Beleuchteter Reichstag

Friedliche Revolution und Deutsche Einheit

Viele Menschen in der DDR und der Bundesrepublik wurden von den Ereignissen des Herbstes 1989 und des Frühjahrs 1990 überrascht. 25 Jahre danach veröffentlichte das Deutschland Archiv unter anderem ausgewählte Artikel aus dieser Zeit erneut und ließ die Autoren von damals ihre Analyse der Ereignisse in der Rückschau noch einmal kommentieren. Zusammen mit den Schwerpunkten "Außenansichten auf die deutsche Einheit", "Regimebehauptung und Widerstand" und "Un-Rechts-Staat DDR" will das DA kontinuierlich einen Beitrag zu einer Kontextualisierung der Ereignisse von 1989 und 1990 bieten.

Entwurf des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin: Perspektivische Ansicht vom Schloss (von Norden) aus betrachtet

Stefanie Endlich

Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig

Zwei Denkmalsvorhaben wurden auf den Weg gebracht, die an die "Friedliche Revolution" erinnern sollen. Der Beitrag informiert über die unterschiedlichen Zielsetzungen, zeichnet die Entstehungsgeschichte der beiden Vorhaben nach, beschreibt die von den Jurys ausgewählten Entwürfe und macht den Versuch, den Stand der Dinge im Oktober 2015 einzuschätzen.

Mehr lesen

Flaggen der Bundesländer am Tag der Deutschen Einheit in Schwerin 1992. Seit 1987 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Schwerin und Wuppertal

Costanza Calabretta

Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit

Die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit findet jährlich in der Hauptstadt des Landes statt, welches den Vorsitz im Bundesrat innehat. Welche Bedeutung der 3. Oktober seit 1990 für die innerdeutschen Städtepartnerschaften hat, untersucht Constanza Calabretta in ihrem Beitrag.

Mehr lesen

Michael Arnold, Leipzig 26.2.1990

Horst Lange und Uwe Matthes
Deutschland Archiv, 29.5.2015

25 Jahre danach - Erinnerungen, Fragen, Thesen.

Im Frühjahr 1990 führten Horst Lange und Uwe Matthes zusammen mit dem Institut für Film, Bild und Ton Interviews mit Persönlichkeiten der DDR. Noch im gleichen Jahr veröffentlichten sie ihre Erkenntnisse im Deutschland Archiv. Ein Vierteljahrhundert später halten sie noch einmal Rückschau, denn auch heute noch sind die Interviews - mittlerweile öffentlich zugänglich - nicht weniger spannend oder aussagekräftig.

Mehr lesen

Silvesterfeier am Brandenburger Tor, 1. Januar 1990

Horst Lange und Uwe Matthes
Deutschland Archiv, J 23 (1990) H 11

Ein Jahr danach - Auf der Suche nach Fragen und Antworten zur Wende in der DDR

Während die kurz- und mittelfristigen Folgen des Herbst 1989 einige Monate später erkenn- und erlebbar waren, fragten Horst Lange und Uwe Matthes im Frühjahr 1990 nach den Ursachen und Akteuren und führten - noch vor den Wahlen am 18. März - Gespräche mit Vertretern aus Politik, Kirche, Kultur und Literatur zu den Ereignissen des Umbruchs in der DDR (PDF).

Mehr lesen

Die Zeitschrift "Grenzfall", eine politische Untergrundzeitschrift (Samisdat) der DDR-Opposition

Dirk Moldt

Die frohe Botschaft des Widerstands

Dirk Moldt engagierte sich seit Mitte der 1980er Jahre in der offenen Jugendarbeit, der Kirche von Unten und der Umweltbibliothek Berlin sowie in verschiedenen Theater- und Bandprojekten. Seine SED-kritischen Ansichten publizierte er im Samisdat (im Eigenverlag, außerhalb der staatlichen Zensur). Als Akteur der Friedlichen Revolution setzt er sich in diesem Essay mit der Erinnerung an diese Zeit und ihre Protagonisten auseinander.

Mehr lesen

Ausschnitt aus dem Foto zur Veranstaltung "25 Jahre geteilte Geschichte" im Oktober 2014 im Historischen Museum Hannover

Irmhild Schrader, Anna Joskowski

Mauerfall mit Migrationshintergrund

Einwanderung war ein gesellschaftliches Phänomen in der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland. Wenn von den gesellschaftlichen Umbrüchen 1989 die Rede ist, finden die Sichtweisen von Einwanderinnen und Einwanderern jedoch nur selten Eingang in die Gedenkfeierlichkeiten und Geschichtsbücher, obwohl sich mit dem Fall der Mauer auch ihre Lebensbedingungen drastisch veränderten.

Mehr lesen

Markus Meckel und Rainer Eppelmann in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am 19. Februar 2015

Interview

"Wer kann das, alltäglich ein Held sein?"

Am 18. März 1990 fand die erste und einzige freie Wahl der Volkskammer der DDR statt. Rainer Eppelmann und Markus Meckel - beide DDR-Oppositionelle - gehörten ihr bis zu ihrer Auflösung am 2. Oktober 1990 an. Das Deutschland Archiv hatte die Gelegenheit, mit beiden zu sprechen: über ihre Karrieren, ihre Rollen als Neu-Politiker aus der untergegangenen DDR sowie ihre Wirkung und Positionen im vereinten Deutschland.

