Beleuchteter Reichstag

Fern der Heimat - Deutsche Diplomatinnen und Diplomaten erleben den Herbst 1989


30.5.2014
Der Mauerfall kam auch für die Botschafterinnen und Botschafter der beiden deutschen Staaten überraschend. Insbesondere die DDR-Diplomaten waren aufgrund fehlender Informationen und Anweisungen häufig auf sich allein gestellt. Clemens Villinger hat biografische Aufzeichnungen ausgewertet, die Einblick in die globale Wahrnehmung der deutschen Einheit geben.

Flaggen der beiden deutschen Staaten vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in New YorkFlaggen der beiden deutschen Staaten vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in New York (© dpa)

Als Repräsentantinnen und Repräsentanten der Bundesrepublik oder der Deutschen Demokratischen Republik war das am 9. November 1989 im Ausland eingesetzte diplomatische Personal den Reaktionen auf die sich überstürzenden Ereignisse in Berlin in ihren Residenzländern direkt ausgesetzt. Die globale mediale Vermittlung von Nachrichten über den Fall der Mauer und die damit einhergehende Verbreitung von Deutungsangeboten zur Zukunft der innen- und außenpolitischen Entwicklungen in Europa lösten in nahezu allen Regionen der Welt Anteilnahme aus. Dabei wirkten die Auslandsvertretungen als Anlaufstellen zur Information für die Regierungen der Gastländer, wirtschaftliche und kulturelle Kooperationspartner sowie als Kontaktstellen für die nationalen Medien. In autobiografischen Publikationen und Interviews haben ehemalige Diplomatinnen und Diplomaten ihre Erinnerungen an diese Zeit festgehalten. Diese Erinnerungstexte liefern Hinweise auf die inneren und äußeren Faktoren, welche die Wahrnehmung der deutschen Einheit in den jeweiligen Residenzländern beeinflusst haben.

Im Folgenden soll anhand ausgewählter Fallbeispiele ein erster nicht-repräsentativer Eindruck der weltweiten Resonanzen auf die deutsch-deutschen Entwicklungen der Jahre 1989 und 1990 vermittelt werden. Um empirisch abgesicherte und verallgemeinerbare Aussagen zu treffen, bedarf es in Zukunft noch intensiver Untersuchungen auf diesem bisher noch kaum bearbeiteten Forschungsfeld.

Die Nacht des 9./10. November 1989 als weltweites Medienereignis



Günter Schabowski bei der Pressekonferenz am 9. November 1989.Günter Schabowski bei der Pressekonferenz am 9. November 1989. (© Bundesarchiv, Bild 183-1989-1109-030)
Wie unterschiedlich die Wahrnehmung und Informationslage war, lässt sich an verschiedenen Beispielen verdeutlichen. Die Pressekonferenz von Günter Schabowski am Abend des 9. November 1989 und die Berichterstattung von den Berliner Grenzübergängen verfolgte der damalige Botschafter der DDR in Algerien, Gerhard Haida, in seiner Residenz im Fernsehen live auf RTL.[1] Zuvor war auf seine Veranlassung hin eine Satellitenschüssel installiert worden, welche der "raschen visuellen Information" der in Algier eingesetzten DDR-Bürgerinnen und Bürger dienen sollte.[2] Lothar Zöllner, zwischen 1987 und 1990 Botschafter der DDR in der Mongolei, erfuhr zufällig von den Entwicklungen in Berlin durch eine Meldung in den Nachrichten der Deutschen Welle im Radio.[3] Andere, wie der damalige Botschafter der Bundesrepublik in Griechenland, Werner Graf von der Schulenburg, erfuhren nicht nur durch die Medien vom Fall der Mauer, sondern standen zusätzlich in telefonischem Kontakt mit Freunden, die ihnen aus persönlicher Perspektive von den Geschehnissen berichteten.[4]

Diese Beispiele veranschaulichen, dass insbesondere Rundfunk und Fernsehen eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der Nachricht vom Mauerfall spielten.[5] Deutlich wird auch, dass die internen Informationskanäle der Regierungen von DDR und Bundesrepublik, denen der Medien in Geschwindigkeit und Reichweite unterlegen waren.

