Beleuchteter Reichstag

Doppelte Konkurrenz – die Reformationsjubiläen in der Zeit der deutschen Teilung


27.10.2017
Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther, der Überlieferung nach, an das Portal der Wittenberger Schlosskirche schlug. Doch welche Bedeutung hatten die Reformationsjubiläen im geteilten Deutschland? Wie feierte die DDR und welche Rolle spielte dabei das Verhältnis von Staat und Kirche?

Festakt zum 500. Geburtstag Martin Luthers in der Deutschen Staatsoper Berlin, 1983Festakt zum 500. Geburtstag Martin Luthers in der Deutschen Staatsoper Berlin, 1983 (© Bundesarchiv, Bild 183-1983-1109-028, Foto: Rainer Mittelstädt)

Die Reformationsjubiläen waren von Anfang an – also seit dem ersten, das im Jahr 1617 stattfand und den Reigen dieser Jubiläen begründete – gesamtgesellschaftliche Ereignisse. Die Christenheit in den jeweiligen Königreichen, Territorien und freien Städten war fast durchweg eins mit der jeweiligen Gesamtbewohnerschaft, in welcher Konfession auch immer. Kirchliche Institution und politische Obrigkeit wirkten eng zusammen. Und das galt eben auch bei den Feiern zum Gedächtnis der Reformation, die man innerhalb und außerhalb Deutschlands zunächst als Zentenare, dann als Halbzentenare und schließlich als Viertelzentenare mit großem Aufwand unter Beteiligung aller beging.

Man sollte annehmen, dass sich das unter den Bedingungen der Trennung von Kirche und Staat, wie sie das 20. Jahrhundert brachte, geändert hätte, dass die Feier der Reformation nun zu einer Angelegenheit geworden wäre, die die evangelischen Kirchen allein verantworteten. Doch die Annahme ist, jedenfalls für Deutschland, falsch. Die Kirchen veranstalteten zwar in der Tat nun selber Jubiläumsveranstaltungen in großem Stil. Doch auch unter den neuen politischen Verhältnissen reichte der Radius der Feierbeteiligung weit in die Gesellschaft jenseits der Kirchengrenzen hinein, und auch jetzt ließ es sich der Staat nicht nehmen, selbst als Jubiläumsakteur aufzutreten. Das galt auffälligerweise besonders in jenem Staat, dem diese Rolle ganz und gar nicht in die Wiege gelegt war und dessen Selbstverständnis sie eigentlich völlig widersprach, in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

Von überregionaler, ja internationaler Relevanz waren unter den Reformationsjubiläen, die in ganz Deutschland zwischen der Teilung in zwei Staaten und der Friedlichen Revolution gefeiert wurden, vor allem der 450. Jahrestag des Thesenanschlags 1967 und der 500. Geburtstag Martin Luthers 1983. Sie sollen im Folgenden daher besonders betrachtet werden. Nicht ausgelassen werden dürfen allerdings zwei andere Jubiläen, die allein die DDR beging, der 450. Todestag des radikalen Reformators Thomas Müntzer und Gedenktag des Bauernkriegs 1975 sowie Müntzers 500. Geburtstag 1989. Denn die DDR spielt in der Geschichte der Reformationsjubiläen während der Zeit der deutschen Teilung bei Weitem die aktivere Rolle.[1] Hier wurden mehr überregionale Reformationsjubiläen begangen als im Westen, hier gab man ihnen mehr Gewicht und feierte sie mit mehr Aufwand und Nachdruck. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Zum einen lagen fast alle wichtigen Orte der deutschen Reformationsmemoria auf dem Boden der DDR – so bot es sich an, ja, war es unvermeidlich, gerade hier Reformationsjubiläen zu feiern, ob seitens der Kirche oder des Staates. Zum anderen entwickelte der Staat DDR eine eigene, im Westen nicht gegebene Jubiläumstradition, die mit der schon genannten Gestalt Thomas Müntzers verbunden war, ohne deshalb die traditionellen Jubiläumsanlässe zu übergehen – so hatte man hier mehr zu feiern. Und schließlich dienten die Reformationsjubiläen der DDR dazu, eine von ihr als normativ betrachtete Deutung der Geschichte und ihres eigenen Ortes darin zur Geltung zu bringen, nicht zuletzt im Gegenüber zur westdeutschen Bundesrepublik. So wurden die Reformationsjubiläen der DDR zu regelrechten Staatsaktionen, für die man einen enormen organisatorischen, propagandistischen und finanziellen Aufwand trieb. Damit stand man in Konkurrenz zu den Feiern, die die evangelischen Kirchen planten und ausrichteten. Und man stand zugleich in Konkurrenz zu den Jubiläumsaktivitäten in der anderen deutschen Republik, wo der Staat programmatisch der Kirche den Feiervorrang ließ und Zurückhaltung übte, sich dann aber wesentlich auch vom Wettbewerb mit dem Ostberliner Régime zu eigener Anstrengung veranlasst sah.

