Beleuchteter Reichstag

Jüdische Displaced Persons - Holocaustüberlebende zwischen Flucht und Neubeginn


6.9.2017
Eine oft vergessene Gruppe von Menschen hielt sich in der unmittelbaren Nachkriegszeit in den alliierten Besatzungszonen in Deutschland auf - jüdische Überlebende des nationalsozialistischen Massenmords. Sie gehörten zu den sogenannten Displaced Persons und ihr Schicksal hing in großem Maße von den Alliierten ab. Für sie stellte sich die Frage, ob sie in Deutschland bleiben oder den europäischen Kontinent verlassen wollten.

Frauen im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen nach der Befreiung. Sie wurden nach 1945 zu Displaced PersonsFrauen im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen nach der Befreiung, sie wurden nach 1945 zu Displaced Persons. Auf dem Gelände entstand das DP-Lager Belsen-Hohne (© picture alliance/Everett Collection)

Angesichts der Verbrechen des Nationalsozialismus stand für die Geschichtswissenschaft jahrzehntelang die Aufarbeitung der Jahre 1933 bis 1945 im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, historische Darstellungen zum Dritten Reich und zum nationalsozialistischen Völkermord endeten mit der Befreiung, ohne diese jedoch eingehender zu erforschen. Erst in den letzten 25 Jahren haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Phase der Befreiung als historischem Ereignis intensiver gewidmet und sie damit nicht nur als Ende der NS-Ära begriffen, sondern als ein eigenständiges Kapitel, das sowohl für die Geschichte der Bundesrepublik als auch für das historische Bewusstsein in den Ländern der alliierten Mächte und für den Staat Israel eine zentrale Rolle spielt. Gegenstand der Forschung ist heute nicht nur die Befreiung selbst, sondern auch die Geschichte der sogenannten Displaced Persons (DP).[1]

Flüchtlinge, Evakuierte, Vertriebene, Kriegsgefangene und ehemalige KZ-Häftlinge lösten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs immense demografische Verschiebungen aus. Die Fluchtbewegung der deutschen Bevölkerung aus den Ostgebieten leitete die größte Völkerwanderung des Zweiten Weltkriegs ein. Bis zum Jahresanfang 1945 flohen vier bis fünf Millionen deutsche Zivilisten aus dem Warthegau, Ostpreußen, Danzig, Pommern, Schlesien und Ostbrandenburg nach Westen. Von den 16,5 Millionen Deutschen, die bei Kriegsende noch in den Oder-Neiße-Gebieten, der Tschechoslowakei, den baltischen Staaten, Danzig, Polen, Ungarn, Jugoslawien und Rumänien lebten, kamen in wenigen Monaten nach Kriegsende insgesamt 11,7 Millionen durch Flucht und Vertreibung in den Westen.[2]

Es lohnt sich, vor dem Hintergrund der heutigen Fluchtbewegungen aus dem Nahen Osten und aus Afrika die Geschichte der Bevölkerungsverschiebungen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs genauer in den Blick zu nehmen, um die Herausforderungen, denen sich NGOs und Helfer damals wie heute ausgesetzt sehen, einordnen zu können.

Menschen auf der Flucht: Flüchtlinge, Vertriebene, Displaced Persons



Im Herbst 2015, als die Fluchtmigration über den Balkan und das Mittelmeer ihren Höhepunkt erreicht hatte, erinnerte der Autor eines Artikels in der Welt an die Vertriebenen und die Reaktionen auf die „Fremden“ damals und heute: „Die Rhetorik, die nach 1945 deutschen Vertriebenen entgegenschlug, ist durchaus mit Pegida-Parolen zu vergleichen.“ Der Mitbegründer der Bayernpartei, Josef Fischbacher, hetzte damals, so Carsten Hoefer in seinem Beitrag: „Die Flüchtlinge müssen hinausgeworfen werden, und die Bauern müssen dabei tatkräftig mithelfen.“ Der damalige Präsident des Bayerischen Landtags Michael Horlacher, Mitbegründer der CSU, habe die Parole ausgegeben: Bayern den Bayern. Ein anderes Mitglied der Bayernpartei klagte über die „Fremden“ und wiegelte die Bevölkerung auf. Dass die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit noch nicht einmal in Ansätzen begonnen hatte, wird in seiner Rede deutlich. Die „Neubürger“, so seine Terminologie, „hätten sich den herrschenden Sitten anzupassen“. Sein Kollege Andreas Schachner verstieg sich gar in die Aussage, „dass Pogrome nötig wären, um die Gerechtigkeit wiederherzustellen“. Allerdings gab es damals aus den eigenen Reihen auch heftige Kritik an solchen Äußerungen. Die Massenzuwanderung, die Bayern damals zu bewältigen hatte, überstieg um ein Vielfaches diejenige aus den Jahren 2014 und 2015. Insgesamt hatte Bayern bis 1950 1,8 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aufgenommen.[3]

