Täterforschung und Gedenkstätten
Interview mit Johannes Tuchel
6.2.2009
Gedenkstätten sind zentrale Orte der Erinnerung an die Opfer des
NS-Völkermordes. Die Täterforschung in die
Gedenkstättenarbeit zu integrieren galt lange als umstritten. Heute greifen
KZ-Gedenkstätten zunehmend Ergebnisse der Täterforschung auf. Aber was heißt das für die Gedenkorte?
Johannes Tuchel über die neuen Herausforderungen der Gedenkstättenarbeit.
Die deutsche Gesellschaft verdrängte zunächst die Taten und Täter der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen, daher fehlen Täterdarstellungen in den frühen Gedenkstätten. Heute werden die Ergebnisse der Täterforschung zunehmend in den Gedenkstätten integriert. Aber was heißt das für die Gedenkstättenarbeit konkret? Der Leiter der Gedenkstätte deutscher Widerstand in Berlin, Johannes Tuchel spricht im Interview über die neuen Herausforderungen der Gedenkstättenarbeit.
Das Interview entstand im Rahmen der zweiten internationalen Holocaustkonferenz "Täterforschung im Globalen Kontekt" im dbb-Forum in Berlin 27.-29. Januar 2009.
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