Die Müntzer-Jubiläen der DDR 1975 und 1989



Tagung des "Thomas-Müntzer-Komitees" unter Vorsitz von Erich Honecker im Staatsratsgebäude 1989Tagung des "Thomas-Müntzer-Komitees" unter Vorsitz von Erich Honecker im Staatsratsgebäude 1989 (© Bundesarchiv, Bild 183-1989-0119-043, Foto: Rainer Mittelstädt)
Das Müntzer- und Bauernkriegsjubiläum von 1975 ist nicht das erste Reformationsjubiläum der DDR, ihm war 1967 bereits die 450-Jahr-Feier des Thesenanschlags vorausgegangen. Dennoch ist es angemessen, mit ihm zu beginnen. Denn mit Müntzer, nicht mit Luther, war das Selbstverständnis der DDR in ihrem Ursprung verbunden, in der Feier dieses radikalen Reformators, der am Ende seines Lebens zum Bauernführer geworden war und als solcher den Tod gefunden hatte, fühlte sie sich vorbehaltlos wohl. Auch ihre Feiern der Reformation und Martin Luthers sind ohne diesen Hintergrund nicht zu verstehen. Das verwundert nicht, gehörte doch die Berufung auf Müntzer zu den Urelementen der kommunistischen Ideologie, die lange vor der Entstehung der DDR zusammengetragen waren. Den Grund hatte bereits Friedrich Engels 1850 in einer Studie mit dem Titel ‚Der deutsche Bauernkrieg‘ gelegt. Danach war der sogenannte Bauernkrieg von 1524 bis 1525 das Vorspiel der revolutionären Bewegungen der modernen Arbeiterklasse. Historisch verfrüht und deshalb chancenlos, sei dieses Vorspiel doch ein Fanal des schließlich Kommenden gewesen und zum bleibenden Bezugspunkt der Arbeiterklasse geworden, die auf ihre eigene Revolution zugehe oder sie verwirklicht habe. Als Symbolfigur jenes ebenso ruhmreichen wie tragischen Ereignisses wurde Thomas Müntzer herausgestellt, der auf Seiten der kämpfenden Bauern gestanden hatte und so „zum Stammvater der revolutionären Bewegung des deutschen Volkes“ geworden war.[2] Mit dieser Sicht ging zugleich eine Einordnung Martin Luthers einher, der schließlich gegen die kämpfenden Bauern angetreten war: Er sei schlicht ein „Verräter“[3] und für Jahrhunderte der schlimmste und einflussreichste geistige Vertreter der „deutschen Gegenrevolution“ gewesen.[4]

Im Bauernaufstand von 1524 bis 1525 und Müntzers Beteiligung daran schuf sich der sozialistische deutsche Staat einen eigenen „Ursprungsmythos[5]“ und in Müntzer seine eigene reformatorische Identifikationsfigur, beides im Kontrast zur bürgerlichen Bundesrepublik mit dem hier verehrten Martin Luther. Denn was Engels voraussah, die im Bauernkrieg vorabgebildete Revolution der Arbeiterklasse, sei „mit der Errichtung der Arbeiter-und Bauernmacht in der DDR“ Wirklichkeit geworden.[6] Dass der 450. Jahrestag von Bauernkrieg und Müntzers Tod ausgiebig zu feiern war, ergab sich vor diesem Hintergrund von selbst. Und das umso mehr, als mittlerweile ein neues Motiv der Müntzerverehrung hinzugetreten war, die Beanspruchung des radikalen Reformators als Teil des nationalen Erbes. Die DDR, die sich als Sachwalterin aller positiven Traditionen der deutschen Geschichte verstand und dies seit den 1970er Jahren mit dem Anspruch verband, eine eigenständige Nation zu sein, nutzte die Berufung auf Müntzer und den Bauernkrieg, die in der Bundesrepublik keine Parallele hatte, nun als hervorragendes Mittel zum Aufbau eines DDR-spezifischen Patriotismus. Welche geschichtspolitische Bedeutung man dem Jubiläum von 1975 beimaß, zeigt sich daran, dass der Ministerrat der DDR selbst ein Vorbereitungskomitee einsetzte, welches die Leitlinien der Feiern auszuarbeiten hatte. Alles, was Rang und Namen hatte, trat auf, und beträchtliche Geldmittel wurden eingesetzt, um den „Spartakus seiner Zeit“ zu würdigen.[7] In ihm aber spiegelte der sozialistische deutsche Staat sich selbst:
    „Heute, 450 Jahre nach der ersten großen revolutionären Massenerhebung der deutschen Geschichte, begehen wir den Jahrestag als Sieger der Geschichte, die die Ausbeuterklassen ein für alle mal [!] besiegt haben.“[8]
An Müntzer als geschichtspolitischer Leitfigur hielt man auch fest, als sich längst und nicht zu jedermanns Wohlgefallen Martin Luther in den Vordergrund des offiziellen Gedenkens geschoben hatte – worauf im Folgenden weiter eingegangen wird. Deshalb stand außer Frage, dass 1989 Müntzers 500. Geburtstag mit einer Feier zu ehren sei, die dem sechs Jahre zuvor begangenen 500. Geburtstag Luthers in nichts nachstehen sollte. Dass in dasselbe Jahr der ebenfalls groß zu begehende 40. Gründungstag der DDR fiel, bot einmal mehr Gelegenheit, diesen Staat als Erfüllung der Vision Müntzers und der kämpfenden Bauern herauszustellen. Doch geriet die Feier, für Dezember 1989 angesetzt, in die Agonie des Staates nach der Öffnung der Mauer, sie wurde auf ein kleines Format reduziert und fand kaum noch Aufmerksamkeit. So teilten der zweite deutsche Staat und sein spezifischer Rückbezug auf die Reformation geradezu symbolisch das Schicksal des Untergangs.

