Beleuchteter Reichstag

Coventry – Dresden, Manchester – Chemnitz, Aberdeen – Rostock. Städtepartnerschaften im Schatten des Kalten Krieges


29.5.2015
Während aller Etappen der Geschichte der Beziehungen zwischen Großbritannien und der DDR gab es auf britischer Seite den Wunsch, mit Städten in der DDR in freundschaftliche Partnerschaften einzutreten. Doch nur eine heute noch aktuelle Partnerschaft, die zwischen Coventry und Dresden, geht bis in die 1950er Jahre zurück. Betrachtet man die Geschichte der Partnerschaften zwischen Städten in Großbritannien und der DDR, wird klar, dass es sich bei dieser Partnerschaft um einen wahren Sonderfall handelt.

Die Kathedrale von Coventry, Ruine und NeubauDie Kathedrale von Coventry wurde im November 1940 durch Bombenangriffe der deutschen Luftwaffe zerstört. Heute gelten Ruine und Neubau als Symbol des Friedens (© picture alliance / Arco Images GmbH)

Die Bedeutung von Städtepartnerschaften für die Stadt Coventry



Die Stadt Coventry legt großen Wert auf Partnerschaften mit anderen Städten, als Kernstück ihrer internationalen Beziehungen.[1] Coventry ist eine der ersten beiden Partnerstädte der Welt; 1944 trat sie in eine Partnerschaft mit der sowjetischen Stadt Stalingrad (heute Wolgograd) ein. Der Wunsch, während der Schlacht um Stalingrad Solidarität mit der Roten Armee zu demonstrieren, war die Hauptmotivation für diesen Schritt, welcher bei der Bevölkerung Coventrys starke Unterstützung fand.

Heute unterhält Coventry mit 26 Städten weltweit partnerschaftliche Beziehungen - keine andere britische Stadt hat so viel Enthusiasmus für Städtepartnerschaften gezeigt.[2] Zwar existieren einige Partnerschaften nur noch auf dem Papier, andere aber werden regelmäßig durch Delegationsbesuche, sportliche und kulturelle Begegnungen beziehungsweise gemeinsame Projekte unterstützt und entwickelt.

Landesbischof Jochen Bohl (links), Pfarrer der Frauenkirche Stephan Fritz (Mitte) und Dompropst Dean John Irvine aus Coventry in England (rechts) am Tag der Übergabe des Nagelkreuzes am 13. Februar 2005 in der Unterkirche der Dresdner FrauenkircheLandesbischof Jochen Bohl (links), Pfarrer der Frauenkirche Stephan Fritz (Mitte) und Dompropst Dean John Irvine aus Coventry in England (rechts) am Tag der Übergabe des Nagelkreuzes am 13. Februar 2005 in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche (© picture-alliance/dpa/dpaw)
Bei der Wahl von Städtepartnerschaften Coventrys spielten oft Solidaritätsgefühle verschiedener Art eine Rolle, auch wenn sie selten der einzige Grund waren. Nachdem die Kathedrale von Coventry in der Nacht des 14. Novembers 1940 durch die deutsche Luftwaffe schwer bombardiert worden war, entstand nach dem Zweiten Weltkrieg in weiten Teilen der Bevölkerung der Wunsch, die Ruine der zerbombten Kathedrale, deren Neubau sowie die Stadt Coventry als Symbol des Friedens und der Versöhnung zu etablieren. Bereits in den ersten Tagen nach der Bombardierung setzte der Domprobst Richard Howard eine Friedens- und Versöhnungs-Aktion in Gang, aus der heute eine weltweite Organisation geworden ist.[3]

In diesem Sinne handelten auch immer wieder die Stadträte von Coventry. So wurden die ersten Partnerschaften nach dem Zweiten Weltkrieg mit Orten geschlossen, die auch schwere Kriegsschäden erlitten hatten, oder gar stark zerstörte Städte ehemaliger Feinde waren. Beispiele sind das von der SS vernichtete tschechische Dorf Lidice, nach dem ein Platz in der Stadtmitte Coventrys benannt worden ist, und die norddeutsche Hafenstadt Kiel (beide 1947).[4]

Coventry und Dresden: Wie kam es zur Städtepartnerschaft?



Trotz der gemeinsamen Bombardierungs- und Zerstörungserfahrungen und trotz der Tatsache, dass schon 1945 die Kirchenleitungen der Kathedrale in Coventry und der Dresdener Frauenkirche ihren gegenseitigen Wunsch nach Frieden und Versöhnung ausgesprochen hatten, schlossen beide Städte erst 1959 einen offiziellen Freundschaftsvertrag. Freundschaftliche Beziehungen auf kommunaler Ebene wurden aber schon seit Mitte der 1950er Jahre auf beiden Seiten intensiv gepflegt.

