Beleuchteter Reichstag

Im Widerstreit zwischen Freiheit des Geistes und Repräsentation

Anmerkungen zu den ersten Ausgaben von "Der Monat" (West-Berlin) und von "Sinn und Form" (Ost-Berlin)


30.10.2013
Im Oktober 1948 erschien in West-Berlin erstmals die antikommunistische Zeitschrift Der Monat. Sie verstand sich als Forum einer offenen Aussprache und Auseinandersetzung. Beinahe zeitgleich erschien in Ost-Berlin die erste Ausgabe der repräsentativen, im Ansatz unpolitischen Literaturzeitschrift Sinn und Form, der es gelang, ostdeutsche, russische und osteuropäische Literatur dem Westen näher zu bringen. Jürgen Koller berichtet anlässlich des 65. Jahrestages ihrer Gründung in einer inhaltlich ergänzten Überarbeitung seines Beitrags im Deutschland Archiv vom März 2012 über zwei "ungleiche Brüder".

Phase der intellektuellen Standortbestimmung nach 1945



Bereits wenige Wochen nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 begann inmitten der Trümmerwelt eine ereignisreiche Periode neuen kulturellen Lebens. Es war "eine Periode, in der man durch die Besatzungsmächte von der unmittelbaren politischen Verantwortung für die Zukunft enthoben war (…). Eine Zeit, in der man sich mit aller Energie einer geistigen, eher ethisch motivierten Erneuerung widmen konnte".[1] In dieser Phase der intellektuellen Standortbestimmung spielte die ehemalige Reichshauptstadt Berlin, bedingt durch die Viermächteverwaltung, eine besondere Rolle – bereitete sich doch dort anfänglich eine gewisse liberale Atmosphäre und auch eine die Sektorengrenzen überwindende Kooperation aus. Es ist deshalb nicht abwegig, von Berlin "als eine Art Transformationszentrum aller damaligen Tendenzen auf politischem und kulturellem Gebiet"[2] zu sprechen. Die sowjetische Besatzungsmacht begann schon kurze Zeit nach der Eroberung Berlins, ihre Vorstellungen und ihr langfristig vorbereitetes Konzept einer geistig-kulturellen Erneuerung in Berlin und in ihrer Zone mit Hilfe deutscher Kommunisten umzusetzen, die aus dem Moskauer Exil zurückgekehrt waren.

Im Gefolge der "Gruppe Ulbricht" war auch der kommunistische Dichter Johannes R. Becher, der zur Schlüsselfigur des kulturellen Neuanfangs in Berlin nach 1945 werden sollte. Auf seine expressionistischen "O-Mensch"-Wortkaskaden der frühen 1920er Jahre waren "Dichtungen quasi-religiöser Pathetik"[3] gefolgt. Becher ließ sich davon leiten, dass eine "antifaschistisch-demokratische Erneuerung" nicht ohne bürgerliche Intellektuelle – soweit sie keine NS-Ideologen gewesen waren – möglich sei. Sein Kulturkonzept konnte von vielen Bürgerlichen mitgetragen werden, da er geschickt alle weltanschaulichen und ideologischen Fragen anfangs ausgeklammert hatte und sich auf die "Wiedererlangung verschütt gegangener bildungspolitischer Grundwerte"[4] orientierte.

Dass es bereits am 3. Juli 1945 im zerstörten Berlin zur Gründung des "Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands" kam, ist Bechers Engagement und Zielstrebigkeit zu verdanken. Die Personalpolitik des Kommunisten Becher als Präsident des Kulturbundes war auf Vertrauensbildung ausgerichtet. Deshalb wurden mit Bernhard Kellermann, Karl Hofer und Johannes Stroux sogenannte Bürgerliche zu Stellvertretern gewählt, aber der Apparat blieb fest in den Händen kommunistischer Funktionäre. Die acht Leitsätze des Programms des Kulturbundes waren bewusst unverbindlich gehalten und "es hätte viel Skepsis dazu gehört, um (...) die Fußangeln zu entdecken, also zu vermuten, die 'nationale Einheitsfront der deutschen Geistesarbeiter' sei letztlich eine Kampfansage gegen den bürgerlichen Pluralismus' und die 'streitbare demokratische Weltanschauung' eine verhüllende Metapher für den Marxismus-Leninismus."[5] Bereits im Mai 1947 konstatierte Walter Karsch, Herausgeber des West-Berliner Tagesspiegels, dass der Kulturbund eine "kommunistische Tarnorganisation" sei.

