Dossierbild Geschichte und Erinnerung

Video: Täter in Schulbüchern

Interview mit Falk Pingel

6.2.2009
Welches NS-Täterbild wird in den Schulbüchern dargestellt? Wie werden ihre Motive beschrieben? Und können Schulbücher Täterschaft thematisieren, ohne die Opfer zu vergessen? Falk Pingel, stellvertretender Direktor des Georg-Eckart-Instituts für internationale Schulbuchforschung, über Möglichkeiten und Grenzen der Täterforschung in der Bildungsarbeit.

Die Täter blieben zunächst anonym, galten als Schreibtischtäter, oder monströse Einzeltäter. Heute ist das Täterbild differenzierter. Aber wie hat sich das Täterprofil gewandelt und was heißt das für die Bildungsarbeit und Entwicklung von Schulbüchern? Wie geht man beispielsweise mit Fragen nach Mittäterschaft und Mitläufertum um? Wie wurde man zum Täter und gab es Handlungsspielräume? Was kann man an Täterbiografien lernen, ohne die "Täter verstehen zu wollen" oder sogar Verständnis zu wecken. Falk Pingel über Möglichkeiten und Grenzen der Täterforschung in der Bildungsarbeit.

Das Interview entstand im Rahmen der zweiten internationalen Holocaustkonferenz "Täterforschung im Globalen Kontekt" im dbb-Forum in Berlin 27.-29. Januar 2009.


 

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