Außer den nach dem Zweiten Weltkrieg gestrandeten Flüchtlingen und Vertriebenen befanden sich allein in Bayern im Oktober 1946 auch etwa 278.000 DPs, also solche Personen, die infolge des Zweiten Weltkriegs durch Kriegseinwirkungen und deren Folgen aus ihrer Heimat geflohen, vertrieben oder verschleppt worden waren. In der Praxis galten als DPs ehemalige Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene sowie Osteuropäer, die entweder freiwillig nach Kriegsbeginn die deutsche Wirtschaft unterstützt hatten oder 1944 vor der sowjetischen Armee geflüchtet waren. Sie erhielten einen besonderen Status. Deutsche Flüchtlinge und Vertriebene fielen nicht unter diese Kategorie.

Die alliierten Armeen konnten 1945 auf dem späteren Gebiet der drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands 6,5 bis 7 Millionen (andere Quellen sprechen von 10 bis 12 Millionen) DPs befreien; in geringerem Umfang, aber doch mit einer ähnlichen Situation waren die Truppen in Österreich und Italien konfrontiert. Eine vergleichsweise kleine Gruppe unter den DPs in Deutschland bildeten die 50.000 bis 75.000 jüdischen Überlebenden, die entweder in den Konzentrationslagern oder auf den Evakuierungstransporten, den Todesmärschen, befreit worden waren.[4]

DP-Status erhielten in der US-Zone Deutschlands und Österreichs diejenigen, die sich vor dem 1. August 1945 auf dem amerikanisch besetzten Territorium befanden; ausgenommen waren rassisch, religiös und politisch Verfolgte, die auch weiterhin als „Verschleppte“ anerkannt wurden, selbst wenn sie erst nach der Befreiung Deutschland erreicht hatten. Die britischen Militärbehörden verweigerten einen solchen Status generell all jenen, die nach dem 30. Juni 1946 ihre Zonengrenze überschritten hatten. In der französischen Besatzungszone befand sich 1945 nur eine verhältnismäßig kleine Zahl von DPs, darunter wenige 1000 jüdische DPs. In der sowjetischen Besatzungszone wurde kein DP-Status eingeführt.

Mit dem DP-Status verbunden waren Betreuung, zusätzliche Verpflegung, Kleiderzuteilungen und Unterkunft in eigens dafür geschaffenen Lagern, den DP-Lagern oder „Assembly Centers“. Sie wurden in Krankenhäusern, Sanatorien, Schulen, Industriearbeitersiedlungen, ehemaligen Kasernen, Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeitslagern eingerichtet, aber auch vereinzelt auf dem Gelände ehemaliger Konzentrationslager. Nahe Buchenwald, das nach der Befreiung bis zur Übernahme durch die sowjetische Armee im Juli 1945 als DP-Lager fungierte,[5] entstand in Eggendorf mit dem „Kibbuz Buchenwald“ die erste zionistische Ausbildungsfarm im Nachkriegsdeutschland.[6] Von April 1946 bis Ende 1947 dienten Teile des in der Oberpfalz bei Weiden gelegenen ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg, das zunächst nach der Befreiung in ein Lager für Kriegsgefangene umfunktioniert worden war, zur Unterbringung von polnischen DPs. Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen entstand das DP-Lager Belsen-Hohne, in dem zeitweise 27.000 DPs untergebracht waren und das bald – nach der Verlegung beziehungsweise Repatriierung anderer DP-Gruppen – mit bis zu 15.000 Bewohnern zum größten jüdischen DP-Lager in Westdeutschland wurde.[7]

Die erste Richtlinie für den Umgang mit DPs, den „Outline Plan“, gab das Supreme Headquarters, Allied Expeditionary Forces (SHAEF) kurz vor der Landung alliierter Truppen in der Normandie Anfang Juni 1944 heraus.[8] Da die Nachrichtendienste Millionen von DPs prognostiziert hatten, musste zunächst gewährleistet werden, dass die erwarteten Flüchtlingsströme die militärischen Operationen nicht beeinträchtigten. Die DPs sollten rasch in ihre Heimatländer repatriiert werden.[9] In Anbetracht der gewaltigen Dimension des DP-Problems stand SHAEF allerdings vor einer riesigen logistischen Herausforderung, zumal die genaue Zahl der DPs weder vorauszusehen war, noch später genau statistisch erhoben werden konnte. Im Nachkriegschaos stand die Fluktuation der Flüchtlinge unterschiedlichster Herkunft jeglicher genaueren zahlenmäßigen Erfassung im Wege. Viele ehemalige KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter – vor allem Westeuropäer – hatten sich nach ihrer Befreiung selbst auf den Weg in die Heimat gemacht, ohne in einem Auffang- oder Transitlager registriert worden zu sein. Deshalb sind nur Schätzungen möglich.[10]

