Beleuchteter Reichstag

counter
13.9.2011 | Von:
Robert Meyer
Lutz Haarmann

Das Freiheits- und Einheitsdenkmal

Die geschichtspolitische Verortung in der Ideengeschichte der Bundesrepublik

2. Deutsche Geschichte und Identität jenseits des Nationalsozialismus

Als in der Bundesrepublik über die Errichtung des Holocaust-Mahnmals gestritten wurde[20], initiierte Florian Mausbach, der damalige Präsident des Bundesamtes für Bauwesen, im Jahre 1998 gemeinsam mit Günter Nooke, dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Jürgen Engert, dem Gründungsdirektor des ARD-Hauptstadtstudiums, und dem letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière die Idee für den Bau eines Freiheits- und Einheitsdenkmals. In einem Brief, den die vier Initiatoren am 13. Mai 1998 an Helmut Kohl, Rita Süssmuth, Gerhard Schröder und Eberhard Diepgen sandten, erklärten sie: "Wir Deutsche tun uns schwer mit Denkmälern und Gedenkstätten. [...] Die Unfähigkeit zu feiern und die Unfähigkeit zu trauern gehören zusammen. Sie können auch nur gemeinsam überwunden werden. Denkmäler der Schande und der Trauer, des Stolzes und der Freude sind notwendige Grundsteine des neuen Deutschland und der neuen Bundeshauptstadt."[21]

Die Initiatoren des Denkmals rekurrierten damit auf die positiven Seiten der deutschen Geschichte. Die Deutschen, so die Argumentation, kämen nicht umhin, nicht nur die negativen Seiten ihrer Geschichte, sondern auch die positiven Elemente ihrer Vergangenheit zu betonen. So fragte Günter Nooke explizit, warum die Deutschen "im Kontext der national bedeutenden Denkmale nicht auch der Aktiva der deutschen Geschichte gedenken" könnten.[22] Auch Alfred Grosser meinte, dass "man sich in Deutschland allzu wenig an die positive Vergangenheit" erinnere.[23]

Mit der Absicht, die positiven Seiten der deutschen Geschichte zu würdigen, tat sich die Bundesrepublik lange Zeit schwer. Vor allem in den "80er-Jahren war die lange und ferne deutsche Geschichte verblasst, und in den Vordergrund immer dringlicher die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust getreten".[24] Vor diesem Hintergrund verwies die frühere Bundesministerin für innerdeutsche Beziehungen Dorothee Wilms in ihrem Plädoyer für das Denkmal auf eine "gebrochene nationale Geschichtstradition" der Deutschen. Nicht nur die föderale Struktur Deutschlands habe die Etablierung einer zentral ausgerichteten nationalen Erinnerungskultur verhindert, sondern Wilms führte dies vor allem "auf die NS-Diktatur mit Holocaust und Völkermord, auf eine SED-Diktatur mit Rechtlosigkeit und Unfreiheit in einem Teil Deutschlands und auf all die anderen bedrückenden menschlichen und gesellschaftlichen Folgen" zurück.[25] Allerdings dürfe die deutsche Geschichte nicht allein auf diese Zusammenhänge reduziert werden. Die Sichtweise, wonach der Nationalsozialismus den einzigen Fluchtpunkt deutscher Geschichte bildet, wurde somit kritisch gewertet. Entsprechend wurde auch die Annahme von Zwangläufigkeiten oder Sonderwegen in der deutschen Geschichte zurückgewiesen: Es sei "nicht wahr, dass die deutsche Geschichte auf das Jahr 1933 zulaufen musste".[26] Die deutsche Geschichte sei wie auch diejenige anderer europäischer Staaten gleichermaßen von negativen wie positiven Seiten geprägt und Deutschland in dieser Hinsicht als ein normales europäisches Land zu sehen.