Wie standen die evangelischen Kirchen der DDR zu den Müntzerfeiern des Staates? Sie kamen aus einer Tradition, die umgekehrt in Martin Luther die positive Referenzfigur sah und, dessen eigenem Urteil folgend, in Müntzer den Zerstörer von Kirche und gesellschaftlicher Ordnung. Dass der auf weite Strecken kirchenfeindliche Staat Müntzer für sich anführte, konnte diese Sicht nur bekräftigen. Doch kam es im Laufe der Jahrzehnte, nicht zuletzt im Dialog mit marxistischen Reformationshistorikern, zu Modifikationen dieses Urteils, wurden nicht allein Müntzers destruktive Botschaften zur Kenntnis genommen, sondern auch sein positives Programm. Freilich bestand man darauf, dass Müntzer in erster Linie nicht Politiker und Sozialrevolutionär, sondern Theologe gewesen sei und all seine Äußerungen in dieser Perspektive verstanden werden müssten. Zu kirchlichen Feiern führten aber auch diese Modifikationen nicht.

Das Reformationsjubiläum von 1967



Feier anlässlich 450 Jahre Reformation in der Lutherstadt Wittenberg, 1967Feier anlässlich 450 Jahre Reformation in der Lutherstadt Wittenberg, 1967 (© Bundesarchiv, B 145 Bild-P096422, Foto: Gutjahr-Löser)
Anders als hinsichtlich der Lebensdaten Thomas Müntzers stand es für die evangelischen Kirchen außer Frage, dass sie den 450. Jahrestag des Anschlags der Ablassthesen von 1517 festlich begehen würden. Die Initiative zur Vorbereitung ergriffen die Kirchen der DDR, sie holten aber sogleich die westdeutschen mit ins Boot. Denn die Feiern sollten zwar am Ort des einstigen Geschehens, also im jetzt zur DDR gehörenden Wittenberg, doch von der ganzen damals noch gesamtdeutschen Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veranstaltet werden. Der ostdeutsche Staat hatte ebenso wenig wie der westdeutsche eine eigene Feier vorgesehen. Doch kaum erfuhr er von den Planungen der Kirchen, war er alarmiert. Es wurde beschlossen, diesen das Wasser abzugraben und aus dem Jubiläum ein nationales Großereignis zu machen, für das das Politbüro die Leitlinien vorgeben und ein staatliches Planungskomitee die Umsetzung in die Hand nehmen werde.

Dass die DDR ein Jubiläum begehen würde, welches in engem Zusammenhang mit Martin Luther stand, lag vor dem Hintergrund der traditionellen ideologischen Einordnung des Wittenberger Reformators, wie sie sich im Kontrast zu Müntzer plastisch zeigte, ganz und gar nicht nahe. Seine Voraussetzung ist eine geschichtspolitische Umorientierung, die sich in den Jahren zuvor ereignet hatte und den „Verräter“ und „Gegenrevolutionär“ nun zu würdigen, ja schließlich zu feiern erlaubte. Die Umorientierung bestand in einer neuen Zuordnung von Revolution und Reformation, auf den Begriff gebracht in der Rede von der „Frühbürgerlichen Revolution“. Für die Kurskorrektur gab es zwei Gründe, einen wissenschaftlichen und einen politischen.

