Beleuchteter Reichstag

Kultur

Kultur ist nicht nur ein weites Feld, sondern oft ein sehr umstrittenes. So versuchte die SED unter der Formel "Kunst ist Waffe" Einflüsse des "Klassenfeindes" zu bekämpfen und Kulturpolitik als Erziehungsinstrument zu nutzen. Sowohl die Schönen Künste als auch die Literatur, ähnlich aber auch die Freizeitkultur, etwa Hörfunk-Unterhaltung und Jugendkultur, wurden unter diesen Maximen betrachtet und behandelt. Konflikte im Bereich der "Hochkultur" wie auch der Alltagskultur spielten bis in die innerdeutschen Beziehungen hinein. Ein Kulturabkommen zwischen der DDR und der Bundesrepublik kam erst nach jahrelangen Verhandlungen zustande – kurz vor dem Zusammenbruch des SED-Regimes.
Danach entfalteten sich zügig freie Künstlerinitiativen, sahen sich aber zuweilen erneut mit differierenden staatlichen Vorstellungen von Kunst und Kultur konfrontiert. Wie die Künstlerinitiativen sind möglicherweise auch autobiografische Publikationen ostdeutscher Akteure als Versuche zu verstehen, sich in das gesellschaftliche Leben des vereinigten Deutschlands zu integrieren. Im Spannungsfeld zwischen deutscher Gegenwart und DDR-Vergangenheit bewegt sich auch "Die Linke" in ihrem Verhältnis zu den Kirchen.

Erwin Strittmatter vor Mitgliedern von "sozialistischen Brigademitgliedern" bei einem Treffen von Schriftstellern im Rahmen der "Woche des Buches", 15.9.1959.

Deutschland Archiv 5/2011

Zeitgeschichte/Zeitgeschehen

Literatur und die Schönen Künste gehören ebenso zur Kultur einer Gesellschaft wie Jugendkultur und Unterhaltung. Oft genug waren (und sind) sie Steine des Anstoßes. Weiter...

Sowjetische Panzer vor dem ehemaligen Reichsgericht (Georgi-Dimitroff-Museum) in Leipzig, 17. Juni 1953.

Deutschland Archiv 5/2011

Dokumentation

Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR war Gegenstand mehrerer Betrachtungen des Literaturwissenschaftlers Hans Mayer – so auch in einem weitgehend unbekannten Dokument, das in seinen Stasi-Akten gefunden wurde. Weiter...

Buchcover

Deutschland Archiv 5/2011

Forum

Sind die Erinnerungsschriften insbesondere ostdeutscher Akteure ein Versuch, sich in die Gesellschaft des wiedervereinigten Deutschlands zu integrieren? – Und welche Position bezieht die Partei "Die Linke" in Kultusfragen, welches Verhältnis hat sie zu den Kirchen? Weiter...

100 Jahre Kiepenheuer-Verlag

Deutschland Archiv 5/2011

Literaturjournal

Neue Bücher zur (deutsch-)deutschen Literatur- und Verlagsgeschichte sowie zum Verhältnis von Deutschen und Russen in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Weiter...

Dossier

Das Reichstagsgebäude in Berlin.

Deutsche Demokratie

In der deutschen Demokratie ist die Macht auf 82 Millionen Menschen verteilt: Alle Bürger sind für den Staat verantwortlich. Aber wie funktioniert das genau? Wer wählt den Kanzler, wer beschließt die Gesetze? Und wie wird man Verfassungsrichter? Weiter... 

Bei der Aufarbeitung der DDR - Vergangenheit sind die Archive der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) von grundlegender Bedeutung.Dossier

Geschichte und Erinnerung

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum. Weiter... 

Brandenburger TorDossier

Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer. Die Teilung bekommt eine konkrete Gestalt. Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Weiter...