Die Würdigung der positiven Seiten der deutschen Geschichte sei gerade für die Identitätsstiftung wichtig. Die Reduzierung der deutschen Geschichte auf den Nationalsozialismus, so konstatieren die Befürworter des Denkmals, sei nicht geeignet, ein tragfähiges Identitätsgefühl hervorzubringen. So stellte Günter Nooke fest, dass "der Holocaust oder die vorbildliche Aufarbeitung des NS-Verbrechen [...] nicht als nationale Identifikation" ausreichten.[27] Darauf machte auch der evangelische Theologe Richard Schröder aufmerksam, wenn er darauf hinwies, dass kein Volk "allein aus dem Versagen Orientierung gewinnen" könne.[28] Weder Nooke noch Schröder sprachen sich damit grundsätzlich gegen die Errichtung von Mahnmalen aus, mit denen der Opfer staatlich begangener Verbrechen gedacht werde, doch dürfe sich die kollektive Erinnerung nicht darauf beschränken. Dies brachte auch der "linke Patriot"[29] Peter Brandt zum Ausdruck, wenn er darlegte, "dass wir den Jungen nur zumuten können, diese Last weiterzutragen, wenn die Erinnerung an die Schrecken der Vergangenheit ergänzt wird um positive Identifikationsangebote". Es gelte vielmehr einen "Kernbestand ganz spezifischer positiver Leistungen, mit denen Deutschland seinen Beitrag zur Menschheitsentwicklung geleistet hat und fortgesetzt leistet" anzuerkennen.[30] Dorothee Wilms erklärte, dass ohne Geschichtsbewusstsein "eine geistig-politische Orientierung in Staat und Gesellschaft nicht möglich" sei.[31] Dies könne die Bezugnahme auf den Nationalsozialismus indes nicht leisten. Vielmehr sei es wichtig, eine Erinnerungskultur zu etablieren, in der sich die Identität widerspiegelt und gleichermaßen bewahrt werden soll, wobei insbesondere die Bedeutung von Denkmälern hervorgehoben wird.

In der Diskussion um die Errichtung des Freiheits- und Einheitsdenkmals wurde über die Zeit des Nationalsozialismus hinausgegangen. Dabei wurde grundsätzlich das "selbstzerstörerische Klischee" zurückgewiesen, wonach "die Deutschen nicht über beachtliche freiheitliche Traditionen [...] verfügen könnten".[32] Hierbei spielte insbesondere das 19. Jahrhundert eine herausragende Rolle, wobei eine spezifisch deutsche Revolutionstradition begründet wurde, die sich von 1848 bis 1989 spanne. Dabei kam den Begriffen "Freiheit" und "nationale Einheit" eine herausgehobene Bedeutung zu: "Was in der Revolution von 1848 noch misslang, wurde nach 1989 zum europäischen Ereignis: Der Sieg der freiheitlichen, demokratischen und nationalen Bewegungen. [...] Ein Freiheits- und Einheitsdenkmal der friedlichen Revolution wäre zugleich Überwindung und Vollendung: Überwindung eines martialischen Nationalismus und Vollendung der demokratischen Revolution von 1848."[33] Dementsprechend betonten die Initiatoren des Denkmals, es gebe von 1989 "durchaus eine direkte Traditionslinie hin zu 1832 und 1848!"[34]

Aber nicht nur die Initiatoren des Freiheits- und Einheitsdenkmals stellten die Umwälzungen des Herbsts 1989 in einen revolutionären Kontext, der bis in das 19. Jahrhundert reicht. Auch die Bundesregierung machte sich diese Einordnung zu eigen und unterstrich ebenfalls diese Traditionslinie, wodurch die ursprünglich private Initiative auf eine politische Ebene gehoben wurde.[35] Dabei bezog die Bundesregierung die Akteure von 1989 auf die Nationalbewegung im 19. Jahrhundert: "Die Frauen und Männer der friedlichen Revolution konnten an eine lange Freiheitstradition anknüpfen. Im 19. Jahrhundert war die deutsche Nationalbewegung der Träger des Freiheitsgedankens, der stets mit dem Wunsch nach Einheit verbunden war. So war die Revolution von 1848/49 nicht nur der Versuch, Menschen- und Bürgerrechte zu garantieren, sondern auch die Einheit zu schmieden."[36]