Ende des Jahres 1946 lebten in den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands, trotz aller Bemühungen von Militärverwaltungen und Hilfsorganisationen um Rückführung, noch 914.997 DPs. Die Zahl der westeuropäischen DPs war gering, 507.012 DPs stammten aus dem östlichen Europa, davon 293.086 aus Polen und 186.692 aus den baltischen Staaten. Eine große Gruppe stellte nach dem Massenexodus aus Polen mit 167.722 auch diejenige der jüdischen DPs,[11] von denen mehr als 50 Prozent unter 25 beziehungsweise 80 Prozent unter 50 Jahre alt waren.[12]

Die Betreuung der DPs übernahmen in den Westzonen die Armeen der jeweiligen Besatzungszonen, ab Herbst 1945 beziehungsweise Frühjahr 1946, unter Obhut der Militäradministration, die Hilfsorganisation der Vereinten Nationen, die United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA) und ab Juli 1947 die International Refugee Organization. Ende 1945 betreute die UNRRA auf dem Gebiet der späteren Bundesrepublik 227 DP-Lager und in Österreich weitere 25; im Juni 1947 belief sich die Zahl auf 762: acht in Italien, 21 in Österreich, 416 in der amerikanischen und 272 in der britischen Zone Deutschlands.[13] Am 1. Juli 1947 befanden sich immer noch 611.469 DPs in Deutschland, davon in der amerikanischen 336.700, in der britischen 230.660 und in der französischen Zone 44.109, darunter 196.780 Polen, 168.440 jüdische Überlebende und 157.859 Balten.[14]

Eigene DP-Lager für jüdische Überlebende



Zunächst wurden die DPs entsprechend ihrer nationalen Zugehörigkeit in den Lagern untergebracht. So mussten sich etwa jüdische Überlebende damit abfinden, dass sie mit ihren polnischen, lettischen und ukrainischen Landsleuten einquartiert waren, die sich nicht selten als Helfer der Nationalsozialisten erwiesen hatten. Das führte dazu, dass das Gefühl der Freude und Erleichterung über die Befreiung bei den jüdischen Überlebenden bald einer Stimmung der Resignation wich. Zu Spannungen kam es auch, weil weder das Armeepersonal noch die hastig eingerichteten DP-Lager die besondere Hilfe boten, die die jüdischen Überlebenden aufgrund ihres Verfolgungsschicksals erwarten durften. Erst allmählich verbesserten sich die Lebensbedingungen vor allem in der amerikanischen Zone, als ab Herbst 1945 ein genuin jüdischer DP-Status eingeführt wurde und eigene Lager ausschließlich für jüdische DPs entstanden. In der britischen Zone allerdings stand die politische Dimension im Zusammenhang mit dem britischen Mandat über Palästina im Vordergrund, und die jüdischen Überlebenden konnten auf keinen sensibleren Umgang mit ihrem sehr spezifischen Schicksal hoffen, eine eigene Kategorie für jüdische DPs wurde ihnen hier verweigert.

Als nach Pogromen in Polen und in anderen mittel- und osteuropäischen Staaten im Sommer 1946 ein Massenzustrom in die westlichen Besatzungszonen Deutschlands und Österreichs einsetzte und die Zahl der jüdischen DPs um das Dreifache wuchs, standen Hilfsorganisationen und Militärregierung erneut vor einem schier unlösbaren Problem. Wegen der restriktiven Politik der Briten in ihrer Zone, konzentrierten sich die meisten Flüchtlinge in der US-Zone. Neue DP-Lager wurden eingerichtet, andere bereits bestehende erweitert.

Kinder als Hoffnungsträger



In allen jüdischen DP-Lagern stand die Betreuung der Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt, ihrer Erziehung galt ein wesentlicher Teil des Engagements der Vertreter der Überlebenden und der jüdischen Hilfsorganisationen wie etwa dem American Jewish Joint Distribution Committee (kurz: Joint) oder der Jewish Relief Unit. Die ersten Lehrer waren Mitglieder der Jewish Brigade, der Einheit innerhalb der britischen Armee, die als Freiwillige aus dem britischen Mandatsgebiet Palästina im Zweiten Weltkrieg kämpften. Weitere kamen aus den Reihen der Überlebenden selbst; die neue Aufgabe half ihnen, wenn auch häufig nur kurzfristig, die eigenen Traumata und den Verlust von Angehörigen besser zu ertragen. Die De-facto-Vertretung der Jüdinnen und Juden Palästinas, die Jewish Agency, sorgte für zusätzliche Kräfte.