Allerdings wurden nicht nur Informationen, sondern auch gleichzeitig Interpretationen über Ursachen und mögliche Folgen des Mauerfalls durch die Medien transportiert. Häufig wurde der Fall der Berliner Mauer als ein historischer Vorgang gedeutet, dem, zumindest von westlichen Nachrichtenredaktionen, das Potenzial zugeschrieben wurde, "geschichtliche Veränderungen herbeizuführen und sinnbildend an der Entstehung von Geschichte mitzuwirken."[6]

Hanns Joachim Friedrichs beispielsweise begann seine Moderation in den ARD-Tagesthemen am Abend des 9. November mit den Worten: "Im Umgang mit Superlativen ist Vorsicht geboten […] Dieser neunte November ist ein historischer Tag."[7] Eine vergleichbare Formulierung nutzte der ABC-News Moderator Peter Jennings, der die Nachrichten aus Berlin mit den Sätzen "[…] it is perhaps the most important announcement made in central Europe since the end of World War II, certainly since the Wall went up […]" einleitete.[8]

Der globale Verbreitungsgrad, die mediale Interpretation sowie die Wahrnehmung des Mauerfalls als ein historisches und im Rahmen der Blockkonfrontation des Kalten Krieges potenziell jeden betreffendes Ereignis machten die am 9. November 1989 im Ausland stationierten deutschen Diplomatinnen und Diplomaten zu begehrten Gesprächspartnern.

DDR-Diplomatinnen und Diplomaten



Fernab vom Geschehen musste die DDR-Auslandsvertretung in Venezuela, wie der Botschafter Joachim Naumann berichtet, auf die Berichterstattung von Radio Berlin International (RBI), der Deutschen Welle (DW) und US-amerikanischen Fernsehsendern zurückgreifen, um als Ansprechpartner für die Vertreterinnen und Vertreter des Gastlandes und die nationalen Medien zur Verfügung stehen zu können.[9] Zudem gehörte die Botschaft in Caracas entsprechend des politischen Stellenwertes und der geografischen Lage des Landes nicht zu den bevorzugt mit Informationen versorgten Auslandsvertretungen.[10] Aus dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA) in Ost-Berlin erhielt die Botschaft, wie sich Joachim Naumann erinnert, dreimal wöchentlich per Botschaftsfunk ein Telegramm mit einer Übersicht aus Veröffentlichungen der DDR-Presse, alle vier Wochen verschlüsselte außenpolitische Informationen und Tageszeitungen mit etwa drei Wochen Verspätung.[11]

In den Tagen nach dem 9. November 1989 erkundigten sich vor allem venezolanischen Regierungsstellen und Mitglieder der Nationalen Freundschaftsbewegung nach der Zukunft der bilateralen Beziehungen zwischen der DDR und Venezuela. In der breiten Öffentlichkeit, so Neumann, lösten die Nachrichten aus Europa jedoch kaum spürbare Reaktionen aus, zumal sich das Land zu dieser Zeit selbst in einem krisenhaften Prozess wirtschaftlicher Umgestaltung befand.[12]

Die zu dieser Zeit in Madagaskar stationierte DDR-Botschafterin Elenora Schmid berichtet in ihren Erinnerungen über ähnliche Erfahrungen.[13] Sie musste auf Nachrichtensendungen des französischen Fernsehens zurückgreifen, um gegenüber dem Diplomatischen Korps, der nationalen Presse und Politikern auskunftsfähig zu bleiben.[14] Auf einer Pressekonferenz, bei der sie ohne Abstimmungsmöglichkeit mit dem MfAA agieren musste, informierte sie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Presse über die Vorgänge in Deutschland. Die Pressekonferenz beendete Elenora Schmid mit dem persönlichen Hinweis, dass "das Dossier der Deutschen Einheit" geöffnet worden sei.[15] Von Reaktionen, die über eine gewisse Anteilnahme der nationalen Regierungen und Medien an den Entwicklungen in der DDR hinausgingen, berichtet sie, ähnlich wie Joachim Naumann, nichts.

Der geografisch näher am Geschehen eingesetzte Joachim Mitdank, damals DDR-Botschafter in Großbritannien und Irland, berichtet in seinen autobiografischen Aufzeichnungen "Berlin zwischen Ost und West" von seinen Aufgaben als Begleiter britischer Delegationen, die infolge des Mauerfalls in die DDR reisten.[16] Seine eigene Wirkungsmacht verklärend, beziehen sich seine aufgezeichneten Erinnerungen an die Phase zwischen dem 9. November 1989 bis zu seiner Abberufung im Juli 1990 vor allem auf seine Bemühungen, die deutschlandpolitischen Vorbehalte der Regierung Thatcher zu nutzen, um für das Fortbestehen einer eigenständigen DDR zu werben.[17]

