Beleuchteter Reichstag

Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik – zwischen Misstrauen und Integration


26.8.2016
Migration und Integration, Ausgrenzung und Rassismus beschäftigen moderne Gesellschaften zeitlebens. Auch die Auseinandersetzung von Gewerkschaften mit Arbeitsmigration spielt seit den Anfängen der Arbeiterbewegungen beständig eine Rolle. Oliver Trede beleuchtet die Positionen der bundesdeutschen Gewerkschaften zur Anwerbepolitik und Integration von "Gastarbeitern" in den 1960er und 1970er Jahren.

Wilder Streik von spanischen Gastarbeitern bei den "Hella-Werken" in Lippstadt im Juli 1973Wilder Streik von spanischen Gastarbeitern bei den "Hella-Werken" in Lippstadt im Juli 1973 (© picture-alliance/dpa)

Vor ein paar Jahren titelte die Wochenzeitung Der Spiegel: "Jeder fünfte Gewerkschafter steht rechts"[1], und die Sorge machte die Runde, dass ausgerechnet an der Basis der Arbeitnehmerschaft fremdenfeindliche Ressentiments bestünden. Der Spiegel-Beitrag verwies auf eine Studie der Freien Universität Berlin, gefördert durch die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung, in der insbesondere ein Aspekt ins Auge stach: Gewerkschafter aus der Mittelschicht tendierten stärker zu rechten Ansichten als Nicht-Gewerkschafter aus denselben Milieus – hingegen wiesen Gewerkschafter der sogenannten Unterschicht einen ähnlichen Grad rechtsextremer Meinungen auf wie der Durchschnitt der gesamtgesellschaftlichen unteren Milieus.[2] Bei der gewerkschaftlich organisierten Mittelschicht handelt es sich, so führten die Autoren aus, "zumeist um Facharbeiter und qualifizierte Angestellte, die über ein relativ gutes Einkommen und über eine vergleichsweise gute Bildung verfügen und daher eigentlich nicht zu den Verlierern der Modernisierungs- und Globalisierungsprozesse zählen." Die Autoren erkannten, dass unter diesen Gewerkschaftern jedoch eine Angst vor einem "doppelten Abstieg" bestünde, da diese fürchteten, finanzielle Vorteile und politische Einflussmöglichkeiten zu verlieren.[3]

Zwei Jahre später wies der Soziologe Klaus Dörre auf die Zusammenhänge zwischen den Veränderungen in der Arbeitswelt und der daraus entstehenden "Prekarisierung des Beschäftigungssystems" und der Entwicklung rechtspopulistischer Orientierungen hin: "Abstiegsängste, die daraus resultieren, dass die Betreffenden fürchten, unter die Schwelle der Sicherheit und der Respektabilität zu sinken, sind ein wichtiger Kristallisationspunkt von Prekarisierungsprozessen, die sich innerhalb der "Zone der Normalarbeit" bemerkbar machten.[4] Insbesondere seien gerade diejenigen betroffen, die zu den "Etablierten" in einer Gesellschaft, in einer Branche oder einem Betrieb gehörten. Dazu gehörten die, die sich aufgrund von Aufstiegsmöglichkeiten und -versprechen zu den Etablierten zählten und die zunehmend weniger Möglichkeiten des Aufstiegs sahen.[5] Diese Abstiegsängste hängen eng mit Prekarisierungsprozessen zusammen, die in den 1960er und 1970er Jahren in diesem Maße nicht bestanden. Nach den "goldenen 50ern" befand sich die Bundesrepublik in den 1960er Jahren zwar noch in einer "Sturm und Drang"-Phase, jedoch wich zunehmend der "Wirtschaftsboom" trüberen ökonomischen Aussichten. Das nominale Wirtschaftswachstum ging zurück, die Inflationsraten stiegen, und die Arbeitslosenzahlen erreichten lang nicht mehr gekannte Höhen.[6]

Historikerinnen und Historiker erkennen in den 1970er Jahren einen "Bruch" oder einen "Wandel" in der Geschichte der Bundesrepublik (und in Europa).[7] Diese Diagnose betraf auch den Arbeitsmarkt. Der Bergbau durchlebte schon seit den späten 1950er Jahren eine Krise, aber auch produzierende Industrien wie beispielsweise die Bekleidungs- oder die Automobilbranche erfuhren Veränderungen, die sich entweder in der Auslagerung der Produktion ins Ausland oder in technischen Automatisierungsprozessen zeigten. Hinzu kamen Phänomene, die Indikatoren, zumindest aber Vorzeichen eines Bruchs der "Normalarbeitsverhältnisse" darstellten. Hierzu zählten das Aufkommen von "Leiharbeit" und der Einsatz von "illegal" Beschäftigten, worüber auch in den Medien vermehrt berichtet wurde. Vor diesem Hintergrund ist auch die Geschichte der Gewerkschaften und der Arbeitsmigration zu betrachten.