Die Vertreter der Sche’erit Hapleitah, des Restes der Geretteten, wie sich die jüdischen Überlebenden selbst nannten, bemühten sich besonders um die Waisenkinder. Nachdem bereits Tausend Kinder aus Ungarn Anfang 1946 in Deutschland eingetroffen waren, erreichten mit dem Massenstrom aus Osteuropa im Sommer 1946 2500 „unbegleitete Kinder“ die amerikanische Zone, bis Ende des Jahres war die Zahl auf rund 5700 gestiegen. Sie hatten die NS-Verfolgung versteckt in Klöstern, Waisenhäusern oder bei Privatpersonen überlebt und wurden nun in verschiedenen Kibbuzim – die ersten waren im September 1945 in Feldafing am Starnberger See und in Landsberg am Lech eröffnet worden – und in zehn eigens dafür eingerichteten Kinderhäusern untergebracht.[15]

Das Erziehungsziel dieser Einrichtungen war die Vorbereitung auf eine Auswanderung nach Palästina, Hebräisch wurde zum gemeinsamen Idiom für Kinder verschiedenster Muttersprache. Kindergärten und Schulen wurden gegründet, Berufsausbildungsstätten für Jugendliche geschaffen, aber auch Freizeit- und Sportangebote organisiert. Die meisten Kinder hatten in der Sowjetunion überlebt. Sie waren mit ihren Eltern noch rechtzeitig vor der Verfolgung der Deutschen aus Polen geflohen oder waren im sowjetischen Exil geboren[16]. Im Unterschied zu den „unbegleiteten“ Kindern und Jugendlichen, die als einzige aus ihren Familien dem Holocaust entronnen waren, kehrten ab Frühjahr 1946 aus der Sowjetunion Menschen nach Polen zurück, die – bei allen Entbehrungen – in intakten Familienstrukturen gelebt hatten. Die Rückkehr nach Polen allerdings glich für viele einem Alptraum. Der dort ungebrochen herrschende Antisemitismus trieb sie erneut zur Flucht in die westlichen Besatzungszonen Deutschlands und Österreichs. Ab Sommer/Herbst 1946 lebten in einigen DP-Lagern ausschließlich Flüchtlinge, die sich in der Sowjetunion vor der Verfolgung hatten retten können.[17]

Neue Fluchtbewegungen



Im Frühjahr 1947 setze eine dann eine erneute Flüchtlingsbewegung ein, der „rumänische Exodus“, die „Hungerflucht“. Etwa 30.000 rumänische Juden trafen in Österreich ein. Die Menschen flohen aus Rumänien vor Antisemitismus, aber auch vor der katastrophalen wirtschaftlichen Lage sowie einer Hungersnot infolge des bitterkalten Winters 1946/47.[18] Die illegale jüdische Fluchthilfeorganisation Bricha hielt sich zunächst zurück und lehnte die Hilfe ab, die sie nach den Pogromen im Sommer 1946 jüdischen Flüchtlingen aus Polen gewährt hatte, als sie die über verschiedene Routen in die westlichen Besatzungszonen brachte. Die rumänischen Juden waren zunächst auf sich alleine gestellt. Erst später erhielten auch sie bei ihrer illegalen Flucht in den Westen Unterstützung.[19] Nachdem General Lucius D. Clay, Militärgouverneur der US-amerikanischen Besatzungszone Deutschlands, bestimmt hatte, dass Flüchtlinge, die ab dem 21. April 1947 in die Besatzungszone kamen, wegen Überfüllung nicht mehr in den von der UN betreuten DP-Lagern aufgenommen werden durften, wurde der Flüchtlingsstrom aus Rumänien nach Österreich umgeleitet.[20]

Die größten DP-Lager in der US-Zone Deutschlands (Pocking, Feldafing, Landsberg am Lech, Föhrenwald) waren mit zum Teil über 5000 Personen weit über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus belegt. Bereits Mitte August 1946 war der Berater für jüdische Angelegenheiten der US-Armee, Philipp S. Bernstein, nach Italien gereist, um dort um die Aufnahme von 25.000 polnischen Flüchtlingen aus deutschen und österreichischen DP-Lagern zu bitten. Die italienische Regierung lehnte den Vorschlag mit der Begründung kategorisch ab, dass das Land seinen Teil dazu beigetragen habe, das DP-Problem zu lösen, indem es bereits 25.000 Flüchtlinge aufgenommen habe. Bernstein suchte nach einem Kompromiss und schlug eine Reduzierung auf 10.000 Personen vor. Nachdem er auch damit keinen Erfolg hatte, wandte er sich an den Vatikan, in der Hoffnung, dieser würde Einfluss auf die italienische Regierung nehmen. Bernstein und Papst Pius XII. trafen sich am 11. September 1946 in der Sommerresidenz Castel Gandolfo. Der Papst sagte zu, mit dem Premierminister zu sprechen. Thema der Unterredung zwischen Bernstein und dem Papst war auch der Pogrom von Kielce. Der Papst bezeichnete die Ereignisse als „schrecklich“, eine dezidierte Verurteilung lehnte er jedoch ab. Das Gespräch blieb auch hinsichtlich des eigentlichen Anliegens Bernsteins folgenlos; die Regierung von Alcide De Gasperi änderte ihre Meinung nicht.[21]