In den USA avancierte der DDR-Botschafter Gerhard Herder, aufgrund des dortigen medialen und gesellschaftlichen Interesses an den Entwicklungen in Mitteleuropa zu einem bevorzugten Ansprechpartner.[18] Trotz der nicht vorhandenen Versorgung mit offiziellen Informationen, Sprachregelungen oder Instruktionen seitens des MfAA bemühte sich Gerhard Herder eigenverantwortlich, die US-amerikanische Rezeption der Ereignisse um eine ostdeutsche Perspektive zu erweitern.[19] Aus diesem Grund hielt er, ähnlich wie Eleonora Schmid ohne vorherige Abstimmung mit dem MfAA, am 10. November 1989 eine Pressekonferenz im Nationalen Presseclub in Washington D.C. ab, die vom Fernsehsender CNN weltweit ausgestrahlt wurde.[20]

In seinem Eingangsstatement äußerte sich Herder zunächst zur Zukunft der DDR: "Zweifelsohne werden künftige Aktivitäten zur Stärkung unserer sozialistischen Gesellschaft ein Ergebnis der aktiven Mitbestimmung aller Bürger sein und in erster Line ihre Interessen widerspiegeln."[21] Im anschließenden Frageteil verteidigte er den Mauerbau als historische Notwendigkeit, die nun vom Ziel eines "attraktiven Sozialismus" abgelöst werden müsse.[22] Die Reaktionen auf diese Pressekonferenz in der US-amerikanischen Öffentlichkeit, in den Medien und bei der Regierung Bush waren "ungeteilt positiv", wie sich Gerhard Herder zehn Jahre später erinnert.[23] Tatsächlich wurde der Vereinigungsprozess in den USA, im Gegensatz zu Großbritannien, mit sofortigem Wohlwollen begrüßt.

Die Erfahrungen von Elenora Schmid, Joachim Neumann und Gerhard Herder dokumentieren, dass große Teile der eingesetzten DDR-Diplomatinnen und Diplomaten in dieser schwierigen Situation auf sich allein gestellt waren und ohne politische Handlungsanweisungen agierten.

Bundesdeutsche Diplomatinnen und Diplomaten



Um die Botschafterinnen und Botschafter anzuleiten erging am 10. November 1989 durch das Bonner Auswärtige Amt an alle diplomatischen Vertretungen ein Runderlass in dem es hieß: "Der weitere Verlauf der Ereignisse liegt in der Hand der Deutschen in der DDR. Der Respekt vor ihrem Freiheitswillen gebietet es, daß wir nicht vorwegnehmen, was sie wollen, wie sie es wollen und wann sie es wollen."[24] In den ersten 24 Stunden waren aber auch die bundesdeutschen Diplomatinnen und Diplomaten zumeist auf die Medienberichterstattung angewiesen.

Ähnlich wie Venezuela für die DDR gehörte Paraguay Ende der 1980er Jahre nicht zu den zentralen außenpolitischen Betätigungsfeldern der Bundesrepublik Deutschland. Zwischen 1989 und 1993 amtierte dort als Botschafter der Bundesrepublik Dr. Heinz Schneppen. Am Abend des 9. November 1989 veranstaltete er ein dienstliches Abendessen in der Botschaft. Erst als ihm der spanische Botschafter während des Empfangs zum Fall der Berliner Mauer gratulierte, erfuhr er von den Ereignissen. Der tägliche Informationsfunk des Bundespresseamtes (BPA) war bereits am Mittag des 9. November 1989, also kurz vor der Pressekonferenz von Schabowski, gesendet worden, sodass Dr. Schneppen von den Neuigkeiten überrascht wurde.[25]

Nähere Informationen erhielt er zunächst jedoch nicht, und auch das lokale Fernsehen zeigte kaum Nachrichten über die Vorgänge in Berlin. Auf der am folgenden Tag veranstalteten Pressekonferenz spekulierten paraguayische Medienvertreterinnen und Medienvertreter über eine etwaige Wiedervereinigung Deutschlands. Dr. Schneppen verneinte dies jedoch und erklärte, dass mit einer Wiedervereinigung zu seinen Lebzeiten vermutlich nicht zu rechnen sei.[26]

In Paraguay selbst wurden die politischen Veränderungen in Europa zwar verfolgt, doch in der öffentlichen Berichterstattung spielten Fragen der deutsch-deutschen Teilung eine eher untergeordnete Rolle, zudem hatte die erst im Februar 1989 nach 35 Jahren durch einen Militärputsch entmachtete autoritäre Regierung von Alfredo Stroessner die DDR nie offiziell anerkannt. Die in Paraguay angesiedelten russlanddeutschen Bevölkerungsgruppen sowie die in konzentrierten Siedlungskomplexen lebenden Menschen mit deutscher Herkunft zeigten sich an Nachrichten aus Deutschland ebenfalls nicht besonders interessiert.[27]