Auch die Bundesregierung konturierte eine historische Kontinuität, die von 1848 über die Weimarer Republik bis hin zur Bundesrepublik reicht. Dementsprechend wurde darauf hingewiesen, dass die Weimarer Verfassung "bewusst an die Traditionen der Reichsverfassung von 1849" anknüpfte und dabei sowohl die Freiheit als auch die Einheit als konstituierende Merkmale bewahrte, bevor sie durch den linke und rechte Kräfte zerstört wurde. Diese revolutionäre Traditionslinie fand auch Eingang in den Beschluss des deutschen Bundestages, der sich am 9. November 2007 für die Errichtung eines Einheitsdenkmals entschied[37]: "Die Bundesrepublik Deutschland errichtet in Erinnerung an die friedliche Revolution im Herbst 1989 und an die Wiedergewinnung der staatlichen Einheit Deutschlands ein Denkmal der Freiheit und Einheit Deutschlands, das zugleich die freiheitlichen Bewegungen und die Einheitsbestrebungen der vergangenen Jahrhunderte in Erinnerung ruft und würdigt."

Das Herausarbeiten einer spezifisch deutschen Revolutionstradition, die auf die Revolution von 1848 zurückgeführt wird, kommt indes nicht nur an der Errichtung des Denkmals zum Ausdruck. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise auch die Umbenennung des Platzes vor dem Brandenburger Tor in "Platz des 18. März" einzuordnen. Hiermit soll eine Verbindungslinie zwischen dem 18. März 1848 und den ersten freien Wahlen in der DDR am 18. März 1990 gezogen werden.[38] Es gibt somit einige städtebauliche Projekte, die – wie das Freiheits- und Einheitsdenkmal – die revolutionären Aspekte der deutschen Geschichte abbilden.

Die intendierte Anknüpfung der Ereignisse im Herbst 1989 an eine deutsche Revolutionstradition spiegelt sich auch in der semantischen Bezeichnung dieser Ereignisse wider, insofern einerseits von "Revolution" andererseits von "Wende" gesprochen wird. Damit sind beide Termini zu ideengeschichtlichen Kampfbegriffen geworden, mit denen um die Deutungshoheit über die Ereignisse des Herbstes '89 gerungen wird. So verwehren sich die Kritiker gegen den "Wende"-Begriff, weil dieser vom Honecker-Nachfolger Egon Krenz geprägt wurde. Mit dem Begriff der "Wende" glaubte er einen Terminus gefunden zu haben, "der sowohl eine Hinwendung auf das Bewährte aus 40 Jahren DDR zuläßt als auch deutlich macht, daß wir uns abwenden von allem, was unser Land in die gegenwärtige Situation gebracht hat".[39] Dies verband sich gleichermaßen mit einem offensiven Aspekt, insofern Krenz die "Wende" ausrief, mit der die Führung der DDR "vor allem die politische und ideologische Offensive wiedererlangen" sollte.[40] Krenz ging es also lediglich darum, die DDR in gewissem Maße zu reformieren und gleichzeitig den Machtanspruch der SED als Regierungspartei der DDR aufrecht zu erhalten.[41] Damit stand das Anliegen von Krenz allerdings konträr zu den Forderungen der Bevölkerung der DDR. Die Bezeichnung als "Wende" relativiere somit lediglich die Ereignisse vom Herbst 1989 durch einen "belanglosen, ja diffamierenden Begriff"[42] und durch eine "Verharmlosungsformel gegenüber Charakter und Qualität der DDR"[43]. Demgegenüber unterstreichen die Kritiker des "Wende"-Begriffs die freiheitlichen Intentionen der Bewegung, die das SED-Regime zum Einsturz brachte. Der weitestgehend friedliche Verlauf des Herbstes '89 dürfe nicht über den systemischen Wandel hinwegtäuschen, den diese Ereignisse ausgelöst hätten: "Die Revolution führte zu einem anderen politischen und ökonomischen System, wenn auch nicht zu einem, das denen vorschwebte, die sich die Veränderung des alten Systems auf die Fahnen geschrieben hatten. Der Umbruch in Ostdeutschland ging weit über alles hinaus, was die Herrschenden als Konzession gerade noch toleriert hätten", erklärte Charles S. Maier in seinem Plädoyer für den "Revolutions"-Begriff.[44]

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass mit dem Denkmal für Freiheit und Einheit die Normalisierung der deutschen Identität zum Ausdruck gebracht werden soll. Dies verbindet sich vor allem mit dem Gedanken einer deutschen Revolutionstradition, mit der die Ereignisse vom Herbst 1989 in eine Kontinuitätslinie mit der Revolution von 1848 gestellt werden. Dieser Zusammenhang verdeutlicht sich auch im Hinblick auf den Standort, an dem das Denkmal errichtet werden soll.


