Beleuchteter Reichstag

Umweltschutz als Opposition von Kirchen und Gruppen in der späten DDR


24.11.2017
Vor allem unter evangelischen Christinnen und Christen in der DDR wuchs die Kritik an der zunehmenden Umweltverschmutzung durch Wirtschaft und Politik der SED. Die Forderung nach Umweltschutz wurde dabei nicht nur immer politischer, sondern war auch verbunden mit grundsätzlichen Glaubensfragen und einem kritischen Blick auf den zunehmenden Materialismus.[1]

Die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) verlangte ökonomisches Wachstum und ökologischen Erhalt zugleich. Von staatlicher Seite zwar zunächst noch hochgehalten, trat die Maxime des „Schutzes der Natur“ aber zunehmend hinter das Streben nach materiellem Wohlstand zurück. Vor dem Hintergrund der immer deutlicher sichtbaren Zerstörung der Natur wurde Umweltschutz zunehmend auch zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen mit der SED-Diktatur.

Eigentlich hatte sich die DDR in ihrer Verfassung zum Schutz der Umwelt verpflichtet. In Artikel 15 der Verfassung von 1974 heißt es:
    „Der Boden der Deutschen Demokratischen Republik gehört zu ihren kostbarsten Naturreichtümern. Er muß geschützt und rationell genutzt werden. [...] Im Interesse des Wohlergehens der Bürger sorgen Staat und Gesellschaft für den Schutz der Natur.“[2]
Außer dem Naturschutz sind jedoch in Artikel 9 noch weitere Anliegen festgehalten, die in der Republik und durch sie verwirklicht werden sollen:
    „Die Volkswirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik dient der Stärkung der sozialistischen Ordnung, der ständig besseren Befriedigung der materiellen und kulturellen Bedürfnisse der Bürger, der Entfaltung ihrer Persönlichkeit und ihrer sozialistischen gesellschaftlichen Beziehungen.[3]
Besonders deutlich wird die Absicht, die materiellen Bedürfnisse der Republikbürger zu befriedigen, bereits in Artikel 2:
    „Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Bemühungen der sozialistischen Gesellschaft und ihres Staates. Die weitere Erhöhung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus des Volkes auf der Grundlage eines hohen Entwicklungstempos der sozialistischen Produktion, der Erhöhung der Effektivität, des wissenschaftlich-technischen Fortschritts und des Wachstums der Arbeitsproduktivität ist die entscheidende Aufgabe der entwickelten sozialistischen Gesellschaft.“[4]
Die zitierten Artikel der DDR-Verfassung benennen bereits die Herausforderung, vor der die SED-Regierung stand und die sie nicht lösen konnte: ökonomisches Wachstum zu schaffen und zugleich ökologischen Erhalt zu gewährleisten. Es gelang nicht, den Schutz der Natur mit der Produktion solcher Güter zu vereinen, die einen höheren Lebensstandard möglich machen sollten. Die DDR-Führung stellte dabei aber nicht nur den Menschen in den „Mittelpunkt aller Bemühungen der sozialistischen Gesellschaft und ihres Staates“ und vernachlässigte dabei dessen Umwelt. Als die Bürgerinnen und Bürger auf die Zerstörung ihrer Umwelt aufmerksam machten und ihren besonderen Schutz verlangten, brandmarkte der Staat die Forderung nach einem wirksamen Umweltschutz als oppositionell.[5]

Die Kirche als Dach für Kritik an der Umweltpolitik der DDR



Forderungen nach einem wirksameren Umweltschutz wurden sowohl auf Seiten der evangelischen als auch in den katholischen Kirchen in der DDR laut. Im Folgenden liegt der Fokus auf Umweltgruppen und -organisationen, die der evangelischen Konfession verbunden waren, denn vor allem sie trugen dazu bei, eine oppositionelle Bewegung zu formieren.[6] Zwei Punkte wurden hierbei immer wieder artikuliert: Zum einen wurde die Frage nach den materiellen Bedürfnissen des Menschen und seinem Verlangen danach, diese zu befriedigen, vielfach reflektiert. Zum anderen wurde insbesondere das Bedürfnis nach öffentlicher Meinungsbildung und gesellschaftlicher Mitbestimmung ausgesprochen.

