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Dossierbild: Verbotene Spiele

8.11.2007 | Von:
biokombikaminskimueller

Transkript: Was bringen Gesetze?

Transkript der Userkommentare

Gollum: Bin da, hallo!

peter: Hallo an alle!

teichtier: Servus.

zocker1337: Hallöchen!

HappY: Hi!

abakus: Hallo.

king1: Hi.

egon: Guten Tag....

backwoods: Wenn auch ein gesetzliches Verbot für Killerspiele das Verblödungsproblem für Jugendliche nicht automatisch praktisch löst, warum soll es deshalb schon obsolet sein? Den Führerschein gibt es ab 18, obwohl trotz Gesetz der Bauerssohn mit 12 Traktor fährt.

abakus: @ Herr Kaminski: Eben. Und wer definiert das? Menschen, die noch nie ein Game gespielt haben.

Blaubär: Warum können Politiker sich nicht mit Gamern zusammensetzen, bevor sie irgendwelche Gesetze beschließen wollen? Vielleicht würde das Gespräch ja helfen...

ownitsch.: Hi!

Roma1: In den Familien ist man eher froh, wenn die Kinder/Jugendlichen Ruhe geben.

Freiheit für Gamer: Hallo.

Marvin: Hallo! Bei einem Verbot wird auch die Wirtschaft geschädigt!

Roma1: Herr Müller, Ich denke, dass viele Eltern sich diese Gedanken nicht machen.

test: Etwas verspätet: Moin an die Runde.

I.C. Wiener: Andere Staaten haben deutlich lockere Gesetze in Bezug auf Computerspiele, warum muss Deutschland hier wieder restriktiv vorpreschen?

Freiheit für Gamer: Ich finde ein Verbot ist für niemanden gut: Nicht für die Spieleprogrammierer und auch nicht für die so oft erwähnte "geistige Freiheit", es ist erst recht kein Hindernis für die Personen, die Dinge auch haben wollen, egal ob übers Netz oder auch über Nachbarländer.

krs: Hallo.

player1: Stimmt nicht.

neo: Moin.

player: Hallo.

ReLaX: :D

player1: Ja, das meine ich auch, Herr Müller.

ReLaX: Ich finde jeder soll machen was er will.

test: @Freiheit für Gamer: Dein Posting liest sich so, als ob es noch kein Verbot gäbe. Tatsächlich sind "Killerspiele" ja bereits im § 131 StGB verboten. Beckstein fordert nur dieses bestehende Verbot in einem neuen Paragraphen ausschließlich für Videospiele zu verschärfen. Inwieweit ich dies sogar begrüßen könnte, weiß ich nicht, da kein Mensch weiß, welche Reichweite des Verbotes von der bayrischen Gesetzesinitiative angestrebt wurde. Auf Mails habe ich die Antwort erhalten, dass man "Spiele wie Manhunt" verbieten wolle. Es gibt aber auf dieser "Geschmacklosigkeitsschwelle" nur Manhunt, und das ist bereits jetzt verboten. Die Reichweite der von Beckstein angestrebten Verschärfung ist also völlig unklar, so dass man es genau genommen nicht mal negativ bewerten kann.

player: Wenn man solche Spiele spielen will, soll man es auch können.

ReLaX: Nur weil wir Killerspiele spielen sind wir keine Killer...

xj9: Ich finde es naiv, ständig kleine Dinge hoch zu setzen und meine Zeit mit der FSK zu vergeuden. Ich besaß mit zwölf Jahren bereits mein erstes "Ab-18-Spiel" und habe keine Probleme damit gehabt, es gespielt zu haben. Außerdem gibt es andere Möglichkeiten, an solch ein Spiel heranzukommen.

player: @Relax: Antwort stimmt.

xj9: Das passiert im Kopf eines Menschen und kann nur personenabhängig sein.

Freiheit für Gamer: @test: Du hast recht, aber ich meine damit, dass man es dabei belassen soll, denn es fing doch alles damit an, dass bei einem Amoklauf gesagt wurde, er spielte Counter Strike und darüber gleich behauptet wurde, dass jeder Spieler so wird, aber der Rest wurde dabei außen vor gelassen und deswegen bringt eine Verschärfung absolut nichts.

player1: Stimmt.