Fußnoten

20.
Vgl. dazu die Dokumentationen von Ute Heimrod u.a. (Hg.), Der Denkmalstreit – das Denkmal? Die Debatte um das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin 1999; Michal S. Cullen (Hg.), Das Holocaust-Mahnmal. Dokumentation einer Debatte, Zürich 1999; Claus Leggewie/Erik Meyer, "Ein Ort, an den man gerne geht". Das Holocaust-Mahnmal und die deutsche Geschichtspolitik nach 1989, München/Wien 2005.
21.
Florian Mausbach u.a., Initiative Denkmal Deutsche Einheit, Berlin, 13.5.1998, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 33–35, hier 35.
22.
Günther Nooke, Ein Denkmal für die Einheit in Freiheit? Formen der Auseinandersetzung mit der DDR, in: Peter März/Hans-Joachim Veen (Hg.), Woran erinnern? Der Kommunismus in der deutschen Erinnerungskultur, Köln u.a. 2006, S. 111–122, hier 122. Vgl. ebenso Lothar de Maizière, Die Initiatoren zu ihrem Vorschlag, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 38–40, hier 39.
23.
Alfred Grosser, Laudatio anlässlich der Verleihung des Nationalpreises am 17.6.2008, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 177–182, hier 181f.
24.
Aleida Assmann, Geschichte im Gedächtnis. Von der individuellen Erfahrung zur öffentlichen Inszenierung, München 2007, S. 16. Vgl. dazu auch Bernd Faulenbach, Geschichte der Übergangszeit. Zur historischen Bedeutung geschichtspolitischer Gegensätze und Debatten während der 1980er-Jahre, in: Ursula Bitzegeio u.a. (Hg.), Solidargemeinschaft und Erinnerungskultur im 20. Jahrhundert. Beiträge zu Gewerkschaften, Nationalsozialismus und Geschichtspolitik, Bonn 2009, S. 417–428.
25.
Dorothee Wilms, Was sollte ein Freiheits- und Einheitsdenkmal versinnbildlichen?, in: DA 40 (2007) 5, S. 868–872, hier 869f.
26.
Richard Schröder, Brauchen wir ein nationales Freiheits- und Einheitsdenkmal?, in: DA 40 (2007) 1, S. 131–136, hier 132.
27.
Günther Nooke, Ein Denkmal für die Einheit in Freiheit? Formen der Auseinandersetzung mit der DDR, in: Peter März/Hans-Joachim Veen (Hg.), Woran erinnern? Der Kommunismus in der deutschen Erinnerungskultur, Köln u.a. 2006, S. 111–122, hier 119.
28.
Richard Schröder, Brauchen wir ein nationales Freiheits- und Einheitsdenkmal?, in: DA 40 (2007) 1, S. 131–136, hier 135.
29.
Lutz Haarmann, "Die deutsche Einheit kommt bestimmt!" Zum Spannungsverhältnis von Deutscher Frage, Geschichtspolitik und westdeutscher Dissidenz in den 1980er Jahren, Berlin 2005, S. 61–68.
30.
Statement von Peter Brandt, in: Was sollte ein Freiheits- und Einheitsdenkmal versinnbildlichen? 2. Hearing der Deutschen Gesellschaft e.V. am 14.6.2007 in der Nikolaikirche in Berlin, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 83–113, hier 90f.
31.
Dorothee Wilms, Was sollte ein Freiheits- und Einheitsdenkmal versinnbildlichen?, in: DA 40 (2007) 5, S. 868–872, hier 870.
32.
