Wordle für Open Data Dossier

26.10.2011 | Von:
Daniel Dietrich

Was sind offene Daten?

Linked Open Data

Linked Open Data (LOD) bezeichnet frei verfügbare Daten, die im Internet über einen Uniform Resource Identifier (URI) eindeutig identifiziert und adressiert sind und ebenfalls per URI auf andere Daten verweisen. Die miteinander verknüpften Daten ergeben ein weltweites Netz, das "Web of Data". Um eine möglichst einfache automatische Nutzung der Daten unabhängig von ihrem konkreten Ursprung zu gewährleisten, sollten diese offenen Daten gemäß internationaler W3C Standards und nach den "Linked Open Data" (LOD) Richtlinien im Internet vernetzt werden.

Dies eröffnet die Möglichkeit, diese Daten über Domänen- und Organisationsgrenzen hinweg zu nutzen und durch deren Verknüpfung komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen und zu verstehen. Dabei ergeben sich Mehrwerte und neue Erkenntnisse, insbesondere, sobald Datenbestände miteinander kombiniert werden, die zuvor noch nicht miteinander verknüpft wurden. Strukturierte Datenbestände lassen sich problemlos in LOD Ressourcen konvertieren. In Kombination mit dem Resource Description Framework (RDF) zur Repräsentation strukturierter Datenbestände bietet sich eine einfach umzusetzende Möglichkeit, diese Daten aufzubereiten, zu teilen, zu exportieren und zu vernetzen.

Basierend auf diesem Ansatz ist bereits ein Netzwerk miteinander verknüpfter freier Datenbestände entstanden, das aktuell mehr als 25 Milliarden Fakten beinhaltet, die über ca. 400 Millionen Links miteinander verknüpft sind. Diese als "Linked Open Data Cloud" bezeichnete Datenwolke vereinigt populäre Datensätze aus öffentlichen und privaten Beständen des Semantic Webs, wie z.B. enzyklopädische Daten (DBpedia, WordNet), geografische Daten (GeoNames, Open Street Map und Linked GeoData oder bibliografische Daten (DBLP, RDF Book MashUp). Der "Linked Open Data" Ansatz ermöglicht es, diese Datenbestände auf einfache Weise über offene Schnittstellen (APIs) in Anwendungen und Softwarewerkzeugen zu nutzen, um so automatisiert komplexe Recherchen, Überwachungen und Berichterstattungen mit geringem Aufwand durchführen zu können.

Insbesondere der öffentliche Sektor verfügt über eine Vielzahl an Datenquellen, die zum Teil bereits öffentlich vorliegen. Werden diese Datenbestände nach den"Linked Open Data" Prinzipien publiziert und miteinander verknüpft, entsteht eine einzigartige Möglichkeit, diese als wertvolle Informationsquelle nutzen zu können.

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Autor: Daniel Dietrich für bpb.de
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