Damals wie heute beeinflussten zudem strukturelle Merkmale den Umgang der Arbeitnehmervertretungen mit Arbeitsmigranten: "Gastarbeiter" trafen auf dem Arbeitsmarkt oder in den Betrieben auf bestehende Strukturen, in denen auf "die Fremden" mit Skepsis, Misstrauen und manchmal auch Ablehnung reagiert wurde.[8] Im Folgenden werden die historischen Bedingungen der Arbeitsmigration und die Reaktion der Gewerkschaften darauf kurz skizziert.

Gewerkschaften und die Anwerbeabkommen



Seit den frühen 1950er Jahren verhandelte die Bundesregierung mit Arbeitgeberverbänden und Unternehmen über die Möglichkeiten, den Einsatz von Arbeitsmigranten aus Süd- und Südosteuropa auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt rechtlich-administrativ zu organisieren. Dieses Vorhaben traf auch auf Seiten der Regierungen der Herkunftsländer vor allem aufgrund des potenziell lukrativen Devisenaustauschs auf Zustimmung. Da in einigen Branchen und Beschäftigungsbereichen zum Teil händeringend Arbeitskräfte gesucht wurden, und sich Bundesregierung und Unternehmen darauf verständigten, dass Arbeitsmigranten zu gleichen Löhnen und Arbeitsbedingungen beschäftigt werden sollten wie ihre deutschen Kollegen, konnte 1955 das erste Anwerbeabkommen mit Italien abgeschlossen werden. Weitere Abkommen mit Spanien, Griechenland, Portugal und Jugoslawien sowie der Türkei folgten.[9]

Auch die Gewerkschaften wirkten auf die Entscheidungen der zuständigen Bundesministerien zur Frage der Anwerbung von "Gastarbeitern" ein. Einige Jahre lang hatten sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Gewerkschaften, die für die betroffenen Arbeitsbereiche zuständig waren, gegen eine systematische und staatlich organisierte Anwerbung von Arbeitsmigranten gesperrt, da sie in ihnen eine potenzielle Konkurrenz für die einheimischen Arbeitskräfte sahen. Schließlich willigten die Gewerkschaftsführungen ein, Arbeitsmigranten anzuwerben und in einigen Branchen zum Einsatz kommen zu lassen. Als Hauptbedingung galt dabei neben der Zusicherung der gleichen Arbeitsbedingungen und Löhne die Regelung des "Inländerprimats", das einheimischen Arbeitskräften Vorrang vor ausländischen Arbeitskräften einräumte. Öffentlich äußerten Gewerkschaften ihre Vorbehalte, stimmten aber schließlich offiziell den Anwerbeabkommen zu. Aus ihrer internen Sicht waren behördlich organisierte Zugangsregelungen einem – auch weiterhin andauernden – weniger kontrollierten Zugang von Migranten auf den Arbeitsmarkt vorzuziehen. Einige unmittelbar betroffene Einzelgewerkschaften blieben jedoch weiterhin – und öffentlich – bei ihren ablehnenden Positionen gegenüber der Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften.

Erst zu Beginn der 1970er Jahre forderten die Gewerkschaftsspitzen eine deutliche Einschränkung der Zugangs- und Zuwanderungsmöglichkeiten von "Gastarbeitern". Zu dieser restriktiven Haltung hatten die angesprochenen schlechten Wirtschaftsaussichten, fortschreitende Krisen innerhalb einzelner Industrien und die "Entdeckung der Einwanderung" beigetragen.[10] Gewerkschaften übten nun gemeinsam mit den Arbeitgeberverbänden und der staatlichen Arbeitsverwaltung zunehmend Druck auf die Bundesregierung aus und forderten ein Ende der Anwerbungen. Anzunehmen ist, dass dieser gemeinsame Druck dazu beitrug, dass die Bundesregierung – vor dem Hintergrund einer drohenden „Rohölkrise“ – Ende 1973 die Anwerbungen abrupt beendete..