Trotz der sich verschärfenden ideologischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West können die Jahre 1945 bis 1947 als Jahre des Übergangs mit einer sich belebenden Kulturszene gelten. Beispielgebend für alle vier Zonen war das Berliner Theaterleben. In der Spielzeit 1945/46 brachten 46 Ensembles 245 (!) Schauspiel-, Opern-, Ballett- und Operettenpremieren heraus, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden. Die russischen Kulturoffiziere mit ihrer Theaterbegeisterung förderten anfänglich das Theaterleben im sowjetischen Sektor Berlins beträchtlich. Während im Osten Stücke der Aufklärung und der deutschen Klassik – so etwa 1945 die erste "Nathan"-Inszenierung seit 1931 – sowie russische Dramatik von Schwarz oder Rachmanow auf die Bühne kamen, lernten die Berliner in den Westsektoren das amerikanische Theater mit Wilder, Miller und Williams sowie zeitgenössische Engländer wie T. S. Eliot oder J. B. Priestley kennen, aber auch die französischen Dramatiker Anouilh, Giraudoux, Camus und Sartre wurden gespielt. "Das Ende dessen, was Friedrich Luft die 'Idealkonkurrenz' der Alliierten in Sachen Theater genannt hat",[6] endete mit Langhoffs Inszenierung des antiamerikanischen Tendenzstücks "Die russische Frage" von Simonow im Deutschen Theater 1947 in Ost-Berlin und mit Sartres antikommunistisch angelegtem Stück "Die schmutzigen Hände" im Westberliner Renaissance-Theater Anfang 1949. Damit ging das verloren, "was die Freiheit des neuen Anfangs 1945 so faszinierend für viele gemacht hatte".[7]

Melvin J. Lasky und die Gründung der Zeitschrift Der Monat



Erster Deutscher Schriftstellerkongress 1947.Erster Deutscher Schriftstellerkongress: Kongressteilnehmer in einer Pause vor den Berliner Kammerspielen, 6. Oktober 1947. (© Bundesarchiv, Bild 183-S77322)
Aus der Manifestierung der Teilung Deutschlands leitete sich der Zwang zu eindeutigen ideologischen Positionen ab. Gegen Ende des Jahres 1947 sah es Johannes R. Becher noch als seine wichtigste Aufgabe an, die Einheit der deutschen Nationalliteratur zu bewahren. Der mit Zustimmung und in Vorabsprache mit Oberst Sergej Tulpanow, Leiter der Informationsabteilung der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD), von Becher einberufene Erste (Gesamt-) Deutsche Schriftstellerkongress vom 4. bis 8. Oktober 1947 in den Ost-Berliner Kammerspielen sollte die ideologischen Verwerfungen zwischen den aus dem Exil zurückgekehrten kommunistischen bzw. liberal-bürgerlichen Schriftstellern und den Autoren, die im inneren Exil ausgeharrt hatten, glätten.[8] Aber ein Schnitt lief auch zwischen den Schriftstellern aus der Sowjetzone und denjenigen, die aus den drei westlichen Zonen angereist waren. Der kommunistische Flügel mit Johannes R. Becher, Wolfgang Harisch, Friedrich Wolf, Alexander Abusch und etlichen anderen bildete eine geschlossene Front. Parteilose Autoren wie Elisabeth Langgässer, Axel Eggebrecht, Ernst Penzoldt, Wilhelm E. Süskind, Ernst Rowolth, Benno Reifenberg, Marieluise Fleisser und weitere repräsentierten die liberalen oder bürgerlichen Kongress-Teilnehmer.

