Beleuchteter Reichstag

"Tempel des Antifaschismus"? - Die Nationalen Mahn- und Gedenkstätten der DDR


26.1.2015
Die Nationalen Mahn- und Gedenkstätten der DDR stellten ein wichtiges Instrument des staatlichen Antifaschismus dar. Nach der Wiedervereinigung standen zwei Herausforderungen im Vordergrund: die differenzierte Darstellung aller Opfergruppen in den Ausstellungen sowie die Thematisierung der sowjetischen Speziallager einschließlich der Frage, wie eine künftige Gedenkstättenkonzeption an Orten mit "doppelter Vergangenheit" aussehen konnte.

Besuchergruppe betrachtet das Denkmal in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte BuchenwaldEine Besuchergruppe betrachtet das Denkmal des Bildhauers Fritz Cremer in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald einige Monate nach der Eröffnung im September 1959 (© Bundesarchiv, Bild 183-68832-0002, Foto: Wittig)

Die Frage nach dem Umgang der beiden deutschen Staaten mit ihrer Vergangenheit ist bereits seit geraumer Zeit eine in der zeitgeschichtlichen Literatur viel diskutierte.[1] Neben Fragen nach dem Umgang mit Tätern und Opfern des Nationalsozialismus aber auch der SED-Diktatur, stehen insbesondere Gedenkstätten und -orte sowie Museen und der Umgang mit ihnen im Zentrum der Diskussionen. So geschehen, unmittelbar nach der Wiedervereinigung vom 3. Oktober 1990 in den Diskussionen um die Konzeption der ehemaligen Nationalen Mahn- und Gedenkstätten der DDR an den Orten nationalsozialistischer Verbrechen. Der vorliegende Beitrag skizziert die Entstehung und Entwicklung dieser Nationalen Mahn- und Gedenkstätten zu DDR-Zeiten, ihre Entwicklung nach 1990 und ihre Rolle im Gedenkstättenwesen.

Entstehung und Entwicklung



Insbesondere die Gedenkstätte am ehemaligen KZ Buchenwald nahm eine besondere Stellung in der Erinnerungskultur der DDR ein. Einen Vorläufer hatte diese bereits seit dem 11. April 1946, dem Jahrestag der Befreiung des Lagers, in Gestalt eines auf dem Goethe-Platz in Weimar aufgestellten provisorischen Denkmals. "Der Anstoß zum musealen Ausbau des ehemaligen KZ Buchenwald nach dem Muster der Gedenkstätten in Auschwitz in Polen und Theresienstadt in der Tschechoslowakei ging bereits im Juli 1949 von der sowjetischen Besatzungsmacht aus. Schon im Juli 1945 hatte der ehemalige jüdische Häftling Werner A. Beckert im Namen seiner Mithäftlinge gefordert, das Lager als Mahnmal zu erhalten. [...] Erst nach dem Juniaufstand 1953, der das Bedürfnis der SED nach Selbstlegitimation verstärkt herausforderte, entschloss diese sich dann allerdings zum planmäßigen Aufbau der Gedenkstätte."[2]

Die Einweihung der Gedenkstätte in Buchenwald fand im September 1958 statt, 1959 folgte die Eröffnung der Gedenkstätte in Ravensbrück und 1961 in Sachsenhausen. 1961 wurden alle per Statut in den Rang Nationaler Mahn- und Gedenkstätten (NMG) erhoben.[3] Neben formellen Vorgaben enthielt das Statut auch Regelungen über die inhaltliche Konzeption der Gedenkstätten. Diese sollten neben der Darstellung des - vor allem kommunistischen - Widerstandes auch das "Wiedererstehen von Faschismus und Militarismus in Westdeutschland" darstellen und verdeutlichen, dass die DDR der Staat sei, in dem "die Wurzen des Faschismus ausgerottet" seien und sie, die DDR, letztlich der bessere deutsche Staat sei.[4] Mit diesen Regelungen waren die NMG von Beginn an untrennbar mit dem in der DDR propagierten Antifaschismus verbunden. Günter Morsch weist in diesem Kontext daraufhin, dass die drei Gedenkstätten in der offiziellen Politik der DDR eine derart herausgehobene Rolle spielten, dass es daher nicht "grundsätzlich falsch [sei], sie als eine Art "Tempel des Antifaschismus" zu bezeichnen."[5]

Das "Buchenwald-Kollektiv"