Illegalität und Leiharbeit – Perforierungen der Normalarbeitsverhältnisse



Die Gewerkschaften machten sich nach dem Anwerbestopp dafür stark, dass dieser auch konsequent umgesetzt wurde und verhinderten in den Folgejahren dessen Lockerung. Eine solche forderten vor allem das Wirtschaftsministerium und einige Unternehmen in der Landwirtschaft sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe. In den beiden zuletzt genannten Beschäftigungsfeldern bestand weiterhin großer Bedarf nach mobil und flexibel einsetzbaren Arbeitskräften, die es in ausreichender Zahl auf dem heimischen Arbeitsmarkt nicht gab. Die Gewerkschaften teilten hingegen die Position aller maßgeblichen politischen Akteure hinsichtlich der generellen Verschärfung der Vergabe von Arbeits- und Aufenthaltserlaubnissen.[11]

Der Anwerbestopp, die restriktivere Arbeitserlaubnisvergabe und eine Zunahme der Arbeitslosigkeit unter Arbeitsmigranten trugen im Laufe des Jahrzehnts dazu bei, dass vermehrt Arbeitsmigranten illegale Beschäftigungsverhältnisse eingingen.[12] Noch ein paar Jahre vor dem Anwerbestopp hatte der DGB dem Bundesarbeitsministerium die einmalige Legalisierung von "illegalen Ausländern" vorgeschlagen, denen eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis erteilt werden sollte, wenn sie "nicht kriminell waren oder eine ansteckende Krankheit besaßen".[13] Der DGB begründete diese Forderung damit, dass die Praxis der illegalen Beschäftigungen von "Ausländern" "die Regeln des Arbeitsmarktes" störe und "kriminelle Elemente […], welche die Unerfahrenheit der Zuwanderer missbrauchten", begünstige.[14] In einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesarbeitsministerium an den DGB-Bundesvorstand rechtfertigte die Bundesregierung Mitte 1970 die Ablehnung einer Legalisierung damit, dass "abgesehen von rechtlichen Bedenken […] eine solche Maßnahme das Problem vielleicht temporär, nicht aber auf Dauer lösen" könne. Insbesondere sahen Regierung und Bundesanstalt für Arbeit die Gefahr, dass durch eine Legalisierung eine "verstärkte Zuwanderung türkischer ‚Touristenarbeiter‘" erfolgen könnte.[15]

Nachdem die Legalisierung von "illegalen" Migranten vom Tisch war, konzentrierten sich die Gewerkschaften auf ihre Forderung, entschieden gegen "illegale Einwanderung und gegen Ausbeutung" vorzugehen. So bekräftigten Anfang 1974 die Gewerkschaften in der Kommission für Fragen ausländischer Arbeitnehmer beim SPD-Parteivorstand die Forderung nach einer Verbesserung der Erfassung der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer (Anzahl, regionale Verteilung und Binnenwanderungsbewegung) und der Förderung der "freiwilligen Rückkehr arbeitsloser ausländischer Arbeitnehmer" sowie nach einer "raschen und wirkungsvollen Verschärfung der Strafen bei illegaler Anwerbung und Beschäftigung".[16]

Illegale Beschäftigung war in einigen Branchen eng mit dem Phänomen der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung beziehungsweise Leiharbeit verbunden. Nach Aufhebung des Leiharbeitsverbots durch das Bundesverfassungsgericht (Urteile von 1967 und 1972) stieg die Zahl der Leiharbeiter in den 1970er Jahren in einigen Wirtschaftszweigen an.[17] Die meisten Leiharbeiter waren als einfache Bürokräfte, in der Metallbranche und im Baugewerbe tätig.[18] Insbesondere die Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden (IG BSE) und die IG Metall setzten sich daher lange Jahre für das Verbot der Leiharbeit ein. Die Baugewerkschaft betonte dabei, aufgrund der Legalität der Leiharbeit habe auch die illegale Beschäftigung in ihrer Branche zugenommen. So trügen gerade "Scheinwerkverträge" und die Beschäftigung von ausländischen Leiharbeitern dazu bei, dass die polizeilichen und behördlichen Kontrollen ins Leere liefen. Arbeitnehmer würden, so die Gewerkschaft 1980, aufgrund der Beschäftigung als "Leiharbeiter" von tariflichen Leistungen ausgeschlossen, und die eigens für die Arbeitnehmer des Baugewerbes durch die Tarifvertragsparteien "sektoral geschaffene soziale Ordnung wird unterlaufen". Zugleich beklagte die IG BSE die Schwierigkeit, diese Art der Beschäftigten organisieren zu können.[19] 1982 verabschiedete die Bundesregierung schließlich das "Gesetz zur Bekämpfung der illegalen Beschäftigung". Damit wurde der Verleih deutscher und ausländischer Arbeitnehmer (in Besitz einer Arbeitserlaubnis) in der Baubranche als Ordnungswidrigkeit und die Beschäftigung von nichtdeutschen Arbeitnehmern ohne Arbeitserlaubnis als Straftat qualifiziert.[20] Der zum Teil ambivalente Umgang der Gewerkschaften mit der illegalen Beschäftigung von Arbeitsmigranten – Kontrolle versus Schutz – hält bis heute an.