Eine Delegation aus Coventry legt 1956 auf dem Heidefriedhof in Dresden einen Kranz nieder, zu Ehren der Opfer der Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945Eine zur 750-Jahrfeier eingeladene Delegation aus Coventry legt 1956 auf dem Heidefriedhof in Dresden einen Kranz nieder, zu Ehren der Opfer der Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 (© Bundesarchiv, Bild 183-38793-0001, Foto: Erich Höhne, Erich Pohl)
Der Impuls dafür kam 1954 in Form eines Briefes des Dresdener Oberbürgermeisters an den Lord Mayor von Coventry zum Thema Deutsche Einheit und Frieden. Die Reaktion darauf war positiv; der Labour-Stadtrat Edward Dixon gründete eine Coventry-Dresden-Freundschaftsgesellschaft. Daraufhin wurde in Dresden ein Gegenstück ins Leben gerufen. Diese beiden Instanzen sorgten zunächst für den Austausch von Literatur und Informationen.[5] 1956 erhielt eine Delegation von Labour-Stadträten aus Coventry eine Einladung zum 750. Jubiläum der Stadt Dresden. Weitere Delegationen, darunter Lehrerinnen und Lehrer, Frauengruppen sowie Jugendliche, besuchten Dresden in den 1950er und 1960er Jahren; im November 1959 besuchte zum ersten Mal eine Delegation der Stadt Dresden die Stadt Coventry. Ein zweiter Besuch aus Dresden erfolgte dann aber erst im Jahre 1968.[6]

Viele Faktoren waren in Coventry für eine breite Unterstützung dieser Partnerschaftsinitiative verantwortlich: die Labour-Mehrheit im Stadtrat, die Friedens- und Versöhnungsmission der Leitung der Diözese, die Rolle des Bürgerkomitees Coventry Committee for International Understanding und das Engagement des Parlamentsabgeordneten für den Wahlkreis Coventry East, Richard Crossman (Labour). Im November 1959 lud er die Dresdener Delegation zu einem Empfang im Unterhaus ein; später setzte er sich für die Anerkennung der DDR ein.[7]

Städtepartnerschaften mit der DDR während der Nichtanerkennungsphase



Sowohl in Coventry als auch außerhalb der Stadt wurde heftige Kritik an dieser Ost-West-Freundschaft laut. Die konservative Opposition im Stadtrat Coventrys hielt sich eng an die Nichtanerkennungspolitik der britischen Regierung und lehnte jeden Kontakt zur DDR prinzipiell ab. Als 1968 die Konservativen die Mehrheit im Stadtrat gewannen, wurde die Partnerschaft mit Dresden suspendiert und erst 1973 nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen wiederbelebt.

Außerhalb Coventrys war die Kritik am Stadtrat Teil einer breiteren negativen Bewertung der Häufigkeit, mit der viele Labour-Abgeordnete, meistens sogenannte Hinterbänkler und andere britische Gruppen, die DDR besuchten und, laut DDR-Presseberichten, sich bewundernd über die Entwicklung der DDR-Gesellschaft äußerten. Diese Kritik wurde nicht nur in der westdeutschen und der britischen überregionalen Presse - beispielsweise im linksliberalen Guardian - veröffentlicht; im Sommer 1959 war sie auch Thema einer kurzen Serie in der angesehenen Neuen Zürcher Zeitung.[8]

Es ist daher nicht verwunderlich, dass während der Nichtanerkennungsphase der DDR nur wenige britische Städte dem Beispiel Coventrys folgten. Obwohl das Foreign Office die Frage von Städtepartnerschaften mit der DDR als kommunale Angelegenheit betrachtete, also keine offiziellen Schritte unternahm, eine Partnerschaft mit einer Stadt in der DDR zu unterbinden, wurde vor der Wahrscheinlichkeit gewarnt, dass die DDR die Partnerschaft für Propagandazwecke ausnutzen könnte. Für konservativ geführte Stadträte kam eine Partnerschaft mit einer Stadt in der DDR prinzipiell nicht in Frage, aber auch dort, wo Labour die Mehrheit hatte, gab es nur in Einzelfällen Interesse daran.

Dieses Interesse führte selten zu einer formellen Städtepartnerschaft, trotz diverser energischer Versuche auf beiden Seiten. Beispiele sind die Kontakte zwischen Oelsnitz und der schottischen Kleinstadt Buckhaven, Meiβen und dem Zentrum der britischen Porzellanmanufaktur, Stoke-on-Trent. Hinderlich für britische Städte, die diesen Schritt unternehmen wollten, war nicht nur die konservative Opposition, sondern auch die Tatsache, dass während der 1960er Jahre aus Protest gegen den Bau der Berliner Mauer das Allied Travel Office keine Visa für DDR-Bürger ausstellte, so dass Besuche nur in Richtung DDR gehen konnten.