„Das Zentralkomitee der SED, sonstige Parteiinstanzen sowie parteinahe und einseitig auf den kommunistischen Widerstand ausgerichtete Organisationen wie das ‚Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer’ (KdAW) hatten entscheidenden Einfluss auf Aufbau, Gestaltung und Personalkonzept der Gedenkstätten."[6] Das KdAW war bereits 1953 an die Stelle der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) getreten. Bis dahin war die VVN die größte Vereinigung der NS-Opfer in der DDR und hatte, auch in Kontakt mit der westdeutschen VVN, Anspruch auf Überparteilichkeit und Pluralismus erhoben. Bereits kurz nach ihrer Gründung 1946/1947 wurde sie jedoch bereits von SED-Kadern dominiert und löste sich 1953 auf Druck der SED auf.[7] Die Zusammensetzung der am Aufbau der NMG beteiligten Gremien und deren Einflussmöglichkeiten wurden in Publikationen, beispielsweise für den Kunstunterricht an Schulen, ausführlich erläutert. So heißt es in einem Leseheft zur Kunstbetrachtung: "Bald nach der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik wurde ein Kuratorium, ein gesellschaftlicher Rat also, für den Aufbau Nationaler Gedenkstätten gebildet. Dort, wo von den Faschisten die Menschlichkeit am übelsten geschändet worden war, dort aber auch, wo sich antifaschistisches Kämpfertum unüberwindbar bewährt hatte, dort sollten die Stätten der Mahnung und des Gedenkens errichtet werden: Buchenwald - Ravensbrück - Sachsenhausen. Die besten Bildhauer und ein Kollektiv junger Architekten vollbrachten es, in ständigem Kontakt mit dem gesellschaftlichen Auftraggeber, der Partei der Arbeiterklasse, ehemaligen Häftlingen, Arbeitern und Künstlern, Werke von herausragender Bedeutung zu schaffen."[8] Das hier angesprochene Kollektiv, bekannt als "Buchenwald-Kollektiv", war mit dem Aufbau der drei Gedenkstätten beauftragt worden. Mitglieder des Kollektivs waren freischaffende Architekten und Landschaftsarchitekten. Trotz der unterschiedlichen Standorte und historischen Begebenheiten verwirklichten sie zentrale Aspekte eines übergreifenden Konzepts an allen drei Orten:

"1. Beschränkung des Gedenkstättengeländes auf Kernbereiche, insbesondere das ehemalige Häftlingslager. 2. Errichtung mehr oder weniger monumentaler Gedenkanlagen, in deren Zentrum ein möglichst großer "Feierplatz" (Buchenwald-Kollektiv) eingeschlossen werden sollte. 3. Abriss und Überformung der original erhaltenen Bausubstanz innerhalb des Gedenkstättengeländes bei gleichzeitiger, weitgehend geschichtsvergessener Umnutzung der erhaltenen Gebäude außerhalb der Gedenkstätte. 4. Pädagogisch-didaktisches Ziel der Gestaltung war es nicht, die Funktionszusammenhänge der Konzentrationslager, wie sie sich in ihrer Anlage darstellen, für den Besucher lesbar zu machen und zu erklären, sondern die Überwindung der SS-Herrschaft und den Sieg des Antifaschismus in der Dominanz der Gedenkanlage gegenüber den Relikten zum Ausdruck zu bringen. 5. Auch bei der Gestaltung der Denkmalsanlagen dominierte das an den politischen Häftlingen orientierte Bild des antifaschistischen Widerstandskämpfers über die Pluralität der Opfergruppen. Das Gedenken an die wegen ihres Glaubens Verfolgten (beispielsweise Zeugen Jehovas) oder aufgrund nationalsozialistischer Rassepolitik Inhaftierten fand entweder in der Gestaltung keinerlei Ausdrucksform oder wurde marginalisiert."[9]

Diese Umnutzung erfolgte in erster Linie durch die sowjetische Armee sowie die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR. So wurden beispielsweise Teile der späteren Gedenkstätte Sachsenhausen 1950 durch die Kasernierte Volkspolizei (KVP) der DDR übernommen. Teile des Areals wurden zerstört, 1952/1953 sprengte die KVP das Krematorium. Die Baracken dienten der Bevölkerung als Bau- und Brennmaterial.[10] Zudem verschwieg man in den Publikationen und Ausstellungen die von 1945-1950 in Buchenwald und Sachsenhausen existierenden sowjetischen Speziallager.