Anders stellte sich die Situation in Polen dar: Die im Sommer 1989 demokratisch neugewählte Regierung begrüßte – wenn auch zunächst zurückhaltend – die Reformbewegung in der DDR.[28] Im Herbst desselben Jahres unterstützen große Teile der Warschauer Bevölkerung DDR-Bürgerinnen und Bürger bei ihrer Flucht in die westdeutsche Botschaft, wie sich Johannes Bauch, damals als Gesandter an der Botschaft tätig, erinnert.[29] Zur Regelung praktischer Fragen im Umgang mit den Botschaftsflüchtlingen entstand im Herbst 1989 ein engerer Kontakt mit dem DDR-Botschafter Jürgen van Zwoll, der nach der Maueröffnung, so Bauch, jedoch nicht weiter fortgesetzt wurde.[30] In der polnischen Öffentlichkeit entstanden, angesichts der sich abzeichnenden deutschen Vereinigung, berechtigte Fragen nach dem Bestand der Oder-Neiße-Grenze. Diplomaten wie der damalige Leiter des Kulturreferates an der Botschaft der Bundesrepublik in Warschau, Rainer Dobbelstein, bemühten sich daher durch vertrauensbildende Maßnahmen, Vorbehalte gegenüber der deutsch-deutschen Vereinigung abzubauen. Dazu gehörten unter anderem eine aktive Kultur- und Bildungspolitik, die finanzielle Förderung von Denkmalschutzprojekten oder die Einleitung eines Programms zur Entsendung von Dozentinnen und Dozenten für die Deutschlehrerausbildung.[31] Letzte Zweifel konnten jedoch erst mit dem endgültigen Abschluss des bilateralen Grenzvertrages zerstreut werden.

Aktive Einwirkung auf die öffentliche Meinung und machtpolitischen Eliten zählt der bundesrepublikanische Botschafter in Frankreich, Franz Pfeffer, rückwirkend zu seinen zentralen Aufgaben in dieser Zeit.[32] In seiner politischen Autobiografie "Ein Amt und eine Meinung" berichtet er von einem Auftritt am 10. November 1989 in den Abendnachrichten des Fernsehsenders Télévison Française 1 (TF 1). Da das erwähnte Rundschreiben des Auswärtigen Amtes aber erst nach der Abfahrt zum Fernsehtermin einging, musste Franz Pfeffer den hohen Verbreitungsgrad der Sendung ohne offizielle inhaltliche Richtlinien aus Bonn nutzen, um öffentlich aufkommenden Befürchtungen die "Vereinigung Deutschlands könnte uns von Frankreich entfernen oder sogar trennen" frühzeitig entgegenzutreten.[33] Im Fernsehgespräch bemühte er sich, die feste Bindung der Bundesrepublik an Frankreich hervorzuheben sowie den Willen der Regierung, den Prozess zur europäischen Einigung fortzusetzen.[34] Dem folgten zahlreiche öffentliche Auftritte an Universitäten und Stellungnahmen in den französischen Medien, um eine möglichst positive Haltung in der französischen Gesellschaft gegenüber der deutschen Wiedervereinigung zu erzeugen.

Von gemischten Reaktionen auf die deutsch-deutsche Annäherung infolge des Mauerfalls berichtet der damalige Generalkonsul der Bundesrepublik im US-amerikanischen Miami, Dietrich Granow: Die dort ansässige große Gemeinde jüdischer Amerikaner habe den Entwicklungen eher skeptisch gegenübergestanden. Auf zahlreichen Vorträgen und Diskussionsrunden in Synagogen und Gemeindezentren wurde er mit Befürchtungen vor einer Wiederbelebung nationalistischen Gedankenguts in Deutschland konfrontiert.[35] Von Seiten der exilkubanischen Kolonie in Miami hingegen, erinnert sich Dietrich Granow, schlug ihm "euphorische Beglückwünschung" entgegen, da diese die Hoffnung hegten, auch das Regime in Havanna würde von den Entwicklungen in naher Zukunft betroffen sein.[36]

DDR-Diplomaten in sozialistischen Staaten und das Ende der antiimperialistischen Solidarität