Insofern verhielt sich Italiens Führung nicht anders als diejenige vieler anderer europäischer Länder. Die Überlebenden waren nicht willkommen, selbst jene nicht, die vor dem Zweiten Weltkrieg Staatsbürger des Landes gewesen waren. Kehrten sie aus dem Exil zurück oder hatten die Konzentrations- und Vernichtungslager überlebt und wollten sich wieder in ihrer ehemaligen Heimat niederlassen, stießen sie auf Ablehnung. Die ortsansässige Bevölkerung fühlte sich bedroht, vor allem weil sich nicht wenige am Besitz der Juden bereichert, sich ihrer Wohnungen oder Häuser bemächtigt, Garantien über die Verwahrung von Besitztümern längst vergessen oder verdrängt hatten. Wenn die ehemaligen Besitzer ihr Eigentum wiederhaben wollten, schlug ihnen Hass und Wut entgegen. Berichte aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien, Polen, Ungarn und der Slowakei, die in dem Band „The Jews are coming back“, herausgegeben von David Bankier, gesammelt sind, zeigen alle ein mehr oder weniger ähnliches Bild einer Abwehr gegenüber den Rückkehrern.[22]

Negative Zuschreibungen



In Deutschland und Österreich kam neben der Angst, geplündertes Eigentum zurückgeben zu müssen, noch die Befürchtung hinzu, sich für die Schuld am Völkermord an den Juden verantworten zu müssen. Die Präsenz überlebender Juden war der angestrebten Verdrängung der Vergangenheit hinderlich. Die verbreitete Weigerung, sich mit dem Völkermord an den Juden auseinanderzusetzen, mündete schnell in einer Täter-Opfer-Umkehr und der Projektion der Schuld auf die „Fremdgruppe“, „die Juden“. Sie seien selbst schuld an ihrer Verfolgung beziehungsweise würden daraus Vorteile ziehen und zudem für den Schwarzmarkt verantwortlich sein.[23] Die deutsche Bevölkerung begegnete den DPs mit erheblichen Vorurteilen. Gerüchte über angebliche Plünderungsaktionen der DPs bestimmten das Verhalten gegenüber den DPs. Fremdenfeindlichkeit und die Abwehr von Verantwortung gegenüber den Opfern der NS-Herrschaft mischten sich mit alten Vorurteilen und führten dazu, dass vor allem den jüdischen DPs eine überproportionale Kriminalitätsrate unterstellt wurde, die Untersuchungen der Militärbehörden zufolge keine reale Grundlage hatten.[24]

Aus diesen Schuldzuschreibungen, tradierten Vorurteilen und der noch höchst präsenten antisemitischen NS-Propaganda entstand eine spannungsgeladene Gemengelage, die sich an einigen Stellen entlud. In Stuttgart hatten 180 deutsche Polizisten im März 1946 wegen des Verdachts von Schwarzhandel im DP-Lager in der Reinsburgstraße in Stuttgart eine Razzia durchgeführt. Es fielen Schüsse und einer der jüdischen DPs starb. Weitere DPs, aber auch einige Polizisten, wurden verletzt. Nach diesem Vorfall verbot die amerikanische Militärregierung der deutschen Polizei, jüdische DP-Lager zu betreten.[25]

Eine ebenfalls wegen des Verdachts auf Schwarzhandel in der Münchner Möhlstraße erfolgte Razzia im Juli 1949 endete in einer Straßenschlacht zwischen Polizei und DPs.[26] Ein schwedischer Journalist war Augenzeuge und berichtete im Rundfunk, dass die Situation nicht aufgrund des Verhaltens der protestierenden DPs eskalierte, sondern Verursacher die Polizei selbst war. Es sei „die Nervosität der höheren und mittleren Polizeifunktionäre“ gewesen, die die Situation kippen ließ.[27]

