Dossierbild Geschichte im Fluss

14.5.2012 | Von:
Felix Ackermann

Zwei Städte, ein Fluss

Chronologie

1945: Mit der Westverschiebung der polnischen Grenzen werden Oder und Lausitzer Neiße zu Grenzflüssen.

1950: Im Vertrag von Görlitz, der im polnischen Zgorzelec unterzeichnet wurde, erkennt die DDR die neue Grenze an.

1972-1980: Visafreier Reiseverkehr zwischen der DDR und Volkspolen. Polnische Staatsangehörige können aber schon länger nach West-Berlin reisen.

1990: Nach dem Mauerfall und der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wird die Grenze bis zu einer vertraglichen Regelung zwischen Polen und der EU für den visafreien Verkehrs geschlossen und erst im Juli 1991 wieder geöffnet.

1990: Im deutsch-polnischen Grenzvertrag vom 14. November erkennt die Bundesrepublik die Oder-Neiße-Grenze endgültig an.

1991: Deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag. Neugründung der Viadrina als Europa-Universität.

2004: Beitritt Polens zur EU, die Zollkontrollen fallen weg.

2007: Mit dem Beitritt Polens zum Schengen-Abkommen am 21. Dezember fallen auch die Passkontrollen weg.


Zum Weiterlesen

Die Oder

  • Uwe Rada: Die Oder. Lebenslauf eines Flusses. Siedler Verlag (2009). Die erste Biografie des Stromes, der Deutsche und Polen verbindet und nicht mehr trennt. "Dieses Buch ist längst fällig gewesen" (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

  • Karl Schlögel/Beata Halicka (Hg.): Oder-Odra. Blicke auf einen europäischen Strom. Peter Lang Verlag (2007). Autoren aus Tschechien, Polen und Deutschland über die Rekonstruktion des Kulturraums Oder. "Das Buch ist mehr als nur ein Konferenzband." (Inter Finitimos)

  • Wolfgang Tschechne: Große Oder, großer Strom. Bergstadt Verlag Wilhelm Gottlieb Korn (2006). Eine Reise entlang des Stroms von der Quelle bis zur Mündung.

  • Institut für angewandte Geschichte (Hg.): Terra Transoderana. Zwischen Neumark und Ziemia Lubuska. Bebra Verlag (2008). Ein Almanach zu einer Brückenregion, deren Geschichte wieder entdeckt wird. "Und der Reiz dieses Buches nun liegt auch darin, die Widersprüchlichkeit aufzuzeigen und nach Wegen zu suchen, um zwei zumeist getrennt bestehenden Perspektiven zu verbinden." (Kulturradio)