Arbeitsmigranten – eine Herausforderung für die Gewerkschaften



Von Anbeginn der Anwerbemaßnahmen lag der Fokus der Gewerkschaften auf der Gewinnung von Arbeitsmigranten als Mitglieder. Der DGB und die größte Einzelgewerkschaft, die IG Metall, richteten bereits in der frühen Phase der Anwerbungen eigene Abteilungen für die "Ausländerarbeit" ein. In den Vorstandsebenen des DGB und der IG Metall waren Funktionäre ausschließlich für Fragen der ausländischen Arbeitnehmer zuständig. Der DGB und die IG Metall brachten regelmäßig fremdsprachige Mitteilungsblätter für die "Gastarbeitergruppen" heraus. Die Materialien des DGB wurden in den Einzelgewerkschaften verwendet.[21] In den Mitteilungsblättern wurde über die Situation in den Herkunftsländern, über arbeitsrechtliche und tarifpolitische sowie gewerkschaftliche Themen in der Bundesrepublik berichtet. Zudem wurden migrantische Gewerkschafter beschäftigt, die in den "Ausländerbüros" ihre Vorstände berieten. Dieses Engagement litt stets unter einer limitierten finanziellen Ausstattung. Zwar nahm die Zahl der "Gastarbeiter" beständig zu, die eingesetzten Mittel wurden jedoch nicht entsprechend angepasst. In den Jahren 1967 bis 1971 wurde die "Ausländerarbeit" beim DGB sogar weitgehend eingestellt. Die Gründe hierfür lagen im knappen Budget, das zu diesem Zeitpunkt für die gesamte Organisations- und Bildungsarbeit in den Gewerkschaften aufgewendet wurde, außerdem konnten sich die einzelnen Gewerkschaften nicht über eine paritätische Finanzierung der "Ausländerarbeit" verständigen.

Als sich in den 1970er Jahren der gewerkschaftliche Organisationsgrad der "Gastarbeiter" dem der inländischen annäherte, blieb die Zahl der hauptamtlichen migrantischen Gewerkschafter, der migrantischen Betriebsräte und Vertrauensleute sowie Delegierten auf Gewerkschaftskongressen dennoch weiterhin niedrig. Neben der Unterfinanzierung der gewerkschaftlichen "Ausländerarbeit" war diese Unterrepräsentanz der Arbeitsmigranten auch in den gewerkschaftlichen Organisationsstrukturen angelegt. Die Gewerkschaften vertraten in erster Linie die Interessen der (männlichen) Mitglieder wie auch der Facharbeiter. Bei der Erlangung von Ämtern und Mandaten spielten die Dauer der Zugehörigkeit und der Grad der Vernetzung innerhalb der Organisation eine wichtige Rolle. Hinzu kam eine ablehnende Haltung vieler Gewerkschafter gegenüber Arbeitsmigranten, denen sie kurzfristige Interessen und mangelnde sprachliche und berufliche Kenntnisse zuschrieben. Ablehnungen gegenüber den "Südländern" – wie sie in einigen Medien genannt wurden –, die auf kulturelle Differenzen oder gar Überlegenheiten verwiesen, sind dabei weder in der gewerkschaftlichen Öffentlichkeit noch im Schriftverkehr unter leitenden Gewerkschaftsfunktionären zu erkennen.

Stimmen der Migranten und "wilde" Streiks in den 1970er Jahren



Die gewerkschaftliche "Ausländerarbeit" und die aktive Mitgliederwerbung legten den Grundstein für die spätere Integration von vielen migrantischen Arbeiterinnen und Arbeitern in bundesdeutschen Betrieben. Dennoch blieben gerade in den 1960er, aber auch in den 1970er Jahren die Belange vieler Arbeitsmigranten ungehört. Vereinzelt kamen ausländische Arbeitnehmer in der gewerkschaftlichen Öffentlichkeit (Gewerkschaftstage und Gewerkschaftszeitungen) zu Wort. Einige Arbeitsmigranten gelangten nach der Reform des Betriebsverfassungsgesetzes im Jahre 1972 vermehrt in Betriebsräte. Die Reform ermöglichte die Aufstellung von ausländischen Arbeitnehmern aus dem Nicht-EG-Ausland zur Betriebsratswahl, ohne die vorherige Zustimmung der Belegschaft. Das Gesetz formulierte das explizite Ziel, "die Eingliederung ausländischer Arbeitnehmer im Betrieb und das Verständnis zwischen ihnen und den deutschen Arbeitnehmern zu fördern".[22]