In der Erwartung exklusiv von möglichen Protesten gegen die Regierung Fidel Castro berichten zu können, versammelten sich Ende des Jahres 1989 zahlreiche internationale Medienvertreter in den Hotels von Havanna, wie sich der damalige DDR-Botschafter Karlheinz Möbus erinnert.[37] Die Nachrichten vom Fall der Mauer und die sich ab März 1990 anbahnende demokratischen Vereinigung von Bundesrepublik und DDR stießen, den Erinnerungen von Möbius zufolge, in kubanischen Regierungskreisen überraschenderweise keineswegs auf Ablehnung, führten aber auch nicht zu einer breiten Protestbewegung nach europäischem Vorbild. Karlheinz Möbus berichtet von einem Gespräch mit dem stellvertretenden Außenminister Kubas, der ihm nach den Volkskammerwahlen 1990 in der DDR erklärte, dass seine Regierung stets mit der deutschen Einheit gerechnet habe.[38] Angesichts der vormals umfangreichen wirtschaftlichen Kooperation mit der DDR und den Besuchen westdeutscher Politikerinnen und Politkern im Laufe des Jahres 1990 erhofften sich die kubanische Öffentlichkeit und Politik nun eine enge Zusammenarbeit mit einem wiedervereinigten Deutschland.[39]

In der geografisch ähnlich weit entfernten und politisch sowie wirtschaftlich ebenso eng mit der DDR verbundenen Mongolei wurde DDR-Botschafter Lothar Zöllner nach eigenem Bekunden und im Gegensatz zu den Erinnerungen seiner Botschafterkollegen vom MfAA "akribisch über die Vorgänge in der DDR" informiert.[40] Besonderes Interesse an den Entwicklungen in der DDR zeigten die führenden Kader der Mongolischen Volkspartei (MVP) sowie die Wirtschafts- und Bildungseliten, die in hohem Maße von Ausbildungsangeboten in der DDR und deren wirtschaftlicher Entwicklungshilfe profitiert hatten.[41] Lothar Zöllner berichtet von zahlreichen Einladungen zu Gesprächen in die Partei- und Regierungszentrale, in denen sich die Kader im Hinblick auf ihre eigene Machtposition, aber auch aufgrund von wirtschaftlichen Abhängigkeiten über die Entwicklungen in der DDR besorgt zeigten.[42] Angesichts einer breiten und von der Bevölkerung getragenen nationalen Reformbewegung habe er die Mongolei damals als ein Land erlebt, das zum Jahreswechsel 1989/90, ähnlich wie die DDR, von "Demonstrationen für mehr Demokratie und bessere Lebensbedingungen" beherrscht wurde.[43] Bereits im Sommer 1990 endete auch in der Mongolei die kommunistische Einparteienherrschaft.

Der in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre vorgenommene Wechsel in der DDR-Außenpolitik von einer vornehmlich auf Subventionierung und antiimperialistischer Solidarität ausgerichteten Strategie hin zu einer mehr an ökonomischen Eigeninteressen ausgerichteten Entwicklungspolitik machte sich für wirtschaftlich schwache oder in einer Krise befindliche Staaten besonders bemerkbar.[44] Staaten wie Algerien, das in den Jahren 1988 und 1989 an der Schwelle zu einem Bürgerkrieg stand und unter extremen wirtschaftlichen Spannungen litt, verloren unter diesen Bedingungen für die DDR-Außenpolitik rapide an Bedeutung. Zwar berichtet der DDR-Botschafter Gerhard Haida von Treffen zur Ausarbeitung eines neuen Kulturarbeitsplanes und der Fortsetzung der bilateralen Beratungen mit der algerischen, aus dem Unabhängigkeitskampf von Frankreich als regierende Kaderpartei hervorgegangenen Front de Libération Nationale (FLN) und den Gewerkschaften. Doch "Ideen für neue Projekte und Vorhaben wurden von keiner Seite in die Debatte gebracht."[45] Dies habe vor allem daran gelegen, dass die Außen- und Entwicklungspolitik der DDR "nichts mehr zu bieten" hatte, wie sich Gerhard Haida erinnert.[46] Ähnlich wie seine Kolleginnen und Kollegen veranstaltete der Botschafter gemeinsam mit dem Presseattaché regelmäßige Pressekonferenzen, um die algerische Presse kontinuierlich mit Informationen über die deutsch-deutschen Entwicklungen zu versorgen. Anfragen seitens der algerischen Regierung zur Lage der deutsch-deutschen Beziehungen hingegen gingen in der Botschaft Ende 1989 nicht mehr ein.[47] Das beiderseitige Interesse war erloschen.