"Die führenden Kräfte der Arbeiterklasse"



Der Bildhauer Fritz Cremer mit Jugendlichen vor dem Modell der Buchenwald-Gedenkstätte im März 1955Der Bildhauer Fritz Cremer mit Jugendlichen in seinem Atelier im März 1955. Vor dem Modell der Buchenwald-Gedenkstätte erklärte er, wie eine Plastik entsteht (© Bundesarchiv Bild 183-29675-0004, Foto: Horst Sturm, Heinz Junge)
Am 14. September 1958, dem Tag der Opfer des Faschismus, wurde in Buchenwald mit der Gedenkstätte zugleich das dortige "Buchenwalddenkmal" eingeweiht. Der Künstler, Fritz Cremer, wird im oben zitierten Schulleseheft wie folgt beschrieben: "Fritz Cremer war 1950 aus Wien nach Berlin in die Deutsche Demokratische Republik gekommen. Hier sah er die Arbeiter und Bauern unter Führung ihrer Partei mit allen Kräften am Werke, dem deutschen Name Ehre zu machen und den Faschismus mit seinen imperialistischen Wurzeln mit Stumpf und Stiel auszurotten und neue, sozialistische Fundamente zu legen. Selbst Mitglied der KPD seit 1929, kam er zu uns, weil er mit in dieser Kampffront stehen wollte."[11] In einem anschließenden ausführlichen Bericht über die verschiedenen Entstehungsetappen des Denkmals und die grundsätzliche Einigkeit im Streben der Auftraggeber und des Künstlers wird die Kritik an den ersten Entwürfen Cremers thematisiert:

"Die [frühe] Fassung zeige richtig den Widerstand, aber nicht den Sieg, nicht die Selbstbefreiung mit Waffen in den Händen. Es fehle damit also der [Skulpturen-]Gruppe die letzte historische Wahrheit. [...] Nicht gezeigt sei das Vorangehen der Kommunisten und bewußten Antifaschisten, nicht das es Führende gab, Geführte, Ausweichende, Zurückbleibende und Versagende, Verzagte."[12]

Über die vollendete Skulptur wurden die Schülerinnen und Schüler dann informiert: "Die unvergeßlichen Gestalten des Buchenwalddenkmals sind nicht nur Zeugen einer durch sie überwundenen Vergangenheit, die uns die volle Wahrheit über den harten und opferreichen Kampf der Besten gegen Faschismus und Krieg ins Gedächtnis prägen. In ihnen sind die führenden Kräfte der Arbeiterklasse sichtbar gemacht. Unerschütterlich überzeugt von den revolutionären Ideen des Marxismus-Leninismus, zum Handeln geführt durch die lenkende und organisierende Kraft der Partei, sind sie die Sieger der Geschichte. In ihrem Geiste vollenden wir den Bau des Sozialismus, den wir in ihrem Geiste auch gegen alle Anschläge des Imperialismus und Neofaschismus zu schützen wissen."[13]

Sowohl aus den übergreifenden Konzeptionsgedanken des Buchenwald-Kollektivs als auch aus den Texten des Schulleseheftes ist ersichtlich, dass die NMG als ein zentrales Instrument des staatlich propagierten Antifaschismus gedacht waren. Die Bedeutung der Plastik für die verschiedenen Opfergruppen Buchenwalds aus zahlreichen Ländern der Welt wurde nicht thematisiert, deren eigene Leidenserfahrungen und Interpretationen spielten keine Rolle. Wie die Gedenkstätten, sollten auch die Denkmäler stets das Bild der DDR als eines demokratischen, antifaschistischen Staates untermauern.

"Nationale Mahn- und Gedenkstätten als Reiseziel"



"Pfingsttreffen der Jugend" in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen am 30. Mai 1982"Pfingsttreffen der Jugend" in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen am 30. Mai 1982 (© Bundesarchiv, Bild 183-1982-0530-007)
An staatlichen Gedenktagen wurden die NMG zu Aufmarschplätzen für die Massenorganisationen, die NVA oder das MfS. Hier wurden Truppenvereidigungen, Fahnenapelle oder Jugendweihefeiern abgehalten.[14] Daneben sah man in den NMG auch mögliche Reiseziele für Urlauber und Touristen. "In 4 Wochen setzt der Urlauberstrom der Ferienzeit ein, und die Nachfrage nach ansprechenden Souvenirs ist groß.", schrieb der damalige Direktor der NMG Ravensbrück in Sorge um die rechtzeitige Auslieferung von weißen Wimpeln.[15] Durch solche Veranstaltungen und eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten, Betriebskollektiven und FDJ-Gliederungen wurde die Gedenkstättenarbeit zu einem zentralen Bestandteil politischer Bildungsarbeit. Die Gedenkstätten erfuhren sehr früh offizielle Anerkennung, insbesondere im Vergleich zu Gedenkstätten der Bundesrepublik.[16] Wie Sabine Moller zutreffend resümiert und auch das eingangs erwähnte Statut der NMG deutlich erkennen lässt, orientierte sich die Darstellung in den Ausstellungen der Gedenkstätten nicht primär an den tatsächlichen Ereignissen in den Konzentrationslagern, sondern nutzte diese vielmehr als "historische Versatzstücke" in einer "viel weiter greifenden antifaschistischen Legitimationsideologie".[17]"Dabei wurde der Begriff 'Antifaschist' nicht historisch verstanden, sondern er war 'im Blickfeld der herrschenden Kommunisten eine Charakteristik, zu deren integralem, ja beherrschenden Bestandteil der Kampf gegen den ‚Imperialismus', gegen das 'Bonner Regime', gegen die 'klerikale Gruppe' und das Engagement für den SED-Sozialismus zählte.'."[18]