Die erhoffte Harmonie blieb aus, und vom Austausch der Positionen war kaum etwas zu spüren. Besonders von dem sowjetischen Dramatiker Wsewolod Wischnewski wurde die Stimmung mit antiamerikanischen und antibritischen Parolen angeheizt. Zum Eklat sollte es aber erst durch den Redebeitrag des 27-jährigen US-Amerikaners Melvin J. Lasky kommen, der vom Diskussionsleiter Günther Birkenfeld auf die Rednerliste "geschmuggelt" worden war, um ein Gegengewicht zu den drei unverhofft von den Sowjets präsentierten "Großautoren" – Wischnewski, Katajew, Gorbatow – zu schaffen. Keiner im Saal kannte den jungen Journalisten und wusste etwas mit dem linksliberalen New Yorker Partisan Review anzufangen, für den dieser schrieb. Lasky ging eingangs auf "kleingeistige amerikanische Behörden" und (…) auf "engstirnige Mittelklassemoralisten" seiner Heimat ein, die amerikanische Autoren bedrängen würden. Und dann benannte er scharf und ungeschönt die Unfreiheiten in der Sowjetunion und erinnerte an das Los kritischer Sowjet-Autoren. "Ich möchte sagen, dass wir uns solidarisch fühlen mit den Schriftstellern und Künstlern Sowjetrusslands. Auch sie kennen den Druck und die Zensur. Auch sie stehen im Kampf um kulturelle Freiheit. Und ich glaube, wir alle müssen ihnen unsere offenherzige Sympathie entgegen bringen."[9] Diese Sätze hatten die Wirkung einer Bombe. Die Empörung unter den sowjetischen und linientreuen deutschen Schriftstellern steigerte sich zu einem lautstarken Tumult. Der Literaturwissenschaftler Hans Mayer schrieb später in seinen Erinnerungen: "Lasky machte seine Sache recht gut. (...) Er hielt sich nicht lange mit der Literatur auf: sein Thema waren die sowjetischen Schriftsteller, die am Kongress teilnahmen. (...) Die Unruhe im Saal wuchs immer mehr. Das also hatte man vorbereitet (…) In Berlin war nichts mehr zu machen. Der Kongress schleppte sich hin bis zu seinem Ende."[10] Der Auftritt des Amerikaners glich einer Initialzündung, die dazu beitrug, den kulturellen Kalten Krieg zu verschärfen. Die amerikanische Besatzungsmacht verbot den Kulturbund im amerikanischen Sektor noch während der Schriftstellerkongress tagte.

Melvin J. Lasky, der Herausgeber des "Monat", vor den ersten Ausgaben im Redaktionsbüro, Dezember 1948.Melvin J. Lasky, der Herausgeber des Monat, vor den ersten Ausgaben im Redaktionsbüro, Dezember 1948. (© Charlotte A. Lerg und Maren M. Roth, Cold War Politics: Melvin J. Lasky, New York, Berlin, London, München 2010, S. 19.)
Wer war Melvin J. Lasky? Er wurde als Sohn jüdisch-polnischer Einwanderer 1920 in New York geboren. Seine Eltern führten einen kleinen Textilbetrieb. Für Laskys Vater spielte die grundsätzliche Wertschätzung der deutschen Kultur und Sprache eine wichtige Rolle. Lasky studierte am City College of New York Sozialwissenschaften und ab 1939 an der University of Michigan Geschichte. Parallel dazu schrieb er Beiträge für die linke Zeitschrift Partisan Review, und ab 1942 übernahm er einen Redakteursposten bei der linksorientierten Zeitung New Leader. Im Jahre 1943 zur Armee eingezogen, wurde er als Armeehistoriker im Rang eines Hauptmanns 1945 mit der 7. US-Armee nach Europa verschifft. Als einer der ersten Amerikaner betrat er nach der Flucht der SS das KZ Dachau. Dieses Erlebnis sollte ihn tief prägen. Daraus resultierten seine antitotalitäre Überzeugung und seine strikte Ablehnung der Einparteienherrschaft. Anfangs diente er als Kulturoffizier im amerikanischen Sektor von Berlin, war aber zugleich journalistisch für linksorientierte Blätter in New York tätig.