Für die trotz des außenpolitischen Strategiewechsels der DDR noch finanziell und organisatorisch unterstützte politische Bewegung South-West Africa People`s Organisation (SWAPO) in Namibia, war die Entwicklungen ein "Schock", wie sich der damalige Leiter der Diplomatische Beobachtermission genannten DDR-Vertretung, Hans-Georg Schleicher, erinnert.[48] Im März 1990 kurz nach der Unabhängigkeit Namibias nahm die letzte Botschaft, die in der Geschichte der DDR eröffnet wurde, ihre Tätigkeit auf. Ein Botschafter reiste jedoch nicht mehr an und es "blieb nicht mehr viel Spielraum für die Entwicklung staatlicher Beziehungen."[49] Im Moment des entwicklungspolitischen Erfolges löste sich der Staat, der die SWAPO unterstützt hatte, selbst auf.

Fazit und Ausblick



Die angeführte biografische Perspektive ermöglicht zwar einen begrenzten, aber dennoch aussagekräftigen Einblick in die globale Rezeption der deutschen Einheit. In den Erinnerungen deutscher Diplomatinnen und Diplomaten spiegeln sich neben dem selbst Erlebten immer auch die spezifischen innenpolitischen Situationen in den Residenzländern wider. Der jeweilige Verflechtungsgrad der gastgebenden Nation mit der DDR bzw. der Bundesrepublik wirkte sich entscheidend auf die jeweilige Intensität der Reaktionen auf die deutsche Einheit aus.

Angesichts des zunehmenden Verlustes von politischen und wirtschaftlichen Handlungsspielräumen der DDR-Außenpolitik und aufgrund der ungewissen Zukunft sind die von den DDR-Diplomatinnen und Diplomaten geschilderten Reaktionen in ihren Residenzländern häufig geprägt von einer gewissen gespannten Erwartung. Fragen nach der Fortsetzung von universitären und handwerklichen Ausbildungsprogrammen oder der Unterstützung politischer Bewegungen gehörten zu den zentralen Fragen an eine mögliche deutsche Einheit im Ausland. Von emotionalen Vorbehalten oder gar Ablehnung gegenüber den politischen Entwicklungen wird hingegen nur vereinzelt berichtet.

Aufgrund der vom MfAA offenbar nur selektiv versendeten Handlungs- und Verhaltensanweisungen, bemühten sich die DDR-Diplomatinnen und Diplomaten relativ selbstverantwortlich, die Bewertung des deutsch-deutschen Einheitsprozesses in ihren Residenzländern gezielt durch Medienkontakte und Gespräche mit politischen und wirtschaftlichen Funktionsträgern zu beeinflussen. Die Volkskammerwahlen in der DDR am 18. März 1990 beendeten diese vorübergehende Phase der Ungewissheit und leiteten die endgültige Abwicklung aller DDR-Botschaften und fast vollständige Entlassung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Dienst des MfAA ein. Die Erinnerungen der DDR-Diplomatinnen und Diplomaten sind geprägt von der Erfahrung des umfassenden Zusammenbruchs ihres politischen Lebenswerkes und dem anschließenden Verschwinden in der sozialen und außenpolitischen Bedeutungslosigkeit. Gerhard Haida, DDR-Botschafter in Algerien, arbeitete beispielsweise 1993 bei einem Berliner Taxiunternehmen.[50]

Die hier nur kurz angerissenen Erinnerungen bundesdeutscher Diplomaten decken sich teilweise mit denen ihrer ostdeutschen Kolleginnen und Kollegen. Ausmaß der Interdependenz, die politische Situation im Residenzland, die Leitlinien der außenpolitischen Strategien und Handlungsmöglichkeiten bildeten auch hier den Referenzrahmen für das Erlebte. In eben diesen Gemeinsamkeiten liegt gleichzeitig eine der Ursachen der disparaten Erinnerungen an die Rezeption der deutschen Einheit. Für die Diplomatinnen und Diplomaten der DDR war die historische Zäsur des Mauerfalls auch eine biografische, für die bundesrepublikanischen traf dies weniger zu. Die stark variierenden individuellen und außenpolitischen Voraussetzungen sowie die voneinander abweichenden berufliche Entwicklung der Diplomatinnen und Diplomaten in Ost und West führen dazu, dass diese die Reaktionen auf die Einheit Deutschlands in ihren Residenzländern auf ganz unterschiedliche Weise erinnern. Eines verdeutlicht die Auswertung der Erinnerungen: Die umfassende Analyse der (auto-)biografischen Werke und systematisch vergleichende Befragungen des zu dieser Zeit im Ausland eingesetzten diplomatischen Personals halten noch umfassende Potenziale zur Historisierung der Außenpolitik beider deutschen Staaten mit den jeweiligen Residenzländern in der Endphase des Kalten Krieges aus einer akteurszentrierten Perspektive bereit.[51] Gerade die Einnahme verschiedener Blickwinkel ermöglicht das Aufspüren "raumübergreifender Dynamiken", die über die bekannten Beschränkungen hinausgehen.[52]