Der wissenschaftliche Grund lag in der schon bei Engels angedeuteten Erkenntnis, dass Luther und Müntzer, Reformation und Bauernkrieg einander nicht einfach entgegengestellt werden könnten. Zu deutlich setzte das Auftreten Müntzers das Auftreten Luthers, der Bauernkrieg die Reformation voraus. Offensichtlich war die Reformation selbst bereits ein revolutionäres Ereignis. Das gestand man ein, setzte allerdings hinzu, es habe sich um eine bürgerliche – wegen ihres noch stark von mittelalterlichen Verhältnissen abhängigen Charakters genauer frühbürgerliche – Revolution gehandelt, die zwar gegen den Feudalismus aufgestanden sei, aber an seine Stelle bürgerlich-kapitalistische Besitzverhältnisse gesetzt habe, während der Versuch nichtbürgerlicher Schichten, in einem zweiten Schritt, dem Bauernkrieg, weitergehende Veränderungen zu erreichen, gescheitert sei. Da also schon Luther einen revolutionären Umschwung herbeigeführt habe und ohne diesen der Bauernkrieg nicht hätte stattfinden können, müsse man ihn und die Reformation in die positiv zu bewertende Revolutionsgeschichte aufnehmen, auch wenn ihre Reichweite begrenzt gewesen sei und er sich selbst gegen weitergehende revolutionäre Konsequenzen gewandt habe.

Der politische Grund entsprang dem zunehmendem Bedürfnis der DDR nach identitätsstiftender Gedächtniskultur. Die Berufung auf Thomas Müntzer war dafür offensichtlich eine zu schmale Basis. Und angesichts der Bedeutung Martin Luthers erschien es nicht opportun, das geschichtspolitische Potenzial, das mit seinem Namen verbunden war, brachliegen oder den Gegnern zu überlassen, wie schon 1953 im Zentralkomitee (ZK) der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) festgestellt wurde: „Luther ist bei uns eine Vorstellung, die wir benutzen müssen im Kampf gegen die Reaktion. Luther ist nicht eine Fahne, die wir der Reaktion überlassen.“[9] Je mehr der sozialistische deutsche Staat sich etablierte, um äußere und innere Anerkennung rang, desto stärker wurde der Drang, diese Fahne zu schwingen. Das Paradigma „Frühbürgerliche Revolution“ bot die wissenschaftliche Legitimität, dies auch guten, ideologischen Gewissens zu tun, und das Jubiläum von 1967 bot eine prominente Gelegenheit.[10] Und sie wurde genutzt. Der Staat inszenierte aufwendige Veranstaltungen, die den Mann und die Frau auf der Straße begeistern, das Parteivolk bei der Stange halten und die Vertreter der Wissenschaft befriedigen sollte. In einem großen historischen Umzug zu Wittenberg wurde am 31. Oktober die gesamte deutsche Geschichte über die Reformation auf die Gegenwart der DDR hingeführt, bevor ein Feuerwerk und ein gebratener Ochse auf dem Marktplatz das Volksfest krönten. Ein politischer Empfang unterstrich den Anspruch des Staates auf das Jubiläum und seine Deutung der Reformation. Ein wissenschaftliches Symposion ordnete diese in den Rahmen der Fortschrittsgeschichte ein, die in der DDR ihren Höhepunkt auf deutschem Boden erreicht hatte.[11]