profiler: lol

Spekulatius: Das Problem ist, dass nicht "jeder" auf Spiele mit großen Gewaltinhalten so "normal" reagiert, siehe z.B. auf Hauptschulen, auf dem Pausenhof hört man dann Sachen wie:"Yeah, ich finde das neue Grand Theft Auto (GTA) voll krass ALTA, voll VIEL Blut und SO yeah voll krass alta, das BESTE ist eh, wenn man die Leute einfach abknallt", auf solche "Minderheiten" muss man schon in gewisser Weise Rücksicht nehmen, d.h. solche Menschen dürfen solche Spiele nicht in die Hände bekommen. Ich wäre dafür, dass man bevor man ein Spiel kaufen darf, einen psychologischen Test absolvieren sollte um zu kalkulieren, inwiefern die Person auf das Spiel reagiert und man somit entscheiden kann, ob jemand das Spiel kaufen kann oder nicht.

immo: Ich hab auch schon 1998 mit Half-Life und dann 1999 mit Counter Strike angefangen, da war ich 11, hat einfach viel mit der Erziehung zu tun.

teichtier: @Spekulatius: Einen psychologischen Test für JEDEN potenziellen Käufer? Wie willst du das denn organisieren und finanzieren?

Spekulatius: Die Kosten der Spiele um fünf Euro erhöhen, dafür werden die Spiele dann nicht mehr geschnitten etc. .

Freiheit für Gamer: Hey, ich bin auch einer, der gerne realistische Spiele (ungeschnitten) zockt und deswegen bin ich nicht "gestört" oder habe einen Schaden dadurch, ich gucke auch gerne Horrorfilme - da sind meistens noch stärkere Szenen von Gewalt etc..

xj9: Ja, bezahl mal ruhig, dann sehen wir weiter.

test: @xj9: Als Spieler wird man bei der Debatte wohl auch nicht objektiv sprechen können. Subjektiv empfinde ich aber auch, dass die Gewalt der Spiele (zum Teil sind selbst "Die Simpsons" brutal, auch da gibt es abgetrennte Körperteile, speziell bei den Halloween-Folgen) höchstens das sekundäre Problem sind. Ich sehe es als eigentliches Problem an, wenn Eltern ihre Kinder vor dem Bildschirm parken. Das kennt man ja auch von dem "Babysitter Fernseher". Ich denke das "Vereinsamen" vor dem Bildschirm ist sozial weitaus schädlicher, als es die beinhaltete Gewalt je sein könnte. Natürlich will ich nicht unterstellen, dass jeder, der viel vorm Bildschirm sitzt, sozial degeneriert. Das wird nur bei den Extremfällen so sein, aber in Familien, in denen so etwas passiert, wird der Medienkonsum des Kindes nur ein Symptom sein und das reale Problem woanders liegen.

player: Von denen, die den Test absolviert haben, werden die Spiele trotzdem zu anderen weitergeleitet, Spekulatius.

Daniele: Moin.

burp: Herr Kaminski, "Die einen fürchten um das Vaterland", das ist ja wohl als Witz gemeint. Ich sehe die Politik mehr die Computerspiele-Diskussion dazu missbrauchen, um von wirklich wichtigen Themen abzulenken.

Spekulatius: Wenn du so argumentierst @ Player dann bekommt eh "jeder" sein ungeschnittenes Spiel aus Amerika oder aus dem Internet Illegal, d.h. dann ist diese Debatte einfach sinnlos, aber davon sollte man nicht ausgehen...

test: @Freiheit für Gamer: Ich muss Dir da zustimmen. Ich denke nicht, dass es eine wissenschaftliche Notwendigkeit gibt, das bestehende Verbot zu verschärfen. Ich glaube vielmehr, dass Politiker manche Spiele verbieten wollen, weil sie "nur" geschmacklos, aber nicht gefährlich sind.

Freiheit für Gamer: @Spekulatius, wegen "ungeschnitten in den USA": Doch, genau davon muss man ausgehen, wenn das so weiter geht.

NaikoN: In der Schweiz wird heute darüber diskutiert ob man nicht die Drogen aus der Illegalität herausholen soll, da dies nur zur Verschiebung des Problems führt, wenn die Drogen illegal sind. So kann man den Schwarzmarkt nicht kontrollieren und vor allem den Süchtigen keine Hilfe bieten. Ist es mit den so genannten "Killerspielen" genauso? Sollte man nicht versuchen, dieses Problem so anzugehen, dass es auch in der Öffentlichkeit diskutiert werden kann? Mit einem Verbot würde es nur in den Hintergrund verschoben werden.

Daniele: Wie ist das jetzt zu bewerten, was in Finnland passiert ist? Auf jeden Fall ist nicht die Rede von "Killerspielen". Des weiteren hatte der "Schütze" sogar einen Waffenschein. In meinen Augen ist das mit den Computerspielen nur ein Vorwand, um von eigentlichen Problemen wie Jugendkriminalität, Jugendarbeitslosigkeit etc. abzulenken.

burp: Sehen wir die Sache doch mal realistisch, töten Computerspiele Menschen? Nein. Was dann, nun ja in erster Linie entsteht Gewaltbereitschaft durch Vernachlässigung der aufwachsenden Jugend.

