Beleuchteter Reichstag

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12.1.2018 | Von:
Uta Rüchel

Im Schatten der Geschichte. Ein Essay über den Einfluss von Erinnerungskulturen und Beheimatetsein auf den Umgang mit Geflüchteten

Uta Rüchel analysiert in diesem Beitrag, ob und inwiefern familiäre Erfahrungen mit Flucht und Vertreibung nachwirken und heute die Haltung der Ost- und Westdeutschen gegenüber Migranten prägen.

Ankunft von Flüchtlingen in Schleswig-Holstein nach 1945Ankunft von Flüchtlingen in Schleswig-Holstein nach 1945 (© Bundesarchiv, Bild 146-2004-0128, Foto: o. Ang.)

Seit der Jahrtausendwende ist viel von Kriegskindern und Kriegsenkeln die Rede. Eindringliche Schwarz-Weiß-Bilder von Flucht und Vertreibung prägen das kollektive Gedächtnis der Deutschen. Geflüchtete, die in Deutschland Schutz und ein besseres Leben suchen, haben die Erinnerungen an die eigene Geschichte einmal mehr wachgerufen. Zu Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise im Herbst 2015 hofften manche daher, dass aus diesen Erinnerungen Mitgefühl und solidarisches Handeln erwachsen könnten.

Zwei Jahre später aber werden die Debatten von Bewegungen und Parteien beherrscht, die in vermehrter Zuwanderung vor allem eine Bedrohung sehen. Nicht neu aber dennoch erschreckend ist, dass fremdenfeindliche Aussagen in den ostdeutschen Bundesländern eine noch größere Zustimmung finden als im Westen.[1] Die Frage, was mit den Ostdeutschen los ist, steht im Raum.

Dieser Beitrag nähert sich dieser Frage von einer erinnerungskulturellen Seite. Nach dem Fall der Berliner Mauer bildeten Krieg, Bombennächte, Flucht und Vertreibung ein willkommenes gesamtdeutsches Narrativ. Darüber gerieten die Unterschiede der Erinnerungskulturen in Ost und West allzu schnell aus dem Blick. Vereine der sogenannten Kriegskinder und -enkel existieren vor allem westlich der Elbe.[2] Da liegt die Frage nahe, ob der unterschiedliche Umgang mit der Geschichte in Ost und West nicht doch nachwirkt. Wie haben kollektives Gedächtnis und individuelles Erinnern einander beeinflusst? Finden sich noch heute Spuren davon in den Haltungen gegenüber Geflüchteten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Projekt "Verschwiegene Erbschaften. Wie Erinnerungskulturen den Umgang mit Geflüchteten prägen" in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Regional- und Zeitgeschichte e.V.[3], dessen Ergebnisse hier skizziert werden.

Zwischen alter Heimat und Integration– Erinnerungspolitik in der Bundesrepublik

In der Bundesrepublik setzten Politik und Vertriebenenverbände in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten auf eine Doppelstrategie. Einerseits wurde eine schnelle Eingliederung der Flüchtlinge und Vertriebenen angestrebt. Andererseits wurde versucht, ihre ethnisch beziehungsweise völkisch definierte Identität und ihren Rückkehrwillen aufrechtzuerhalten. Dies diente nicht zuletzt der Rechtfertigung des Anspruchs, die Grenzen von 1937 wiederherzustellen. Dieser Umgang mit der Vergangenheit – mit Nietzsche könnte man ihn "antiquarisch" nennen[4] − war zunächst einmal politisch motiviert. Für die Betroffenen brachte ein solcher Bezug auf die alte Heimat einen gewissen Halt mit sich, doch er erschwerte den Neuanfang.

Hinzu kam die antikommunistische Propaganda, die Flucht und Vertreibung vor allem mit dem sowjetischen Expansionsdrang begründete. Über die nationalsozialistischen Verbrechen wurde lange geschwiegen, während die Erfahrungen der deutschen Zivilbevölkerung in aller Munde waren. Damit richtete sich der Fokus auf das eigene Leid und die Selbstdefinition als Opfer. In dieser Erinnerungslandschaft gab es für die Belange der Flüchtlinge und Vertriebenen einen öffentlichen Raum, auch wenn sie in ihrem persönlichen Umfeld nicht selten gedemütigt und ausgegrenzt wurden.