In der vorliegenden Darstellung wird eine Auswahl einflussreicher Verlautbarungen von verschiedenen Umweltgruppen in der späten DDR daraufhin untersucht, welche menschlichen Bedürfnisse als solche dargestellt werden, die befriedigt werden sollten, und welche als zweitrangig eingestuft werden. Denn daran, welche Bedürfnisse als „berechtigt“ ausgemacht werden und welche dagegen als „bloße Begehrlichkeiten“ nicht notwendig befriedigt werden müssen, entscheidet sich Umweltpolitik. Bei der Interpretation der ausgesuchten Publikationen soll zudem deutlich werden, welche christlichen und kirchlichen oder auch politischen Überzeugungen den jeweiligen Argumentationen zugrunde liegen.

Zunehmend sichtbare Umweltverschmutzung



Ihren Unmut über die Zerstörung der Umwelt brachten kirchliche Gruppen aber auch mit öffentlichkeitswirksamen Umweltschutzaktionen zum Ausdruck:
    „Im Wichernsaal zu Schwerin redeten am Freitag, dem 23. Oktober [1981], 120 evangelische DDR-Bürger über ein Thema, das für die SED keins ist: die Risiken der Kernenergie. Anderntags zogen die Protestanten in die Wälder bei Lützow oder zum Platz der Jugend, um Forst und Park zu pflegen. Auch in anderen Städten der DDR gingen an jenem Wochenende Jugendliche, ermuntert von ihren Kirchengemeinden, für den Schutz der Umwelt auf die Straße. In Neustrelitz säumten 50 junge Christen Wilhelm-Pieck- und Gutenbergstraße mit 80 neugepflanzten Linden ein. Im tristen Rostocker Neubaugebiet Groß-Klein säte eine Umweltgruppe Rasen, setzte Rosen und Sträucher. Solange die braven jungen Leute nur den Sozialismus verschönern, ist’s der SED schon recht: VEB Grünanlagenbau Rostock und VEB Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen in Neustrelitz gingen den freiwilligen Gemeindegärtnern sogar zur Hand. Doch die wollen mehr als nur Grünzeug pflanzen.“[7]
Einer der Gründe dafür, dass die Umweltbewegung zunehmend mehr Zuspruch erhielt, war sicher die Umweltverschmutzung, die als Folge der durch den SED-Staat betriebenen Industriepolitik nicht nur die Natur zerstörte, sondern auch die Lebensqualität und Gesundheit von Menschen stark schädigte.[8] So waren Wälder, vor allem die Fichtenbestände des Erz- und Elbsandsteingebirges, aufgrund der hohen Schwefeldioxidemissionen, die bei der Verbrennung von Braunkohle entstanden, massiv bedroht oder bereits großflächig abgestorben. Vielerorts waren Gewässer in einem solchen Ausmaß mit Nitrat belastet, dass sie zur Trinkwassergewinnung unbrauchbar geworden waren.[9] Dass junge Christen und wohl auch Christinnen in der späten DDR mehr wollten als nur Grünzeug pflanzen, wurde im Verlauf der 1980er Jahre des vergangenen Jahrhunderts – im so genannten „Waldsterbensjahrzehnt“[10] – zunehmend deutlich. Denn die Jahre zwischen 1979 und 1990 sind von einer anwachsenden Politisierung der Umweltschutzgruppen geprägt, die durch die „massiven Reaktionen der Stasi“ auf die öffentlichen Umweltproteste hervorgerufen wurde.[11]

Dass gerade auch Kirchen den Umweltschutz als dringendes und vor allem weltweites Thema ernst nahmen, machte die Ökumenische Bewegung der christlichen Kirchen auf ihren Weltkonferenzen deutlich. Insbesondere auf den Konferenzen in Nairobi (1975) und in Boston (1979) wurden entsprechende Texte formuliert und den Mitgliedskirchen die Weiterarbeit an diesen Themen empfohlen.[12]