Diese politisch-funktionalistische Sicht konnte nicht die der Kirchen sein. Sie wollten, wie sich an ihrer frühzeitigen Initiative zeigte, nicht nur das Jubiläum in eigener Regie begehen, sondern dabei auch ihre eigene, theologisch zentrierte Perspektive zur Geltung bringen. Das passte dem sozialistischen Staat, sobald er plante, das Jubiläum selbst zu begehen, nicht ins Konzept. Am liebsten hätte er die Kirchen in seine eigenen Planungen eingebunden und sich damit als einziger Akteur, seine Deutung der Reformation als die allgemeine Sicht präsentiert.[12] Doch die Kirchen der DDR hatten aus einer langen Geschichte politischer Indienstnahme der Reformation, wie sie im Dritten Reich ihren Höhepunkt erreicht hatte, gelernt und ließen sich nicht einbinden. Daraufhin machte der Staat ihnen mehrere Striche durch ihre Rechnungen. Geplante Veranstaltungen wurden verboten, andere behindert. Vor allem aber wurde durch Einreiseverbote ein Großteil der von den Kirchen Eingeladenen von der Teilnahme ausgeschlossen, darunter alle westdeutschen Vertreter der EKD, deren immer noch gesamtdeutscher Charakter der DDR ohnehin ein Dorn im Auge war. Ihre Repräsentanten, die auf jeden Fall teilnehmen wollten, weil die westdeutschen Kirchen auf eine zentrale eigene Feier verzichtet hatten, durften nur als Abgesandte einzelner Landeskirchen einreisen. Doch so sehr sich der Staat durch diese Maßnahmen als Sieger fühlen konnte, gelang es den Kirchen doch, die verbliebenen Möglichkeiten auszureizen. Ihre Veranstaltungen waren in einem Maße international, wie es die des Staates nicht zu sein vermochten. Festgottesdienste und regionale Basistreffen, die an die Stelle eines verbotenen zentralen Gemeindetages traten, waren so stark besucht, dass die vorgesehenen Räume die Menge nicht fassten. Und man hielt strikt an der theologischen Sicht der Reformation und ihrer Relevanz für die Gegenwart fest.

Das Lutherjubiläum von 1983



Das größte Reformationsjubiläum zwischen dem Ende des Zweitem Weltkriegs und der Friedlichen Revolution war aber, aufgrund seiner besonderen runden Zahl, der 500. Geburtstag Martin Luthers 1983. Wie das Jubiläum von 1967 wurde dieses sowohl vom Staat als auch den Kirchen begangen, doch diesmal in Ost- und in Westdeutschland. Den ersten Schritt machte allerdings auch dieses Mal der Osten. Hier begann man früher mit der Planung. Und hier spielten sich trotz eigener Feiern im Westen wegen der Fülle und des Gewichts der östlich der Elbe gelegenen reformationsgeschichtlichen Stätten die Höhepunkte des Jubiläums ab, was die Kirchen des Westens auch anerkannten und berücksichtigten.

Die Kirchen der DDR begannen umgehend nach dem Müntzer-Jubiläum von 1975 mit den Vorbereitungen. Nach den Erfahrungen des Jahres 1967 wollte man auf jeden Fall die Initiative behalten. Und man wollte durch größere Öffentlichkeit besser abgesichert sein. Zu dieser Öffentlichkeit sollte auch die internationale wissenschaftliche Community gehören, weshalb man den für 1983 geplanten „Internationalen Lutherkongress“ in die DDR einlud. Das konnte nicht ohne Einwilligung des Staates geschehen, und diese wurde gewährt. Gegenüber 1967 hatte sich das Verhältnis zwischen Kirche und Staat in der DDR jedenfalls auf der Leitungsebene deutlich entspannt. Ein Grund dafür war nicht zuletzt, dass die Kirchen der DDR mittlerweile aus der EKD ausgeschieden waren. Das hieß freilich nicht, dass der Staat der Kirche das Lutherjubiläum überlassen würde. Im Gegenteil, als man hier von dem Vorhaben der Kirche erfuhr, setzte man auch diesmal umgehend eigene Planungen in Gang. Ja, man siedelte diese auf der höchstmöglichen Ebene an, in einem staatlichen „Lutherkomitee“, in dem kein Geringerer als der Staatsratsvorsitzende Erich Honecker den Vorsitz hatte. Mit offiziellen 15 „Thesen über Martin Luther“ wurde die geschichtspolitische Leitlinie für die geplanten Feiern vorgegeben.[13] Das historische Paradigma war und blieb das der Frühbürgerlichen Revolution. Doch gewann Luther nun darin ein Gewicht, wie es ihm bislang nicht zugemessen worden war. Aus dem Auslöser jener eigentlich auf den Bauernkrieg zusteuernden Revolution und Zerstörer ihrer innersten Dynamik wurde ihre Hauptfigur, während Müntzer an den Rand trat. Und aus dem einstigen „Verräter“ wurde nun „einer der größten Söhne des deutschen Volkes“, von dessen Wirken es hieß, „daß unser Vaterland, die Deutsche Demokratische Republik, dieses kostbare Erbe in sich aufgenommen hat.“[14] Das Motiv, das hinter diesen Tönen stand, war unverkennbar: Mehr als je zuvor war die DDR bemüht, Anerkennung zu finden. Internationale Anerkennung, aber auch Anerkennung bei ihren eigenen Bürgern. Hier galt es, ein in der Breite nach wie vor fehlendes „Heimatbewusstsein“ zu schaffen. Das aber konnte nur gelingen mittels einer „eigenen Ikonographie aus dem eigenen Staatsterritorium heraus“, die nur in Anknüpfung an Gestalten und Traditionen der Vergangenheit gelingen würde.[15] Zu diesen Gestalten und Traditionen gehörte niemand so sehr wie Martin Luther und sein Wirken.