Noe Heitlinger,[28] ein Mitarbeiter des „Joint“, nannte die Möhlstraße der Jahre 1946 bis 1949 ein Monument jüdischen Lebens. Der amerikanische Journalist und Schriftsteller Meyer Levin, der als Kriegsberichterstatter für die Jewish Telegraphic Agency die US-Truppen begleitet hatte, bezeichnete die Gegend in seiner Autobiografie „In Search“ als „die Nachkriegshauptstadt der Juden Europas“.[29] Der amerikanische Historiker und Schriftsteller Theodore Draper hingegen sprach im Reporter im Dezember 1949 von dem „einzigen verbliebenen Ghetto in Deutschland“.[30] Der Spiegel berichtet im Juli 1950 in einer Serie mit dem Titel „Am Caffeehandel beteiligt“ über Deutschlands Schmuggler und nannte die Möhlstraße und ihre Umgebung despektierlich „DP-Republik Bogenhausen“.[31] Ein Schwarzhändler, der in der Möhlstraße nach den Gründen seines illegalen Handelns gefragt wurde, erklärte: „Was soll ich denn mit mir anfangen? Ich bekomme keine Arbeit. Ich kann hier nicht raus. Damit bin ich wenigstens beschäftigt.“ Seit zwei Jahren wartete er im DP-Lager Landsberg am Lech auf eine Ausreisemöglichkeit; Frau und Kind waren in Auschwitz umgekommen.[32]

Die „Liquidierungsphase“



Am 9. Februar 1950 informierte die Alliierte Hochkommission offiziell die Bundesregierung, dass diese am 30. Juni 1950 die verwaltungsmäßige und finanzielle Verantwortung für die noch in Deutschland lebenden DPs übernehmen sollte.[33] Die Bundesregierung bekundete ihre Bereitschaft, den Rechtsstatus der DPs – hier erstmals als „heimatlose Ausländer“ bezeichnet – bis zum 30. Juni 1950 zu klären. Die Gruppe umfasste noch immer mehr als 100.000 Menschen. Am 25. April 1951 verabschiedete der Bundestag schließlich das „Gesetz über die Rechtsstellung heimatloser Ausländer“. Damit wurden die DPs den deutschen Staatsangehörigen hinsichtlich des Erwerbs von Eigentum, bei der Ablehnung und Anerkennung von Prüfungen, Ausübung freier Berufe, bei Sozial- und Arbeitslosenversicherung, öffentlicher Fürsorge und im Steuerwesen weitgehend gleichgestellt. „Heimatlose Ausländer“ durften nur aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgewiesen werden, aber nicht in ein Land, in dem ihnen politische Verfolgung drohte. Die deutschen Behörden sollten bei Anträgen auf Einbürgerung das besondere Schicksal der ehemals Verfolgten berücksichtigen. Sie wurden allerdings nicht mit den deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen gleichgestellt, die in den Genuss von Soforthilfe und Lastenausgleich kamen. Für Auslandsreisen benötigten „heimatlose Ausländer“, im Gegensatz zu deutschen Staatsbürgern, ein Visum. Viele zögerten lange, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen, einige behielten den Status der Staatenlosigkeit – den damals sogenannten Nansen-Pass – bis zu ihrem Tod. Da der Rechtsstatus auch auf ihre Kinder überging, leben noch heute einige der Nachfahren der jüdischen DPs als „heimatlose Ausländer“ in Deutschland und benötigen für jeden Grenzübertritt ein Visum.

Mit dem Ende des israelischen Unabhängigkeitskrieges und der Öffnung der Grenzen für die Flüchtlinge, aber auch der Liberalisierung der US-amerikanischen Einwanderungsmodalitäten 1951, begann die „Liquidierungsphase“ – wie sie die Überlebenden nannten – der jüdischen DP-Lager und der Durchgangsstation Deutschland. Die meisten jüdischen DP-Lager wurden 1951 geschlossen, die verbliebenen sogenannten Hard-core-Cases, jene also, die aus gesundheitlichen Gründen weder nach Israel noch in die USA auswandern konnten, wurden im letzten verbliebenen jüdischen DP-Lager Föhrenwald, 25 km südlich von München, untergebracht. Sie harrten dort – nun unter deutscher Verwaltung als „heimatlose Ausländer“ – aus, bis sie im Februar 1957 auf verschiedene deutsche Großstädte verteilt wurden und sich schließlich den jüdischen Gemeinden anschlossen.[34]

Wenn auch die überwiegende Mehrheit der Sche’erit Hapleitah nach Israel und die USA auswanderte, veränderten sich durch die Zurückgebliebenen die Mitgliedsstrukturen der jüdischen Nachkriegsgemeinden in Deutschland gegenüber der Zeit vor 1933 deutlich. In jenen Gegenden, in denen die größten jüdischen DP-Lager eingerichtet worden waren und wo sie am längsten bestanden – wie etwa im Umkreis von München – hatten mehr als 60 Prozent der Gemeindemitglieder ab den 1950er Jahren einen ost-/mitteleuropäischen Hintergrund. Sie prägten das Gemeindeleben fortan im Sinne der jüdischen orthodoxen Traditionen.

