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20.9.2012 | Von:
Ingrid Sonntag

Langsamer Abschied von der DDR

Kommentar zu einer Festrede von Hans Mayer auf Anna Seghers am 26. Januar 1962

Aus Anlass des Erscheinens der Nr. 9.000 von "Reclams Universalbibliothek" hielt Hans Mayer im Januar 1962 eine "Kleine Festrede" auf Anna Seghers. Mayers unveröffentlichte Laudatio lässt einen Wendepunkt in seinem Verhältnis zum Führungszirkel der SED erkennen, mit weitreichenden Folgen für den deutsch-deutschen Literaturaustausch.

Im traditionellen Reclam-Verlag sind Betriebsjubiläen gefeiert worden, nicht aber die Herausgabe von Büchern. Dass die Veröffentlichung einer "runden" Nummer mit einem Festakt einherging, geschah zum ersten Mal im Leipziger Nachkriegsverlag, als Verlagsleiter Gerhard Keil und Cheflektor Hans Marquardt im Jahr 1954 das Erscheinen von Leonhard Franks Erzählung "Karl und Anna" als Nummer 8.000 in "Reclams Universal-Bibliothek" (RUB) mit einer Feier verbanden. Es entsprach seinerzeit nicht nur dem Anliegen von Partei, Kulturministerium und Verlag, dem kulturellen Vertretungsanspruch des ostdeutschen Teilstaates größeres Gewicht zu geben, sondern auch dem des Festredners Hans Mayer, seit 1948 Professor für Deutsche Literaturgeschichte an der Universität Leipzig.

Im Verlagsarchiv wurde eine in Vergessenheit geratene und als Ganzes unveröffentlicht gebliebene Rede Hans Mayers auf Anna Seghers gefunden, abgelegt als Typoskript mit handschriftlichen Korrekturen und als Reinschrift. Sie lag zwischen Autorenbriefen, Verlagskorrespondenz und Papieren der Veranstaltungsorganisation zum Jubiläum von RUB-Band Nummer 9.000 aus der Zeit zwischen Mai 1961 und Februar 1962.[1]

Das Jubiläum der Nummer 9.000 ist geeignet, sowohl die kulturpolitischen Verhältnisse in den frühen Sechzigerjahren in Ostdeutschland aus der Perspektive eines seiner wichtigsten Verlage als auch die Inszenierung von deren literarischer Öffentlichkeit im deutsch-deutschen Spannungsfeld zu beleuchten. Der besondere zeit- und der literaturhistorische Wert der Rede besteht darin, dass hier bei Hans Mayer – als einem der wichtigsten Vertreter der kulturellen Elite der DDR – ein politischer und auch intellektueller Wendepunkt zu erkennen ist. Nachvollziehbar wird zudem, wie sich aus seiner veränderten intellektuellen Haltung Mayers Verhältnis zum Führungszirkel der SED zu wandeln beginnt.

I. Nummer 9.000: Nicht Georg Maurer, sondern Anna Seghers

125 Jahre Reclam125-Jahrfeier des Reclam Verlages im Neuen Rathaus zu Leipzig, 1. Oktober 1953: Cheflektor Hans Marquardt, der Leiter der Zentrag, Willi Langrock, der Leiter der Städtischen Bühnen Leipzig, ZK-Mitglied Max Burghardt, der Komponist Alan Bush, Else Wolf und ihr Mann, der Schriftsteller Friedrich Wolf, und der Leiter des Verlages Volk und Wissen, Karl Hagemann (v.l.) (© Verlag Philipp Reclam jun. Stuttgart/K. Gerhard Treblegar, TEKA-Film Studio Leipzig)
Konnte der Reclam-Verlag das 125-jährige Jubiläum am 1. Oktober 1953 und die Feier für RUB-Nummer 8.000 am 10. Dezember 1954 pompös in Szene setzen, wurden die Vorbereitungen für das Erscheinen der Nummer 9.000 am 26. Januar 1962 von immer neuen Hindernissen überschattet, die auf den V. Schriftstellerkongress im Mai 1961, den Mauerbau und auf das 14. Plenum des ZK der SED im November 1961 zurückweisen.

Der seit 1. April 1961 als kommissarischer Verlagsleiter und weiterhin als Cheflektor fungierende Hans Marquardt kümmerte sich persönlich um die konzeptionellen und organisatorischen Vorbereitungen der prominenten Veranstaltung, um schnell auf die wechselnden kulturpolitischen Vorgaben reagieren zu können. Die politische Brisanz einer solchen Jubiläumsveranstaltung war enorm gestiegen und damit auch die Bedeutung der Festrede. Mit Spannung war außerdem zu erwarten, wie Marquardt mit den neu gesetzten kulturpolitischen Spielräumen umgehen würde.