Außerhalb der Arbeitswelt engagierten sich Migranten mehr und mehr in eigenen Initiativen, oft auch mit Hilfe nicht-migrantischer Unterstützer.[23] 1971 wurden in einigen Kommunen und Städten "Gastarbeiterparlamente" eingerichtet, die in kommunalen Parlamenten eine beratende Funktion einnahmen. Die Gewerkschaftsführungen blieben gegenüber diesen Initiativen skeptisch und vertraten nicht nur die Meinung, "Gastarbeiterparlamente" hätten keine Entscheidungsbefugnis, sondern verwiesen darauf, linke, "extremistische" Kreise könnten diese Einrichtungen für ihre Interessen missbrauchen.[24]

Diese Haltung war symptomatisch und Ausdruck einer generellen Position der Gewerkschaften, die sich für ein einheitliches Auftreten in den Betrieben, innerhalb einer Branche oder als Gesamtheit der Arbeitnehmerschaft einsetzten. Ansichten, die von Gewerkschaftspositionen abwichen oder als "extremistische" Positionen galten, hatten generell einen schweren Stand. Dabei waren innergewerkschaftliche Debatten über links-politische Ausrichtungen und fundamentale Kritik an Gewerkschaftspositionen oder an der Regierungspolitik Teil der gelebten Debattenkultur und des gewerkschaftlichen Selbstverständnisses. Gleichwohl warnten einige Medien und Politiker vor "radikalen" Kräften in den Arbeitnehmerorganisationen – ebenso wie in den sozialdemokratischen Parteien. Um einer gesellschaftspolitischen Marginalisierung vorzubeugen, aber auch um die inneren Strukturen zu schützen, bemühten sich Gewerkschaftsfunktionäre stets, sich von "extremistischen" Meinungen zu distanzieren und diese im Zaum zu halten.

Die Sorge vor "extremistischen Einflüssen" ging einher mit dem Bild der "Fremden", die Konflikte mitbrachten und nur schwer in die (rechtlich) geregelte Arbeitswelt westeuropäischer Industriestaaten zu integrieren seien. Auch daher nahmen einige Migranten ihre Belange in den Betrieben selbst in die Hand. Zum einen wurden Migranten als Gewerkschafter aktiv und warben zahlreiche Landsleute als Gewerkschaftsmitglieder an. Darüber hinaus nahmen Migranten an geregelten und ungeregelten Arbeitsniederlegungen teil, um ihren Protesten Gehör zu verschaffen. Unter den Streiks waren es gerade die ungeregelten, gewerkschaftlich nicht organisierten, "spontanen" oder "wilden" Streiks, die eine besondere Bedeutung erlangten. "Wilde" Streiks stellten einen wichtigen Bestandteil der Tradition betrieblicher Auseinandersetzungen dar und galten stets als ein offensives und flexibles Mittel der Arbeitnehmerschaft.[25] In den 1970er Jahren gerieten "wilde" Streiks allerdings in der Öffentlichkeit zunehmend in die Kritik. Führende Politiker sahen darin den Ausdruck von Unberechenbarkeit und einen offenbaren Mangel an Regulierung und Kontrolle innerhalb der Betriebe. In den "wilden" Streiks dieser Jahre kamen überwiegend Proteste gegen Arbeitsbedingungen in den Betrieben, aber auch mangelnde Repräsentation und Einbindung einzelner Gruppen zum Ausdruck. In einigen Branchen zählten Migranten zu diesen Gruppen, in einzelnen Betrieben standen sie an der Spitze der Arbeitsproteste. Die dabei zumeist passive Haltung der Gewerkschaften rief unter Arbeitsmigranten gesteigerte Unzufriedenheit hervor, die sich unzureichend vertreten sahen. Einige dieser Streiks – allen voran der "Ford-Streik" in Köln – erfuhren in der Öffentlichkeit eine größere Aufmerksamkeit, da sie nicht nur im Kontext genereller Debatten über "Ausländer" gesehen wurden, sondern auch, weil – wie oben ausgeführt – in Teilen der medialen Öffentlichkeit besonders wachsam über "extremistische" Tendenzen in der Gesellschaft berichtet wurde.[26]