Ab Mitte der 1960er Jahre bewirkten die versöhnungspolitischen Initiativen der Kirchen, verschiedene Medienberichte und die neue Ostpolitik einen Wandel der Erinnerungskultur. 1965 wäre etwa die Hälfte aller Bundesbürger erstmals bereit gewesen, die Oder-Neiße-Grenze zu akzeptieren, wenn dies zur Wiedervereinigung beigetragen hätte. Etwa 50 Prozent hielten die Grenzen von 1937 weiterhin für nicht verhandelbar. Angesichts der Tatsache, dass der Anteil der Flüchtlinge und Vertriebenen an der Bevölkerung etwa 16 Prozent betrug, ist dies eine bemerkenswert hohe Zahl. In der DDR bejahten zur selben Zeit 22 Prozent eine Wiederherstellung der alten Grenzen[5], was etwa dem Anteil der von Flucht und Vertreibung Betroffenen entsprach. Eine zwangsläufige Verbindung zwischen der Haltung zur Grenzfrage und einem erlebten Heimatverlust ist damit nicht belegt. Doch offenbar wirkten die Erinnerungspolitik und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in Ost und West durchaus meinungsbildend.

Im Zuge der Studentenproteste von 1968 schlug das Pendel zwischen Vergessen und Erinnern in der Bundesrepublik erstmals zur anderen Seite aus. Die Erinnerung an Flucht und Vertreibung geriet ins gesellschaftliche Abseits und galt nun – ähnlich wie in der DDR – als revanchistisch und revisionistisch. Stattdessen rückten die jüdischen Opfer ins Blickfeld und die Debatten wurden – anders als in der DDR − vielschichtiger. Darüber hinaus war eine Mehrheit der einstmals Geflüchteten oder Vertriebenen inzwischen gut integriert. In beiden deutschen Staaten hatte der wirtschaftliche Aufschwung die entscheidenden Impulse dafür geliefert.

Verordneter Neuanfang - Erinnerungspolitik in der DDR

Die DDR pflegte – mit Nietzsche gesprochen − vor allem einen "kritischen" Umgang mit der Geschichte. Mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und der bürgerlichen Gesellschaft sollte gebrochen werden. Der Kommunismus als Utopie war in der Zukunft verankert. Die neue Grenze an Oder und Neiße wurde ohne Zögern anerkannt. In der offiziellen Lesart hatte das deutsche Volk durch seine Unterstützung des Nazi-Regimes Schuld auf sich geladen und damit den Anspruch auf die ehemals deutschen Gebiete verspielt. Die SED-Funktionäre ahnten, dass diese Sichtweise bei vielen Betroffenen auf Gegenwehr stoßen würde. Sie wussten, dass die Flüchtlinge unter dem Verlust ihrer Heimat, ihres Besitzes und ihrer sozialen Position litten und viele auch Übergriffe, Willkür und Gewalt durch die Rote Armee erfahren hatten.[6]

Doch nicht nur in einer ablehnenden Haltung gegenüber den osteuropäischen Verbündeten sah die SED eine Gefahr. Sie fürchtete auch die Apathie, mentale Rückwärtsgewandtheit und mangelnde Bereitschaft der Flüchtlinge, sich am Aufbau der neuen Gesellschaft zu beteiligen. So war alsbald nur noch von "Umsiedlern" und "Neubürgern" die Rede. Jegliche Bezugnahme auf die alte Heimat in der Öffentlichkeit wurde untersagt. Der Blick zurück konnte nur noch im Privaten gepflegt werden.[7] Der Neuanfang war quasi staatlich verordnet. Die Schattenseite eines solch "kritischen" Umgangs mit der Historie ist offensichtlich. Wo allein das Neue und Werdende zählt, werden die Wurzeln im Zweifelsfall auch mit diktatorischen Mitteln gekappt.

