereits im Übergang vom "staatsfeindlichen Lesen zum staatsfeindlichen Schreiben"[31] gegen die immer offensichtlicher werdende Verkrustung des real existierenden Sozialismus und flog am 22. Juni 1977 an einem abgelegenen Abschnitt der Transitstrecke Hamburg–Berlin auf, als sie sich auf einen Schlag 47 Bücher illegal aus der Bundesrepublik beschaffen wollte. Ein Spitzel innerhalb der Gruppe hatte den Kreis verraten. Über die damalige Bedeutung der Bücher konstatiert Inga Wolfram in der Rückschau, es sei "nur noch schwer nachvollziehbar, aber diese Bücher waren für die Gruppe der unbedingt notwendige Anschluss an den Lebensnerv der Geschichte, Instrumente und Handwerkszeug für die Entwicklung ihres Denkens und auch Licht am Ende des Tunnels. Man kam einfach nicht weiter, ohne sich zu vergewissern, dass es einen Ausweg aus der Sackgasse gab."[32]

In einem Interview gaben die beiden Zeithistoriker Thomas Klein und Bernd Gehrke weitere Beispiele. Beide waren sie seit den frühen 1970er-Jahren ebenfalls in verschiedenen oppositionellen Gruppen organisiert und am illegalisierten Literaturaustausch beteiligt, bis sie 1989 zu den Mitbegründern der Initiative Vereinigte Linke gehörten. Einander kennengelernt hatten sie sich am Zentralinstitut für Wirtschaftswissenschaften der Akademie der Wissenschaften der DDR, in dem sie sich unter anderem als Leser der Zeitschrift "Prokla" (Probleme des Klassenkampfs) bemerkten. Sich diesem damals führenden Diskussionsorgan der westdeutschen radikalen Linken zu widmen, konnte als Erkennungszeichen oppositioneller Grundeinstellungen fungieren. Klein gewöhnte sich in den 1970er-Jahren eine eigene Lesetechnik an. So lernte er die in der DDR überall frei zugänglichen DKP-nahen Einschätzungen über die politische Entwicklung der Ultralinken im Westen "über Bande" zu lesen. Intensiv studierte er die dort gesetzten Fußnoten und erfuhr von Büchern, die er sich für seine politisch-oppositionelle Praxis in der DDR notwendig anzuschaffen hatte.[33] Sein Fokus war auf die neue kritische Marx-Lektüre im Gefolge der westdeutschen Studentenbewegung und auf die in Ost wie West lange verschollenen Texte der marxistischen, sozialphilosophischen und psychoanalytischen Diskurse aus den 1920er- und 30er-Jahre gerichtet. Nach den Verheerungen des "Dritten Reiches", nach stalinistischen Denkverboten in der DDR und auch nach dem Antikommunismus der frühen Bundesrepublik waren letztere in Vergessenheit geraten, bis die Raub- und Nachdruckbewegung der 1960er-Jahre und der linke Buchhandel in Westdeutschland sie wieder in Erinnerung brachten. Weiterhin verfolgte Klein aufmerksam die durch den Rotbuch Verlag vertriebenen "Kursbücher" und bezog die "Info"-Ausgaben des Sozialistischen Osteuropakomitees, zu dem er auch persönliche Kontakte unterhielt. Als Klein 1979 wieder ein neues Bücherpaket empfangen sollte, schnappte auch für ihn eine Falle des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit zu.

Katalog sozialistischer Literatur"Das politische Buch". Der "Katalog sozialistischer Literatur" von 1972 (© Uwe Sonnenberg)
Bernd Gehrke kann aus seinem Bücherregal noch heute ein Jahrzehnte lang gehütetes, fast verlagsfrisches Exemplar des "Katalogs sozialistischer Literatur" hervorziehen. Mit diesem Katalog hatte der VLB 1972 "das aktuelle Sortiment des politischen Buchhandels in der BRD und Westberlin" zusammenzutragen versucht. Zwar fiel die Herausgabe dieser Aufstellung direkt in die Spaltungsphase des Verbandes und bestach in Aufmachung und Inhalt durch den auffallend sektiererischen Charakter der westdeutschen K-Gruppen, doch boten die rund 3.000 gelisteten Titel für Gehrke und seine Gruppengenossen eine unverzichtbare Informationsquelle und Orientierungshilfe. Erhalten hatte er den Katalog von einem westdeutschen Studenten, den Theateraufführungen am Berliner Ensemble in regelmäßigen Abständen nach Ost-Berlin führten.[34]