Trotz der überwiegenden Kritik und Ablehnung, die die "wilden" Streiks in der Öffentlichkeit und innerhalb der Gewerkschaften erfuhren, trugen die hier "sichtbar gewordenen Emanzipationsbestrebungen der ausländischen Arbeiter dazu bei", so auch die Historikerin Karin Hunn, dass sich die Gewerkschaften nun verstärkt um die Integration und Partizipation der Migranten bemühten.[27] Den ausländischen Arbeitnehmern kam in der Organisationsarbeit in der Folge eine größere Aufmerksamkeit zu: Der DGB-Bundesvorstand richtete 1973 die Abteilung "Ausländische Arbeitnehmer" und die "Ausländerbüros" wieder ein, die fremdsprachigen Mitgliederzeitungen wurden wieder aufgelegt und die Zahl der Seminare für ausländische Gewerkschafter erhöht. Auch in den Landesverbänden und in den Einzelgewerkschaften erfuhr die "Ausländerarbeit" fortan eine größere Bedeutung.

Resümee



Der gewerkschaftliche Umgang mit (Arbeits-)Migranten und deren Integration war nur zu einem geringen Teil abhängig vom Engagement Einzelner. Ökonomische Konflikte, politische Machtverhältnisse und (strukturelle) Mechanismen des Ein- und Ausschlusses bestimmten in erster Linie die Bedingungen, unter denen auch Migranten bestehen mussten. Die Integration von (Arbeits-)Migranten und ihren Familien in die Gesellschaft wurde von Gewerkschaftsspitzen seit den frühen 1970er Jahren diskutiert und als Forderungen in die politischen Entscheidungsprozesse eingebracht. In den 1980er und 1990er Jahren bestärkten die Gewerkschaften diese Positionen. Diese Entwicklung war auch eine Reaktion auf die liberal-konservative Regierung unter Bundeskanzler Helmut Kohl, die insbesondere eine Verschärfung des Familiennachzugs durchsetzte. Die Einbindung in gewerkschaftliche und betriebliche Strukturen nahm stetig zu. Im Laufe der Jahre wurden aus den "Gastarbeitern" vermehrt akzeptierte Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben und Nachbarn in den Stadtteilen. Die innergewerkschaftliche Integrationsarbeit entwickelte sich neben dem Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus zu einem festen Bestandteil der Organisationsarbeit in den Gewerkschaften – vor allem in der IG Metall, IG Chemie und (ab 2001) bei ver.di.[28] Das Misstrauen gegenüber und eine teilweise Ablehnung von "Fremden" blieben allerdings unter Gewerkschaftsmitgliedern und -funktionären bestehen.[29]

Zitierweise: Oliver Trede, Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik – zwischen Misstrauen und Integration, in: Deutschland Archiv, 26.8.2016, Link: www.bpb.de/232789