Die Geschichte der jüdischen DPs, die sich in gewisser Weise auf einem exterritorialen Gebiet, aber doch in direkter Nachbarschaft zur deutschen Mehrheitsbevölkerung abspielte, umfasst nur eine kurze Periode deutscher Nachkriegsgeschichte, die im historischen Bewusstsein der Bundesrepublik jedoch keine Rolle spielte und bis heute noch immer wenig bekannt ist.

Juliane Wetzel, Jüdische Displaced Persons - Holocaustüberlebende zwischen Flucht und Neubeginn, in: Deutschland Archiv, 6.9.2017, Link: www.bpb.de/255388


Fußnoten

1.
Wissenschaftliche Standardwerke, die die Befreiung sowie ihr Erbe für die Überlebenden und im kollektiven Gedächtnis behandeln, sind Robert H. Abzug, Inside the Vicious Heart: Americans and the Liberation of Nazi Concentration Camps, New York 1985; Dachauer Hefte 1 (1985): Die Befreiung; Dagmar Barnouw, Germany 1945: Views of War and Violence, Bloomington/Indiana 1996 (deutsche Ausgabe: Ansichten von Deutschland (1945): Krieg und Gewalt in der zeitgenössischen Photographie, Frankfurt a. M. 1997); Leonard Dinnerstein, America and the Survivors of the Holocaust, New York 1982; Angelika Königseder und Juliane Wetzel, Lebensmut im Wartesaal: Die jüdischen DPs (Displaced Persons) im Nachkriegsdeutschland, Frankfurt a. M. 1994; Barbie Zelizer, Remembering to Forget: Holocaust Memory through the Camera’s Eye, Chicago 1998.
2.
Stefan Mannes, Demographische Verschiebungen in Deutschland 1945. Flüchtlinge – Vertriebene – Displaced Persons, 7.7.2017, www.zukunft-braucht-erinnerung.de/demographischen-verschiebungen-in-deutschland-1945/, letzter Zugriff am 18.8.2017.
3.
Carsten Hoefer, Die Flüchtlinge müssen hinausgeworfen werden, in: Die Welt, 12.10.2015, www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article147487793/Die-Fluechtlinge-muessen-hinausgeworfen-werden.html, letzter Zugriff am 9.8.2017.
4.
Königseder und Wetzel, Lebensmut im Wartesaal (Anm. 1). S. 13–17.
5.
Die Kibbuzniks verließen Eggendorf bei Buchenwald im Juni 1945, kurz bevor die US-Armee sich aus Thüringen zurückzog. Die jungen Leute wurden in Geringshof in der Nähe von Fulda untergebracht, wo sich bereits vor dem Krieg eine Hachschara befunden hatte. Der Trainingskibbuz bestand dort bis September 1948. Im August 1948 erhielten die Kibbuzniks der ersten Stunde (27.9.1945: 80 Bewohner) ihre Alija-Zertifikate für die Ausreise nach Palästina. Avinoam J. Patt, Living in Landsberg, Dreaming of Deganiah: Jewish Displaced Youth and Zionism after the Holocaust, in; Avinoam J. Patt und Michael Berkowitz, „We are here”. New Approaches to Jewish Displaced Persons in Postwar Germany, Detroit 2010, S. 98–135, hier S. 109.
6.
Zeev W. Mankowitz, Life between memory and Hope: The Survivors of the Holocaust in Occupied Germany, Cambridge 2002, S. 29.
7.
Siehe Robert H. Abzug und Juliane Wetzel, Die Befreiung, in: Wolfgang Benz und Barbara Distel (Hg.), Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Bd. 1, Die Organisation des Terrors, München 2005, S. 313–328; Juliane Wetzel, Die Lager für „jüdische Displaced Persons“ in Deutschland nach 1945, in: Forschungen zum Nationalsozialismus und dessen Nachwirkungen in Österreich. Festschrift für Brigitte Bailer, hrsg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Wien 2012, S. 155–167.
8.
Siehe dazu ausführlich: Wolfgang Jacobmeyer, Vom Zwangsarbeiter zum Heimatlosen Ausländer. Die Displaced Persons in Westdeutschland 1945–1951, Göttingen 1985, S. 23 ff.
9.
Ebd., S. 32.
10.
Ebd., S. 41 f.
11.
Statistik, ebd., S. 122.
12.
Patt, Living in Landsberg (Anm. 5), S. 101.
13.
Avinoam J. Patt und Michael Berkowitz, Introduction, in: ebd, S. 3.
14.
Eberhard Jahn, Das DP-Problem. Eine Studie über die ausländischen Flüchtlinge in Deutschland, Tübingen 1950, S. 34 f.
15.
