Beleuchteter Reichstag

Berlin – geteilte Stadt

„Berlin“ – „Demokratisches Berlin“ – „West-Berlin“? An der Frage der Bezeichnung für die geteilte Stadt oder eine ihrer Stadthälften zeichneten sich über 40 Jahre ideologische und territoriale Grenzen ab. Am 3. Oktober 1990 ging dann nicht nur die DDR mit ihrer Hauptstadt unter, sondern auch dieses merkwürdiges Gebilde West-Berlin. Mit der Gründung der beiden deutschen Staaten endgültig zur Insellage verurteilt und unter den Alliierten nur halb selbstständig verwaltet, waren die drei Westsektoren des geteilten Berlins dennoch für 40 Jahre für vielen Menschen aus unterschiedlichsten Gründen ein Symbol für Freiheit. Dieser Schwerpunkt widmet sich der Geschichte Berlins im Kalten Krieg, dem lange einzigartigen Klima der (westlichen) Teilstadt und den Spezifika der Hauptstadt der DDR. Er beschreibt die gegenseitigen Abgrenzungen der Stadthälften aber auch ihre Verflechtungen miteinander, mit ihrem Umland und Westdeutschland in kultureller, politischer und finanzieller Hinsicht.

Deutsch-deutscher Zieleinlauf im 4 mal 100-Meter-Staffel-Lauf der Frauen mit Heide Rosendahl und Renate Stecher bei den olympischen Sommerspielen 1972 in München

Karsten Lippmann

Verhilft Olympia zur Einheit? Deutsch-deutsche (Nicht-)Bemühungen um die Spiele 1968 für Berlin

Die Mauer stand noch nicht einmal zwei Jahre, da versuchten der Regierende Bürgermeister von Berlin Willy Brandt und der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Willi Daume, die olympischen Sommerspiele nach Berlin zu holen. Karsten Lippmann über die Reaktionen aus Ost und West.

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Kinder warten auf das Flugzeug der Luftbrücke, das an kleinen Fallschirmen befestigte Süßigkeiten abwarf, 1948

Stefanie Endlich, Monica Geyler-von Bernus

Flughafen Tempelhof – Berlins „Tor zur Welt“ im Kalten Krieg

Was hat es mit dem „Mythos Tempelhof“ auf sich und wie hat er sich im Lauf der Zeit verändert? Heute betrachten Besucherinnen und Besucher die Vielschichtigkeit des Ortes als sein herausragendes Merkmal. Tatsächlich ist Tempelhof ein Ort der doppelten Erinnerung.

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Bundeskanzler Ludwig Erhard wird von Karl Schiller, Senator, und Willy Brandt, Regierender Bürgermeister von West-Berlin, zu einem Gespräch über die Berlin-Hilfe begrüßt, 1964

Ralf Ahrens

Stadt am Tropf: Die Bundeshilfe für West-Berlin und das Subventionssystem der Berlinförderung

In wirtschaftlicher Hinsicht gilt die Berlinförderung als „erfolglos, aber teuer“ – so der Titel einer Analyse aus den 1980er Jahren. Doch auch in vielen anderen Regionen wurden Subventionen eingesetzt. Was die Sonderentwicklung in West-Berlin ausmachte, skizziert Ralf Ahrens in diesem Beitrag.

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Der Eingang der Versöhnungskirche in der Bernauer Straße wird durch die Berliner Mauer versperrt, 1961

Maria Neumann

„Wir gehören zusammen!“ Christliche Gemeinschaft und kirchliche Zeitungen im geteilten Berlin

Während Berlin im Kalten Krieg der symbolische Ort einer in zwei Blöcke geteilten Welt war, versuchten die Kirchen, die Einheit der christlichen Gemeinschaft in der geteilten Stadt zu bewahren. Anhand des Umgangs mit kirchlichen Presseerzeugnissen untersucht dieser Beitrag, ob die Kirchen diesem Anspruch gerecht wurden.