Fußnoten

1.
Anne Seith, Studie: Jeder fünfte Gewerkschafter steht rechts, in: Spiegel online, 28.6.2005, www.spiegel.de/wirtschaft/studie-jeder-fuenfte-gewerkschafter-steht-rechts-a-362290.html, letzter Zugriff am 1.7.2016.
2.
Abschlussbericht, des Forschungsprojekts „Gewerkschaften und Rechtsextremismus“, Freie Universität Berlin, Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft Arbeitsstelle „Nationale und Internationale Gewerkschaftspolitik“, Otto-Stammer-Zentrum – Arbeitsstelle für Empirische Politische Soziologie, 2004,www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/oekonomie/gewerkschaftspolitik/materialien/GEWREXSCHLUSS/, letzter Zugriff am 1.7.2016.
3.
Ebd.
4.
Ebd., S. 26.
5.
Vgl. Birgit Rommelspacher, Anerkennung und Ausgrenzung. Deutschland als multikulturelle Gesellschaft, Frankfurt a.M./New York 2002; aktuell siehe: Oliver Nachtwey, Die Abstiegsgesellschaft. Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne, Berlin 2016.
6.
Tony Judt, Die Geschichte Europas nach dem Zweiten Weltkrieg, München/Wien 2006, S. 509–512; vgl. auch: Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael, Nach dem Boom. Perspektiven auf die Zeitgeschichte seit 1970, Göttingen 2008.
7.
Ebd.; vgl auch: Hans-Ulrich Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte 1949–1990, München 2008; Eric Hobsbawn, Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, Darmstadt 1997; zur wissenschaftlichen Debatte vgl.: Knud Andresen, Ursula Bitzegeio und Jürgen Mittag (Hg.), „Nach dem Strukturbruch“? Kontinuität und Wandel von Arbeitsbeziehungen und Arbeitswelt(en) seit den 1970er-Jahren, Bonn 2011.
8.
Vgl. Oliver Trede, Zwischen Misstrauen, Regulation und Integration, Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik und in Großbritannien in den 1960er und 70er Jahren, Studien zur Historischen Migrationsforschung, Bd. 28, Paderborn 2015; zu Gewerkschaften im Allgemeinen vgl.: Walther Müller-Jentsch, Soziologie der industriellen Beziehungen. Eine Einführung, Frankfurt a.M./New York 1986; Wolfgang Schroeder und Bernhard Weßels (Hg.), Die Gewerkschaften in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch, Wiesbaden 2003.
9.
Zur Geschichte der „Gastarbeiter“ und der Anwerbeabkommen vgl. u.a. Karin Hunn, „Nächstes Jahr kehren wir zurück...“. Die Geschichte der türkischen „Gastarbeiter“ in der Bundesrepublik, Göttingen 2005; Karen Schönwälder, Einwanderung und ethnische Pluralität. Politische Entscheidungen und öffentliche Debatten in Großbritannien und der Bundesrepublik von den 1950er bis zu den 1970er Jahren, Essen 2001.
10.
Unter der „Entdeckung der Einwanderung“ versteht der Historiker Berlinghoff neben der Zunahme der ausländischen Arbeitnehmer und dem Nachzug ihrer Familienangehörigen auch das Bewusstwerden von sozialen Folgen der faktischen Einwanderung. „Gastarbeiter“ oder „Ausländer“ wurden in den 1970er Jahren immer mehr zu einem Teil der öffentlichen Wahrnehmung, und Aspekte der Integration rückten in den Fokus der politischen Debatten, in: Marcel Berlinghoff, Das Ende der „Gastarbeit“. Die Anwerbestopps in Westeuropa 1970–1974, Studien zur Historischen Migrationsforschung Bd. 27, Paderborn 2013.
11.
Vgl. Oliver Trede, Misstrauen, Regulation und Integration. Gewerkschaften und „Gastarbeiter“ in der Bundesrepublik in den 1950er bis 1970er Jahren, in: Jochen Oltmer, Axel Kreienbrink und Carlos Sanz Díaz (Hg.), Das „Gastarbeiter“-System. Arbeitsmigration und die Folgen in der Bundesrepublik und Westeuropa, München 2012, S. 183–197.
12.
Vgl. auch: Andreas Treichler, Arbeitsmigration und Gewerkschaften. Das Problem der sozialen Ungleichheit im internationalen Maßstab und die Rolle der Gewerkschaften bei der Regulation transnationaler Migrationen, untersucht am Beispiel Deutschlands und der Arbeitsmigrationen aus der Türkei und Polen; Münster 1998, S. 167; Hunn, Türkische Gastarbeiter (Anm. 9), S. 265–267.
13.
Arbeitspapier „Illegale Arbeitnehmer“, 5.10.1971, Archiv der Sozialen Demokratie (AdsD), DGB-BV, 5/DGAZ 208 sowie Schreiben Franz Woschech, Hauptvorstrand DGB, an Bundesarbeitsminister Walter Arendt, 5.8.1970, ebd., 5/DGCQ 6.
14.
DGB-Nachrichten-Dienst, DGB – Problem illegaler Ausländerbeschäftigung muß gelöst werden, 3.8.1970, AdsD, DGB-BV, 5/DGCQ 6.
15.
Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im BMA, Helmut Rohde, an den DGB- Bundesvorstand, Woschech, 25.8.1970, AdsD, DGB-BV, 7/DGAZ 513.
16.
Protokoll der Kommission für Fragen ausländischer Arbeitnehmer, Sitzung am 14.1.1997, Archiv für Soziale Bewegungen, Akten der IG Bergbau, Ordner „Kommission Ausländische Arbeitnehmer. Arbeitsgruppen 1–5“, ohne Sg.