Umweltschutz als Aufgabe der Kirchen



Auf der Weltkonferenz von Boston wurde ausdrücklich festgehalten, dass Kirchen für die geschädigte und ausgebeutete Mitwelt in verantwortlicher Weise Sorge zu tragen hätten.[13] Weil die Ausbeutung der Natur vor allem in ärmeren Ländern dieser Erde erhebliche ökologische und ökonomische Schäden und Benachteiligungen verursachte, fürchtete man auf der Konferenz ein ungekanntes Ausmaß von Gewalt und Krieg, das noch weit zerstörerische Konsequenzen zeitigen konnte als die Umweltkrise allein.[14] Um den drohenden Szenarien entgegenzuwirken, war es nach Ansicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Weltkonferenz nötig, Menschen dazu zu motivieren, sich für den Schutz der Umwelt, für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit in der Welt einzusetzen und ihr eigenes Leben entsprechend zu gestalten – indem sie an den Entwicklungen beteiligt werden und einen veränderten Umgang mit der Mitwelt erfahren.

Unter dem Motto „Bewahrung der Schöpfung“, das seit der Bostoner Weltkonferenz das kirchliche Verständnis von Umweltschutz überschrieb,[15] setzten kirchliche Gruppen in der DDR die angeratene Kommunikation über Umweltprobleme um und riefen dazu auf, sich an deren Lösung aktiv zu beteiligen.

Zeugnis hierfür war neben Baumpflanzaktionen, Fahrraddemonstrationen und ähnlichen Veranstaltungen eine etwa 70-seitige Broschüre, die das Kirchliche Forschungsheim Wittenberg in drei Auflagen 1980, 1982 und 1985 veröffentlichte.[16] Die Publikation wies nicht nur auf die Umweltschäden der Zeit und die weltweiten ökologischen Zusammenhänge hin, sondern zeigte außer politischen Ursachen für die Zerstörung der Natur auch theologische Gründe für Erhalt und Schutz der Schöpfung auf. Unter dem Titel „Die Erde ist zu retten“, der sowohl als Aufforderung als auch als optimistischer Hinweis verstanden werden sollte, veröffentlichte das Kirchliche Forschungsheim Ergebnisse zu Fragen des Zusammenhangs von Umweltzerstörung und industrieller Entwicklung in der DDR sowie zum Zusammenhang von Umweltschutz und christlichem Glauben.[17] Ökologische Probleme sollten deutlich gemacht, Verantwortungsbewusstsein für die Mitwelt geweckt und der Austausch über Möglichkeiten, die Schöpfung zu bewahren, angeregt werden.

Der Wittenberger Text hob vor allem auf die Bedürfnisse des Menschen ab und mahnte die umweltschädigenden Folgen der Befriedigung bestimmter Bedürfnisse an.
    „Schädigungen der Umwelt gehen oft zurück auf unnötig gesteigerte Bedürfnisse des Menschen. Solche Bedürfnisse führen – zusammen mit den technischen Möglichkeiten ihrer Befriedigung – zu unangemessen scharfen und zerstörerischen Einflußnahmen auf die Umwelt und zu gefährlichen Rückwirkungen auf den Menschen. Beispiele für unnötig gesteigerte Bedürfnisse gibt es viele: überhöhte Raumtemperaturen, tägliches Fernsehen, Verwendung von Sprays und teuren Kosmetika, häufige Vollbäder, Weißmacher im Waschmittel [...]“[18]
Auch der „gesteigerte Fleischbedarf“ und die damit einhergehende „Massenviehhaltung“ sowie die Nutzung des „individuellen Kraftfahrzeugs“ trügen maßgeblich zur Umweltverschmutzung bei. Menschen, die ihre gesteigerten materiellen Bedürfnisse befriedigten, würden deshalb „ein sehr wichtiges Bedürfnis – das nach einer gesunden, erlebenswerten Umwelt – unerfüllbar werden lassen.“[19] Damit eine Reduktion der umweltbelastenden materiellen Bedürfnisse erreicht werden könne, müsse vor allem „öffentliche Meinungsbildung“ gewährt und vorangetrieben werden, so die Wittenberger Publikation. Nur so könnten Menschen von der Notwendigkeit überzeugt werden, zum Schutz der Mitwelt ihren Lebensstil zu ändern. Überhaupt solle es den einzelnen Gesellschaftsgliedern möglich sein, über Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens mitzuentscheiden. Denn: „Was mitentschieden wird, wird auch leichter mitverantwortet.“[20]