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US-Armee am Grenzübergang "Checkpoint Charlie" an der Friedrichstraße in Berlin im September 1961

Stefanie Eisenhuth

Leben mit der „Schutzmacht“. Die amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin

Viele Berlinerinnen und Berliner versprachen sich von der endlich in der Stadt eingetroffenen US-Armee umfangreiche Hilfe und eine mildere Besatzungspolitik. Stefanie Eisenhuth hinterfragt in diesem Beitrag die vermeintlich lineare Erfolgsgeschichte der Beziehungen zwischen West-Berlin und den USA nach 1945.

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Festumzug durch Ost-Berlin mit Berliner Bär am 4. Juli 1987

Krijn Thijs

Klopfzeichen und Feierkonkurrenz. Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin

Wie präsentierte sich Berlin 1937 und 1987 zu seinem Geburtstag? Politisch waren die Feierlichkeiten allesamt: Die Nationalsozialisten nutzten die 700-Jahr-Feier als Bühne für die Demonstration ihrer Macht, und 1987 kam es zu einem regelrechten Wettbewerb der Festprogramme auf beiden Seiten der Mauer.

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Festumzug zur 750-Jahr Feier am 4. Juli 1987 in Ost-Berlin: Mitglieder der Kampfgruppen vor stilisiertem Brandenburger Tor

Clemens Maier-Wolthausen

Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum – Die 750-Jahr-Feiern 1987 in Ost- und West-Berlin"

Der Workshop blickte zurück auf die Feierlichkeiten in Ost und West und ging der Frage nach, wie die Stadtgeschichte instrumentalisiert und inszeniert wurde und welche Impulse das Jubiläum für die Stadtentwicklung gab.

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Radfahrer fahren hinter einem Schild mit der Aufschrift „Achtung! Sie verlassen jetzt West-Berlin“ an der Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor entlang, 1984. Foto: Wolfgang Kumm

Interview

Eine Art Atlantis – das untergegangene West-Berlin

Am 9. November 1989 fiel nicht nur die Mauer, in der Folge verschwand auch die Insel West-Berlin. Zum Auftakt einer Beitragsreihe zur West-Berliner Geschichte befragte das Deutschland Archiv die beiden West-Berlin-Experten Julia Novak und Thomas Beutelschmidt zur Geschichte und Bedeutung damals und heute.

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Der Ost-Berliner Tierpark-Direktor Heinrich Dathe bei einer Bärentaufe, 1967.

Interview

„…damit wir gegenüber dem Zoo in Westberlin nicht ins Hintertreffen geraten“

Der Journalist Jan Mohnhaupt hat die Geschichte der beiden Berliner Tiergärten während des Kalten Krieges erforscht. Das Deutschland Archiv befragte ihn zu den zentralen Aspekten der „zoologischen Systemkonkurrenz“.

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Vorweihnachtliche Freude: Bei der Öffnung des Grenzüberganges am Brandenburger Tor wurde Bundeskanzler Helmut Kohl nicht ausgepfiffen. Neben ihm DDR-Ministerpräsident Hans Modrow (2. v.r.) und Walter Momper; links hinter Kohl sein Kanzleramtsminister Rudolf Seiters. 22. Dezember 1989.

Deutschland Archiv 7/2011 – Forum

Der Mauerfall und das verlorene West-Berlin

Obwohl West-Berlin im November 1989 im Zentrum der Ereignisse lag, ist unsere Aufmerksamkeit für die Erfahrungen der "Insel" bis heute bemerkenswert gering. Warum eigentlich? Einige Gründe für diesen weißen Fleck lassen sich in den Ereignissen des Jahres 1989 selbst ausmachen.

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Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2017

Deutschland Archiv 2017

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2017 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, Überwachungsmonitore
Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

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Es erwarten Sie ein Fülle von herausragenden und multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

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Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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