"Museen des antifaschistischen Widerstandskampfes"



In Sachsenhausen existierte bereits seit der Eröffnung 1961 ein "Museum über den antifaschistischen Freiheitskampf der europäischen Völker". In Buchenwald und Ravensbrück hingegen entstanden erst 1984 und 1985 "Museen des antifaschistischen Widerstandskampfes", die für alle Besucher auf dem direkten Besucherweg lagen und so - zumindest nach dem Willen der Planer - zwingend Bestandteile eines jeden Gedenkstättenbesuches darstellten.[19] Die Ausstellungen in den Gedenkstätten wurden mehrfach überarbeitet und ergänzt. Die Geschichte der Standorte Sachsenhausen und Buchenwald als sowjetische Speziallager in der Besatzungszeit zwischen 1945 und 1950 wurde in den Ausstellungen nicht thematisiert.[20] Auch die Verfolgung anderer Personengruppen als der Kommunisten, insbesondere die jüdischer Menschen, wurde nur in seltenen Fällen aufgegriffen. "In den KZ-Gedenkstätten der DDR blieb der Massenmord an den Juden damit ein Randthema. Jüdische Opfer wurden nicht als solche benannt, sondern als polnische, französische usw. Opfer deklariert." Selbst internationaler Protest gegen eine solche Form der "Geschichtsfälschung" bewog die SED nicht zu einer Änderung dieser Praxis.[21] Die zu diesem Thema vorhandenen wenigen Anteile in den Ausstellungen "dienten dabei [jedoch] lediglich als besonders grausamer Beleg des faschistischen Terrors, dem keine eigenständige Bedeutung beigemessen wurde."[22] Eine museale Darstellung, orientiert an den tatsächlichen Geschehnissen des historischen Ortes, die um übergeordnete neutrale Sichtweisen bemüht ist, suchte man vergebens.

Gedenken an Orten "doppelter Vergangenheit"



Daher rückten die NMG bereits kurz nach der Wiedervereinigung in den Fokus öffentlicher Debatten. "Die Notwendigkeit einer Veränderung wurde von kaum jemandem grundsätzlich bestritten, nicht einmal von Seiten der PDS. Die außerordentlich starken Konflikte über die Prinzipien der Neugestaltung erwuchsen hauptsächlich aus der unterschiedlichen Bewertung und Einordnung der Geschichte der sowjetischen Speziallager."[23] Die Geschehnisse in diesen Lagern waren den Menschen in Westdeutschland größtenteils unbekannt und warfen nun neue Fragen nach dem Umgang mit der Geschichte, vor allem an Gedenkstätten mit "doppelter Vergangenheit" auf.

In Buchenwald und Sachsenhausen war zu Beginn der 1990er Jahre insbesondere die Frage nach dem richtigen Gedenken an die Opfer der Speziallager umstritten. "Mit vielen sehr emotional vorgetragenen Behauptungen und unsensiblen Aktivitäten wurden die Konflikte ausgetragen. Es bestand einerseits die Forderung eines Großteils der Speziallagerhäftlinge, in der Erinnerungsarbeit auf der gleichen Stufe wie die KZ-Häftlinge angesehen und behandelt zu werden, und auf der anderen Seite die kategorische Ablehnung vieler Verbände der KZ-Überlebenden, sich mit den in den ehemals in Speziallagern einsitzenden vermeintlichen Tätern eine gemeinsame Erinnerungsstätte zu teilen."[24]

