Beleuchteter Reichstag

1968 – Ost und West

„Epochenjahr“, „Jahr der Rebellion“ oder „Jahr des Umbruchs“ – mit vielen Bezeichnungen ist das Kalenderjahr 1968 in die Literatur und das internationale kollektive Gedächtnis eingegangen. Manchmal wurde es mit Bedeutung überfrachtet, manchmal als kultureller Kampfbegriff missbraucht. Noch heute, 50 Jahre später, streiten sich Wissenschaftler und Politiker über die Bedeutung des Jahres, in dem weltweit die Menschenrechts- und Studentenbewegung teilweise gewalttätig eskalierten. Das Deutschland Archiv beleuchtet in den unter diesem Schwerpunkt versammelten Beiträgen die Auswirkungen von „68“ in Ost- und Westdeutschland.

Am 21. August 1968 marschierten die Truppen des Warschauer Paktes in die ČSSR ein

Michael Lühmann

1968 OST - Was vom „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ übrig blieb

50 Jahre nach 1968 wird nicht nur die Bedeutung der 68er (West) neu diskutiert, auch die Frage nach einer Generation 68 Ost steht wieder im Fokus. Michael Lühmann über die Folgen der Ereignisse und warum es mit Blick auf den zunehmenden Rechtsruck notwendig ist, neue Debatten anzustoßen.

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Der Generalsekretär der SED, Walter Ulbricht, der tschechoslowakische Politiker Alexander Dubček und der sowjetische Parteiideologe Michail Suslow, 1968

Francesco Di Palma

Die SED vor der Herausforderung des „Prager Frühlings“ – eine transnationale Betrachtung

Welche Bedeutung hatte das Jahr 1968 und der „Prager Frühling“ für die SED? Francesco Di Palma analysiert die ökonomische und außenpolitische Situation der DDR in den 1960er Jahren sowie die Beziehung der SED zu den kommunistischen Parteien in Italien und Frankreich.

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Stefan Wolle am 17. Mai 2018 vor dem Eingang des DDR-Museums in Berlin-Mitte

Interview

„Es wäre traurig, wenn man mit 17 Jahren nicht die Illusion hätte, die Welt verbessern zu können.“

Der Historiker Stefan Wolle leitet das DDR-Museum in Berlin-Mitte. Als junger Erwachsener verfolgte er in Ost-Berlin das Entstehen einer außerparlamentarischen Opposition (APO) in Westdeutschland, die Studentenunruhen von 1968 sowie den Prager Frühling. Im Gespräch mit dem DA setzt er sich erneut mit den Auswirkungen – nicht zuletzt auf die Friedliche Revolution 1989 – auseinander.

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Rudi Dutschke spricht in der Technischen Universität Berlin auf einem internationalen Vietnam-Kongress, 1968

Matthias Stangel

Rudi Dutschke und die nationale Frage

Rudi Dutschke war die Gallionsfigur der studentischen Proteste innerhalb der Außerparlamentarischen Opposition (APO) in der Bundesrepublik. Als „Abhauer" aus der DDR stellte sich die nationale Frage für ihn auf eine besondere Art und Weise. Matthias Stangel skizziert in seinem Beitrag die Bedeutung nationaler Elemente in den sozialistischen Konzeptionen Dutschkes.

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Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Was Kathrin erlebt, erzählt sie im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich".

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Publikationen zum Thema

Deutschland Archiv 2018

Deutschland Archiv 2018

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2018 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2017

Deutschland Archiv 2017

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2017 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Der Tag in der Geschichte

  • 22. August 1962
    Die Sowjetunion hebt ihre Kommandantur in Berlin auf und erklärt damit den Viermächtestatus der Stadt für beendigt. Ein NVA-Offizier wird am 23. 8. 1962 »Stadtkommandant für die Hauptstadt der DDR« mit Sitz in Berlin-Karlshorst. Weiter
  • 22. August 1975
    Die Bundesregierung beschließt Grundsätze über die Prüfung der Umweltverträglichkeit öffentlicher Maßnahmen. Danach ist die gesamte Bundesverwaltung gehalten, Umweltbeeinträchtigungen zu vermeiden oder zu neutralisieren. Weiter
  • 22. August 1989
    Auch die bundesdeutsche Botschaft in Prag muss wegen Überfüllung schließen. Trotzdem strömen zufluchtsuchende DDR-Bürger weiter in die Botschaft, indem sie über den Zaun in den Garten des Palais Lobkowicz klettern. Am Vortag hatten trotz Verbots ca. 3 000... Weiter
  • 22. August 1990
    Die Volkskammer verabschiedet in namentlicher Abstimmung den Wahlvertrag, der im ersten Anlauf gescheitert war. (8./9. 8. 1990) Die Gegenstimmen stammen von PDS und Bündnis 90/Grüne, die vor allem die fünfprozentige Sperrklausel für das gesamtdeutsche... Weiter
  • 22. August 1990
    Drei bundesdeutsche Großkonzerne, das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk (RWE), Preußen Elektra und Bayernwerk, übernehmen die Stromversorgung der DDR mit Zustimmung des Energieministeriums und der Treuhandanstalt. Nach kurzer Amtszeit war am 20. 8.... Weiter
  • 22. - 25. August 1992
    Fremdenfeindliche Ausschreitungen: In Rostock kommt es nachts zu den bisher schwersten Gewalttaten gegen Ausländer in Deutschland. Am 24. 8. zünden rechtsextreme Jugendliche, die in Rostock zusammenströmen und randalieren, unter dem Beifall erwachsener... Weiter