Christliche Überzeugungen als Fundament für Umweltbewusstsein



Doch nicht nur dem Staat, der seine Produktionsorganisation vornehmlich auf materiellen Wohlstand ausrichtete, sondern auch der Kirche gab das Papier Schuld an der ökologischen Krise.[21] Denn die Kirche habe Naturausbeutung und Umweltzerstörung nicht verhindert. Zukünftig aber müsse dies erfolgen, und zwar aus theologischen Gründen. Weil christliches Handeln von dem Bewusstsein geleitet sei, dass die gesamte Natur in Gottes Handeln gründe, vollziehe sich christlicher Umgang mit der Natur angemessenerweise in Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer sowie in „Rücksichtnahme und Ehrfurcht“ gegenüber der „Gabe des Schöpfers“.[22] Vor allem aber wisse sich der glaubende Christenmensch durch Gottes befreiendes und rechtfertigendes Handeln von Gott selbst angenommen. Im Bewusstsein dieses Angenommenseins seien jegliches materielle Bedürfnis und dessen Befriedigung nur mehr von relativer Bedeutung. Der Glaubende lebe in einer gewissen Unabhängigkeit von materiellen Gütern, was sich in einem der Schöpfung verantworteten Lebensstil ausprägen könne.[23]

Als Beispiele für eine verantwortungsbewusste Lebensweise wurden unter anderem schon damals der Verzicht auf unnötige Pkw-Fahrten, die Umstellung auf eine möglichst vegetarische Ernährung oder auch ein Umdenken und Vorausdenken bei der Verwendung von Kernenergie genannt.[24]

Umgang der SED-Regierung mit Umweltzerstörung



Diese Ratschläge und die Aufforderung zur Mäßigung des materiellen Konsums konnte die SED-Regierung nicht begrüßen. Denn solcher Naturschutz stand der nach Art. 2 der DDR-Verfassung erstrebten Erhöhung des materiellen Lebensniveaus entgegen. Auch hatte die Umweltzerstörung in der DDR bereits ein Ausmaß erreicht, in dem die Reparatur der Schäden nur mit sehr großen wirtschaftlichen Gewinnen hätte finanziert werden können. Die hohen Summen, die seit dem Ende der DDR allein in die Reinigung von kontaminierten Bodenflächen und Gewässern flossen, machen dies deutlich.[25] Überhaupt fürchtete die SED-Regierung – wohl um des eigenen Machterhalts willen – die öffentliche Meinungsbildung und die öffentliche Kenntnis des wahren Ausmaßes der Umweltzerstörung. Deshalb wurden Informationen über den Zustand der DDR-Natur 1982 zur Geheimsache erklärt und auch die Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl 1986 weitgehend verschwiegen.[26]

Obwohl oder gerade weil die SED-Regierung der DDR-Bevölkerung Informationen darüber vorenthielt, wie stark Natur und Boden des eigenen Landes verschmutzt und strahlenbelastet waren, setzten Umweltaktivistinnen und -aktivisten verstärkt auf öffentliche Aktionen, die sowohl der fortgesetzten Umweltzerstörung als auch der Geheimhaltungspolitik Einhalt gebieten sollten. Da die Regierung auf diese Aktionen unnachgiebig mit Sanktionen reagierte, „wurden die zunächst überwiegend ökologisch orientierten Gruppen politisiert.“[27]

Trotz ihrer Politisierung blieb die wachsende Zahl der Umweltgruppen zunächst den Kirchen verbunden. Dafür sprachen gute Gründe: Dass sich Umweltgruppen innerhalb von Kirchengemeinden und unter dem Dach von Kirchen formierten, lag daran, dass eben die Kirchen den Umweltschutz bereits als eine Aufgabe verstanden hatten, die es dringend zu lösen galt. Zudem war Kirchengemeinden die Vervielfältigung auch von Texten zu Umweltproblemen möglich und gestattet, wenn sie mit der Aufschrift „Nur für innerkirchlichen Dienstgebrauch“ versehen wurden.[28] Zudem verfügten Kirchenobere über ein gewisses Maß an Einfluss, um dem Ministerium für Staatssicherheit Einhalt zu gebieten und strafrechtliche Sanktionen abzumildern. So wurden Aktivisten, die abgestorbene Fichten aus dem Erzgebirge zu Weihnachten 1983 in den Kirchen Potsdams aufstellen wollten, nach einigen Tagen Einzelhaft freigelassen, weil der Potsdamer Generalsuperintendent damit drohte, die Inhaftierungen an Heiligabend in der Potsdamer Nikolaikirche bekannt zu geben und so die öffentliche Aufmerksamkeit in erhöhter Weise auf das Waldsterben zu richten.[29]