Um Luther dem Volk nahezubringen, scheute die DDR bei dem Jubiläum weder Kosten noch Mühen. Es gab Ausstellungen und Filme, wissenschaftliche Tagungen und Veröffentlichungen, Empfänge und einen feierlichen Staatsakt in der Berliner Staatsoper, bei dem Honecker Vertreter der internationalen Ökumene empfing. Es fehlte nur eines, die Beteiligung der evangelischen Kirchen. Honecker hätte sie gern in seinem Lutherkomitee dabei gehabt. Doch sie wollten sich auch diesmal nicht einbinden lassen und akzeptierten als Kompromiss nur die Präsenz zweier Bischöfe als Gäste bei den Sitzungen des staatlichen Gremiums. Im Übrigen bestanden sie auf ihren eigenen Planungen und darauf, „daß das Interesse und die Verpflichtung unserer Kirchen gegenüber Martin Luther auf einer anderen Ebene liegen.“[16] Das bedeutete nichts Geringeres als die Forderung, unterschiedliche Sichten Luthers und der Reformation zuzulassen. Indem er das zugestand, verzichtete der Staat auf ein offizielles, allgemein verbindliches Lutherbild und damit jedenfalls an diesem Punkt auf das sonst von der SED beanspruchte Deutungsmonopol für die Geschichte.[17]

Ausstellung "Martin Luther - Leben und Werk" im Predigerkloster in Erfurt, 1983Luther-Ausstellung im Predigerkloster Erfurt, 1983; v.re.n.li.: Pfarrer Meißner, Landesbischof Leich, der stellv. Staatsratsvorsitzende Götting und Staatssekretär für Kirchenfragen Gysi (© Bundesarchiv, Bild 183-1983-0507-001, Foto: Jürgen Ludwig)
Folge dieser Dualität der Reformationsbilder war wie 1967, nur diesmal vom Staat respektiert und weitgehend ungehindert, eine Serie von Parallelaktionen mit partieller wechselseitiger Teilnahme. Auch die Kirche veranstaltete Ausstellungen, Empfänge und wissenschaftliche Tagungen. Unter Letzteren, nicht von ihr organisiert, doch auf ihre Einladung zustande gekommen, ragte der Internationale Kongress für Lutherforschung in Erfurt hervor, die größte und freieste, auch am stärksten internationale Konferenz in der Geschichte der DDR. Keine Parallele auf staatlicher Seite hatten naturgemäß die Festgottesdienste, deren einige als besonderes Entgegenkommen des Staates im Fernsehen übertragen wurden, was die Ausstrahlung auch in Westdeutschland einschloss. Den Höhepunkt bildeten, beginnend mit dem in Luthers Geburtsstadt Eisleben begangenen Jubiläumstag, dem 10. November, drei „Ökumenische Begegnungstage“, an denen man zusammen mit Abgesandten aus 36 Ländern und 78 Kirchen Gottesdienst feierte und theologische Diskussionen hielt. Dazu kamen regionale Kirchentage quer durch die ganze DDR mit einer Fülle von Abendmahlsgottesdiensten, liturgischen Nächten, Friedensgebeten und Bibelarbeiten unter reger Beteiligung internationaler Gäste. Auffälligerweise stand Martin Luther als Person sehr viel weniger im Mittelpunkt als bei den Veranstaltungen des Staates. Unter dem – Luthers Kleinem Katechismus entnommenen – Motto „Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen“ ging es vielmehr um seine theologische Botschaft und darum, was sie für die Gegenwart, nicht zuletzt die trotz aller offiziellen Entspannungssignale nicht leichte Gegenwart der Christen in der DDR bedeute. Dass diese theologische Konzentration nicht zu politischer Abstinenz führte, zeigte ein Ereignis, das am Rande der Jubiläumsveranstaltungen stand, aber dank laufender Fernsehkameras schnell in den Blick der Öffentlichkeit geriet. Bei dem regionalen Jubiläumskirchentag in Wittenberg wurde im Hof des Lutherhauses die in der DDR illegale biblische Losung „Schwerter zu Pflugscharen“ in die Tat umgesetzt und tatsächlich ein Schwert umgeschmiedet – eine Symbolhandlung, die zum Fanal für die nicht vom Staat gelenkte Friedensbewegung der DDR wurde.