Während Hans Marquardt am 17. Mai 1961, eine Woche vor Beginn des Schriftstellerkongresses, von diesem ausgeladen wurde – offizielle Begründung: Der Schriftstellerverband müsse bei den ohnehin sehr begrenzten Platzverhältnissen "in erster Linie für die Unterbringung der ausländischen und westdeutschen Gäste sorgen"[2] –, hatte Hans Mayer, der kein Mitglied des Verbandes war, "drolligerweise" – wie er selbst sagte – noch im Mai eine Einladung zum Kongress erhalten. Er habe aber "ganz freundlich" abgesagt wegen der lang geplanten Reise zur Hauptversammlung der Hölderlin-Gesellschaft in Tübingen. Den wahren Grund seiner Absage erfuhr Stephan Hermlin. Die Lektüre dessen, "was sich da als Schriftstellerkongress ankündigt", habe er vor seinem Urlaub als "gesundheitsschädigend" empfunden. Nach dem Urlaub würde "der Eindruck des Komischen" überwiegen.[3]

Tatsächlich wurden beim V. Schriftstellerkongress vor allem die großen Erfolge des Bitterfelder Wegs zelebriert. Während der Staatsrats- und Parteivorsitzende Walter Ulbricht westdeutsche Autoren zu umwerben versuchte und der Leiter der Kulturkommission beim Politbüro des SED-Zentralkomitees, Alfred Kurella, davor warnte, von "zwei deutschen Literaturen" zu sprechen, nahm Kulturminister Alexander Abusch den Mauerbau ideologisch vorweg.

Einem Vorschlag von Hubert Witt, 1959–1986 Lektor im Reclam-Verlag, den Jubiläumsband mit Gedichten von Georg Mauer zu belegen, war kein Erfolg beschieden.[4] Denn Maurer, obwohl im Juni 1961 mit dem Johannes-R.-Becher-Preis ausgezeichnet, entsprach nicht der damals gültigen Doktrin des "sozialistischen Realismus". Nachdem er im Jahr 1955 am Leipziger Literaturinstitut "Johannes R. Becher" seine Tätigkeit als Lehrer für Lyrik aufgenommen hatte, galten seine Lehrmethoden bald als "unüblich" und waren "daher auch nicht unumstritten".[5] Dem Bildungsdefizit einer Generation von jungen und nicht mehr ganz jungen Schriftstellern, die Faschismus, Krieg und Nachkrieg erlebt hatten, stehe "sein Angebot gegenüber, ihnen den Blick in das Erbe der Weltlyrik zu öffnen", beschrieb der Schriftsteller Heinz Czechowski 1982 Maurers Programm. Der Staatssicherheitsdienst beurteilte den parteilosen Georg Maurer, dessen Loyalität gegenüber Ernst Bloch und Hans Mayer schon in den Fünfzigerjahren Misstrauen erregt hatte, als "einseitig ästhetisch orientiert und politisch weltfremd".[6]

Hans Marquardt, knapp ein Jahr Verlagsleiter und Cheflektor in Personalunion, setzte von Beginn an mit Anna Seghers auf eine Persönlichkeit, die in Ost und West Anerkennung genoss, deren jüngstes Werk den ästhetischen und kulturpolitischen Leitlinien entsprach und die als Präsidentin des Deutschen Schriftstellerverbandes (DSV) zugleich die Kulturpolitik der DDR verkörperte.[7] Kurios erscheint heute, dass der Verlag offensichtlich die Wahl des Titels für die Nummer 9.000 mit dem DSV abstimmte. Denn zuerst hatte man die Skizzensammlung "Der erste Schritt" bevorzugt, dann die Erzählung "Der Mann und sein Name" (1952) und die Sammlung "Die Kinder" (1951)[8] geprüft und schließlich im Oktober wieder auf Seghers' Sammlung "Der erste Schritt" (1953) zurückgegriffen.[9] Doch nachdem der lizenzgebende Aufbau-Verlag endlich gewillt schien, wegen Reclam seine "bb"(billige bücher)-Ausgabe ein halbes Jahr zurückzustellen, stimmte möglicherweise Anna Seghers dem Vorschlag nicht mehr zu.
Reclam Geschäftsleiter- und ProduktionsbesprechungBesprechung zur Vorbereitung der Feier von RUB Nr. 9.000: Herstellungsleiter Günter Blechschmidt, Cheflektor Hans Marquardt, der Künstlerische Leiter Günter Billig, Verlagsassistentin Lieselotte Sewart und Buchhalter Lothar Kretschmar (v.l.) (© Verlag Philipp Reclam jun. Stuttgart)
Am 1. November 1961 – knapp drei Monate vor dem Jubiläumstermin – informierte Marquardt schließlich die Geschäftsleiter- und Produktionsbesprechung "von der telegraphischen Nachricht des Aufbau-Verlages, daß uns die Genehmigung für den Titel Seghers, Der Ausflug der toten Mädchen gegeben wird".[10] Schon am darauffolgenden Tag ließ er die Erzählung "Der Ausflug der toten Mädchen" (Erstausgabe 1944) in Satz gehen.[11]