Trotz der integrationspolitischen Erfolge in beiden deutschen Staaten hat sich die jeweilige Erinnerungspolitik fest eingeschrieben und war im öffentlichen Gedenken auch nach Jahrzehnten noch präsent. Am 8. Mai 2005 feierten die Ost-Berliner Bezirke, einschließlich der über die ehemalige Grenze reichende Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, den Jahrestag in gewohnter Weise als "Tag der Befreiung", während in den westlichen Bezirken Themen wie "Flucht und Vertreibung" der Deutschen oder "Tiefe Spuren – Kriegsflüchtlinge" die Gedenkfeiern bestimmten.[8]

Individuelles Gedächtnis und kultureller Rahmen

Was im individuellen Gedächtnis aus der Vergangenheit bewahrt wird, ist stark durch die Familie geprägt. Das gilt für Ost wie West gleichermaßen. Die Familie bildet die erste Erzähl- und Erinnerungsgemeinschaft, die weitaus mehr transportiert als Erinnerungen an einzelne Ereignisse. Hier wird ein fest umrissenes Bild konstruiert, das verpflichtend ist und Halt gibt. Der Sozialpsychologe Harald Welzer verweist darauf, dass das familiär vermittelte Bild – im Unterschied zu Schulwissen und medialen Informationen – ein emotionales Bild ist, "nicht Wissen, sondern Gewissheit"[9] Das individuelle Gedächtnis ist mit diesem Bild weitaus enger verknüpft als mit anderen sozialen Rahmen.

Im Rahmen des oben erwähnten Projektes wurden Interviews geführt,[10] die zeigen, wie neben den vergangenen auch die gegenwärtigen Erinnerungskulturen ihre Spuren hinterlassen. Immer wieder tauchten kleine Geschichten von Flucht und Vertreibung auf, denen anzuhören war, dass das Thema derzeit öffentlich präsent ist. Darüber hinaus zeigte sich, wie viel einfacher es ist, Opfer- oder Heldengeschichten zu erzählen als über schuldhafte Verstrickungen zu sprechen, die bis in die eigene Familie reichen. Über die Väter und Großväter in der Wehrmacht beziehungsweise der SS gab es allenfalls Anmerkungen. Vieles wussten die Nachkommen nicht genau, wobei die Grenze zum Verschweigen fließend war. Manche Details wurden angedeutet und im gleichen Atemzug gerechtfertigt. Der Konflikt zwischen der schwer zu hintergehenden Loyalität den Eltern beziehungsweise Großeltern gegenüber und einer kritischen Bewertung ihrer Haltungen und Taten war spürbar. Es scheint keine Rolle mehr zu spielen, ob jemand in der DDR oder der Bundesrepublik aufgewachsen ist. Nicht zuletzt ist da offenbar auch eine Scheu, mehr zu erfahren. Zwei Frauen – die eine ostdeutscher, die andere westdeutscher Herkunft − erwähnten nebenbei, dass sie in den Tagebüchern ihrer Väter alles nachlesen könnten, und dass es sie eigentlich auch interessiert. Dennoch haben sie bis heute keinen Blick hineingeworfen.

Die Halbwertszeit traumatischer Erfahrungen

Forscher um den Kasseler Psychiater und Psychoanalytiker Hartmut Radebold untersuchten über 50 Jahre nach Kriegsende Menschen, die Flucht und Vertreibung als Kinder oder Jugendliche erlebt hatten. Etwa ein Drittel der Befragten zeigte Anzeichen einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Mehr als die Hälfte von ihnen litt noch immer unter wiederkehrenden Bildern, Flashbacks oder Alpträumen. Die weitaus größere Anzahl der Befragten schien zwar kaum oder nur geringfügig belastet, doch auch sie kommunizierten wenig emotional, sie neigten dazu, Gefühle abzuwehren und zu leugnen.[11]

Traumatische Erfahrungen erschüttern das Verhältnis zur Welt nachhaltig. Körper und Seele gehen in Alarmbereitschaft, reagieren mit Angst und Stress, um das Überleben zu sichern. Affekte und bestimmte mentale Funktionen werden blockiert. Das Erlebte ist nicht vergessen. Es wird verleugnet, verdrängt oder abgespalten, um das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. All das wird ebenso von Generation zu Generation weitergegeben wie die erzählten Geschichten. Häufig hat das Nicht-Sagbare sogar eine größere Macht als das, was erinnert und besprochen werden kann. Diese Mechanismen sind erst lange nach Kriegsende, im Zuge der Arbeit mit Vietnamkriegsveteranen, Holocaust-Überlebenden und ihren Kindern, erforscht worden.

Die Erinnerungskulturen in Ost und West konnten zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen nur wenig beitragen. Was von einer Generation auf die andere übertragen wurde, waren eben nicht die Erfahrungen als solche. Es waren die Folgen von erfahrener Gewalt, Willkür und Ohnmacht, von Hunger, Obdachlosigkeit und nicht zuletzt dem Tod vertrauter Bezugspersonen. Sie prägten das Sprechen und Schweigen, das Denken, Fühlen und Handeln der sogenannten Kriegskinder und -enkel.