Etwas erfolgreicher war die im Jahre 1965 abgeschlossene Städtepartnerschaft zwischen der Planstadt Crawley in West Sussex und ihrem sozialistischen Pendant Eisenhüttenstadt. Ähnlich wie in Coventry gab es in Crawley unterschiedliche Interessen, die in der Crawley Association for Peace gemeinsamen Boden finden konnten. Darunter waren Mitglieder der Kommunistischen Partei Großbritanniens, Pazifisten, Abrüstungsaktivisten und Vertreter der Kirchen in Crawley, die zusammen kamen, um die Labour-Mehrheit im Bezirksrat zu überzeugen, eine Einladung nach Eisenhüttenstadt anzunehmen. Der Besuch fand im August 1965 zum 15. Jahrestag der Stadt Eisenhüttenstadt statt; während des Besuches wurde ein Freundschaftsvertrag unterzeichnet. In den nächsten Jahren besuchten drei offizielle Delegationen der Stadt Crawley Eisenhüttenstadt, darunter eine Lehrer- und eine Jugendgruppe. Aber als 1968 die Konservativen die Mehrheit im Bezirksrat stellten, wurde die Partnerschaft suspendiert und erst ab 1972 wieder aktiviert.[9] Die Partnerschaft ist heute nicht mehr aktiv.

Auf Seiten der DDR-Regierung war man in den 1950er und 1960er Jahren bereit, erhebliche Ressourcen in die Entwicklung von Partnerschaften mit Städten in westeuropäischen Ländern zu investieren, um Unterstützung für die Anerkennungskampagne zu gewinnen. In Großbritannien blieb der Kreis der DDR-Freunde aber relativ klein und meistens ohne bedeutenden politischen Einfluss. Das galt vor allem für die Mitglieder der im Januar 1965 gegründeten Freundschaftsorganisation BRIDGE, die in ihrer Mehrheit der Kommunistischen Partei Großbritanniens nahe standen. Im selben Jahr bildeten 23 Labour-Abgeordnete eine besondere parlamentarische Gruppe; ihre Mitglieder spielten zwar eine nicht unwesentliche Rolle dabei, mittels parlamentarischer Fragen und Anträge die offizielle Nichtanerkennungspolitik in Frage zu stellen, hatten aber letztlich weder auf die Regierungspolitik noch auf die öffentliche Meinung effektiven Einfluss.[10]

Nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen: (Des)Interesse der DDR an Partnerschaften



Während der Nichtanerkennungsperiode führte keines der von der DDR oder von britischen Freunden der DDR geknüpften Kontaktnetzwerke zu einer Erhöhung der Zahl der Partnerschaften mit britischen Städten. Nachdem im Jahre 1973 das Hindernis der Nichtanerkennungspolitik beseitigt worden war, zeigten nun mehrere britische Städte ein Interesse an Partnerschaften. Dieses Interesse stammte nach wie vor zumeist aus den Reihen der Labour-Fraktion im jeweiligen Stadtrat, und in einigen Fällen stießen diese nach wie vor auf die konservative Opposition. Ende des Jahres 1973 beispielsweise warnte die konservative Opposition der Stadt Stockport (Nähe Manchester) die Stadtverwaltung Prenzlaus davor, in eine von der Labour-Mehrheit vorgeschlagene Städtepartnerschaft einzutreten. Weil die konservative Fraktion im April 1974 Aussicht auf einen Wahlsieg bei den Kommunalwahlen und einen Beschluss gegen die Erweiterung der Städtepartnerschaften Stockports gefasst hatte, machte sie der Stadt Prenzlau deutlich, dass sie, einmal an der Macht, die geplante Partnerschaft annullieren würde.[11]

Aus den Akten des DDR-Außenministeriums geht hervor, dass der Fall Stockport-Prenzlau und ähnliche britische Versuche, eine Partnerschaft zustande zu bringen, die DDR veranlasst haben, ihre Einstellung bezüglich Partnerschaften mit britischen Städten zu überprüfen. Das Interesse der DDR an neuen Städtepartnerschaften ließ abrupt nach; stattdessen wurden britische Interessenten dazu aufgefordert, Ortsgruppen der Britain-GDR Society zu gründen. Verschiedene Faktoren führten zur Revision der bisherigen Position. Das geht aus einem Briefwechsel zwischen der Londoner Botschaft der DDR, die den Abschluss eines Freundschaftsvertrages mit Stockport unterstützte, und dem DDR-Außenministerium zum Thema Stockport-Prenzlau hervor. Offensichtlich hatte es auf DDR-Seite Unentschlossenheit gegeben und die Botschaft äußerte ihre Besorgnis, wegen des möglichen Schadens für das DDR-Image im Ausland.