Was zum Jubiläum von 1983 jenseits der Grenze geschah, lässt sich leichter und schwerer zusammenfassen. Leichter, weil es weit weniger große und spektakuläre Veranstaltungen gab. Die EKD beschränkte sich auf einen Festakt in der prominentesten Lutherstadt der Bundesrepublik, in Worms, den sie mit der Tagung ihrer Synode verband; für die Hauptfeier am 10. November begab man sich nach Eisleben. Ansonsten wurde in den Landeskirchen und ihren Gemeinden kräftig und vielfältig gefeiert. Der westdeutsche Staat hatte ursprünglich keinen Anspruch erhoben, selbst als Jubiläumsakteur tätig zu werden. Es gehe um eine kirchliche Feier, an der staatliche Repräsentanten nur teilnehmen würden, was dann auch geschah. Eine offizielle Sicht der Reformation, die der Staat vertreten hätte, gab es ohnehin nicht. Doch bald empfand man es als ungenügend, dass kein Rahmen vorhanden war, in dem die säkulare, staatlich verfasste Gesellschaft einem Gesichtspunkt Rechnung tragen konnte, den sie denn doch wichtig fand und gewürdigt sehen wollte: dass Luther und die Reformation bis in die Gegenwart reichende Wirkungen auch jenseits des kirchlichen Raumes gehabt hätten. Die massive Beanspruchung Luthers durch die DDR löste auf Seiten der Bunderepublik die Befürchtung aus, gedenkpolitisch leer auszugehen. So hielt man es für angebracht, die kirchlichen Veranstaltungen durch staatliche Jubiläumsaktivitäten zu ergänzen. Als idealer Rahmen erwies sich schließlich die große Ausstellung „Martin Luther und die Reformation in Deutschland“ im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, die unter die Schirmherrschaft des Bundespräsidenten gestellt und wesentlich vom Staat finanziert wurde. Ihre Eröffnung in der Nürnberger Lorenzkirche bot den Spitzen der Republik wie des Freistaates Bayern eine öffentlichkeitswirksame Bühne, in programmatischen Reden ihre Auffassung von der Bedeutung der Reformation für Staat und Gesellschaft darzulegen. Es klangen altvertraute Jubiläumsmotive wie der Hinweis auf die Bedeutung der Reformation für die deutsche Sprache, das Schulwesen, die Mündigkeit des Einzelnen und die Gewissensfreiheit an. Der bayerische Ministerpräsident Strauß ließ es sich nicht nehmen, vor allem Luthers Unterscheidung der beiden Regimente, des geistlichen und des politischen, hervorzuheben, die ihm in seiner langen Politikerkarriere als „überzeitliches Ordnungsmodell“ unverzichtbar geworden sei.[18]

Weit schwerer sind die Jubiläumsfeierlichkeiten in Westdeutschland zusammenzufassen, wenn es um die Inhalte geht. Da es anders als in der DDR nicht zwei offizielle Jubiläumsträger gab, steht man vor einer unüberschaubaren Fülle weitgehend selbständiger Akteure, die in Jubiläumsgottesdiensten, -podien, -tagungen, -konzerten, in Fernsehsendungen, Filmen, Büchern, Ausstellungen, Büchern, Zeitschriften und Zeitungen die unterschiedlichsten Aussagen trafen und die vielfältigsten Gesichtspunkte hervorhoben. Ein geschlossenes, ja, auch nur vorherrschendes Bild ist nicht zu erkennen. Im Unterschied zur DDR war das Jubiläum von 1983 im Westen die Fülle der – teils alten, teils neuen – Lutherbilder: der Held und der Fürstenknecht, der Kirchenspalter und der auch von Katholiken zu verehrende „Vater im Glauben“, der Herold der Freiheit und der Urahn deutschen Untertanengeistes, der Grobian und das Sprachgenie... Es gab keine vorgeschriebene Linie des Gedenkens und Feierns mehr und auch keine Konkurrenz, die zur Profilierung einer von weiteren Kreisen getragenen alternativen Sicht geführt hätte. Ob das ein Gewinn oder ein Verlust war, ist eine offene Frage. Was daraus für die Gegenwart zu folgern ist, erst recht.

