kulturelle Bildung

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15.12.2015

Hörpfade - bayerische Regionen sprechen für sich

Die Hörpfade sind Audioguides von BürgerInnen für BürgerInnen. Was ist das Besondere an meiner Region? Was zeichnet den Ort aus, an dem ich lebe? Was macht unsere Heimat so unverwechselbar? Diesen Fragen gehen die ehrenamtlichen MedienmacherInnen nach.

Projekt HörpfadeProjekt Hörpfade (© Katharina Reinhold)

Markus Bassenhorst, Leiter des Programmbereichs Gesellschaft und Kultur beim Bayerischen Volkshochschulverband, stellte das Projekt "Hörpfade" vor. In Kursen bayerischer Volkshochschulen produzieren Menschen ganz persönliche Audioguides über die Region, in der sie leben. Sie recherchieren und nehmen Interviews mit Zeitzeugen und ExpertInnen auf. Sie produzieren Reportagen und inszenieren Hörspielszenen. Sie nehmen ihre ZuhörerInnen mit an ungewöhnliche Orte oder lassen vergangene Zeiten wieder lebendig werden. Sie schreiben, sprechen und schneiden ihre Beiträge selbst und publizieren sie dann auf der Website ihrer Volkshochschule sowie auf der klingenden Landkarte der Volkshochschulen www.klingende-landkarte.de.

Professionelle Unterstützung

Die "Hörpfade" sind ein Projekt des Bayerischen Volkshochschulverbands e.V. in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk und der Stiftung Zuhören. KursleiterInnen werden zunächst von medienpädagogischen Fachkräften des Bayerischen Rundfunks intensiv geschult: Sie lernen, wie man Themen recherchiert, welche akustischen Gestaltungsmittel es gibt, um Fakten informativ, unterhaltsam und spannend zu vermitteln und wie man dazu textet. Sie erlernen den Umgang mit dem Mikrofon, üben das Sprechen von Texten und das Schneiden von Audios am Laptop. Ihr neu erworbenes Wissen geben sie anschließend an ihre KursteilnehmerInnen weiter. Außerdem können sie Mediencoaches des Bayerischen Rundfunks zur Unterstützung anfordern. Diese helfen dabei, eine passende Gestaltungsform für die Beiträge zu finden, geben Tipps für das Abfassen der Skripte, unterstützen beim Audioschnitt und bei einer ansprechenden stimmlichen Gestaltung. Vor Ort ergeben sich vielfältige Kooperationen, z.B. mit Heimatverbänden, Museen oder Vereinen.

Akustische Denkmäler für Lieblingsorte

Die Teilnehmenden selbst bestimmen die Inhalte. So entstand beispielsweise in Ebersberg das Porträt eines beliebten Kiosks, und in Sauerlach machten Jugendliche einen akustischen Streifzug durch die örtliche Musikschule. Die Hörpfade können mündlich überliefertes Wissen festhalten und kleine Denkmäler für Lieblingsorte setzen. Rund 40 Volkshochschulen in Bayern sind oder waren bereits an dem Projekt beteiligt. Auch im Rahmen eines Deutschkurses für ZuwandererInnen sollen nun Hörpfad-Beiträge entstehen.

Webpräsenz und App

Alle entstandenen Hörpfade können im Netz nachgehört werden: Unter www.klingende-landkarte.de wächst eine digitale Landkarte Bayerns, auf der BewohnerInnen und BesucherInnen der Orte alle gelungenen Audios abrufen können. Seit März 2015 erlaubt eine App für Smartphones zudem das Anhören vor Ort, etwa im Rahmen einer Wanderung entlang des Hörpfads.

Weitere Informationen unter https://ttwportal.vhs-bayern.de/web/ttwbvv.nsf/id/hoerpfade-bvv_de?open


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