"Die jetzt gezeigte kurzangebundene Hinhaltetaktik ist nicht geeignet, das Ansehen der DDR beziehungsweise ihrer lokalen Behörden zu stärken. Möglicherweise besteht sogar die Gefahr, daß solche Beispiele bei den ESK-Gesprächen [gemeint sind Verhandlungen, die zur Gründung der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, KSZE, geführt haben] von westlicher Seite aufgeworfen werden, um in Zusammenhang mit Tagesordnungspunkt 3 die sozialistischen Lager anzugreifen [...]."

Der Brief schließt mit einer Bitte um Klarstellung über die Absichten der DDR-Regierung in Bezug auf Städtepartnerschaften.

"Da Stockport-Prenzlau nicht der einzige Fall ist, in dem es von britischer Seite Beschwerden gibt, wären wir daran interessiert, von Ihnen eine Information zu erhalten, welche generellen Vorstellungen über die Gestaltung bzw. Aufnahme von Städtepartnerschaften mit britischen Städten bestehen."[12]

Ein Problem für die DDR war nicht nur die steigende Zahl der Interessenten auf britischer Seite, sondern auch die mangelnde Kontinuität im Amt des jährlich durch den Stadtrat gewählten Oberbürgermeisters, so dass eine Partnerschaft mit einer Stadt in der DDR leicht Opfer eines politischen Klimawechsels werden konnte. In der Antwort auf diesen Brief hieß es: "Die bisherigen Ereignisse zeigen, dass offizielle Partnerschaften mit britischen Städten nicht effektiv sind (siehe Dresden-Coventry). Dazu trägt auch der jährliche bzw. periodische Wechsel der Stadträte bei." Im Fall Stockport-Prenzlau wurde empfohlen, "[...] eine Gruppe der Freundschaftsgesellschaft GB-DDR zu bilden, die sich der nationalen Freundschaftsgesellschaft GB-DDR anschließt."[13]

Dresden und Coventry in den 1970er Jahren



Die Hinweise auf Dresden und Coventry sowie auf die "nationale Freundschaftsgesellschaft" sind beide von Interesse. Die Bemerkung über die mangelnde Effektivität der Städtepartnerschaft bezieht sich auf das Ende der 1960er Jahre, als der konservativ geleitete Stadtrat die Partnerschaft auf Eis legte. Doch gleich nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahre 1973 wurde sie auf beiden Seiten enthusiastisch wiederbelebt. Oberbürgermeister Schill, Direktor des Deutschen Hygiene-Museums, besuchte Coventry im April 1974. Der Besuch wurde von beiden Seiten als großer Erfolg bewertet; ein Höhepunkt war die feierliche Namensgebung des "Dresdener Platzes" in der Stadtmitte Coventrys.

In den Schlussfolgerungen seines Berichtes über den Besuch sagte Schill: "Seitens der Stadt Dresden sollten die Beziehungen mit Coventry weiter fortgesetzt werden, zumal es die einzige offizielle Städtepartnerschaft zwischen einer englischen Stadt und einer Stadt in der DDR ist." Er machte auch eine Reihe von Vorschlägen für die Entwicklung der Beziehungen, für den Empfang von Delegationen aus Coventry, beispielsweise zum 25. Jahrestag der DDR im Oktober 1974, für weitere Besuche aus Dresden nach Coventry und für Beziehungen auf Schul- und Museumsebene.[14]

Trotz des gegenseitigen Willens, der Partnerschaft neues Leben einzuhauchen, geriet diese Mitte der 1970er Jahre wieder ins Stocken. Der Grund dafür lag hauptsächlich darin, dass Coventry bis 1977 ein sehr volles internationales Programm organisiert hatte und Dresden erst für 1978 einen Besuchstermin vorschlagen konnte.[15] Zu dem Besuch kam es schließlich im April 1979. Vorher, im November 1978, hatte sich DDR-Botschafter Karl-Heinz Kern während eines Besuches in Coventry noch für eine Wiederbelebung der Städtepartnerschaft ausgesprochen, eine Haltung, auf die in Coventry nicht nur der Stadtrat sondern auch die Handelskammer und das Coventry Committee for International Understanding positiv reagierten.[16]

Kern erkannte das Potential und das Prestige der Partnerschaft für die DDR und wollte daher eine klare Richtlinie für deren Weiterentwicklung. Er begründete diesen Schritt unter anderem mit der Tatsache, dass bei der konservativen Mehrheit im Stadtrat "[...] wirtschaftliche Kreise stärker in den Vordergrund getreten sind, die sich aus einer Fortsetzung der Städtepartnerschaft mit Dresden auch wirtschaftliche Kontakte und Vorteile erhoffen."[17] Das galt vor allem für den konservativen Stadtrat und Oberbürgermeister sowie Inhaber einer erfolgreichen Baufirma, Kenneth Benfield (1978-1979), der die Dresdener Delegation im April 1979 empfing.