Statement von Peter Brandt, in: Was sollte ein Freiheits- und Einheitsdenkmal versinnbildlichen? 2. Hearing der Deutschen Gesellschaft e.V. am 14.6.2007 in der Nikolaikirche in Berlin, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 83–113, hier 90.
33.
Florian Mausbach u.a., Initiative Denkmal Deutsche Einheit, Berlin, 13.5.1998, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 33–35, hier 33f. Vgl. zur Rezeption der Revolution von 1848 Wolfram Siemann, Der Streit der Erben: Deutsche Revolutionserinnerungen, in: Dieter Langewiesche (Hg.), Die Revolutionen von 1848 in der europäischen Geschichte, Ergebnisse und Nachwirkungen. Beiträge des Symposions in der Paulskirche vom 21. bis 23. Juni 1998, München 2000, S. 123–154.
34.
Dorothee Wilms, Was sollte ein Freiheits- und Einheitsdenkmal versinnbildlichen?, in: DA 40 (2007) 5, S. 868–872, hier 871.
35.
Vgl. kritisch Stefanie Endlich, Orte des Erinnerns – Mahnmale und Gedenkstätten, in: Peter Reichel u.a. (Hg.), Der Nationalsozialismus, die zweite Geschichte. Überwindung, Deutung und Erinnerung, Bonn 2009, S. 350–377, hier 377, die mit derartigen nationalen Projekten die Gefahr verbindet, dass die Erinnerung an den Nationalsozialismus "immer weniger als gegenwartsbezogene kritische Auseinandersetzung begriffen wird".
36.
Konzept der Bundesregierung, in: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 170. Das Folgende ebd.
37.
Dok.: Andreas H. Apelt (Hg.), Der Weg zum Denkmal für Freiheit und Einheit, Schwalbach/Ts. 2009, S. 169.
38.
Hilmar Sack, Der Krieg in den Köpfen. Die Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg in der deutschen Krisenerfahrung zwischen Julirevolution und deutschem Krieg, Berlin 2008, S. 68.
39.
Egon Krenz, Herbst '89, Berlin 1999, S. 120.
40.
Zit.: Ilko-Sascha Kowalczuk, Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR, München 2009, S. 427. Dagegen zitiert Egon Krenz, Herbst '89, Berlin 1999, S. 120, nur den ersten Halbsatz: "Mit der heutigen Tagung werden wir eine Wende einleiten".
41.
Rainer Eppelmann/Robert Grünbaum, Sind wir die Fans von Egon Krenz? Die Revolution von 1989/90 war keine "Wende", in: DA 37 (2004) 5, S. 864–869; Richard Schröder, Brauchen wir ein nationales Freiheits- und Einheitsdenkmal?, in: DA 40 (2007) 1, S. 131–136, hier 135. Vgl. dagegen Michael Richter, Die Wende. Plädoyer für eine umgangssprachliche Benutzung des Begriffs, in: DA 40 (2007) 2, S. 861–868.
42.
Rainer Eckert, Das historische Jahr 1990, in: APuZ, 40/2005, S. 12–18, hier 18.
43.
Ludger Kühnhardt, Umbruch – Wende – Revolution. Deutungsmuster des deutschen Herbstes, in: APuZ, 40–41/1997, S. 12–18, hier 13.
44.
Charles S. Maier, Essay: Die ostdeutsche Revolution, in: Klaus-Dietmar Henke (Hg.), Revolution und Vereinigung. Als in Deutschland die Realität die Phantasie überholte, München 2009, S. 553–575, hier 553.

NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei, Betriebskampfgruppen und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen, Demokratie und Reisefreiheit eintraten - und sich mit Kerzen, Worten und Zivilcourage gegen die Staatsmacht durchsetzten. Ein filmischer Überblick.

Jetzt ansehen

Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Cover APuZ 35-37/2019

Das letzte Jahr der DDR

In der tradierten Erfolgsgeschichte von "1989" wird kaum abgebildet, dass der Ausgang der friedliche...

Wer wir sind

Wer wir sind

Der Umbruch war gewaltig, und er hat mehr und tiefere Spuren hinterlassen, als manche wahrhaben woll...

Coverbild Die Einheit

Die Einheit

Wie wurde die Einheit Deutschlands vertraglich vorbereitet? 170 Dokumente aus dem Auswärtigen Amt d...

Coverbild falter Geschichte der DDR

Geschichte der DDR

Von der Staatsgründung über den Mauerbau bis zur Wiedervereinigung: Die Zeitleiste macht die Gesch...

Herbst ´89 in der DDR

Herbst ´89 in der DDR

Kaum ein Ereignis in der deutschen Nachkriegsgeschichte hat so viele Emotionen ausgelöst wie der "M...

Coverbild Geteilte Ansichten

Geteilte Ansichten

Jungen Menschen ist oft nicht (mehr) bewusst, dass Deutschland von 1961 bis 1989 geteilt war. Zuglei...

Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989

Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989

327 Männer, Frauen und Kinder aus Ost und West fielen während der deutschen Teilung dem DDR-Grenzr...

Coverbild 3. Oktober: Tag der Deutschen Einheit

3. Oktober: Tag der Deutschen Einheit

Im Herbst 1990 wurde die DDR Teil der Bundesrepublik Deutschland. Doch was wuchs da zusammen? Warum ...

Stasi auf dem Schulhof

Stasi auf dem Schulhof

Die Bespitzelung der DDR-Gesellschaft durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) machte auch ...

Deutschland Archiv 2018

Deutschland Archiv 2018

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2018 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2017

Deutschland Archiv 2017

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2017 erschienen sind.

Deutschland Archiv 2016

Deutschland Archiv 2016

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2016 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1664 "Deutschland Archiv 2015": Cover

Deutschland Archiv 2015

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2015 erschienen sind.

Schriftenreihe Bd. 1544 "Deutschland Archiv 2014": Cover

Deutschland Archiv 2014

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2014 erschienen sind.

Coverbild Deutschland Archiv 2013

Deutschland Archiv 2013

Der Band enthält eine Auswahl der wichtigsten Artikel, die im Jahr 2013 erschienen sind.

Zum Shop

Deutschlandarchiv bei Twitter

Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

Mehr lesen auf chronik-der-mauer.de

Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit".

Mehr lesen

Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

Mehr lesen auf jugendopposition.de

Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Der Tag in der Geschichte

  • 19. Oktober 1949
    Die Industriespitzenfachverbände gründen in Köln den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als Dachorganisation. Er vertritt die Interessen der deutschen Industrie im In- und Ausland. Die am 28. 1. 1949 gegründete Bundesvereinigung der Deutschen... Weiter
  • 19. - 23. Okt. 1954
    Nach dem Scheitern der EVG (30./31. 8. 1954) wird auf den vier Pariser Konferenzen beschlossen, die BRD in die Westeuropäische Union (WEU) und NATO aufzunehmen und das Besatzungsregime gemäß dem revidierten Deutschlandvertrag zu beenden. (19. - 23. 10.... Weiter
  • 19. - 23. Okt. 1954
    Auf vier Pariser Konferenzen werden - wie in London beschlossen - die Beziehungen zwischen den Staaten der »westlichen Gemeinschaft« vertraglich neu geregelt. Hauptergebnisse der Pariser Verträge: 1. Die Viermächtekonferenz (drei Westmächte und die BRD) fasst... Weiter
  • 19. - 20. Okt. 1972
    Die Staats-und Regierungschefs der neun künftigen EG-Staaten vereinbaren auf ihrem Gipfel in Paris, die wirtschaftliche Integration zu vertiefen und eine europäische Union zu bilden. Weiter
  • 19. Oktober 1982
    Das Bundesverfassungsgericht erklärt das Staatshaftungsgesetz für verfassungswidrig, da die Gesetzgebungskompetenz im Wesentlichen den Ländern obliege. Der Bundesrat hatte am 13. 3. 1981 dem gegen die Stimmen der CDU/CSU verabschiedeten Gesetz vom 26. 6. 1981... Weiter

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

Mehr lesen

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

Mehr lesen

Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

Mehr lesen

Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Was Kathrin erlebt, erzählt sie im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich".

Mehr lesen