Mehr lesen

Die an der neuen DDR-Regierung beteiligten Parteien unterzeichnen in der Volkskammer in Berlin die Koalitionsvereinbarung. V.l.n.r.: Rainer Eppelmann, Markus Meckel, Lothar de Maiziere, Hans-Wilhelm Ebeling und Prof. Dr. Rainer Ortleb.

Interview

"Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung"

Rainer Eppelmann und Markus Meckel gehörten der letzten Volkskammer der DDR an, Rainer Eppelmann diente zudem als Minister für Abrüstung und Verteidigung und Markus Meckel als Außenminister im Kabinett von Ministerpräsident Lothar de Maizière. Im zweiten Teil des Interviews berichten sie dem Deutschland Archiv über ihre Erfahrungen im letzten Jahr der DDR und im vereinten Deutschland.

Mehr lesen

Europafahne vor der Berliner Siegessäule. Die europäische Integration war Voraussetzung für die deutsche Wiedervereinigung und band Deutschland fest in das europäische Staatensystem ein

Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit

Eine mögliche deutsche Wiedervereinigung wurde von den westlichen Bündnispartnern mit Skepsis betrachtet, wie ein Blick in die Kommentarspalten des Jahres 1989 zeigt. Ein Vierteljahrhundert später wird nur noch selten vor einem "German Alleingang" gewarnt. Dennoch ist die Frage, welche Rolle das vereinigte Deutschland in Europa und der Welt spielen kann, nicht abschließend beantwortet.

Mehr lesen

Bundeskanzler Helmut Kohl empfängt am 12. Juni 1989 den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow in Bonn. Bei diesem Besuch macht Gorbatschow das Zugeständnis, dass jedes Land das Recht habe, "das eigene politische und soziale System frei zu wählen"

Don't trust the Germans? Anmerkungen zum Deutschland-Bild in der britischen Presse

Angesichts des sowjetischen Perestroika und der Annährung zwischen Helmut Kohl und Michael Gorbatschow im Sommer 1989 rückte eine Wiedervereinigung Deutschlands wieder auf die politische Tagesordnung. Insbesondere britische Kommentatoren warnten vor einem "German Alleingang" und überlegten, wie ein vereinigtes Deutschland im westlichen Bündnis verankert werden könne (PDF).

Mehr lesen

Auf der Leipziger Buchmesse 2011 liest György Dalos aus seiner "Gorbatschow"-Biografie.

"Die Geschichte der DDR ist gesamtdeutsche Geschichte geworden."

Ein Interview mit György Dalos über die Umwälzungen in Ostmitteleuropa 1989/91, über Michail Gorbatschow und über den Umgang mit der Vergangenheit

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2018

Deutschland Archiv 2018

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2018 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2017

Deutschland Archiv 2017

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2017 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

Zum Shop

Deutschlandarchiv bei Twitter

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Der Tag in der Geschichte

  • 14. Juni 1961
    Jaksch-Bericht: Der Bundestag fordert einstimmig von der Bundesregierung, die Ostpolitik gemeinsam mit den Verbündeten zu intensivieren, um die deutsche Einheit wieder herzustellen. Ohne lebenswichtige Interessen preiszugeben, sollen daher ggf. unter... Weiter
  • 14. Juni 1967
    Das Stabilitätsgesetz tritt in Kraft. Dieses Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft führt erstmals ein umfassendes konjunkturpolitisches Instrumentarium zur Globalsteuerung ein, die der Bundesregierung erleichtern soll, das... Weiter
  • 14. Juni 1981
    Bei den Wahlen zur 8. Volkskammer, zu den Bezirkstagen und zur Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung stimmen nach offiziellen Angaben 99,86 Prozent der Wähler bei einer Wahlbeteiligung von 99,21 Prozent für die Einheitsliste der Nationalen Front. Die... Weiter
  • 14. Juni 1981
    Erste Direktwahl der Volkskammerabgeordneten in Ost-Berlin. Tags darauf protestieren die Westalliierten in einer Note an die sowjetische Regierung gegen diese »einseitige Entscheidung«, die den Ostsektor so behandele, als sei er Teil des DDR-Gebiets. Sie... Weiter
  • 14. - 17. Juni 1984
    Zweite Direktwahl zum Europäischen Parlament in zehn Ländern. Gegenüber der ersten Direktwahl (7. - 10. 6. 1979) ergeben sich für die BRD am 17. 6. folgende Änderungen: Der Stimmenanteil der SPD sinkt von 40,8 Prozent auf 37,4 Prozent, der CDU von 39,1... Weiter
  • 14. Juni 1990
    Das Abgeordnetenhaus billigt das novellierte Bundeswahlgesetz zur Direktwahl der West-Berliner Bundestagsabgeordneten. (23. 5. 1990) Erstmals sind die Vertreter Berlins in Bonn bei der Verabschiedung des Staatsvertrages im Bundestag am 21. 6. und im Bundesrat... Weiter
  • 14. Juni 1994
    Die Enquete-Kommission »Demographischer Wandel« legt dem Bundestag einen Zwischenbericht vor. Sie analysiert darin die »Herausforderung unserer älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und die Politik«. Wegen der höheren durchschnittlichen... Weiter