Seit der Jahrtausendwende kommen diese verschwiegenen Erbschaften ans Licht, sind Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen und persönlicher Erkundungen.[12] Der zeitliche Abstand ist inzwischen groß genug und die Frage nach den langfristigen Folgen von Kriegstraumata in der öffentlichen Diskussion angekommen. Der Psychoanalytiker Christoph Seidler berichtet, dass mehr als die Hälfte der in seiner Institutsambulanz behandelten Patienten – unabhängig davon, wo sie aufgewachsen sind – aus Familien kommt, die von Flucht und Vertreibung betroffen waren. Das Gefühl der Wurzellosigkeit ist für viele von ihnen auch heute noch prägend.[13]

Umbruch nach der Wende als kollektive Migrationserfahrung

Die Kölner Autorin Sabine Bode diagnostiziert für die Gegenwart eine zunehmende Entblockierung, eine Auflösung tiefsitzender Ängste.[14] Es ist zu bezweifeln, dass dieser Befund für Ost wie West gleichermaßen gilt. Selbsthilfegruppen und Seminarangebote für Kriegskinder und -enkel haben im Westen Deutschlands regen Zulauf, im Osten dagegen − wie schon erwähnt − vergleichsweise wenig. Dort sind es vor allem die Kinder der Flüchtlingskinder, die Interesse zeigen. Über ihre Eltern sagen viele von ihnen: "Sie seien unglaublich frustriert und daher oft schwer erträglich. Sie vergolden wider besseres Wissen die DDR."[15] Sabine Bode interpretiert dies als Nachwirkung des in der DDR verordneten Schweigens über Flucht und Vertreibung und somit als unverarbeitete Trauma-Folgen.

Die von mir geführten Interviews zeigen, dass hier nicht nur das in der DDR verordnete Schweigen nachwirkt. Auch die Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Systemumbruch 1989 sind dabei von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Viele der sogenannten Kriegskinder, insbesondere die von Flucht und Vertreibung betroffenen Familien, hatten in den 1990er Jahren zum zweiten Mal einen mühevollen Neuanfang zu bewältigen. Die Flüchtlingskinder standen – wie alle anderen ihrer Generation − mitten im Berufsleben, als die Mauer fiel. Zentrale Werte, Überzeugungen, Lebensformen, Rituale und Identitäten veränderten sich quasi über Nacht, der Anpassungsdruck war hoch. Etwa 2,5 Millionen Menschen verloren 1990 und 1991 mit ihrer Arbeit die finanzielle Basis und häufig auch einen wichtigen Lebensinhalt. Was blieb, war ein Gefühl der Machtlosigkeit, das im kollektiven Gedächtnis Ostdeutschlands fortwirkt.[16]

Die Sozialwissenschaftler Steffen Schmidt und Hartmut Rosa verweisen auf eine anhaltende westliche "Überschichtung" Ostdeutschlands[17] aufgrund einer strukturellen Diskriminierung Ostdeutscher bei der Besetzung attraktiver und mit Gestaltungseinfluss verbundener Stellen. Die Historikerin Tanja Bürgel diagnostiziert insbesondere für die in den 1950ern in Ostdeutschland Geborenen:
    "Bei Aufsteigern wie bei Absteigern hinterließ der Anpassungsschock das verunsichernde Selbstgefühl einer 'kooptierten' Generation, die der Welt, in der sie sich zu bewähren hat, erst spät beigetreten war. Dieses Selbstgefühl führt zu einer Sprachlosigkeit, die von ihnen selbst selten als Problem thematisiert wird, wohl aber von ihren Nachkommen."[18]
Bei den meisten Ostdeutschen liegen die Erinnerungen an den SED-Staat und die Nachwendezeit über den Erinnerungen an das Dritte Reich.[19] Nicht selten wird die ostdeutsche Umbruchserfahrung als kollektive Migrationserfahrung beschrieben. Der Anpassungsdruck und der erzwungene Neuanfang, aber auch die Ablehnung und Skepsis, die viele Flüchtlinge nach 1945 oder später die sogenannten Gastarbeiter seitens der Alteingesessenen erlebten, ist der Mehrheit der Ostdeutschen vertraut.
    "Und tatsächlich bewegten sich die Ostdeutschen über die 1990er Jahre hinweg auch wie Einwanderer durch die institutionelle und kulturelle Welt des Westens. Einerseits fühlten sie sich als 'Deutsche zweiter Klasse' mit unzureichend modernisierter Vergangenheit stigmatisiert, andererseits bemühten sie sich nach Kräften, das eigene Leben an die rasch gewandelten Umstände anzupassen."[20]
Es liegt nahe, dass in dieser Situation weit zurückliegende Erfahrungen von Diskriminierung, Verunsicherung und Kontrollverlust reaktiviert und ein mehr oder weniger aufwändig erworbenes Zugehörigkeitsgefühl erneut erschüttert wurde. Es ist schwer zu sagen, wie viele Menschen solche Retraumatisierungen erlebt haben, ohne sich dessen bewusst zu sein. Fest steht, dass sie unter den Bedingungen der Nachwendezeit ebenso wenig besprochen und verarbeitet werden konnten wie vorher die Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegszeit. Auch deshalb machen die sogenannten Kriegskinder im Osten wesentlich seltener von sich reden und es gelingt – zumindest in Ansätzen – erst ihren Kindern, über die Erfahrungen, die ihre Eltern haben verstummen lassen, zu sprechen.