Darüber hinaus kamen prinzipielle Diskussionen über Formen und Möglichkeiten des Erinnerns an beide Diktaturen und ihre jeweiligen Opfer auf. Zunächst entstanden Anfang der 1990er Jahre kleinere Ausstellungen über die Zeit der sowjetischen Speziallager. Sie beriefen sich vor allem auf Zeitzeugenberichte und wenige Exponate, die von Überlebenden zur Verfügung gestellt worden waren.[25] Die Landesregierungen in Thüringen und Brandenburg beriefen Historikerkommissionen ein, die Empfehlungen zur künftigen Konzeption der Gedenkstätten abgeben sollten.[26] Die Notwendigkeit zur Neukonzeption der ehemaligen NMG und die Neueinrichtung von Gedenkstätten für die Opfer des SED-Unrechts schufen "das Bewusstsein dafür, dass es auch eine bundespolitische Verantwortung für [...] Gedenkstätten gibt und dass es deshalb bei den Erinnerungsorten von gesamtstaatlicher Bedeutung auch eine Förderung aus Mitteln des Bundes geben müsse."[27] Trotz dieser Erkenntnis, blieb die Förderung in den folgenden Jahren auf ostdeutsche Gedenkstätten beschränkt. Gedenkstätten im Westen Deutschlands wurden nicht gefördert.

Gedenkstättenpolitik des Bundes



1992 entstand im Deutschen Bundestag die Enquete-Kommission zur "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland". Die Ergebnisse der Kommission fanden trotz etlicher Publikationen und öffentlicher Anhörungen laut dem Politikwissenschaftler Claus Leggewie wenig Interesse in der Bevölkerung.[28] Die Kommission regte an, die bisher provisorische Gedenkstättenförderung einer intensiven Prüfung zu unterziehen, auf ganz Deutschland auszudehnen und eine bundesweite Gesamtkonzeption zur Aufgabe einer weiteren Kommission zu machen.[29] Damit war der Grundstein für eine Gedenkstättenförderung des Bundes gelegt. Diese wurde jedoch zunächst auf einige Gedenkstätten begrenzt, zeitlich befristet und an Auflagen gekoppelt.[30] In einer ersten Runde erhielten acht Einrichtungen mit insgesamt elf Gedenkstätten Fördergelder: die Gedenkstätte Buchenwald, die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mit den Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück sowie die Gedenkstätten Haus der Wannseekonferenz, Topographie des Terrors und Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin mit der Gedenkstätte Plötzensee. Daneben die Stiftung Sächsische Gedenkstätten mit dem Dokumentations- und Informationszentrum Torgau sowie der Gedenkstätte Bautzen, die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen sowie das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth e.V.[31]

Damit wurden alle ehemaligen NMG von Beginn an in der Bundesförderung berücksichtigt. Mit dem Regierungsbeschluss aus dem Jahr 1993 erhielten diese Gedenkstätten nun eine Förderung in Höhe von 50 Prozent der Gesamtkosten, befristet auf zehn Jahre.[32] Vor allem mit Blick auf die außen vorgelassenen Gedenkstätten im Westen Deutschlands sowie das Nebeneinander mehrerer Empfehlungen (unter anderem aus dem Bundesinnenministerium sowie der Enquete-Kommission selbst) war abzusehen, dass dies nur eine vorläufige Förderkonzeption sein konnte. So beauftragte der Bundestag von 1994 bis 1998 die Enquete-Kommission "Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozeß der deutschen Einheit" mit der Entwicklung einer umfassenden Gedenkstättenkonzeption des Bundes.

Die Gedenkstättenkonzeption des Bundes nach 1994



Im Zentrum der Überarbeitungen in den beiden ehemaligen NMG Buchenwald und Sachsenhausen stand in den darauffolgenden Jahren die Frage nach Verhältnis und Berücksichtigung aller drei Kapitel der jeweiligen historischen Orte: Konzentrationslager im Nationalsozialismus, sowjetisches Speziallager zwischen 1945 und 1950 sowie die Funktion als NMG in der DDR. Am Ende verständigte man sich darauf, dass die historischen Abschnitte in getrennten Räumlichkeiten gezeigt werden sollen. In Buchenwald wurde 1997 nach jahrelangen Diskussionen in einem gesonderten Gebäude außerhalb des Geländes der beiden Lager eine Dauerausstellung zur Geschichte des Sowjetischen Speziallagers Nr. 2 eröffnet.[33] In Sachsenhausen zeigt heute eine Ausstellung in einem Neubau sowie in zwei erhaltenen Originalbaracken die Geschichte des Speziallagers Nr. 7, welches mit zeitweise 60.000 Häftlingen das größte sowjetische Internierungslager war.