Zitierweise: Clemens Villinger, Fern der Heimat - Deutsche Diplomatinnen und Diplomaten erleben den Herbst 1989, in: Deutschland Archiv, 30.05.2014, Link: http://www.bpb.de/184441


Fußnoten

1.
Stiftung Berliner Mauer, Schriftliche Zeitzeugenbefragung, Gerhard Haida, 17.7.2013, S. 1.
2.
Ebd., S. 1.
3.
Lothar Zöllner, Mongolei, in: Birgit Malchow (Hg.), Der letzte macht das Licht aus: Wie DDR-Diplomaten das Jahr 1990 im Ausland erlebten, Berlin 1999, S. 251-264, hier S. 257.
4.
Stiftung Berliner Mauer, Schriftliche Zeitzeugenbefragung, Werner Graf von der Schulenburg , 14.6.2013, S. 1.
5.
Frank Bösch, Europäische Medienereignisse, in: Europäische Geschichte Online (EGO), hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (IEG), 3.12.2010, Abschnitt 7, in: http://www.ieg-ego.eu/boeschf-2010-de, letzter Zugriff am 5.2.2014.
6.
Ebd., Abschnitt 2.
7.
Chronik der Mauer, 9. November 1989 (Donnerstag), in:http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Chronical/Detail/day/9/month/November/year/1989, letzter Zugriff am 28.8.2013.
8.
ABC-NEWS, 9. November 1989, in:http://www.youtube.com/watch?v=jnCPdLlUgvo, letzter Zugriff am 28.8.2013.
9.
Joachim Naumann, Fern von Berlin, in: Siegfried Bock, Ingrid Muth und Hermann Schwiesau (Hg.), DDR-Außenpolitik. Ein Überblick, Berlin 2010, S. 95-98; hier S. 96. Radio Berlin International strahlte weltweit fremdsprachige Programme aus, um im Ausland lebende Menschen über die Entwicklungen in der DDR zu informieren. Damit stand RBI in Konkurrenz zur Deutschen Welle, welche über das Geschehen in der Bundesrepublik berichtete.
10.
Ebd., S. 95.
11.
Ebd. Zu den internen Kommunikationsstrukturen im MfAA gibt es nur wenige Untersuchungen. Für die 1970er Jahre siehe: Ingrid Muth, Die Außenpolitik der DDR 1949-1972. Inhalte, Strukturen, Mechanismen, Berlin 2001, S. 139-146.
12.
Naumann, Fern von Berlin (Anm. 9), S. 97.
13.
Elenora Schmid, geb. 1939, war 1989 die einzige als Botschafterin amtierende Frau im Diplomatischen Dienst der DDR.
14.
Elenora Schmid, Meine Wege über Ländergrenzen. Erinnerungen der jüngsten Botschafterin der DDR, Schriften zur internationalen Politik, H 21, Berlin 2008, S. 99.
15.
Ebd., S. 99.
16.
Joachim Mitdank, Berlin zwischen Ost und West, Berlin 2004, S. 221- 234.
17.
Ebd., S. 225-226. Für einen kompakten Überblick zum Forschungsstand der Beziehungen zwischen der DDR und Großbritannien, siehe: Oliver Bange, Die Außenpolitik der DDR - Plädoyer für ein neues Forschungsfeld, in: Friedrich Boll u.a. (Hg.), Archiv für Sozialgeschichte, 44 (2004), Bonn, S. 492-500.
18.
Vgl. Heinrich Bortfeldt, Ostdeutsche Sichtweisen auf die USA, 12.6.2012, in: http://www.bpb.de/140472, letzter Zugriff am 9.9.2013; Gerhard Herder, Honecker muß weg, in: Malchow (Hg.), Der letzte macht das Licht aus (Anm. 3), S. 265-289, hier S. 277-278.
19.
Ebd., S. 269.
20.
Ebd., S. 276-277.
21.
Ebd., S. 273.
22.
Ebd., S. 274.
23.
Ebd., S. 277.
24.
Zitiert nach Endnote 251, in: Franz Pfeffer, Ein Amt und eine Meinung, Frankfurt 2006, S. 494.
25.
Stiftung Berliner Mauer, Interview von Dr. Maria Nooke mit Dr. Heinz Schneppen, 20.6.2013.
26.
Ebd.
27.
Ebd.
28.