Menschen, die mit unverarbeiteten traumatischen Erfahrungen leben, reagieren auf für sie unüberschaubare Veränderungen besonders stark. Sie sind schneller verunsichert und haben größere Angst vor einem mit Veränderungen verbundenen Kontrollverlust.[21] Es wäre zu untersuchen, inwieweit der starke Zuspruch, den Parteien mit einer ausgeprägten Kritik an der aktuellen Flüchtlingspolitik erfahren, auf tief sitzenden Ressentiments gründet oder aber auf den hier beschriebenen unverarbeiteten Erfahrungen.

Heimatverlust und Integration

Nach Systemumbrüchen wie nach Migrationserfahrungen geht es um einen Neuanfang, zumeist auch darum, mit der Zeit an einem neuen Ort beheimatet zu sein. Heimat ist ein Gegenbegriff zu Entwurzelung und Entfremdung. Damit wird die Frage zentral, worin die eigene Verwurzelung begründet ist. Der Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz verweist darauf, dass Beheimatung in erster Linie ein innerseelischer Vorgang ist.[22] Zweifelsohne sind Verwurzelung und Stabilität, die sich aus einem frühen Weltvertrauen speisen, äußerst hilfreich. Viele Flüchtlinge und Vertriebene haben ein solches Weltvertrauen nie kennengelernt oder es verloren. Umso stärker suchen sie nach Stabilität, nach einer Heimat im Außen.

Der Schriftsteller und Holocaust-Überlebende Jean Améry hat den revoltierenden 68ern, denen "Heimat" leicht als etwas Verächtliches, als Domäne der Rechten galt, entgegnet: "Man muss Heimat haben, um sie nicht nötig zu haben." [23] Er wusste, wie es sich anfühlt, aus seiner Heimat verjagt worden zu sein. Den Wunsch nach Heimat gering zu schätzen, es als spießigen Dünkel abzutun, wenn Menschen sich irgendwo beheimatet wissen wollen, erschien ihm unangebracht und hochmütig.[24]

Letztlich können Prozesse der Integration auf beiden Seiten zu Identitätserschütterungen führen. Fühlen die sogenannten Einheimischen sich nicht mehr heimisch, sondern eher fremd in der Gesellschaft, werden sie zu Verteidigern der Vergangenheit. Kommen tief verankerte Ressentiments oder ein verlorenes Selbstwertgefühl hinzu, reagieren sie mit starker Abwehr auf die Zuwanderer.

Heimat ist immer auch dort, wo die eigenen Erinnerungen einen Platz haben. Insofern ist es durchaus von Belang, was im kollektiven Gedächtnis verankert ist, reproduziert wird und was nicht. Die bundesdeutsche Erinnerungskultur in Bezug auf die DDR war von der Aufarbeitung des SED-Unrechts und einer latenten Abwertung aller ostdeutschen Besonderheiten bestimmt. Hier wiederholte sich ein öffentliches Verschweigen identitätsprägender Erfahrungen beziehungsweise deren Missachtung, was nicht nur die ehemaligen Flüchtlinge und Vertriebenen aus der DDR gut kannten. Das erinnerungspolitische Paradigma der Aufarbeitung war weitestgehend vorgegeben – wie ehemals in Bezug auf Krieg, Flucht und Vertreibung − und damit bestimmte Erfahrungen einer Verarbeitung kaum zugänglich.