Sein bravouröser Auftritt in Ost-Berlin hatte ihn so bekannt gemacht, dass die amerikanische Militärverwaltung ihn angesichts der politisch zugespitzten Lage im März 1948 mit der Herausgabe einer "internationalen Zeitschrift für Politik und geistiges Leben" beauftragte. Gemeinsam mit seinem deutschen Partner Helmut Jaesrich entwarf Lasky ein Magazin, das die intellektuelle Elite in allen Zonen ansprechen sollte. Am 1.Oktober 1948, mitten in den harten Wochen der Berlin-Blockade, startete Der Monat, werbewirksam knallrot, mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren. Den Namen hatte übrigens Klaus Mann empfohlen. Und so verstand sich die Zeitschrift, wie im Impressum in jeder Ausgabe als Selbstaussage benannt, "als Forum einer offenen Aussprache und Auseinandersetzung auf der Grundlage freier Meinungsäußerung", um "einer möglichst großen Zahl verschiedener Stimmen aus Deutschland und allen Teilen der Welt Gehör zu verschaffen".[11] Im Juli 1950 hat es Arthur Koestler in einem "Manifest" im Monat so formuliert: "Wir halten es für eine axiomatische Wahrheit, dass die Freiheit des Geistes eines der unveräußerlichen Menschenrechte ist. Diese Freiheit besteht in erster Linie im Recht des Einzelnen, eigene Meinungen zu bilden und zu äußern, und zwar namentlich auch dann, wenn sie von den Meinungen der Obrigkeit abweichen."[12]

Der Monat wurde "die" Plattform der "Renegaten", ehemaliger kommunistischer Parteigänger wie Arthur Koestler, Ruth Fischer oder Theodor Plievier. Darüber hinaus lud Lasky führende westeuropäische Intellektuelle, einschließlich der deutschen Geisteselite, und amerikanische Autoren als Beiträger ein. Voraussetzung war stets, dass sich die Artikel durch intellektuelle Qualität, sprachliche Brillanz und antitotalitäre, nichtmarxistische Gesinnung auszeichneten. Geistige Mobilität, Weltwachheit und Kosmopolitismus machten die Modernität der Texte und Essays des Monat aus.

Johannes R. Becher und die Idee einer repräsentativen Literaturzeitschrift



Schon im Präsidialrat des Kulturbundes am 24. August 1945 fand die Herausgabe einer repräsentativen, auf höchstem Niveau stehenden Literaturzeitschrift Erwähnung. Aber es sollte noch bis August 1948 dauern, bis Bechers Vorstellungen von einer Literaturzeitschrift spruchreif wurden. Das Konzept ging dahin, dass diese neue repräsentative Publikation "einerseits Verständigungsorgan der sozialistischen Intelligenzia nach innen, andererseits kulturelles Aushängeschild des neuen Staates nach außen, also auch im Blick auf die westlichen Zonen, die spätere Bundesrepublik, sein wollte."[13] Thomas Mann besaß die Rechte am vorgesehenen Namen "Maß und Wert" – Titel einer kurzlebigen Exilzeitung –, gab diesen aber nicht frei. So musste Becher auf die Titelfindung Sinn und Form zurückgreifen. Diese "Beiträge zur Literatur", wie der Untertitel lautete, waren weniger politisch ausgerichtet als die Kulturbund-Schrift Aufbau. Die neue Zeitschrift sollte nach Ansicht Bechers kein Parteiorgan sein, schon um bürgerliche Autoren und Leser nicht zu verprellen. Die ideologische Ausrichtung hin zu einer sozialistischen Kulturpolitik war zwar gegeben, aber nicht in sektiererischer Weise, lehnte doch Becher jegliche Tendenzen des Proletkultes entschieden ab.

Portraitbild Peter HuchelPeter Huchel, Chefredakteur der Literaturzeitschrift Sinn und Form, um 1963. (© Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv.-Nr.: BA 36 197/7 (Schirner))
Als Chefredakteur konnten die beiden Gründer Johannes R. Becher und Paul Wiegeler den parteilosen Dichter Peter Huchel gewinnen. Huchel "war ein Segen für Sinn und Form", äußerte der aktuelle Chefredakteur Sebastian Kleinschmidt in einem Interview zum 50. Jahrestag der Zeitschrift. "Als Dichter ist er eine der großen Gestalten der deutschen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts. (...) Er war kein Essayist, hat aber neben dem literarischen auch den philosophischen Essay in Sinn und Form gepflegt."[14] Huchel war ein mutiger Mann, der seine nichtmarxistische, weltoffene, aber stets antifaschistisch-demokratische Position zu nutzen wusste. In den ersten Ausgaben – Sinn und Form erschien zweimonatig – kam ihm das "Offenhalten" der deutschen Frage durch Stalin und Ulbricht entgegen, waren doch in der literarischen Kultur gewisse Freiräume erhalten geblieben.