Miteinander verbunden waren die halb-, gegen- oder ersatzöffentlichen[35] "Kommunikations- und Interaktionsgemeinschaften" der DDR durch ein verdecktes "Netz der Bücherbeschaffung und -verteilung", in dem ein "systematischer Ost-West übergreifender Tauschring organisiert" war, bei dem nicht zuletzt auch die "Blauen Bände" wieder zum Einsatz kamen.[36] Sogar einzelne Untergrundbibliotheken sind inzwischen nachgewiesen, die auf diese Weise seit den 1970er-Jahren von den im Entstehen begriffenen Oppositionsgruppen aufgebaut wurden. In Kammern von "zuverlässigen, aber hinsichtlich von Hausdurchsuchungen […] weniger gefährdeten Personen" wurden sie untergebracht.[37] Die vermutlich größte dieser Bibliotheken übergab Anfang der 1990er-Jahre ein Mitbegründer des Neuen Forums der Robert-Havemann-Gesellschaft (Berlin).[38] Die statistische Auswertung der Bestandsliste vor Ort ergab 225 und damit über ein Drittel der insgesamt 633 bis zum Erscheinungsjahr 1989 aufgeführten Titel, welche direkt aus der Produktion des westdeutschen linken Buchhandels stammten. So befinden sich dort nicht nur 27 der 67 einzelnen Ausgaben aus der einflussreichen Reihe "Internationale Marxistische Diskussion" (IMD) des Merve Verlages. Auch verschiedene Bände zur linken Opposition in der Sowjetunion der 1920er-Jahre sowie eine größere Anzahl Rot- und "Kursbücher" sind darin aufgenommen. Selbst die durch den VLB angestoßene kollektive Neuherausgabe (1976) des zuvor in der Bundesrepublik kriminalisierten Buches von Michael "Bommi" Baumann, "Wie alles anfing", über seinen Werdegang hin zu und bei den westdeutschen Haschrebellen, fand ihren Weg in diese Untergrundbibliothek.[39]

In deren Bestandsliste aufgeführt sind auch Bücher, die verschiedene Lesephasen in den ostdeutschen oppositionellen Gruppen nahelegen und auf eine zeitlich oder zeitversetzt parallele Entwicklung der Diskussionsprozesse oppositioneller Gruppen aus Ost- und Westdeutschland hindeuten: von der Wiederaneignung kritischer Marxismusdiskurse über die Kontroversen der Friedensbewegung bis hin zur Entdeckung neuer Umwelt- und Naturschutzgedanken. Sie können als Indiz für das Entstehen verschiedener Neuer Sozialer Bewegungen auch im oppositionellen Milieu der DDR gelten. In Standardwerken zur Opposition in der DDR ist bereits die Rede von ihnen[40], ihre Mobilisierungsformen und Strukturen waren jedoch (nicht nur unter dem Dach der Kirche) grundverschieden. Im Übergang zu den 1980er-Jahren verweist diese Entwicklung ebenso auf eine Zeit, in der die DDR bereits durch eine stetig wachsende Zahl von Grenzgängern und Auswanderern auf eigentümliche Weise in die BRD hineingewachsen war. Sie verweist weiterhin auf eine Zeit, in der sich auf westdeutscher Seite Die Grünen zum zentralen Akteur im oppositionellen innerdeutschen Literaturaustausch entwickelt hatten und in der auch der organisierte linke Buchhandel seine Bindungskräfte verlor. Das letzte bundesweite Treffen des VLB wurde im November 1980 einberufen. Regionale Gruppen trafen sich als VLB zuletzt in der Mitte der 1980er-Jahre.

Als Fazit der hier unternommenen Blicke durch das "Loch in der Mauer" hindurch kann für die 1970er-Jahre festgehalten werden: Indem er die oppositionellen Gesprächskreise der DDR mit immer neuem Lesestoff belieferte, half der Buchhandel des VLB zugleich mit, die geschlossene Gesellschaft der DDR einen Türspalt weit offen zu halten. Was wie eine Marginalie in der Geschichte des deutschen Buchhandels erscheint und in Bezug auf spezifische Einblicke in die literarische Landschaft der DDR als nicht unwichtig einzuschätzen war, erweist sich heute, 51 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer, als zweifellos ernst zu nehmender Faktor und Bindeglied in der noch nicht geschriebenen asymmetrisch verflochtenen Geschichte grenzübergreifender radikaler Opposition und widerständigen Handelns in beiden deutschen Nachkriegsstaaten.[41]