Die Rolle der Freundschaftsgesellschaft bei der Entwicklung von Städtepartnerschaften in den 1980er Jahren



In seinem Bericht an das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA) über seinen Besuch sagte Kern, es sei notwendig, "[...] die Absichten der DDR in der Städtepartnerschaft Dresden-Coventry auszuspezifizieren und eine den DDR-Interessen und Prioritäten entsprechende Zusammenarbeit zu organisieren." In der Konzeption für den Delegationsbesuch im April 1979 gab es die von ihm gesuchte Klarheit: "Die Delegation prüft die Voraussetzungen, die Beziehungen auf der Ebene der Freundschaftsbewegung zu aktivieren. Damit entspricht sie der Orientierung, Städtepartnerschaften in das nichtsozialistische Ausland mehr und mehr zu einer Sache der Liga für Völkerfreundschaft zu machen."[18]

Mit der Anerkennung der DDR erhielt die Freundschaftsorganisation BRIDGE einen offiziellen Status als Britain-GDR Society. Das Konzept der Liga für Völkerfreundschaft für die Society war es, Ortsgruppen in allen Teilen des Landes zu gründen und damit ein Netz von Kontakten aufzubauen, die beispielsweise bei Delegationsbesuchen für die Sache der DDR mobilisiert werden konnten. Ende der 1980er Jahre gab es insgesamt 26 solche Ortsgruppen in England, Schottland und Wales; die sechs schottischen Filialen schlossen sich im Oktober 1986 zur Scotland-GDR Society zusammen.[19]

In den 1980er Jahren versuchten Mitglieder verschiedener Ortsgruppen der Society, Stadträte zu überzeugen, in eine Partnerschaft mit einer Stadt in der DDR einzutreten. Aber der Erfolg war sehr unterschiedlich. Dort, wo es zu einer neuen Partnerschaft kam, etwa 1983 zwischen Manchester und Karl-Marx-Stadt oder 1986 zwischen Blaenau, Gwent und Bautzen, hatten diese wenig mit dem Einsatz der Freundschaftsgesellschaft zu tun. In beiden Fällen scheint vielmehr die DDR in der Initiative des Stadtrats für sich einen großen Propagandavorteil gesehen zu haben und war daher bereit, die Städtepartnerschaft äußerst schnell zustande zu bringen.[20]

In Schottland hingegen bemühte sich die Scotland-GDR Society energisch um die Etablierung von Partnerschaften zwischen Glasgow und Halle, Dundee und Cottbus und Aberdeen und Rostock, aber der Versuch scheiterte am Widerwillen auf der einen oder der anderen Seite. Im März 1988 unterzeichneten Glasgow und Halle zwar eine "gemeinsame Erklärung", aber Glasgow machte deutlich: "Glasgow [is] not in the habit of twinning regularly with cities in the way that Coventry is [...]".[21] Im Falle Aberdeen und Rostock war die schottische Seite über das langsame Vorangehen in Rostock enttäuscht.[22] Dies war umso bedauerlicher, da der Labour-Abgeordnete für Aberdeen, James Lamond, Vorsitzender der Parlamentarischen Gruppe und derzeitige Präsident der Britain-GDR Society war.[23]

Städtepartnerschaften zur Zeit der Wende



Zur Zeit der Wende war die Zahl der offiziellen Partnerschaften zwischen britischen und DDR-Städten immer noch gering, und - bis auf die Partnerschaft zwischen Coventry und Dresden - meist jüngeren Datums. Etwas größer ist die Zahl der britischen Städte, die freundschaftliche Beziehungen mit DDR-Städten unterhielten, aber keine formelle Partnerschaft abgeschlossen hatten. Dazu kommen die Städte, die in eine Partnerschaft eintreten wollten, wozu es aber nicht kam. Weitere Beispiele dafür sind Birmingham und Leipzig und Bradford und Erfurt.