In den Anfangsjahren brachte der Verlag Rütten & Loening die Zeitschrift heraus, ab 1951 erschien Sinn und Form in Regie und Auftrag der Akademie der Künste in Berlin (Ost). Die Auflage betrug anfangs 2500, später 5000 bis 6000 Exemplare. Das Echo auf die Zeitschrift war von Anfang an im Westen größer als im Osten, zumal ein beachtlicher Teil der Auflage kostenlos in den Westen gesandt wurde. Die beiden Verleger Elmar Faber, Rütten & Loening, Berlin/DDR, und Franz Greno, Greno-Verlag, Nördlingen/BRD, druckten 1988 eine Reprint-Ausgabe "Die ersten zehn Jahre" von Sinn und Form, im verkleinerten Format. In den editorischen Nachbemerkungen heißt es enthusiastisch: "Ein Literaturorgan, stilvoll bis in die letzte Rubrik, voller Widersprüche wie das Leben selbst, ein Muster dialektischer Denkweise und des Ernstnehmens unterschiedlichster Anschauungen."[15] Die SED-Führung erzwang 1962 den Rücktritt des ungeliebten Chefredakteurs. Nach zehn Jahren strikter Isolation unter Stasi-Observierung in Wilhelmshorst bei Berlin durfte Huchel 1971 die DDR verlassen. Er starb 1981 in Süddeutschland.

Nicht nur in der kulturellen Zielstellung waren die beiden zeitgleich erschienenen Publikationen Der Monat (West) und Sinn und Form (Ost) gänzlich verschieden, sondern auch – und das macht ein Vergleichen schwer möglich – in der konzeptionellen Anlage. Im Gegensatz zu Lasky verzichtet Huchel auf einen Rezensionsteil, publizierte keine aktuellen Kommentare zur Gesellschafts- und Kulturpolitik, zur Literatur und zu den Künsten und veröffentlichte keine Leserzuschriften, vermied aber durch geschicktes Lavieren politisch gewünschte Grundsatzerklärungen. So konnte er sich und seine Zeitschrift aus kulturpolitischen oder literarischen Grabenkämpfen heraushalten. Er nutzte es aus, dass Sinn und Form als Organ der Akademie der Künste nicht vorzensiert wurde, das war einmalig bei DDR-Printmedien oder Büchern.

Thematische Schwerpunkte der ersten Ausgaben beider Zeitschriften



Es soll versucht werden, die thematisch-inhaltliche Struktur der Zeitschrift Der Monat anhand weniger punktueller Belegbeispiele aus der Fülle der Texte und Essays zu erhellen – deutlich ist eine Gliederung nach politischen Themen, nach Einzelpersönlichkeiten und deren Werk und nach aktuellen Beiträgen zu Literatur, Film, Bildender Kunst und Anderem nachzuweisen. Bei Sinn und Form sollen signifikante Beiträger aus dem Osten vorgestellt werden.

Melvin J. Lasky brachte bereits in der ersten Ausgabe vom Oktober 1948 ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema als "Aufmacher". Drei Autoren aus drei Perspektiven führten in das Thema "Das Schicksal des Abendlandes" ein – es schrieben Bertrand Russel, Franz Borkenau und Arnold J. Toynbee. Dieses Fokussieren auf Schwerpunktthemen ist mehrfach zu belegen, so zum Beispiel mit dem zweiteiligen Bericht "Sowjet-Russland ohne Propaganda".[16] In seiner Analyse "Vom Wesen des Kommunismus"[17] arbeitet James Burnham knapp und präzise die kommunistische Taktik der "Einheitsfront" heraus – ein fast schon klassisches Beispiel dafür ist die beschriebene Politik Bechers bei der Gründung des Kulturbundes. Summarisch zu nennen sind solche politischen Themen wie "Hoffnung auf eine bessere Welt"[18] (u.a. A. Huxley "Was kostet der Fortschritt"), "Wege zu einem neuen Europa, Betrachtungen zur wirtschaftlichen Lage"[19] oder "Erwacht Deutschland schon wieder? Auf den Spuren des Nationalismus".[20] Da vertritt A. J. P. Taylor als "Stimme aus England" vehement die Position, dass vom sowjetischen Totalitarismus keine Gefahr für den Westen ausgehe. Der Abdruck dieser Taylorschen Position belegte, dass die Redaktion eine große Bandbreite von Meinungen, die nicht die ihre waren, als Teil des politischen Disputs erachtete. Auch Theodor Plieviers Beitrag "Humanität und Staat" für die Reihe "Die Intellektuellen in der Krise der Gegenwart"[21] sei noch erwähnt.

