Beleuchteter Reichstag

Alltag und Gesellschaft

Nach der Gründung der beiden deutschen Staaten entwickelten sich nicht nur die unterschiedlichen politischen Strukturen weiter, sondern die Systemunterschiede wirkten sich in allen Gesellschaftsbereichen aus. Auf der einen Seite von Mauer und Stacheldraht wirkte ein zunehmend undemokratisches System der Überwachung in den Alltag der Menschen hinein, auf der anderen Seite entwickelte sich ein demokratischer Verfassungsstaat. Der Schwerpunkt Alltag und Gesellschaft thematisiert die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Systemkonkurrenz in vielen Bereichen des täglichen Lebens in Ost und West.

Rund 6000 Demonstranten, darunter auch Franzosen, beteiligten sich am 26.10.1980 in Kaiserslautern an einer Kundgebung der Friedensbewegung gegen neue Atomraketen.

Martin G. Maier

Geteilte Heimat? Der Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte in Deutschland

Diverse Akteure aus dem Spektrum des Konservatismus und der Neuen Rechten positionierten sich zur patriotischen Programmatik der anlässlich des NATO-Nachrüstungsbeschlusses auflebenden Friedensbewegung. Den daraus resultierenden Übereinstimmungen und Abgrenzungen zwischen rechts und links soll hier nachgegangen werden.

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Demonstration in Köln anlässlich der 9. Weltkonferenz der International Lesbian and Gay Association (ILGA), 1987

Christian Könne

Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland. Gleichberechtigte Mitmenschen?

Bis heute ist Homophobie ein politisch-gesellschaftlich relevantes Thema. Homosexuelle mussten sich in jahrzehntelangen Prozessen eine Entkriminalisierung und zunehmende Akzeptanz erkämpfen. Christian Könne über Kontinuitäten der Verfolgung und Diskriminierung in der Bundesrepublik.

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Die Unterlagen zur politisch motivierten Kriminalität, veröffentlicht vom Bundesinnenministerium, 2015

Michael Kohlstruck

Rechte Gewalt in Ost und West. Wie lassen sich die höheren Zahlen in den neuen Bundesländern erklären?

Die statistischen Zahlen lassen keine eindeutige Bewertung der Verteilung rechter Gewalt in Deutschland zu. Zudem enthält der Ost-West-Vergleich innerdeutschen Sprengstoff. Michael Kohlstruck über Faktoren und Erklärungsmodelle zu diesem brisanten Thema.

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Campingurlaub an der Ostseeküste, wie hier in Prerow, war bei DDR-Bürgern beliebt

Interview

„Visafrei bis nach Hawaii“ – Urlaubsträume, Trends und Reiseziele in der DDR

Wie gestaltete sich das Reiseverhalten in der DDR und inwieweit unterscheiden sich Reiseintensität und -ziele in Ost und West bis heute? Ein Interview mit der Historikerin Heike Wolter.

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Die italienische Küste wurde zunehmend zum Urlaubsziel der Westdeutschen

Interview

„Deutschlands Sonne scheint in Italien!“ Reisen und Tourismus in der Bundesrepublik

Die Bundesbürger galten schon immer als Reiseweltmeister. Hasso Spode blickt auf die Trends im Westen der Republik – aber auch jenseits des Eisernen Vorhangs.

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Ein Plakat in Mecklenburg-Vorpommern bewirbt die Region mit dem Schriftzug „Für uns ist Osten mehr als eine Himmelsrichtung", 2013

Susanne Rippl, Nelly Buntfuß, Nicole Malke, Natalie Rödel

Ostdeutsche Identität: Zwischen medialen Narrativen und eigenem Erleben

Auch fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist die Unterscheidung in „ost-“ und „westdeutsch“ in der medialen Öffentlichkeit an der Tagesordnung. Doch wie relevant ist die Kategorie „ostdeutsch“ noch für das individuelle Erleben?

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Lothar Berfelde, alias Charlotte von Mahlsdorf, in der original nachgebauten „Mulackritze“ im Gutshaus Mahlsdorf. Die Ost-Berliner Kneipe wurde 1951 geschlossen und 1964 abgerissen

Christian Könne

Schwule und Lesben in der DDR und der Umgang des SED-Staates mit Homosexualität

Hinsichtlich der Rechte für Homosexuelle war die DDR fortschrittlicher als die Bundesrepublik. Doch in der Öffentlichkeit wurden sie kriminalisiert. Die Staatssicherheit überwachte die schwul-lesbische Szene noch in den 1980er Jahren.

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Kindergärtnerin mit Kindern in einem Betriebs-Kinderwochenheim im VEB Baumwollspinnerei und Weberei Adorf im Vogtland, 1954

Ute Stary

Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR

In der DDR gab es eine Vielzahl unterschiedlicher Institutionen, die eine außerfamiliäre Betreuung von Kindern jeden Alters ermöglichten. Eine besondere Betreuungsform waren die Wochenkrippen und Kinderwochenheime. Diesem Modell der DDR-Erziehung widmet sich Ute Stary.

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Alltagsgeschehen in einer Hauptgeschäftsstraße im Ost-Berliner Bezirk Pankow, 1987

Everhard Holtmann

Volkes Stimme hinter der Mauer. Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ zum politischen und gesellschaftlichen Bewusstsein der Bevölkerung in der DDR

In Bonner Regierungskreisen wuchs das Interesse, genauer zu wissen, wie die Menschen im anderen Teil Deutschlands wirklich dachten. So gab man über das Meinungsforschungsinstitut Infratest eine Umfrage in Auftrag, die darüber auf wissenschaftlicher Basis Auskunft geben sollte.

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Kinder beim Händewaschen in einer Krippe in Leipzig, 1970

Agathe Israel

Frühe Fremdbetreuung in der DDR – Erfahrungen mit der Krippenerziehung

Die staatlich geförderte Erziehungspraxis in der DDR besaß ein doppeltes Gesicht: Einerseits boten die zahlreichen Institutionen Eltern und Kindern einen stabilen Rahmen, andererseits entwickelten sich Kontrollmöglichkeiten bis in die Familie hinein, was dazu führte, dass Eltern ihre Erziehungsverantwortung nahezu abgeben mussten.

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Plakat zur Päckchenaktion in die DDR "Dein Päckchen nach drüben", 1958

Konstanze Soch

„Päckchen von drüben“ – Der Päckchen- und Paketverkehr als trennendes und verbindendes innerdeutsches Phänomen

Wie kein anderer Gegenstand ermöglichten Päckchen und Pakete eine direkte Kommunikation zwischen Ost- und Westdeutschland, sowohl auf persönlicher als auch politischer Ebene. Welche Bedeutung den Paketen zukam, schildert Konstanze Soch anhand zahlreicher Interviews.

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Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2017

Deutschland Archiv 2017

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2017 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, Überwachungsmonitore
Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

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Es erwarten Sie ein Fülle von herausragenden und multimedial aufbereiteten Informationen zum Thema.

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jugendopposition.de
Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

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Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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