Auf britischer Seite waren es Labour-Stadträte, die sich für Partnerschaften interessierten. Ihre Motivation dafür war unterschiedlich: Charakteristisch für die Partnerschaft zwischen Coventry und Dresden ist ein beiderseitiger Friedens- und Versöhnungswunsch; bei Manchester ging es um die Bedeutung der Stadt für Karl Marx und Friedrich Engels sowie um die historische Bedeutung von beiden Städten, Manchester und Chemnitz (eine Stadt, die Marx nie besuchte), für die Textilindustrie. Für den Kreis Blaenau Gwent waren es mögliche Gemeinsamkeiten mit der sorbischen Minderheit, vor allem im Bereich der Sprachenpolitik und die Befürchtung, dass "[...] die Ausklammerung von Wales bei der Entwicklung von kommunalen Beziehungen zwischen Städten der DDR und Großbritannien als Diskriminierung verstanden werden könnte."[24]

Für die DDR war die Motivation, in eine Partnerschaft einzutreten oder dies abzulehnen, immer politisch. Bis 1972 ging es darum, eine möglichst breite Unterstützung für ihre Anerkennungskampagne zu gewinnen. Später, im Kontext der KSZE und vor allem in Bezug auf die geforderte Gewährung von Menschenrechten und Grundfreiheiten, wollte die DDR sich vor westlicher ideologischer Unterwanderung schützen und lehnte es deshalb ab, in neue Partnerschaften einzutreten.[25] Stattdessen versuchte die DDR, die Tätigkeiten und die Rolle der Britain-GDR Society auszubauen. In den 1980er Jahren, als die Westpolitik der DDR hauptsächlich auf Imagepflege zielte, war sie bereit, sehr schnell - und auch sehr opportunistisch - auf neue Möglichkeiten positiv zu reagieren. Doch fehlte hier ein strategisches Konzept. "Ein langfristiges außenpolitisches Konzept für die Westpolitik [war] nicht zu erkennen; Beharrlichkeit bei der Verfolgung von Minizielen wird mit Folgerichtigkeit und Konsequenz bei der Durchsetzung strategischer Fernziele verwechselt."[26]

25 Jahre nach der Wende: was bleibt?



Canon Paul Oestreicher, Domkapitular und Leiter des Internationalen Zentrums der Kathedrale von Coventry und der Dresdner Bürgermeisters Herbert Wagner besichtigen die Ruine der Frauenkirche in DresdenCanon Paul Oestreicher (links), Domkapitular und Leiter des Internationalen Zentrums der Kathedrale von Coventry, besichtigt 1994 in Begleitung des Dresdner Bürgermeisters Herbert Wagner (rechts) die Ruine der Frauenkirche in Dresden (© picture-alliance / ZB)
Mit dem Untergang der DDR sind nicht nur die Britain-GDR Society und die Scotland-GDR Society, deren Mitglieder oft den ersten Kontakt zu möglichen Partnerstädten in der DDR lieferten, aufgelöst worden; in vielen Fällen ist auch das Interesse an einer Partnerschaft mit einer Stadt in den neuen Bundesländern verschwunden. Beispielsweise hat Stockport heute eine Partnerschaft mit Heilbronn, der deutschen Partnerstadt von Stockports französischer Partnerstadt Béziers. Manchester -1983 in eine Partnerschaft mit dem damaligen Karl-Marx-Stadt eingetreten - ist immer noch die Partnerstadt von Chemnitz. Die Partnerschaft zwischen Bautzen und Blaenau Gwent hingegen war von äußerst kurzer Dauer, sie ist schon 1988 zusammengebrochen.[27] Ähnliches gilt für die "Halb"-Partnerschaft zwischen Glasgow und Halle.

Eine wichtige neue Partnerschaft, die - nach offiziellen Angaben der beiden Städte - eine sehr aktive ist, ist die zwischen den beiden Messestädten Birmingham und Leipzig. Sie wurde im Jahre 1992 etabliert, fast zwanzig Jahre, nachdem sich der erste britische Botschafter dafür ausgesprochen hatte.[28]

Und die Partnerschaft zwischen Coventry und Dresden ist nach wie vor in Kraft. Im Jahr 2014 waren es sechzig Jahre, seitdem der Dresdener Oberbürgermeister seinen Brief an den Oberbürgermeister in Coventry geschickt hat, der 1959 zur formellen Partnerschaft führte. Nach wie vor bleiben der Versöhnungswunsch sowie die Beteiligung sowohl der Stadt als auch der Kathedrale ein wichtiger Bestandteil der Partnerschaft. In Großbritannien beteiligte sich seit 1995 Timothy Everard, britischer Botschafter in der DDR von 1984 bis 1988, zusammen mit Canon Paul Oestreicher, einem langjährigen Freund der DDR und bis 1997 Leiter des Versöhnungszentrums der Kathedrale von Coventry, sehr aktiv an der Arbeit der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche. Die Partnerschaft versucht heute, wirtschaftliche und Handelsbeziehungen zwischen den beiden Städten zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