Fußnoten

28.
Mark Lehmstedt, Im Dickicht hinter der Mauer – der Leser, in: Ders./Lokatis (Anm. 19), S. 348–357.
29.
Corinna Buschow/Maria Drobner, Karl May von der Oma. Der Bücherschmuggler Rainer Eckert, in: Siegfried Lokatis/Ingrid Sonntag (Hg.), Heimliche Leser in der DDR. Kontrolle und Verbreitung unerlaubter Literatur, Berlin 2008, S. 113–118, zit. 113. Dazu gehörten im Einzelnen Westbesuche und -pakete, Antiquariate in Osteuropa, die klassische Samisdat-Produktion, Kontakt zu organisierten Gruppen bspw. unter dem Dach der Kirche oder der Zugang zu den Giftschränken bzw. Fernleihmöglichkeiten für DDR-Bürger in "Sonderversorgungssystemen".
30.
Bernd Gehrke, Die neue Opposition nach dem Mauerbau. Zu Ursprüngen und Genesis oppositionell-politischer Artikulationsformen in der DDR der 1960er Jahre und 1970er Jahre, in: Leonore Ansorg u.a. (Hg.), "Das Land ist still – noch!". Herrschaftswandel und politische Gegnerschaft in der DDR (1971–1989), Köln u.a. 2009, S. 203–225, zit. 204, 210 u. 209.
31.
Thomas Klein im Gespräch m. d. Vf., 24.6.2011.
32.
Vgl. Inga Wolfram, Verraten. 6 Freunde und Ein Spitzel, mein Land und ein Traum, Düsseldorf 2009, zit. S. 121.
33.
Klein (Anm. 31). Ein Beispiel für einen Titel, der ungewollt "über Bande" zurückwirkte, ist: Robert Steigerwald, Der "wahre" oder "konterrevolutionäre" Sozialismus. Was wollen Havemann, Dutschke, Biermann?, Frankfurt a. M. 1977.
34.
Mdl. Auskunft an d. Vf., 24.6.2011. Kleiner Roter Buchladen (Braunschweig) u.a., Das politische Buch – Katalog sozialistischer Literatur 1972, Köln 1972, zit. S. VII. – Zu Gehrkes damaligem politischen Engagement vgl. "… die linke Opposition innerhalb und außerhalb der SED zu vereinigen". Bernd Gehrke, geboren 1950, interviewt von Eva Völpel, in: Cornelia Siebeck u.a. (Hg.), Verlorene Zeiten? DDR Lebensgeschichten im Rückblick. Eine Interviewsammlung, Berlin 2010, S. 144–157.
35.
Thomas Klein, Gegenöffentlichkeit. Oppositionelle Wirkungsformen und staatliche Abwehrstrategien in der DDR, in: Ansorg u.a. (Anm. 30), S. 227–248.
36.
Gehrke, Die neue Opposition (Anm. 30), S. 207ff. Zur Funktionsweise des Tauschrings schreibt Gehrke, dass "größere Posten illegal in die DDR geschmuggelter Bücher und Schallplatten mit Hilfe des Schwarzmarktverkaufs der Westschallplatten finanziert wurden. Im Gegenzug kamen dafür Marx-Engels-Werke zum Einsatz, die man in den Westen ausführte, um die bestellte Westliteratur zu finanzieren": ebd., S. 209.
37.
Ebd.
38.
Handbibliothek: Dauerleihgaben (ehemalige illegale Bibliothek), Sondersammlung der Bibliothek der Robert-Havemann-Gesellschaft Berlin; ausführlich dazu vgl. ebd.
39.
Hinzugezählt wurden publizierte Titel aus allen Verlagen, die in den 1970er-/80er-Jahren auf dem durch den VLB konstituierten, politisch-literatischen Feld agierten. Da die Europäische Verlagsanstalt den VLB als "befreundeter Verlag" in seinen frühen Organisationsbemühungen eng begleitete, flossen auch die dort publizierten Bücher in die Zahl 225 ein. – Zur Kriminalisierung von Bommi Baumann, Wie alles anfing, München 1975, vgl.: Peter Arnold/Jürgen Schult (Hg.), Ein Buch wird verboten. Bommi Baumann Dokumentation, München 1979.
40.
Vgl. Ehrhart Neubert, Geschichte der Opposition in der DDR 1949–1989, 2. Aufl., Berlin 2000; Marc-Dietrich Ohse/Detlef Pollack, Dissidente Gruppen in der DDR (1949–1989), in: Roland Roth/Dieter Rucht (Hg.), Die sozialen Bewegungen in Deutschland seit 1945. Ein Handbuch, Frankfurt a. M./New York 2008, S. 363–390.
41.
Erste Umrisse davon zeichnete Bernd Florath, Opposition und Widerstand, in: Clemens Burrichter u.a. (Hg.), Deutsche Zeitgeschichte von 1945 bis 2000. Gesellschaft – Staat – Politik, Berlin 2006, S. 354–411.

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