Nicht zuletzt deuten die ausgewerteten Lebensgeschichten darauf hin, wie wirkungsmächtig das individuelle Gefühl ist, nicht gut beheimatet zu sein. Das kann in der Vergangenheit wurzeln oder in der Gegenwart entstehen. In jedem Falle zeigt sich ein Zusammenhang: Wer nicht angekommen ist, kann andere nicht willkommen heißen.

Ohne Heimat kein Willkommen

Welchen Einfluss Erinnerungskulturen und familiäre Übertragungen auf die aktuelle Haltung zu Geflüchteten haben, ist nicht eindeutig zu bestimmen. Dennoch liefern die Ergebnisse des Projektes einige interessante Anregungen für weitere Forschungen.

Offenbar haben die Erinnerungskulturen in Ost und West durchaus ihre Spuren hinterlassen. Ein Beispiel dafür ist die nach wie vor unterschiedlich starke Beschäftigung der sogenannten Kriegskinder mit ihrem Schicksal. Wer im Westen Deutschlands aufwuchs, wurde von den auf die eigenen Opfer zentrierten Diskursen der 1950er und 1960er Jahre ebenso geprägt wie von einer allgemeinen Fixierung auf das Individuum. Demgegenüber waren gerade die für das Individuum entscheidenden Kriegsfolgen in der DDR kein öffentliches Thema.

Unabhängig davon nahm die Erinnerungspolitik in beiden deutschen Staaten weder die Verarbeitung traumatischer Erfahrungen noch die Auswirkungen ihrer transgenerationalen Übertragungen in den Blick. Das betraf nicht nur unverarbeitetes Leid, sondern auch uneingestandene Schuld und Scham. Damit blieb in Ost wie West eine Leerstelle zurück, die erst nach und nach gefüllt wird.

Die persönliche Bewertung der aktuellen Flüchtlingspolitik scheint maßgeblich durch familiär geprägte Haltungen, eigene Erfahrungen von Integration und dem Gefühl, gut beheimatet zu sein, bestimmt. In den Interviews zeigte sich, dass vor allem diejenigen Interviewpartner, deren Familien nach Flucht und Vertreibung freundlich aufgenommen wurden oder die nach einigen Mühen in der neuen Heimat gut angekommen sind, den heutigen Flüchtlingen gegenüber eine aufgeschlossene Grundhaltung haben.
    "Rückblickend kann man sagen, man hat ein glückliches Leben gehabt. Das andere was war, ist vergessen. Man ist hier oben gelandet. […] Die haben ja noch mehr verloren als wir im Grunde genommen. Und dann kann man sie nicht weiter ertrinken lassen."[25]
Wer hingegen auf eine Zeit zurückblickt, die bis heute nicht verheilte Wunden hinterlassen hat, ist nicht in jedem Fall völlig verschlossen, aber auffällig weniger mitfühlend. Hier wird deutlich, wie nicht verarbeitetes Leid, nicht betrauerte Verluste und nicht gelungene Integration über Jahrzehnte hinweg wirken. So sagte eine weibliche Befragte aus Mecklenburg-Vorpommern, Jahrgang 1958:
    "Sie flüchten vor dem Krieg und dem Terror im eigenen Land und hier müssen sie doch erstmal glücklich sein, dass sie in Frieden ein Obdach gefunden haben und Essen und Trinken haben. Und trotzdem, z. B. in J. wird vieles zurückgegeben. Das schmeckt uns nicht und dies und das. […] Was mein Vater auch sagt: Die laufen alle mit ihrem iPhone rum. Wir hatten nicht mal was zu essen. [...] Uns hat keiner geholfen. Da ist wohl ein bisschen Verbitterung bei, wenn er das so ausdrückt."[26]
Die Zuwanderung von Geflüchteten konfrontiert eine schwer zu schätzende Zahl von Menschen mit vergessenen und verdrängten Erinnerungen. Das löst nicht immer Abwehr aus. Unverarbeitete traumatische Erfahrungen zeigen sich auch bei jenen, die sich für Geflüchtete engagieren und darüber krank werden.