17.
Der DGB ging Mitte der 1980er Jahre von 1347 Zeitarbeitsfirmen in 1972 und 1864 Unternehmen in 1981 aus. Die Zahl der überlassenen Leiharbeitnehmer hatte sich allerdings von rund 16.000 zur Mitte der 1970er Jahre auf knapp 50.000 am Beginn der 1980er Jahre mehr als verdreifacht; vgl. Michael Schuster, Leiharbeit, illegale Beschäftigung, ungeschützte Arbeit, Dokumentation der Fachtagung des DGB-Landesbezirks Nordmark vom 14.11.1986 in Hamburg, Hamburg 1986, S. 5f.
18.
Ebd.
19.
Der Grundstein, Wochenschrift der IG BSE, 1980, S. 5.
20.
Dieter Marschall, Bekämpfung illegaler Beschäftigung. Schwarzarbeit, illegale Ausländerbeschäftigung und illegale Arbeitnehmerüberlassung, München 1992, S. 5f.
21.
In der IG Chemie wurde im Laufe der späten 1960er Jahre verstärkt in die „Ausländerarbeit“ investiert. Andere Gewerkschaften wie die Gewerkschaft Textil und Bekleidung (GTB) oder die Gewerkschaft Nahrung Genuss und Gaststätten (NGG) folgten erst in den 1970er Jahren mit dem Angebot spezifischer Seminare und Informationen an ausländische Mitglieder.
22.
Peter Kühne, Die ausländischen Arbeiter in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Herausforderung für die deutschen Gewerkschaften, in: WSI-Mitteilungen, 1982, Nr. 7, S. 385–402, S. 392.
23.
Vgl. Manuela Bojadžijev, Die windige Internationale. Rassismus und Kämpfe der Migration, Münster 2008.
24.
Vgl. Schreiben von IGM-Vorstand Alois Wöhrle an DGB-BV, Günter Stephan, Nationale Vereine und Verbände in der Bundesrepublik, 14.1.1964, AdsD, IG Metall-HV, 5/IGMA2600-09.
25.
Vgl. Peter Birke, Wilde Streiks im Wirtschaftswunder. Arbeitskämpfe, Gewerkschaften und soziale Bewegungen in der Bundesrepublik und Dänemark, Frankfurt a.M./New York 2007; vgl. dazu auch die Erfahrungen in Großbritannien, in: Trede, Zwischen Misstrauen, Regulation und Integration (Anm. 11). Zum Ford-Streik siehe v.a.: Jörg Huwer, „Gastarbeiter“ im Streik – Die Arbeitsniederlegung bei Ford Köln im August 1973, Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) (Hg.), Köln 2013.
26.
^Zum Ford-Streik siehe v.a.: Jörg Huwer, „Gastarbeiter“ im Streik – Die Arbeitsniederlegung bei Ford Köln im August 1973, Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) (Hg.), Köln 2013.
27.
Hunn, Türkische Gastarbeiter (Anm. 9), S. 275.
28.
Siehe aktuell z.B.: Migration online, in: DGB Bildungswerk, www.migration-online.de; Schwerpunkt Migration in: IG Metall, www.igmetall.de/migration-12765.htm; Migrantinnen und Migranten, in: verdi online, www.arbeitsmarkt-und-sozialpolitik.verdi.de/arbeiten-und-leben/migrantinnen-und-migranten, letzter Zugriff am 1.7.2016; siehe zur Anti-Rassismus-Arbeit v.a.: Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V., www.gelbehand.de; vgl. aus internationaler Perspektive: Lee Adler, Maite Taipa und Lowell Turner (Hg.), Mobilizing against Inequality: Unions, Immigrant Workers, and the Crisis of Capitalism, Ithaca, New York 2014.
29.
Siehe aktuell: „Antirassismus gehört zur Ausbildung“. Tagung des Kumpelvereins mit NRW-Arbeitsminister Schmeltzer, www.gelbehand.de/meldung/artikel/antirassismus-gehoert-zur-ausbildung, letzter Zugriff am 1.7.2016.
Creative Commons License Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/
Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autor: Oliver Trede für bpb.de
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.

 

Deutschland Archiv

Inhalt:

Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

WeiterZurück

Zum Shop

Deutschlandarchiv bei Twitter

Junge Pioniere mit ihren typischen Halstüchern vor dem Gebäude einer GrundschuleSchwerpunkt

Tagungsdokumentation

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Weiter... 

Bei der Aufarbeitung der DDR - Vergangenheit sind die Archive der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) von grundlegender Bedeutung.Dossier

Geschichte und Erinnerung

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum. Weiter... 

Brandenburger TorDossier

Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter... 

DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, ÜberwachungsmonitoreDossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Weiter... 

www.chronik-der-mauer.de

Chronik der Mauer

Es erwarten Sie ein Fülle von herausragenden und multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema. Weiter... 

jugendopposition.deOnline-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten. Weiter...