Zitierweise: Dorothea Wendebourg, Doppelte Konkurrenz – die Reformationsjubiläen in der Zeit der deutschen Teilung, in: Deutschland Archiv, 27.10.2017, Link: www.bpb.de/258560


Fußnoten

1.
Nur bei einem Jubiläum gab der Westen den Ton an, spielten weder die Kirchen noch der Staat der DDR eine Rolle, nämlich bei dem 450. Jahrestag der Überreichung der Confessio Augustana im Jahre 1980. Vgl. zu diesem Jubiläum, das hier nicht behandelt werden soll, Dorothea Wendebourg, So viele Luthers … Die Reformationsjubiläen des 19. und 20. Jahrhunderts, Leipzig 2017, S. 206–211. In diesem Buch ist eine ausführlichere Darstellung der im vorliegenden Artikel skizzierten Vorgänge zu finden.
2.
Siegfried Bräuer, „Die Gewalt soll gegeben werden dem gemeinen Volk“. Die Thomas-Müntzer-Ehrung der DDR 1989, in: Theologische Literaturzeitung 137 (2012), S. 1023–1040, hier S. 1025.
3.
Friedrich Engels, Marx Engels Werke (MEW) 7, S. 329.
4.
So auf Engels gestützt das in der DDR einflussreiche Buch von Alexander Abusch, Der Irrweg einer Nation. Ein Beitrag zum Verständnis deutscher Geschichte, Berlin 1946 (viele weitere Auflagen), S. 23.
5.
Raina Zimmering, Mythen in der Politik der DDR, Opladen 2000, Kap. III, 1–4; Herfried Münkler, Die deutschen und ihre Mythen, Bonn 2010, S. 441–448.
6.
Der deutsche Bauernkrieg – zum 450. Jahrestag. Material zur Vorbereitung, Komitee beim Ministerrat der DDR zur Vorbereitung des 450. Jahrestages des deutschen Bauernkriegs (Hg), Berlin 1973, S. 8.
7.
So ein auf das Jubiläum vorausblickender Artikel im publizistischen Zentralorgan der SED Neues Deutschland: Günter Vogler, „Thomas Müntzer war der Spartakus seiner Zeit“, 19. Oktober 1974.
8.
Der deutsche Bauernkrieg – zum 450. Jahrestag. Material zur Vorbereitung (Anm. 6), S. 8.
9.
Paul Wandel, ZK-Sekretär für Kultur und Erziehung am 6.7.1953, zitiert bei Alexander Fleischauer, Die Enkel fechten`s besser aus. Thomas Müntzer und die Frühbürgerliche Revolution – Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in der DDR; Münster 2010, S. 68.
10.
Das erste, freilich weniger großartig gefeierte Jubiläum, bei dem die DDR den Bezug auf die Reformation in dieser Weise für sich nutzbar zu machen suchte, war die Feier des 400. Todestages Philipp Melanchthons sechs Jahre zuvor (1960). Vgl. dazu Wendebourg, So viele Luthers … (Anm. 1), S. 193–198.
11.
Ebd., S. 203 f.
12.
Vgl. Wolfgang Flügel, Konkurrenz um Reformation und Luther. Die Konfessionsjubiläen der Kirchen und der SED in den Jahren 1967 und 1983, in: Klaus Thanner und Jörg Ulrich (Hg.), Spurenlese. Reformationsvergegenwärtigung als Standortbestimmung (1717–1983), Leipzig 2012, S. 239–285, hier S. 249.
13.
Thesen über Martin Luther. Zum 500. Geburtstag, in: Einheit 36 (1981), S. 890–903, abgedruckt auch in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 29 (1981), S. 879–893.
14.
So Honecker bei der Konstituierung des staatlichen Lutherkomitees 1980 in seiner Rede, die unter dem Titel veröffentlicht wurde: Unsere Zeit verlangt Parteinahme für Fortschritt, Vernunft und Menschlichkeit, in: Martin Luther und seine Zeit. Konstituierung des Martin-Luther-Komitees der DDR am 13. Juni 1983 in Berlin, Berlin 1980, S. 10–18, hier S. 11.
15.
Gerhard Brendler, Luther im Traditionskonflikt der DDR, in: Horst Dähn und Joachim Heise (Hg.), Luther und die DDR. Der Reformator und das DDR-Fernsehen, Berlin 1996, S. 21–52, hier S. 51 f.
16.
So der Thüringische Bischof Werner Leich in seiner Ansprache bei der Konstituierung des staatlichen Lutherkomitees, der er als Gast beiwohnte, veröffentlicht unter dem Titel: In der Suche nach dem Sinn des Lebens uns allen verbunden, in: Martin Luther und seine Zeit (Anm. 14), S. 19–29, hier S. 27 f.
17.
Horst Dohle, Die Luther-Ehrung und die Kirchenpolitik der DDR, in: Dähn und Heise (Anm. 15), S. 53, S. 98 und S. 56.
18.
Kirchliches Jahrbuch 110 (1983), S. 36.
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Autor: Dorothea Wendebourg für bpb.de
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Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten. Weiter...