Bemerkenswert bleibt hier nicht nur die kurze Produktionszeit für Taschenbücher, die ein Überbleibsel der privatwirtschaftlichen Betriebsstruktur des Verlags und der angeschlossenen Druckerei darstellte, sondern auch, dass Mayer erst in den späten Oktobertagen vom Verlag zu Nachwort und Festrede eingeladen wurde. Die Einladung kann als mit dem Kulturministerium abgestimmte Reaktion auf Mayers Beschwerde gelten, dass er nicht im Widmungsband zum 60. Geburtstag der Autorin im Jahr 1960 vertreten war.[12]

Die beiden Exilanten Anna Seghers (Exilländer Frankreich/Mexiko) und Hans Mayer (Frankreich/Schweiz), Juden, linksrheinischer und bürgerlicher Herkunft, traten in jenen Monaten trotz aller Übereinkunft im Glauben an die politische, wirtschaftliche und soziale Überlegenheit der DDR eher als Kontrahenten in Erscheinung. Nach der Rückkehr von ihren Reisen ins westliche Ausland sah sich die Präsidentin des Schriftstellerverbands nach dem Mauerbau im politischen System der DDR fester denn je verankert, während Mayer lavierte und "zwischen den Stühlen sitzend" sich widersprüchlich verhielt, wie Jürgen Teller im Januar 1963 gegenüber Ernst Bloch resümierte.[13]

Die Säuberung an der Leipziger Universität war mit der Zwangsemeritierung des Philosophen Ernst Bloch im Frühjahr 1957 vorerst beendet, markierte aber, wie sich nun zeigte, nur den Beginn der Zerstörung einer einzigartigen Lehrsituation, in der seinerzeit ein "Trupp jüdischer Emigranten aus Amerika", "die recht stark vertretenen 'Westemigranten'" und Vertreter vom "inneren Widerstand" als "maßstabsetzende Lehrer dreier Generationen, dreier Erfahrungen in gemeinsamer Anstrengung" zu arbeiten begonnen hatten, wie der Historiker Walter Markov notierte.[14] Denn im Herbst 1961 wurde der Konflikt von der örtlichen Parteibürokratie neu entfacht und auf Hans Mayer konzentriert. Nachdem die Architektin Karola Bloch und Ernst Bloch im Sommer 1961 der DDR den Rücken gekehrt hatten und der Romanist Werner Krauss nach Ost-Berlin gewechselt war, sah sich Hans Mayer, ohne seine wichtigsten Gesprächspartner und Freunde, isoliert und, unter verschärfter Beobachtung durch die SED und das Ministerium für Staatssicherheit, seine pädagogische und wissenschaftliche Arbeit bedroht.

Während Bloch im November 1961 eine Gastprofessur an der Universität Tübingen antrat, verbrachte Mayer sein in Hamburg geplantes Arbeitssemester nun in Leipzig, nicht ohne trotzig anzukündigen, dass "alle Einladungen an Westdeutsche (…) aufrecht erhalten" werden.[15] Mit Verve hielt er an der Einladung Heinrich Bölls in die DDR fest, die dieser krankheitsbedingt im Juni 1961 abgesagt hatte.[16] Um der erneuerten Einladung mehr Nachdruck zu verleihen, suchte Mayer den Kontakt zu Herbert Dost, Leiter des Evangelischen Amtes für Gemeindedienst in der Stadt Leipzig.[17] Als Reaktion auf den Mauerbau organisierten Dost und Mayer gemeinsam Lesungen und Vorträge für Böll in der Zeit vom 22. bis 25. Januar 1962 am Institut für Deutsche Literaturgeschichte und in den Leipziger und Greifswalder Spielgemeinden.[18] Doch Heinrich Böll sagte auch die zweite Einladung ab, nun aus tagespolitischen Gründen. Die Isolation, die Mayer umgab, hatte sich deutlicher konturiert.