So wirkten die Diskussionen um die Neugestaltung der NMG als Antrieb für eine gesamtdeutsche Diskussion im Gedenkstättenwesen. Bernd Faulenbach, 1992 Vorsitzender der Historikerkommission im Bundesland Brandenburg, formulierte im Jahr 2003: "Die Frage des Umgangs mit den großen Gedenkstätten in den neuen Bundesländern - mit Buchenwald, Sachsenhausen, Ravensbrück - gehört zu den Schlüsselfragen der Gedenkstättenentwicklung seit dem Sturz des SED-Systems und der deutschen Vereinigung. [...] Die Diskussions- und Entscheidungsprozesse gingen über die konkreten Gedenkstätten hinaus und wirkten geradezu als Katalysator für die Entwicklung des gesamten Gedenkstättenwesens."[34]

Fazit



Die ausführlichen Diskussionen um die Entfristung der Förderung sowie der formalen wie finanziellen Gleichstellung der Gedenkstätten können hier in der gebotenen Kürze nicht dargestellt werden. Für vertiefende Informationen sei auf einige Publikationen verwiesen.[35] Für die Rolle der Nationalen Mahn- und Gedenkstätten der DDR und im Gedenkstättenwesen nach 1990 kann jedoch folgendes resümiert werden:

Zu DDR-Zeiten stellten die NMG ein wichtiges Instrument des staatlichen Antifaschismus dar, in bewusster Abgrenzung zur Bundesrepublik. Die Ausstellungen spiegelten nicht die historischen Fakten wider, Überreste der vormaligen Lageranlagen wurden größtenteils zerstört, unkenntlich gemacht oder nicht in die museale Darstellung integriert. Kleinere Überarbeitungen im Laufe der Zeit brachten keine wesentlichen qualitativen Verbesserungen der Ausstellungen.

Nach der Wiedervereinigung stellten sich konzeptionell zwei Hauptprobleme: Zum einen, die zu Gunsten von kommunistischen Häftlingen fehlende, respektive unzureichende Berücksichtigung anderer Opfergruppen in den Ausstellungen, zum anderen die nicht vorhandene Darstellung der sowjetischen Speziallager, die zugleich die Frage beinhaltete, wie eine künftige Konzeption an solchen Gedenkstätten mit "doppelter Vergangenheit" aussehen konnte. Mit Blick auf die gesamte Entwicklung des Gedenkstättenwesens ist hinzuzufügen: Ohne die notwendig gewordene Überarbeitung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätten nach der Wiedervereinigung hätte eine umfassende, bundesweite, insbesondere auch finanzielle, Beschäftigung mit den Gedenkstätten, auch auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik, aller Voraussicht nach nicht so zügig stattgefunden.[36] Zwar hatten sich auch in der Bundesrepublik seit den 1980er Jahren zahlreiche Initiativen entwickelt und Gedenkorte Unterstützung erhalten, sie blieben jedoch regionale, lokale Institutionen. Durch die zunächst auf die neuen Bundesländer begrenzte Förderung des Bundes gerieten westdeutsche Gedenkstätten unter Druck, sich gleichsam modern und besucherorientiert aufzustellen. Daraus folgte zwingend, dass die Gedenkstättenförderung auf die gesamte Bundesrepublik ausgedehnt wurde und institutionelle Förderungen zeitlich nicht mehr befristet werden. Die ehemaligen Nationalen Mahn- und Gedenkstätten der DDR haben somit maßgeblichen Anteil daran, dass wir heute im Jahr 2015 von einer Gedenkstättenkonzeption des Bundes sprechen können, die seit 1998 fortgeschrieben wird und durch die Förderung von Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, an das SED-Unrecht, sowie die Förderung von Gedenkstätten mit "doppelter Vergangenheit", zunehmend ausbalanciert gerecht wird.

Zitierweise: Julia Reuschenbach, "Tempel des Antifaschismus"? - Die Nationalen Mahn- und Gedenkstätten der DDR, in: Deutschland Archiv, 26.1.2015, Link: http://www.bpb.de/199442