Politisierung der Umweltbewegung



Die Umweltbibliothek und die Berliner Zionskirche im November 1987Die Umweltbibliothek und die Berliner Zionskirche im November 1987 (© picture-alliance/dpa, Bildarchiv dpa)
Im Unterschied zu den Umweltengagierten am Kirchlichen Forschungsheim Wittenberg, die auf Grundlage individueller Bedürfnisse argumentiert hatten, vertraten andere Umweltgruppen ihre Positionen mehr und mehr in unverhohlener Auseinandersetzung mit dem Staat.

Zwei im Samisdat – das heißt im Selbstverlag und in kleiner Auflage oft illegal oder unter dem Schutzmantel der Kirche an der Kontrolle der SED vorbei –produzierte Umwelthefte, die „Umweltblätter“ und die „Arche Nova“, machen das auf unterschiedliche Weise exemplarisch deutlich. Ab 1987 druckte die Berliner Umweltbibliothek in der Berliner Zionskirche die „Umweltblätter“, die eine Verbundenheit mit sozialistischen Ideen aufweisen.[30] So wird beispielsweise die Ausreise aus der DDR, die in den Jahren 1987 und 1988 einen Höhepunkt erreicht hatte, mit unangemessener Geringschätzung des eigenen Landes, mit Bequemlichkeit und Denkfaulheit begründet:
    „Natürlich wird es in jedem Land zu jeder Zeit für einige Menschen ernsthafte politische, persönliche oder wirtschaftliche Gründe zum Verlassen des Landes geben. Aber – Sicherheitsdienst hin, Obst- und Gemüseversorgung her – es muß doch einmal gesagt werden, daß die DDR zwar nicht die vollkommenste aller Welten ist, aber hinsichtlich des wirtschaftlichen Wohlstandes der Bevölkerung mit Italien und Großbritannien zu vergleichen ist, und die Mitbestimmungs- und Menschenrechte zwar nicht garantiert sind, aber bei weitem nicht so brutal mit den Füßen getreten werden wie in den bekannten Hinterhofdiktaturen der USA. Die DDR ist nach Weltmaßstäben kein so unerträgliches Land, daß eine derartige Massenflucht verständlich wäre. Es gäbe genügend Gründe zu bleiben, um ein erträgliches Land in ein besseres umzugestalten. Das würde freilich ein wenig Nachdenken und einige Unbequemlichkeiten erfordern und ist offenbar für den, zur Versorgungsmentalität erzogenen, Großteil der Bürger eine Überforderung. Adäquater und naheliegender ist es, den Traum vom Schlaraffenland Bundesrepublik zu träumen, von Smarties, Onko-Kaffee, Wienerwald-Hähnchen und einer feenhaften Freiheit.“[31]
Auch in dieser Verlautbarung werden menschliche Bedürfnisse nach materiellen Gütern als entscheidend für das Handeln von Menschen herausgestellt. Dabei wird auch politische Freiheit in eine Reihe mit diesen Gütern gestellt. Den genannten Bedürfnissen wird die Aufforderung zur Mitarbeit an gelingendem sozialistischem Leben entgegengesetzt, das angeblich möglich gewesen wäre, wenn die SED-Regierung das eigene Volk nicht mit dem Versprechen einer Steigerung des materiellen Lebensniveaus geködert und schließlich enttäuscht hätte.[32]

Die „Arche Nova“ erschien 1988 zum ersten Mal. Die Hefte wurden von der Umweltgruppe „Arche – grün-ökologisches Netzwerk in der Evangelischen Kirche“ herausgegeben, die schließlich mit Unterstützung der bundesrepublikanischen Partei Die Grünen im sozialistischen Einparteienstaat eine eigene ökologisch orientierte Partei gründete. 1990 kam es dann zur Vereinigung der „Ostgrünen“ mit den „Westgrünen“.[33] So gingen die kirchlich verwurzelten ökologischen Interessen über in parteipolitische Arbeit.