Juliane Wetzel, Ziel: Erez Israel. Jüdische DP-Kinder als Hoffnungsträger, in: Susanne Urban (Hg.), „Rettet die Kinder!“ Die Jugend-Aliyah 1933–2003. Einwanderung und Jugendarbeit in Israel, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, Frankfurt a. M. 2003, S. 75–78.
16.
Atina Grossmann hat in ihrem Buch „Wege in der Fremde. Deutsch-jüdische Begegnungsstätte zwischen Feldafing, New York und Teheran“ (Göttingen 2012) darauf hingewiesen, dass die Geschichte der aus Polen in die Sowjetunion geflohenen Juden bisher ein Forschungsdesiderat ist. Grossmann macht darauf aufmerksam, dass die von den Überlebenden eingerichteten Historikerkommissionen zwar die Erlebnisberichte derjenigen, die in der Sowjetunion überlebt hatten, aufgenommen haben, sich aber nicht für die Augenzeugenberichte und die Erfahrungen, die sie im Exil gemacht haben, interessierten, ebd., S. 21.
17.
Ebd., S. 19 ff.
18.
Thomas Albrich, Flucht durch Österreich. Stationen der illegalen Einwanderung nach Palästina, in: Wolfgang Benz und Matthias Weber (Hg.), Exodus. Die Juden Europas nach dem Holocaust, Oldenburg 2017, S. 41–59, hier: S. 54–57.
19.
Haim Genizi und Philip S. Bernstein: Adviser on Jewish Affairs, May 1946-August 1947, Simon Wiesenthal Annual 3, Chapter 6, part 2, http://motlc.wiesenthal.com/site/pp.asp?c=gvKVLcMVIuG&b=700853, letzter Zugriff am 11.5.2017.
20.
Ebd.
21.
Ebd.
22.
David Bankier (Hg.), The Jews are coming back. The Return of the Jews to Their Countries of Origin after WW II, Jerusalem 2005.
23.
Siehe z. B. Juliane Wetzel, Aufruhr in der Möhlstraße. München als Ort jüdischen Lebens, in: Wolfgang Benz und Brigitte Mihok (Hg.), „Juden unerwünscht“. Anfeindungen und Ausschreitungen nach dem Holocaust, Berlin 2016, S. 57–76.
24.
Zeitgenössische US-amerikanische Berichte schätzten, dass 85 Prozent der Käufer und Verkäufer etwa in der Möhlstraße in München Deutsche waren, die verbleibenden 15 Prozent sich aus DPs, Volksdeutschen und Ausländern, vor allem Amerikanern, zusammensetzten. Die Gruppe mit der geringsten Beteiligung an solchen Geschäften waren die in Deutschland lebenden jüdischen DPs, deren Anteil nie 5 Prozent überschritt. Kierra Mikaila Crago-Schneider, Jewish „Shtetls“ in Postwar Germany: An Analysis of Interactions Among Jewish Displaced Persons, Germans and Americans between 1945 and 1957 in Bavaria, Diss. Univ. of California, Los Angeles 2013, S. 208. An den 11.445 etwa im Dezember 1948 in der US-Zone registrierten Schwarzmarktvergehen waren in 401 Fällen DPs beteiligt, darunter nur ein kleiner Teil jüdische DPs. Institut für Zeitgeschichte, Fi 01.81: Gerhard Jacoby, The Story of the Jewish DP, S. 14.
25.
Königseder und Wetzel, Lebensmut im Wartesaal (Anm. 1), S. 138.
26.
Lilly Maier, Der Schwarzmarkt in der Möhlstraße und die Münchner Polizei. Eine Untersuchung im Spiegel der Akten der Polizeidirektion München, Seminararbeit LMU München, Prof. Dr. Andreas Wirsching, 26. Februar 2015.
27.
Ebd., S. 19.
28.
YIVO Institute for Jewish Research, New York, DPs Germany, folder 62. Noe Heitlinger Report (Mikrofilmkopie, Archiv Zentrum für Antisemitismusforschung, TU-Berlin).
29.
Meyer Levin, In Search, New York 1950, S. 363.
30.
Theodore Draper, It Happened in Munich, The Reporter, 20.12.1949, S. 18, www.unz.org/Pub/Reporter-1949dec20-00018, letzter Zugriff am 9.5.2016.
31.
Am Caffeehandel beteiligt. Deutschlands Schmuggler, in: Der Spiegel, 13.7.1950, www.spiegel.de/spiegel/print/d-44448927.htmll, letzter Zugriff am 18.8.2017.
32.
Zitiert nach Angelika Königseder, Flucht nach Berlin. Jüdische Displaced Persons 1945–1948, Berlin 1998, S. 185.
33.
Siehe dazu Jacobmeyer, Vom Zwangsarbeiter (Anm. 8), S. 220–229.
34.
Königseder und Wetzel, Lebensmut im Wartesaal (Anm. 1), S. 154–172.
Creative Commons License Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/
Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
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