Fußnoten

1.
Siehe dazu beispielhaft Klaus-Dietmar Henke, "Aufarbeitung verstärken, Gedenken vertiefen". Grundsätzliche Bemerkungen zum Gedenken an deutsche Diktaturen, in: Deutschland Archiv 40 (2007) 6, S. 1052-1055; Claus Leggewie, Erik Meyer, Ein Ort an den man gerne geht. Das Holocaust-Mahnmal und die deutsche Geschichtspolitik seit 1989, München 2005; Wolfgang Bergem (Hg.), Die NS-Diktatur im deutschen Erinnerungsdiskurs, Opladen 2003; Norbert Haase, Bert Pampel (Hg.), Doppelte Last - doppelte Herausforderung: Gedenkstättenarbeit und Diktaturenvergleich an Orten mit doppelter Vergangenheit, Frankfurt a. M. u.a. 1998; Thomas Schaarschmidt (Hg.), Historisches Erinnern und Gedenken im Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert, Frankfurt a. M./New York 2008.
2.
Manfred Agethen, Gedenkstätten und antifaschistische Erinnerungskultur in der DDR, in: Manfred Agethen, Eckhard Jesse und Erhart Neubert (Hg.), Der missbrauchte Antifaschismus. DDR-Staatsdoktrin und Lebenslüge der deutschen Linken, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Freiburg i. Breisgau 2002, S. 128 - 144, hier, S.131. Zudem beschloss die SED bereits am 9. Oktober 1950 unter der Zustimmung führender Buchenwaldkommunisten, nur einen Bruchteil der ehemaligen Anlagen des KZ Buchenwald zu erhalten und dem dort ermordeten KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann ein Mahnmal zu errichten. Thomas Heimann, Bilder von Buchenwald. Die Visualisierung des Antifaschismus in der DDR (1945-1990), Zeithistorische Studien (28), Köln 2005, S. 43.
3.
Statut vom 28. Juli 1961, ausführlich hier: Agethen, Gedenkstätten (Anm. 2), S.131 f.
4.
Agethen, Gedenkstätten (Anm. 2), S.132.
5.
Günter Morsch, Der Umgang mit dem Erbe der DDR in den früheren Mahn- und Gedenkstätten: Das Beispiel Sachsenhausen, in: Bernd Faulenbach und Franz-Josef Jelich (Hg.), "Asymmetrisch verflochtene Parallelgeschichte?" Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten, Geschichte und Erwachsenenbildung, Band 19, Essen 2005, S.124 f.
6.
Agethen, Gedenkstätten (Anm. 2), S.133.
7.
Ebd., S.137.
8.
Klaus Wegmann, Mahn- und Gedenkstätten in der Deutschen Demokratischen Republik, Leseheft für die Kunstbetrachtung, Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin 1976, S. 6.
9.
Morsch, Das Beispiel Sachsenhausen (Anm. 5.), S.124 f., anders hingegen: Hans Maur, Antifaschistische Mahn- und Gedenkstätten. 55 Jahre im Rückblick, Berlin 2000, S.16.
10.
Auszug aus dem historischen Überblick der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, abrufbar unter: http://www.stiftung-bg.de/gums/de/, letzter Zugriff am 11.1.2015.
11.
Wegmann, Mahn- und Gedenkstätten (Anm. 8), S. 12.
12.
Ebd., S. 14.
13.
Ebd., S. 21.
14.
Agethen, Gedenkstätten (Anm. 2), S.132f.
15.
Dazu sowie ausführlich zur Bedeutung von Souvenirs und Tourismus für die Gedenkstätten: Ulrike Dittrich, "Wir wollen mit diesem Angebot helfen, das antifaschistische Erbe zu vermitteln" – Verkaufsmaterialien der Nationalen Mahn- und Gedenkstätten der DDR, in: Ulrike Dittrich, Sigrid Jacobeit (Hg.), KZ-Souvenirs. Erinnerungsobjekte der Alltagskultur im Gedenken an die nationalsozialistischen Verbrechen, Berlin 2005, S.75,
16.
Agethen, Gedenkstätten (Anm. 2), S.133 und Sabine Moller, Vielfache Vergangenheit. Öffentliche Erinnerungskulturen und Familienerinnerungen an die NS-Zeit in Ostdeutschland, Studien zum Nationalsozialismus, edition diskord, Band 8, Tübingen 2003, S.50 f.
17.
Moller, Vielfache Vergangenheit (Anm. 16), S.50 f.
18.
Deutscher Bundestag, Drs. 14/1569, Unterrichtung der Bundesregierung. Konzeption der künftigen Gedenkstättenförderung des Bundes, 27.7.1999, Anhang 1, Empfehlungen der Enquete-Kommission "Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit", hier Auszug aus dem Schlussbericht der Kommission, S. 7.
19.
Gretchen Schafft und Gerhard Zeidler, Die KZ-Mahn- und Gedenkstätten in Deutschland, Berlin 1996, hier S. 63, 232 und 250, sowie Günter Morsch, Das Beispiel Sachsenhausen, in: Faulenbach und Jelich, (Anm. 5), S.136.
20.
So auch Agethen, Gedenkstätten (Anm. 2), S. 141 f.
21.
Klaus Schroeder in Bezug auf Mario Keßlers "Die SED und die Juden" in: Klaus Schroeder, Der SED-Staat. Geschichte und Strukturen der DDR, München 2009, S. 552.
22.
Sabine Moller, Vielfache Vergangenheit (Anm. 16), S. 50, siehe auch ausführlich: Günter Morsch, Das Beispiel Sachsenhausen, in: Faulenbach und Jelich, (Anm. 5), S.124.