Gerade die Einzelthemen, die die Qualität der Zeitschrift in den Anfangsjahren maßgeblich prägten, machten den Monat so lesenswert. Da sei Willy Brandt genannt, der im Februar 1949 seine Idee von einer "sozialistischen Demokratie (als der) einzig haltbaren Alternative gegenüber dem totalitären Kommunismus"[22] entwickelte – spätestens 1959, nach dem Godesberger Parteitag der SPD, auf dem sich die Partei zur sozialen Marktwirtschaft bekannte, verabschiedete er sich von dieser Illusion. Oder Arnold Bauers aufschlussreicher Text "Thomas Mann und seine Widersacher".[23] Bauer setzte sich mit dem Polemiker Ulrich Sonnemann auseinander, der in den Frankfurter Heften vom Juli 1948 glaubte, beweisen zu können, dass Thomas Mann in seinem Werk ein (Selbst-)"Bespiegler", ein "Zerwühler" und ein "manierierter Kunstgewerbler" sei, der letztlich von "unentwegter Edelfäulnis" beherrscht würde. Ergänzend dazu aus der Rubrik "Briefe des Monats" die scharfe Erwiderung des damals 23-jährigen Wolf Jobst Siedler auf Manns Äußerung von den "geistig sehr hochstehenden Besprechungen seiner Werke" durch die "hervorragenden kommunistischen Literatur-Historiker und Kritiker" Georg Lukacs und Paul Rilla. Selbstbewusst warnte der junge Siedler den Nobelpreisträger Thomas Mann vor diesen "falschen Freunden".[24]

Diese ersten Ausgaben mit ihren herausragenden Beiträgern sind eine wahre Fundgrube klangvoller Namen – Karl Jaspers, Peter de Mendelssohn, Ernst Jünger, George Orwell, Arthur Koestler, Theodor Pievier, T. S. Eliot, Ernest Hemingway, Thomas Mann, Golo Mann, Günther Birkenfeld, Hellmut Jaesrich, Hans Werner Richter, Albert Camus, Jean-Paul Sartre, Siegfried Kracauer, Carlo Levi, Peter von Zahn und viele andere, dazu brillante Beiträge über Ezra Point, Laurence Olivier, Franz Kafka, Sergej Eisenstein, Thomas Wolfe, Arnold Zweig, Salvadore Quasimodo, Pablo Picasso, Marc Chagall, Joan Miro, um nur einige zu nennen.

Als interessantes "Fundstück" findet sich in der Ausgabe vom November 1949 eine beachtenswerte Rezension unter dem Titel "Form ohne Sinn?" zu den vier bis dato erschienen Ausgaben von Sinn und Form. Der Autor Terence Boylan sieht in der ostdeutschen Literaturzeitschrift "eine überraschend hervorsprudelnde Quelle". Sie würde in "einigen rein künstlerischen Absichten und Eigenschaften mancher im Westen herausgegebenen unabhängigen Zeitschrift" ähneln. Andererseits würde sie von "recht strengen politischen Vorurteilen beherrscht, die vielleicht weniger aus der Zusammensetzung der Beiträge als in der Auswahl der Autoren deutlich werden".[25]