Zitierweise: Coventry – Dresden, Manchester – Chemnitz, Aberdeen – Rostock. Städtepartnerschaften im Schatten des Kalten Krieges, in: Deutschland Archiv, 29.5.2015, Link: http://www.bpb.de/207012


Fußnoten

1.
Für die finanzielle Unterstützung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst, welche die Forschung bei der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO) und im Politischen Archiv des Auswärtigen Amts (PAAA) ermöglichte, möchte die Verfasserin ihren verbindlichen Dank aussprechen.
2.
Die hohe Zahl von Coventrys Partnerschaften, sowie die Wahl von einigen Partnerstädten, ist in Coventry u.a. aus finanziellen Gründen häufig Gegenstand von Kritik gewesen. Vgl. What is the point of Coventry’s twin towns? Coventry Telegraph, 2.8.2011. Coventry ist seit 1983 in keine neuen Partnerschaften eingetreten.
3.
Am Tag nach der Zerstörung der Kathedrale wurden verbrannte Zimmermannsnägel gefunden und zu einem Kreuz (dem Nagelkreuz) verbunden, welches heute als Symbol der Versöhnung auf dem Altar der neuen Kathedrale steht. Weitere Nagelkreuze verbinden heute ein weltweites Netz von Kirchen, die mit der Kathedrale von Coventry in Frieden und Versöhnung in Verbindung stehen. Die Frauenkirche in Dresden ist seit dem 13. Februar 2005, dem 60. Jahrestag der Zerstörung Dresdens durch alliierte Luftangriffe, Mitglied der Nagelkreuzgemeinschaft, http://www.coventrycathedral.org.uk/wpsite/our-reconciliation-ministry, letzter Zugriff am 30.4.2015.
4.
Die Initiative für die Partnerschaft mit der Stadt Kiel ging von einem Bürger der Stadt Coventry aus, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit der britischen Besatzungsmacht dort stationiert wurde und der bei dem Wiederaufbau der Stadt Kiel mitwirkte.
5.
Neues Deutschland, 14.3.1954; Leserbrief von Edward Dixon an Democratic German Report, 2.3.1956; Stefan Goebel, Coventry und Dresden: Transnationale Netzwerke der Erinnerung in den 1950er und 1960er Jahren, in: Dietmar Süß (Hg.), Deutschland im Luftkrieg: Geschichte und Erinnerung, München 2007, S.118.
6.
Marianne Bell (jetzt Howarth), Britain and East Germany: The Politics of Non-Recognition, MPhil-Arbeit, University of Nottingham 1977, S. 235f.
7.
Für ausführliche Informationen zu diesen Themen vgl. ebd.; Henning Hoff, Großbritannien und die DDR 1955-1973, Oldenbourg 2003; Stefan Berger und Norman LaPorte, Friendly Enemies, Britain and the GDR 1949-1990, New York/Oxford 2010; Merrilyn Thomas, Communing with the Enemy; Covert Operations, Christianity and Cold War Politics in Britain and the GDR, Oxford 2005.
8.
Otto Frei, Politischer Tourismus Großbritannien-DDR, NZZ 15.8.1959. Der Vorstand der SPD protestierte auch bei der Labour-Party über den Missbrauch der Bemerkungen der Labour-Abgeordneten durch die DDR für Propagandazwecke.
9.
Bell, Britain and East Germany (Anm. 6), S.187-189; Berger u. LaPorte, Friendly Enemies (Anm. 7), S. 115-116, nennen 1962 als Datum für den Abschluss des Freundschaftsvertrages; Simon Calder, What Awaits Walt in Wilts?, Twin Town Tales, The Independent, 12.12.2009.
10.
Die Parlamentarische Gruppe hatte wegen der Nichtanerkennungspolitik keinen offiziellen Status. 1969, nachdem nur vier Mitglieder der Gruppe die Leipziger Messe besucht hatten, dachte die DDR daran, den Kontakt zur Parlamentarischen Gruppe abzubrechen. Berger u. LaPorte (Anm. 7), S. 134.
11.
PAAA, Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA), C2735, Bd. 3, 1973-1975, Prenzlau-Stockport, Bl. 84.
12.
Ebd., Bl. 53, Brief des Botschaftsrats Albrecht an das MFAA, 22.1.1974.
13.
Ebd., Bl. 50, Antwort des Leiters der AG PKB beim MfAA, Sickert, 6.3.1974.
14.
PAAA, MfAA, C2734, Bd 2, 1973-75 und 1977-1979 Dresden-Coventry Bl. 64, 19.4.1974.
15.
Ebd., Bl. 42-43, Brief des OBMs Coventrys an den OBM Dresdens, 26.7.1977.
16.
Ebd., Bl. 38-40, Brief u. Anlage von P. Warden an Botschafter Kern, 7.12.1978.