Die Gründer der „Arche“ wollten den Informationsaustausch unter den verschiedenen Umweltgruppen in der DDR verbessern und ihre Aktivitäten koordinieren.[34] Rechts oben auf den Titelblättern der „Arche Nova“ ist vermerkt, dass die Hefte der innerkirchlichen Information dienten.[35] Noch ehe die erste Nummer der „Arche Nova“ veröffentlicht wurde, drehten im Juni 1988 einige Mitglieder der Arche den im selben Jahr im Westfernsehen ausgestrahlten Film „Bitteres aus Bitterfeld“[36], einen illegal in der DDR gedrehten Dokumentarfilm, der die Umweltverschmutzung durch die Chemiebetriebe rund um Bitterfeld thematisierte.

Das fünfte und letzte Heft der „Arche Nova“ wurde im Januar 1990 publiziert. Es ist dem Problem der „Massentierhaltung“ gewidmet.[37] Im Editorial wird erinnert: „Zugleich mit dem Mauerbau lief das erste DDR-Massentierhaltungsprojekt an.“[38] Aufgrund der Massentierhaltung konnte, so wird hier vermutet, die „Massenmenschhaltung hinter der Mauer“ relativ lange aufrechterhalten werden. Indem das Bedürfnis nach Fleisch befriedigt wurde, sei das Bedürfnis nach freier Mitbestimmung lange stillgehalten worden.[39] „Durch die Möglichkeit, viel Fleisch zu essen – 103 Kilogramm pro Person und Jahr – stabilisierten sich die politischen Verhältnisse in der DDR sicher länger als zum Beispiel in Polen.“[40]

Fazit



Wie in der DDR-Verfassung festgehalten, strebte der sich als sozialistisch bezeichnende Staat vornehmlich danach, materielle Bedürfnisse zu befriedigen. Dass dies nicht gelang, stellten Umweltgruppen in den letzten Jahren der DDR mehr und mehr heraus. Sie wiesen darauf hin, dass das Streben nach materieller Bedürfnisbefriedigung zu einer Zerstörung der Mitwelt führte, die das Bedürfnis nach gesunder und geschützter Natur stark wachsen ließ. Vor allem die Wittenberger Publikation „Die Erde ist zu retten“ handelt hiervon. Sie konstatiert, dass die Bezogenheit von Menschen auf ihre Mitwelt letztlich auf ihren religiösen und weltanschaulichen Grundüberzeugungen fußt, auf deren Basis Bedürfnisse je verschieden gewichtet werden. Dementsprechend könnte ein freier Austausch über weltanschauliche Grundüberzeugungen, der dazu anregt, die eigene Gewichtung von Bedürfnissen kritisch zu reflektieren, von entscheidender Bedeutung sein, um die Umweltkrise und den Klimawandel nachhaltig einzuschränken.

Zitierweise: Anne Käfer, Umweltschutz als Opposition von Kirchen und Gruppen in der späten DDR, in: Deutschland Archiv, 24.11.2017, Link: www.bpb.de/260210