Und genau hier liegt das Dilemma – zum einen wollte Peter Huchel die eigene ostdeutsche Elite ansprechen, zum anderen hatte er die westdeutschen Intellektuellen im Blick. So war Sinn und Form von Anfang an zwar auf Repräsentation bedacht, aber "von den Prinzipien der kommunistischen 'Salonfähigkeit' bestimmt".[26] Und so setzte Huchel verhalten kommunistische Beiträge von SED-Mitgliedern neben Artikel kommunistischer Sympathisanten, ließ aber auch unpolitische Autoren zu Wort kommen. Huchels liberale Haltung kannte jedoch Grenzen – "Renegaten" wie Koestler oder Plievier öffnete er die Spalten von Sinn und Form nicht, auch Literaten wie André Gide oder T. S. Eliot, Ivan Bunin oder Benedetto Croce, die die Sowjetunion offen kritisiert hatten, waren als potenzielle Beiträger außen vor. In den ersten Ausgaben publizierte Peter Huchel anspruchsvolle literarische Texte aus der Feder solch bedeutender Autoren wie Romain Rolland, Anna Seghers, Arnold Zweig, Heinrich Mann, Wieland Herzfelde, Hermann Kasack, Vercors, Katherine Ann Porter, Anton Tschechow, Maxim Gorki oder Howard Fast, dessen Werke übrigens komplett aus den Schulbüchern und Bibliotheken der DDR verschwanden, nachdem er 1957 wegen der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes durch die Sowjets aus der KP-USA ausgetreten war.

Auffällig ist, dass Huchel in den Jahren 1949/50 keine aktuellen Sowjet-Schriftsteller für eine Aufnahme in Sinn und Form für würdig befand. Von den Lyrikern waren es Wladimir Majakowski, Pablo Neruda, Louis Aragon, Bert Brecht oder Johannes R. Becher, die Huchel mit bisher neuen oder kaum bekannten Dichtungen – neben eigenen Gedichten – vorgestellt hatte. Die Essays, die für Huchels Inhaltsgestaltung charakteristisch waren, stammten aus der Feder solch marxistischer Literaturtheoretiker und -kritiker sowie Philosophen wie Ernst Bloch, Georg Lukacs, Hans Mayer, Paul Rilla oder Herbert Marcuse. Bloch und Mayer waren gefragte Beiträger von Sinn und Form – doch beide verließen frustriert und desillusioniert 1961 bzw. 1963 die DDR. Die Beiträge von Werner Krauss zu Garcia Lorca[27] oder zu Calderon[28] sind heute noch mit Gewinn zu lesen, ebenso Ernst Niekischs "Zum Problem der Elite – Ortega y Gasset"[29] oder Hans Mayers "Thomas Manns 'Zauberberg' als pädagogische Provinz".[30] Dass Huchel bereits im Heft 4/1949 anspruchsvolle Essays von Max Horckheimer / Theodor W. Adorno, "Odysseus oder Mythos und Aufklärung", und von Walter Benjamin, "Über einige Motive bei Baudélaire", publizierte, sprach für seine Unbefangenheit und seine offene literarisch-philosophische Weltsicht.

Fazit



Als Fazit ist zu konstatieren, dass die beiden "ungleichen Brüder" Der Monat und Sinn und Form von den beiden Chefredakteurs-Persönlichkeiten Melvin J. Lasky in West-Berlin und Peter Huchel in Ost-Berlin geprägt wurden. Laskys herausragende Bedeutung bestand weniger in der "Tiefe seiner Analysen oder der Wortmacht seiner Artikel, sondern in seiner Eigenschaft als fähiger Organisator lebendiger und weltanschaulich handlungsfähiger Netzwerke einer zutiefst politisierten Zunft."[31] Im März 1971 erschien die letzte Ausgabe der renommierten Zeitschrift. Zum einen hatte sich das machtpolitische Klima zwischen den beiden Blöcken geändert: Die nichtkommunistische Linke begann die Idee der Entspannung voranzutreiben, damit hatte die antimarxistische Stoßrichtung des Monat ihre Funktion verloren. Die neue Formel hieß nun "Wandel durch Annäherung" (Egon Bahr). Zum anderen hatten die New York Times (1966) und andere Blätter publik gemacht, dass Der Monat in verdeckter Form von der CIA mitfinanziert worden sei.[32] Das hatte die internationale Glaubwürdigkeit der Zeitschrift untergraben. Bis zu seinem Tod 2004 bestritt Lasky stur und steif, nichts von solcher Art Zuwendungen an den Monat gewusst zu haben. Der Monat, ein Produkt des kulturellen Kalten Krieges, half mit, die Sowjets und die ostdeutschen Machthaber in ihre Schranken zu weisen. Für die West-Berliner war die Zeitschrift eine freiheitlich-moralische und demokratische Werteorientierung.