17.
Ebd., Bl. 37, Brief von der Botschaft London an das MfAA, Abt. PKB, 4.1.1979.
18.
Ebd., Bl. 29-30, Konzeption für den Aufenthalt einer Delegation des Rates der Stadt Dresden in Coventry in der Zeit vom 16.4.1979 bis 20.4.1979, Vorlage für das MfAA, 31.1.1979. Der Hinweis auf die Rolle der Liga für Völkerfreundschaft ist im Original unterstrichen.
19.
Für ausführliche Informationen zur Freundschaftsgesellschaft siehe Marianne Howarth, Freundschaft mit dem Klassenfeind, Deutschland Archiv 1 (2003), S25-34; Hans-Georg Golz, Verordnete Völkerfreundschaft, Leipzig 2004; zu Blaenau-Bautzen, Rhian Thomas, Wales and the German Democratic Republic: Expressions and Perceptions of Welsh Identity during the Cold War, PhD-Dissertation, University of South Wales, 2014, S.135-166.
20.
Die Partnerschaft mit Manchester bot die Gelegenheit, formelle Beziehungen mit einer Stadt zu knüpfen, mit der Karl Marx enge persönliche Verbindungen hatte und zu der er nach seinem Umzug nach London 1845 bis 1870 jährlich zurückkehrte, um Engels zu besuchen. Engels selbst zog 1870 nach London. Im 19. Jhdt. war Chemnitz wegen seiner Bedeutung für die Textilindustrie als "sächsisches Manchester" bekannt. Das Interesse an Blaenau Gwent hatte viel mit der Rolle des dortigen Labour-Abgeordneten, Oppositionsführers und Befürworters der Abrüstung, Michael Foot, zu tun. Foots Nachfolger als Oppositionsführer war Neil Kinnock, Labour-Abgeordneter für den benachbarten Wahlkreis.
21.
SAPMO, DY13/3322, Nationale Freundschaftsgesellschaft DDR-Großbritannien (NFG), Kommunale Kontakte 1986-1989. Brief an Bill Speirs, Assistant Secretary Scottish TUC, vom Amt des Bailie Crawford, Glasgow City Council, 8.12.1987.
22.
SAPMO, DY13/3311, NFG, Kontakte zur Gesellschaft Schottland-DDR 1988/89, Brief von Peter Smith, Secretary of the Scotland-GDR Society, an Inge Schönherr im Auftrag der Ortsgruppe Aberdeen, 3.12.1988.
23.
Innerhalb der Society gab es scharfe Kritik an Lamonds Rolle als Präsident. Ihm wurde vorgeworfen, keinerlei Interesse an einer Mitarbeit mit dem Vorstand zu haben. SAPMO, DY13/3129, NFG, Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Britannien-DDR, April 1984–August 1986, Bericht über den Aufenthalt in der DDR des Vorsitzenden der Britain-GDR Society, Mr John Kotz, vom 1.-3. März 1985, Dietmar Hahn, 7.3.1985, Gespräch mit John Kotz, 2.3.1985.
24.
SAPMO, DY13/3299, NFG, Kommunale Kontakte Gwent (Blaenau) – Dresden (Bautzen). Brief von Gerhard Kasper an Horst Brasch, 11.11.1985.
25.
Curtis Keeble, der erste britische Botschafter in der DDR, setzte sich 1974 persönlich und energisch dafür ein, Städtepartnerschaften zwischen den Hafenstädten Liverpool und Rostock, den Messestädten Birmingham und Leipzig und dem Geburtsort Shakespeares, Stratford-on-Avon, und Weimar, Ort der Shakespeare-Tage in der DDR, zu etablieren. Aber trotz anfänglichem höflichem Entgegenkommen seitens der DDR blieben seine Bemühungen ohne Erfolg. PAAA, MfAA, C2733, Bd. 1, Städtepartnerschaften zwischen Städten der DDR und GBs 1972-1979.
26.
Johannes Kuppe, Die DDR im Westen (III), Deutschland Archiv 12 (1979), S. 1311.
27.
Thomas, Wales and the German Democratic Republic (Anm. 19), S. 29.
28.
SAPMO DY13/3299 (Anm. 24).
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Autor: Marianne Howarth für bpb.de
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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter... 

DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, ÜberwachungsmonitoreDossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Weiter... 

www.chronik-der-mauer.de

Chronik der Mauer

Es erwarten Sie ein Fülle von herausragenden und multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema. Weiter... 

jugendopposition.deOnline-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten. Weiter...