Fußnoten

1.
Der hier veröffentlichte Artikel ist eine kürzere und überarbeitete Version eines Beitrags für einen Aufsatzband zum Thema „Christliches Leben in der DDR“, der von Andres Stegmann und Henning Theißen herausgegeben wird und vermutlich 2018 in Leipzig erscheint.
2.
Art. 15, Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik, in der Fassung vom 7. Oktober 1974, www.documentarchiv.de/ddr/verfddr.html#KAPITEL%202, letzter Zugriff am 1.8.2017.
3.
Art. 9, Abs. 2, ebd.
4.
Art. 2, Abs. 1, ebd.
5.
Vgl. Ehrhart Neubert, Geschichte der Opposition in der DDR 1949–1989, Bundeszentrale für politische Bildung, Schriftenreihe Bd. 346, Berlin 2000, S. 446: „Die Bevölkerung wurde unkritisch an westlichen Konsumidealen orientiert, gleichzeitig [wurden] die Voraussetzungen der westlichen Verbrauchszivilisation diskreditiert. Die SED glaubte, diese Widersprüche zusammenhalten zu können, indem sie auf die Einheit von Ökonomie und Ökologie im Sozialismus setzte, die aber faktisch zur Priorität der Ökonomie führte.“
6.
Vgl. Michael Beleites, Dicke Luft: Zwischen Ruß und Revolte. Die unabhängige Umweltbewegung in der DDR, Leipzig 2016, S. 16.
7.
Kirche in der DDR: „Wie Noah während der Flut“, in: Der Spiegel 47 (1981), S. 58–67, hier S. 58, www.spiegel.de/spiegel/print/d-14346797.html, letzter Zugriff am 1.8.2017.
8.
Vgl. dazu Tobias Huff, Natur und Industrie im Sozialismus. Eine Umweltgeschichte der DDR, Umwelt und Gesellschaft, Bd. 13, Göttingen 2015, S. 409.
9.
Vgl. dazu: Hans-Peter Gensichen, Kirchliches Forschungsheim Wittenberg, Die Erde ist zu retten. Umweltkrise, christlicher Glaube, Handlungsmöglichkeiten, Wittenberg 1985, 3–5; zur Bedeutung dieser Schrift s. Abschnitt 2; zu den Umweltschäden s. auch die Fotos in: Beleites, Dicke Luft (Anm. 6), S. 121, 127, 130 und S. 136-137.
10.
Vgl. Huff, Natur und Industrie im Sozialismus (Anm. 8), S. 10.
11.
Beleites, Dicke Luft (Anm. 6), S. 69.
12.
Dass die ökumenischen Konferenzen auf die Umweltbewegung in der DDR Einfluss hatten, stellt das Zitat heraus, das einem Vortrag entstammt, den Stephen Brown 2015 auf einer von der Heinrich Böll Stiftung organisierten Konferenz in Berlin gehalten hat;, s. Stephen Brown, Nachhaltigkeit und die Umwelt: Wie die ökumenische Bewegung half, den Umweltprotest in der DDR zu mobilisieren, 27. Januar 2015, Deutsche Fassung veröffentlicht am: 5. Februar 2015, www.oikoumene.org/de/press-centre/news/sustainability-and-environment-how-the-ecumenical-movement-helped-mobilize-ecology-protest-in-east-germany, letzter Zugriff am 1.8.2017.
13.
Die Weltkonferenz „Glaube, Wissenschaft und die Zukunft“ hat 1979 am Massachussetts Institute of Technology in der Nähe von Boston in den USA stattgefunden. Sie wird als maßgebliche Initialzündung für die ökologische Arbeit der Kirchen in der DDR verstanden; vgl. Huff, Natur und Industrie im Sozialismus (Anm. 8), 316.
14.
S. dazu den offiziellen Konferenzbericht, Faith and Science in an Unjust World. Report of the World Council of Churches’ Conference on Faith, Science and the Future, Volume 2: Reports and Recommendations, ed. by Paul Abrecht, Genf 1980, S. 35.
15.
Vgl. Huff (Anm. 8), Natur und Industrie im Sozialismus, S. 315.
16.
Vgl. Beleites, Dicke Luft (Anm. 6), S. 84–86; s. dazu auch Huff, Natur und Industrie im Sozialismus (Anm. 8), 324–327, hier S. 326 zur Verbreitung der Schrift. Zur Veröffentlichung der genannten Schrift und zur Bedeutung des Kirchlichen Forschungsheims Wittenberg s. auch Neubert, Geschichte der Opposition in der DDR 1949–1989 (Anm. 5), S. 449–451 und S. 587–588.
17.
Hans-Peter Gensichen, Die Erde ist zu retten (Anm. 9), S. 1.