Sinn und Form dagegen war in diesen ersten Jahren ein Beleg dafür, was ein Mann von literarischem Verstand und ästhetischem Gespür, gepaart mit Zivilcourage, unter einem diktatorischen Regime bewegen konnte. Zugleich brachten diese rein auf literarische Reputation beschränkten Beiträge ostdeutsche, russische und osteuropäische Literatur dem Westen näher. Allerdings ist in Sinn und Form weder in den ersten Ausgaben noch in den späteren Jahrzehnten der DDR-Ära je von der "Freiheit des Geistes als unveräußerliches Menschenrecht" die Rede gewesen.

Zitierweise: Jürgen Koller, Im Widerstreit zwischen Freiheit des Geistes und Repräsentation, Anmerkungen zu den ersten Ausgaben von Der Monat (West-Berlin) und von Sinn und Form (Ost-Berlin), in: Deutschland Archiv Online, 30.10.2013, Link: http://www.bpb.de/171015


Fußnoten

1.
Als der Krieg zu Ende war. Kunst in Deutschland 1945-1950, Ausstellungskatalog der Akademie der Künste Berlin (West), Berlin 1975, S. 4.
2.
Ebd.
3.
Manfred Jäger, Kultur und Politik in der DDR, Köln 1982, S. 2.
4.
Jürgen Koller, Vertane Chancen, Vom "demokratischen" Kulturkonzept in der SBZ bis zur Illusion von einer freien Kunst nach dem 17. Juni 1953, in: Deutschland Archiv, Nr. 3, 1990, S. 398.
5.
Manfred Jäger, Literatur und Kulturpolitik in der Entstehungsphase der DDR (1945 -1952), in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 40-42, 1985, S. 39.
6.
Ausstellungskatalog (Anm. 1), S. 60.
7.
Ebd.
8.
Jäger, Kultur und Politik in der DDR (Anm. 3.), S. 20-21.
9.
Ursula Reinhold u.a.(Hg.), Erster Deutscher Schriftstellerkongreß 4.-8. Oktober 1947, Protokoll und Dokumente, Berlin 1997, S. 300.
10.
Hans Mayer, Ein Deutscher auf Widerruf, Erinnerungen, Frankfurt am Main 1982, S. 391, zit. in: Kulturamt Schöneberg u.a. (Hg.), Eine Kulturmetropole wird geteilt. Literarisches Leben in Berlin (W) 1945-1961, Berlin (West), S. 35.
11.
Der Monat, Nr. 1, Oktober 1948, S. 2.
12.
Arthur Koestler, Das Manifest, in: Marko Martin, Orwell, Koestler und all die anderen, Asendorf, 1999, S. 7.
13.
Basil Kerski im Gespräch mit Sebastian Kleinschmidt, Chefredakteur, in: Sinn und Form, Nr. 1, 1999.
14.
Ebd.
15.
Sinn und Form. Die ersten zehn Jahre, Reprint-Ausgabe, Editorische Nachbemerkung, Bd. Sonderhefte, Register, Berlin und Nördlingen 1988, S. 77.
16.
Der Monat, Nr. 1, Oktober 1948 und Nr. 2, November 1948.
17.
Der Monat, Nr. 2, November 1948.
18.
Der Monat, Nr. 3, Dezember 1948.
19.
Der Monat, Nr. 4, Januar 1949.
20.
Der Monat, Nr. 8/9, Juni 1949.
21.
Der Monat, Nr. 13, Oktober 1949.
22.
Der Monat, Nr. 5, Februar 1949.
23.
Der Monat, Nr. 6, März 1949.
24.
Der Monat, Nr. 14, November 1949.
25.
Terence Boylan, Form ohne Sinn, in: Der Monat, Nr.14, November 1949, S. 213.
26.
Ebd.
27.
Sinn und Form, Nr. 2, 1949.
28.
Sinn und Form, Nr. 2, 1950.
29.
Sinn und Form, Nr. 1, 1949.
30.
Sinn und Form, Nr. 4, 1949.
31.
Michael Hochgeschwender, Die Mission der Kultur im Zeitalter der Extreme. Melvin J. Lasky, Der Monat und der Kongress für kulturelle Freiheit, in: Charlotte A. Lerg und Maren M. Roth (Hg.), Cold War Poitics: Melvin J. Lasky, München 2010, S. 18.
32.
Ebd., S. 24.
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Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autor: Jürgen Koller für bpb.de
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