Fußnoten

1.
Der Aktenbestand umfasst ca. 230 Einzelblätter und ca. 30 Blätter in Titel- und in Leitungsakten. Unverzichtbar zur Bearbeitung des Themas waren: Mark Lehmstedt (Hg.), Hans Mayer: Briefe 1946–1963, Leipzig 2005, u. ders. (Hg.), Der Fall Hans Mayer. Dokumente 1956–1973, Leipzig 2007.
2.
Eduard Klein [geschäftsführender Sekretär im DSV] an Hans Marquardt, 17.5.1961, Reclam Archiv Leipzig (RAL), Akte 110.
3.
Hans Mayer an Stephan Hermlin, 15.5.1961, in: Lehmstedt, Mayer-Briefe (Anm. 1), S. 472.
4.
Kurzprotokoll von der Geschäftsleiterbesprechung v. 30.6.1961, RAL, Akte 142.
5.
Heinz Czechowski, Nachwort, in: Georg Maurer, Was vermag Lyrik? Essays, Reden Briefe, Leipzig 1982, S. 203.
6.
Joachim Walther, Sicherungsbereich Literatur. Schriftsteller und Staatssicherheit in der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1996, S. 752.
7.
Hans Marquardt an Hanna Prisky [Radio DDR], 25.6.[5.; handschr. korr. v. Marquardt]1961, RAL, Ordner 232 [25].
8.
Vgl. Kurzprotokolle von den Geschäftsleiterbesprechungen v. 7.8., 7.9., 24.9., 11.10. u. 1.11.1961, RAL, Akte 142.
9.
Hans Marquardt u. Hubert Witt an Anna Seghers, 14.10.1961, RAL, Ordner 232 [25].
10.
Kurzprotokoll zur Geschäftsleiter- und Produktionsbesprechung v. 1.11.1961, RAL, Akte 142.
11.
Hans Marquardt an Anna Seghers, 2.11.1961, RAL, Ordner 232 [25].
12.
Ebd. Vgl. auch Rolf Jahn [Sachgebietsleiter Literatur im Kulturministerium] an die Leitung des Ministeriums für Kultur und Lucie Pflug [Leiterin des Sektors Verlage in der Abt. Wissenschaft des ZK der SED], 14.12.1960, BArch, DR 1/7819. – Mayer beschwerte sich im Dez. 1960 im Ministerium für Kultur darüber, dass er nicht im Sammelband zu Seghers' 60. Geburtstag im Aufbau-Verlag mit einem Beitrag vertreten war, aber zugleich von Staatssekretär Wilhelm Girnus aufgefordert worden sei, "in Westdeutschland über S. zu sprechen".
13.
Jürgen Teller an Ernst Bloch, Jan. 1963, in: Jan Robert Bloch u.a. (Hg.), Briefe durch die Mauer. Briefwechsel 1954–1998 zwischen Ernst & Karola Bloch und Jürgen & Johanna Teller, Mössingen 2008, S. 64–69, hier 67f.
14.
Walter Markov, Zweisprache mit dem Jahrhundert. Dokumentiert von Thomas Grimm, Berlin 1989, S. 181.
15.
Lehmstedt, Der Fall Hans Mayer (Anm. 1), S. 258f.
16.
Hans Mayer an Heinrich Böll, 20.10.1961, in: Lehmstedt, Mayer-Briefe (Anm. 1), S. 505.
17.
Wella u. Erdmute Dost im Gespräch m. d. Vf., Leipzig 8.10.2011.
18.
Mayer an Böll (Anm. 16), S. 515.

Hans Mayer versuchte 1953 nachzuweisen, dass beim Aufstand des 17. Juni in der DDR wie bei der Exekution der Rosenbergs zwei Tage darauf in den USA faschistische Tendenzen wirksam waren. Dieser verschollene Text des von 1948–1963 in Leipzig lehrenden Germanisten tauchte vor einem Jahr wieder auf.

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Unmittelbar nach der Niederschlagung des Aufstandes vom 17. Juni 1953 verfasste Hans Mayer seine Gedanken dazu. Er erkannte darin einen "faschistischen Putschversuch". Diese frühen Äußerungen werden verglichen mit zwei späteren Interpretationen Mayers aus den Jahren 1984 und 1991.

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