18.
Ebd., S. 11.
19.
Ebd., S. 11–14.
20.
Ebd., S. 28.
21.
Ebd., S. 20.
22.
Ebd., S. 31.
23.
Ebd., S. 36–39.
24.
Ebd., S. 30, 41 und 49.
25.
Vgl. Giftiges Erbe und blühende Landschaften, Artikel in: FAZ, 27.8.2015, www.faz.net/aktuell/politik/inland/deutschland-kaempft-noch-mit-umweltschaeden-der-ddr-industrie-13766763.html, letzter Zugriff am 1.8.2017.
26.
Vgl. Andreas Schumann, Die Elbe – zwischen Kaltem Krieg und Wiedervereinigung, in: Stadt – Land – Fluss. Eine kulturwissenschaftliche Deutschlandreise, Silke Flegel und Frank Hoffmann (Hg.), Berlin 2011, S. 133–141, hier S. 136.
27.
Beleites, Dicke Luft (Anm. 6), S. 106.
28.
Ebd., S. 174.
29.
Vgl. Huff, Natur und Industrie im Sozialismus (Anm. 8), S. 339–340 und Beleites, Dicke Luft (Anm. 6), S. 130–132; die Darstellungen der beiden Autoren unterscheiden sich in einigen Punkten.
30.
Vgl. Huff, Natur und Industrie im Sozialismus (Anm. 8), S. 358–370; s. dazu auch http://umwelt-bibliothek.de/umweltblaetter.html, letzter Zugriff am 1.8.2017.
31.
Umweltblätter, April 1988, S. 7, http://umwelt-bibliothek.de/dokument3.html und http://umwelt-bibliothek.de/Bilder/Umweltblaetter1988.pdf, letzter Zugriff am 1.8.2017.
32.
Umweltblätter, September 1989, S. 10, http://umwelt-bibliothek.de/dokument8.html, letzter Zugriff am 1.8.2017.
33.
Vgl. Grüne Parte der DDR, http://www.ddr89.de/ddr89/gp/GP.html, letzter Zugriff am 1.8.2017.
34.
S. dazu die (vorläufige) Gründungserklärung vom Januar 1988: www.ddr89.de/vor/arche_1.html, letzter Zugriff am 1.8.2017; zur Arbeit der „Arche“ vgl. Huff, Natur und Industrie im Sozialismus (Anm. 8), 370–376; die „Arche“ zeigte sich offen für Ausreisewillige (Ebd., S. 371).
35.
Ob die Arche auch von kirchenleitender Seite als kirchliche Organisation anerkannt wurde, ist nach einem MfS-Bericht vom Februar 1989 nicht geklärt, vgl. Information über das „Grün-Ökologische Netzwerk Arche in der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg“, MfS, ZAIG, Nr. 77/89, in: Armin Mitter und Stefan Wolle (Hg.), Ich liebe euch doch alle! Befehle und Lageberichte des MfS, Januar – November 1989, Berlin 1990, S. 17–19, hier S. 18.
36.
Vgl. Ulrich Neumann, Was war, war wenig und viel: Die Anfänge der Arche, in: Carlo Jordan und Hans Michael Kloth (Hg.), Arche Nova. Opposition in der DDR. Das „Grün-ökologische Netzwerk Arche“ 1988–90, Berlin 1995, S. 81–92, hier S. 89; vgl. auch Huff, Natur und Industrie im Sozialismus (Anm. 8), S. 373.
37.
Arche Nova, 5 (1990), S. 433–435.
38.
Ebd., S. 438.
39.
Ebd.
40.
Ebd. In Ausführungen zur massenhaften „Produktion von Schweinefleisch“ in einem Uckermärkischen Dorf mit Namen „Haßleben“ wird bemerkt: „In einer riesigen Kompaktanlage unter einem Dach von vielleicht 500 mal 500 Metern stehen seither [nämlich seit 1979] 150.000 bis 170.000 Schweine. Den ersten Plänen zufolge sollte alles noch viel größer werden. Bis zu 250.000 Schweine sollten ständig ein hassenswertes Leben in Haßleben führen und zur Befriedigung ständig wachsender gesellschaftlicher Bedürfnisse ‚Fleisch’ produzieren. [...] In der Ferkelproduktion stehen Ferkel auf zwei mal zwei Meter Spaltenböden, was oft zu Klauenverletzungen führt. [...] Nach sechs Wochen kommen die Tiere in die Gruppenaufzucht. [...] Nach der Selektion in Zuchtläufer und Mastläufer, und nachdem bereits viele ihrer Artgenossen im Kadaverhaus endeten, verlassen die Schweine das Modul. Auf dem Weg zum Schlachthof sehen die Schweine zum ersten Mal die Sonne.“, ebd., S. 439.
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Autor: Anne Käfer für bpb.de
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