In der Abwehr des Fremden finden sich schwer einzuordnende Spuren von Trauer, Schuld und Scham. Sie können mehr als 70, 50 oder auch erst 20 Jahre alt sein, einander überlagern und aktivieren. Je länger ihr Ursprung zurückliegt, je unzugänglicher sie dem Bewusstsein sind, desto schwerer ist es, sie wahrzunehmen.

Heimat ist der Ort, an dem das Dasein des Einzelnen bejaht wird, an dem er auf seine Vergangenheit zurückblicken und seine Zukunft gestalten kann. Zu jedem Dasein gehört eine Lebensgeschichte. Indem ich sie erzählen kann, nimmt meine Identität eine Gestalt an. Wie ich sie erzähle, was ich erinnere oder ausspare, ist nicht zuletzt eine Frage des Gegenübers und der jeweiligen Erinnerungskultur.

Zitierweise: Uta Rüchel, Im Schatten der Geschichte. Ein Essay über den Einfluss von Erinnerungskulturen und Beheimatetsein auf den Umgang mit Geflüchteten, in: Deutschland Archiv, 12.01.2018, Link: www.bpb.de/262699

Fußnoten

1.
Die „Mitte“-Studien der Universität Leipzig, Erhebungszeitraum 2014, www.uni-leipzig.de/pressedaten/dokumente/dok_20140604103407_02ffd91ece.pdf, letzter Zugriff am 25.11.2017.
2.
Die Mitte 2016 angefragten Interessensvertretungen konnten keine genauen Angaben zur Anzahl der in Ostdeutschland tätigen Kriegskinder- und Kriegsenkel-Vereine machen. Dennoch zeigten Recherchen im Netz wie auch eigene Erfahrungen auf Kongressen, dass die überwiegende Mehrzahl der Aktiven wie Interessierten in Westdeutschland beheimatet ist und dort auch die meisten Veranstaltungen stattfinden. Dies deckt sich mit den Erfahrungen von Sabine Bode, die "ausgesprochen selten" zu Lesungen nach Ostdeutschland eingeladen wird. Vgl: Sabine Bode, Kriegsspuren. Die deutsche Krankheit German Angst, Stuttgart 2016, S. 21.
3.
Vgl. Uta Rüchel, Verschwiegene Erbschaften. Wie Erinnerungskulturen den Umgang mit Geflüchteten prägen, Gesellschaft für Regional- und Zeitgeschichte e. V (GRZ), Schwerin, unveröffentlichtes Manuskript. Das Projekt wurde mit Unterstützung durch die Gesellschaft für Regional- und Zeitgeschichte Schwerin, die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen in Mecklenburg-Vorpommern 2016 durchgeführt. Es wurden die historischen Bezugsrahmen der jeweiligen Erinnerungspolitik, ihre Auswirkungen auf das kollektive Gedächtnis und die Spezifika familiär weitergegebener Erinnerungen thematisiert sowie 20 lebensgeschichtliche Interviews in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein geführt und ausgewertet.
4.
Nietzsche zufolge gibt es drei Formen, sich auf die Vergangenheit zu beziehen: die "monumentale", die "antiquarische" und die "kritische" Historie. Vgl. Friedrich Nietzsche, Unzeitgemäße Betrachtungen – Zweites Stück − Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben, in: Werke in drei Bänden, Bd. 1. Köln 1994, S. 161ff.
5.
Michael Schwartz, Vertriebene im doppelten Deutschland. Integrations- und Erinnerungspolitik in der DDR und in der Bundesrepublik, in: Institut für Zeitgeschichte (Hg.), Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte 1 (2008), Oldenburg, S. 114.
6.
Ebd., S. 116; vgl. auch: Wolfgang Meinicke, Flüchtlinge, Umgesiedelte, Vertriebene in der Sowjetischen Besatzungszone, in: Alexander von Plato und Wolfgang Meinicke, Alte Heimat – neue Zeit, Berlin 1991, S. 23 f.
7.
Ebd., S. 104.
8.
Christoph Seidler, Trauma, Schweigen, Erinnerung, in: Michael J. Froese und Christoph Seidler, Traumatisierungen in (Ost-)Deutschland, Gießen 2009, S. 73.
9.