Burkhard Olschowsky, Einvernehmen und Konflikt. Das Verhältnis zwischen DDR und der Volksrepublik Polen 1980-1989, Osnabrück 2005, S. 612.
29.
Stiftung Berliner Mauer, Interview von Clemens Villinger mit Johannes Bauch, 29.6.2013.
30.
Ebd.
31.
Stiftung Berliner Mauer, Schriftliche Zeitzeugenbefragung, Rainer Dobbelstein , 6.6.2013, S. 1-3.
32.
Pfeffer, Ein Amt und eine Meinung (Anm. 24), S. 326.
33.
Ebd., S. 316-317.
34.
Ebd., S. 213.
35.
E-Mails von Dietrich Granow an die Stiftung Berliner Mauer vom 31.5.2013 und 28.10.2013.
36.
E-Mail von Dietrich Granow an die Stiftung Berliner Mauer vom 31.5.2013.
37.
Karlheinz Möbus, Kuba, in: Malchow (Hg.), Der letzte macht das Licht aus (Anm. 3), S. 195-207, hier S. 201.
38.
Ebd., S. 204-205.
39.
Bereits im Jahr 1988 reiste der damalige SPD-Ministerpräsident des Saarlandes, Oskar Lafontaine, nach Kuba. 1989/90 folgten unter anderem Besuche von Gerhard Schröder, Petra Kelly, Günter Verheugen und des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Bundestages. Siehe hierzu: Möbus: Kuba (Anm. 37), S. 206-207.
40.
Zöllner, Mongolei (Anm. 3), S. 257.
41.
Ebd., S. 257.
42.
Ebd., S. 255.
43.
Ebd., S. 256.
44.
Zur Geschichte der DDR-Außenpolitik: Hermann Wentker, Außenpolitik in engen Grenzen. Die DDR im internationalen System 1949-1989, München 2007, S. 541-546; Schriftliche Zeitzeugenbefragung, Stiftung Berliner Mauer, Gerhard Haida, 17.6.2013, S. 3-4.
45.
Ebd., S. 4.
46.
Ebd., S. 3.
47.
Ebd., S. 4.
48.
Hans-Georg Schleicher, Zeitenwende am Sambesi. Als Diplomat, Historiker und Zeitzeuge im südlichen Afrika, Teil II, Schriften zur internationalen Politik, 27 (2010), Berlin, S. 79; Hans-Georg Schleicher: Afrika 1989/90 – das Beispiel Namibia, in: Bock, Muth und Schwiesau (Hg.), DDR-Außenpolitik (Anm. 9), S. 88-94.
49.
Ebd., S. 92.
50.
Schlimmes Geschäft, in: Der Spiegel, 48/1993, S. 79-83.
51.
Zur Historisierung der frühen Phase der DDR-Außenpolitik aus einer akteurszentrierten Perspektive bis 1972 siehe: Raimund Krämer, Wolfram Wallraf, Diplomat oder Parteiarbeiter? Eine empirische Untersuchung zum Selbstbild einer Funktionselite in der DDR, in: Erhard Crome, Jochen Franzke und Raimund Krämer (Hg.), Die verschwundene Diplomatie. Beiträge zur Außenpolitik der DDR, Berlin 2003, S. 59-72. Für das Diplomatische Corps der der DDR siehe auch: Muth, Die Außenpolitik der DDR (Anm. 11), S. 195-231.
52.
Phillip Ther, Das "neue Europa" seit 1989. Überlegungen zu einer Geschichte der Transformationszeit, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 6 (2009) 1, Abschnitt 7, in: http://www.zeithistorische-forschungen.de/16126041-Ther-1-2009, letzter Zugriff am 5.2.2014.
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Autor: Clemens Villinger für bpb.de
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Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter... 

DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, ÜberwachungsmonitoreDossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Weiter... 

www.chronik-der-mauer.de

Chronik der Mauer

Es erwarten Sie ein Fülle von herausragenden und multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema. Weiter... 

jugendopposition.deOnline-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten. Weiter...