23.
Günter Morsch, Das Beispiel Sachsenhausen, in: Faulenbach und Jelich (Anm. 5), S.125. Siehe hierzu auch: Norbert Haase, Gedenkstätten in den neuen Bundesländern nach der deutschen Einheit, in: Gedenkstättenrundbrief 96, S.11 und hier erneut anders: Hans Maur, Antifaschistische Mahn- und Gedenkstätten (Anm. 9), S. 25.
24.
Thomas Lutz, Gedenken und Dokumentieren an Orten von NS- und NKWD-Lagern in Deutschland, in: Peter Reif-Spirek und Bodo Ritscher (Hg.), Speziallager in der SBZ. Gedenkstätten mit »doppelter Vergangenheit«, Berlin 1999, S. 252.
25.
Lutz, Gedenken (Anm. 25), S. 252.
26.
Entgegen zahlreicher Meinungen, hier erneut Hans Maur, der in den Kommissionen Gremien zum Missbrauch der DDR-Gedenkstättenkultur sieht, die die Gedenkstätten in ihren dokumentarischen Aussagen demontiert hätte, vgl. Hans Maur, Antifaschistische Mahn- und Gedenkstätten (Anm. 9), S. 42.
27.
Detlef Garbe, Von der Peripherie in das Zentrum der Geschichtskultur. Tendenzen der Gedenkstättenentwicklung, in: Bernd Faulenbach und Franz-Josef Jelich (Hg.), "Asymmetrisch verflochtene Parallelgeschichte?" Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten, Geschichte und Erwachsenenbildung, Band 19, Essen 2005, S.76.
28.
Vgl. Leggewie und Meyer, Ein Ort (Anm. 1), S.73.
29.
Vgl. Carola Rudnik, Die andere Hälfte der Erinnerung. Die DDR in der deutschen Geschichtspolitik nach 1989, Bielefeld 2011, S.82 sowie Siegfried Vergin, Wende durch die "Wende" in: Gedenkstättenrundbrief 100, S. 93.
30.
Die Einrichtung muss eine herausgehobene, bedeutsame sein, die im öffentlichen Bewusstsein exemplarisch für einen bestimmten Verfolgungskomplex steht. Zusätzlich musste sich das Sitzland zu 50 v.H. beteiligen und ein positives Fachvotum beauftragter Wissenschaftler vorliegen. Vgl. dazu: BMI-Vorlage Nr. 173/92 (Neufassung), zitiert nach Darius Zifonun, Gedenken & Identität: Der deutsche Erinnerungsdiskurs, Frankfurt am Main 2004, S.74f.
31.
BT-Drs. 14/1569, S.5 f.
32.
So auch: Garbe, in: Faulenbach/Jelich (Anm. 27), S.76.
33.
Agethen, Gedenkstätten (Anm. 2), S.141f.
34.
Bernd Faulenbach, Entwicklungstendenzen der Gedenkstättenarbeit seit der Wiedervereinigung, in: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hg.): Gedenkstätten und Besucherforschung. Wissenschaftliches Symposium am 2. und 3. Dezember 2003, S. 112.
35.
Siehe u.a. Klaus Christoph, “Aufarbeitung der SED-Diktatur” – heute so wie gestern?, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 42-43 (2013), S. 27-33 sowie Erik Meyer, Die Gedenkstättenkonzeption des Bundes als Instrument geschichtspolitischer Steuerung, in: Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft (Hg.): Jahrbuch für Kulturpolitik 2009, Band 9, Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik, Bonn/Essen 2009, S. 101-108; Marc-Dietrich Ohse, Aufarbeitung und Gedenken. Das Gedenkstättenkonzept des Bundes muss zügig zum Abschluss gebracht werden, in: Deutschland Archiv 40 (2007) 6, S. 956-967.
36.
Siehe hierzu auch Deutscher Bundestag, Drs. 14/1569, S. 4.
Creative Commons License Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/
Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autor: Julia Reuschenbach für bpb.de
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.

 

Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

WeiterZurück

Zum Shop

Deutschlandarchiv bei Twitter

Junge Pioniere mit ihren typischen Halstüchern vor dem Gebäude einer GrundschuleSchwerpunkt

Tagungsdokumentation

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Weiter... 

Bei der Aufarbeitung der DDR - Vergangenheit sind die Archive der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) von grundlegender Bedeutung.Dossier

Geschichte und Erinnerung

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum. Weiter... 

Brandenburger TorDossier

Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter... 

DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, ÜberwachungsmonitoreDossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Weiter... 

www.chronik-der-mauer.de

Chronik der Mauer

Es erwarten Sie ein Fülle von herausragenden und multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema. Weiter... 

jugendopposition.deOnline-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten. Weiter...