Harald Welzer, Das kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung, München 2005, S. 171.
10.
Die 20 Interviews wurden in zwei vergleichbar großen Orten in Mecklenburg−Vorpommern und Schleswig-Holstein geführt, in denen es 2016 Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge gab. Dabei wurden Männer und Frauen verschiedener Generationen in Stavenhagen und Umgebung (MV) sowie in Boostedt und Umgebung (SH) gebeten, ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Die beiden ausgewählten Bundesländer waren nach 1945 prozentual zur Bevölkerungszahl am stärksten vom Zuzug von Flüchtlingen, Vertriebenen und Zwangsumgesiedelten betroffen. In Schleswig–Holstein wuchs die Bevölkerung für einige Jahre um 67 Prozent, in Mecklenburg–Vorpommern um 52 Prozent.
11.
Hartmut Radebold, Kriegsbeschädigte Kindheiten, in: Radebold (Hg.), Kindheiten im Zweiten Weltkrieg und ihre Folgen, Gießen 2012, S. 24 f.
12.
Vgl. u. a.: Bettina Alberti, Seelische Trümmer. Die Nachkriegsgeneration im Schatten des Kriegstraumas, München 2013; Per Leo, Flut und Boden. Roman einer Familie, Stuttgart 2014; Michael Schneider und Joachim Süss (Hg.), Nebelkinder. Kriegsenkel treten aus dem Traumaschatten der Geschichte, Berlin 2015.
13.
Christoph Seidler, Trauma, Schweigen, Erinnerung, in: Froese und Seidler, Traumatisierungen (Anm. 8), S. 81.
14.
Sabine Bode, Kriegsspuren. Die deutsche Krankheit German Angst, Stuttgart 2016, S. 15.
15.
Ebd., S. 21.
16.
Steffen Schmidt und Hartmut Rosa, Institutionelle Transformation – Habituelle Irritation – Sozialstrukturelle Petrifikation: Empirische Befunde und transformationstheoretische Schlüsse zur deutschen Vereinigung, in: Heinrich Best und Everhard Holtmann (Hg.), Aufbruch der entsicherten Gesellschaft, Frankfurt a. M. 2012, S. 420 f.
17.
Ebd., S. 436.
18.
Tanja Bürgel, Ostdeutsche Generationen als Einwanderer in der Bundesrepublik und die Perspektiven der Wendekinder als Generation, in: Best und Holtmann (Anm. 16), S. 179.
19.
Vgl. Harald Welzer, Sabine Moller und Karoline Tschuggnall, Opa war kein Nazi. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis, Frankfurt a. M. 2002, S. 16; Iris Wachsmuth, NS-Vergangenheit in Ost und West. Tradierung und Sozialisation, Berlin 2008, S. 293 f; Nina Leonhard, Politik- und Geschichtsbewusstsein im Wandel, Münster 2002, S. 326 f. Bürgel, Ostdeutsche (Anm. 18), S. 173; vgl. auch Toralf Staud, Einwanderer. Ossis sind Türken, in: Die Zeit 41 (2003).
20.
Bürgel, Ostdeutsche (Anm. 18), S. 173; vgl. auch Toralf Staud, Einwanderer. Ossis sind Türken, in: Die Zeit 41 (2003).
21.
Michael J. Froese und Christoph Seidler, Traumatisierungen in (Ost-)Deutschland, Gießen 2009, S. 22 ff.; vgl. auch: Sabine Bode, Kriegsspuren. Die deutsche Krankheit German Angst, Stuttgart 2016, S. 21.
22.
Hans-Joachim Maaz, Leben im ewigen, kritischen Misstrauen. Die Integration des Verdrängten und Tabuisierten. Zum Umgang mit dem Thema Flucht und Vertreibung in der DDR, Vortrag in Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), 12.12.2003, http://www.bpb.de/mediathek/446/leben-im-ewigen-kritischen-misstrauen, letzter Zugriff am 27.10.2017.
23.
Jean Améry, Wieviel Heimat braucht der Mensch?, in: Jenseits von Schuld und Sühne, Stuttgart 2000, S. 81.
24.
Ebd., S. 101.
25.
Interview mit Zeitzeuge aus Schleswig-Holstein (Anm. 3), Jahrgang 1931.
26.
Interview mit Zeitzeugin aus Mecklenburg-Vorpommern (Anm. 3).
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