kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung trifft politische Bildung: Spiel-Räume

Bunte SpielfigurenSpiel Räume (© Katharina Reinhold)
Welche Potenziale bergen Spiele und Spieleentwicklung für die politische und die kulturelle Bildung? Welche Rolle können Räume (verstanden als Sozial- wie Kulturräume) dabei spielen? Welche Kriterien muss ein Spiel erfüllen, damit es in verschiedenen Bildungskontexten eingesetzt werden kann? Welche Kriterien muss ein Spieleentwicklungsprozess erfüllen, damit er qualitätsvoll ist? Diese Fragen standen im Fokus des Fachworkshops vom 12.-14. April 2018 in Wolfenbüttel, an dem Expertinnen und Experten aus der kulturellen und politischen Bildung und professionelle Spieleentwickler teilnahmen.

Das Thema "Raum" als Sozial- wie als Kulturraum hat sowohl für die politische Bildung als auch für die kulturelle Bildung eine hohe Relevanz. Nach der Befragung des Stadtraums als Bildungsort bei einem vorangegangenen Workshop im Jahr 2015 ging es nun also um "Spiel-Räume!.

Nach fachlich-theoretischen Einführungsvorträgen am ersten Veranstaltungstag stand die Entwicklung von Spielen in drei Arbeitsgruppen jeweils gemeinsam mit einem professionellen Spieleentwickler im Vordergrund der Veranstaltung. Die entstandenen Spiele wurden am Abschlusstag gemeinsam erprobt und ihre Potenziale für die Bildungsarbeit reflektiert. Auch der Spieleentwicklungsprozess an sich wurde als Methode für die Bildungsarbeit verstanden und als sehr fruchtbar erlebt. Die entstandenen Spiele reichten von Kartenspielen, die abstrakte Themen der Netzpolitik sehr konkret erlebbar machen bis hin zu Rollenspielen und einer Rallye-ähnlichen Erkundung des Veranstaltungsortes. Den Spaß am Spiel mit Bildungsinhalten zu verknüpfen, ohne die Spiele mit Inhalten zu überfrachten oder ohne umgekehrt den Bildungsprozess außer Acht zu lassen, stellte sich in den Entwicklungsprozessen als Herausforderung dar. Die entstandenen Beispiele boten jedoch vielversprechende Ansätze und zeigten die großen Potenziale von Spielen und Spiel-Räumen im Bildungskontext auf.

Der ExpertInnenworkshop war eine Kooperationsveranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, des Bildungswerks des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Klassik Stiftung Weimar.

Berichterstattung: Katharina Reinhold

Graffiti

Workshop mit Marcel-André Casasola-Merkle

Im Workshop mit dem Spieleentwickler setzten sich die Teilnehmenden mit den Grundelementen der Spieleentwicklung Thema – Mechanik – Dynamik auseinander und entwickelten zwei Kartenspiele zu den Themen Netzneutralität und Fake News.

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Workshop mit Heiko Wolf: Einhörner und Regenbögen

Workshop mit Heiko Wolf (Der Medienwolf): Interaktive Raum-Erkundung

Im Workshop mit dem Medienpädagogen Heiko Wolf entstand das interaktive Raum-Erkundungs-Spiel "Unicorns in Rainbowland" (Einhörner im Regenbogenland).

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Workshop mit Ralf Brinkmann

Workshop mit Ralf Brinkhoff

Im Workshop mit dem Spieleentwickler setzten die Teilnehmenden sich mit leeren bzw. freien Räumen auseinander. Es entstand ein Rollenspiel, bei dem die verschiedenen Akteure Ideen für die Zukunft eines leerstehenden Gebäudekomplexes entwickeln sollen.

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Bunte Bauklötze

Potenziale von Spielen, Spieleentwicklung und Raum in der Bildung – Erfahrungen und Reflexion

Welche Potenziale bieten Spiele und Spielentwicklung und Raum für Bildungsprozesse? Die Diskussionen und Reflexionen während der drei Workshoptage in Stichworten.

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Workshop: Spiele

Bildergalerie

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Impressionen des ExpertInnenworkshops "Kulturelle Bildung trifft politische Bildung: Spiel-Räume" vom 12. bis 14. April 2018 in Wolfenbüttel.

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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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