LeonieLoewe: Hello.

teichtier: @Spekulatius: Sinnlos, hm, ja, das könnte es treffen. Vielleicht auch vom eigentlichen Problem verlagert. Das Medium an sich ist nie das Problem.

derrico: Erst war es Mozart... dann die Beatles... danach folgten die Videos (VHS-Zeiten) und heute sind es die Spiele... Wenn Spieler in die Politik kommen, wird es wieder was Neues sein...!

test: @Spekulatius: Glaubst du wirklich, dass die Spiele an dem Geisteszustand der von Dir geschilderten Personen schuld sind? Ich denke vielmehr, die kehren nur das nach außen, was sowieso in denen steckt. Die werden Spaß daran haben, mit Deo und einem Feuerzeug Insekten zu verbrennen und Salz auf Schnecken zu streuen, unabhängig davon, ob sie jetzt ihre Triebe auch in Videospielen befriedigen oder nicht.

player1: Man kann es auch legal downloaden.

Freiheit für Gamer: @NaikoN , das ist mal ein Vorschlag, den ich persönlich wirklich gut und interessant finde.

burp: Eben, Daniele!

player1: Es gibt so viele Gesetze, keiner nimmt sie mehr ernst.

fdg: Hi.

test: Also bei dem Entwurf von von der Leyen, dass bereits Spiele und Filme indiziert werden sollen (sofern ich das richtig verstanden habe), wenn in ihnen Selbstjustiz als gut dargestellt wird, wird es wohl nur noch Ab-18-Videotheken mit einen kleinen separaten "Unter-18-Bereich" geben. Selbst in Beverly Hills Cop. (ab 12) gibt es Selbstjustiz.

kjhkjghkj kjzh: Wie ist das denn in Finnland?

Maro: Indizierungen...Quatsch.

ReLaX: Ein Hauptvorwurf gegen so genannte Killerspiele, nämlich, dass deren Benutzung das Gewaltpotential bei den Spielern steigere, konnte im Verlauf einer Studie, welche im Magazin Psychology, Crime & Law (Volume 13 / 2007) erschien, nicht belegt werden. So war beispielsweise das Verhalten von hyperaktiven Kindern nach dem Spielen von gewalttätigen Computerspielen weniger von Wut geprägt als vor dem Spielen.

player: Es sollte für solche Killerspiele extra Einrichtungen geben, wo man sie spielen kann und diese sollten erst ab 16-18 sein, also Einrichtungen oder keine Spiele.

player1: Die übertreiben mit den Altersbeschränkungen.

spockilein: In meinen Augen soll die unsägliche Diskussion um so genannte Killerspiele nur von den eigentlichen Problemen der Gesellschaft ablenken. Es ist halt einfacher, eine Zielgruppe, die sich kaum wehren kann, zu beschuldigen, als sich mit wirklichen Problemlösungen zu befassen. Außerdem wird das an den Stammtischen eher verstanden. Nach der Logik der "Experten" muss ja schon Hitler, Stalin und andere Schlächter der Geschichte pausenlos am PC geballert haben.

Maro: Die Politiker hätten es vielleicht gern, dass Spiele an Gewaltausführungen die Ursache sind, leider ist das nicht so. Dagegen wird die ganze Hip-Hop Musik-Reihe von Bushido, Sido usw. einfach ignoriert.

Freiheit für Gamer: Na, ich werde jetzt Schluss machen....meine letzten Worte hier: Indizierungen und Verbote sind nur so lange gut, wie es jemanden schützt, aber wo niemand geschützt werden braucht, so wird auch kein Gesetz benötigt (denkt mal drüber nach!).

player1: @spockilein: Damals gab es keine PCs.

Maro: Besonders die "Ab-18"-Spiele sind eine wichtige Bedeutung für die Wirtschaft. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft, jeder kann kaufen/konsumieren, wie viel er will. Der Staat darf nicht eingreifen.

player1: Damals gab es die Taschenrechner in Großformat.

ujgfjhf: Maro, du redest Quatsch. Was hat die freie Marktwirtschaft damit zu tun?

spockilein: Eben. Aber es gab genauso Gewaltexzesse. und Gewalttäter.

test: @Maro, Musik wird nicht ignoriert, so wurde bei dem Amoklauf von Littleton vermutet, dass Lieder von Marilyn Manson und Rammstein die Täter beeinflusst hätten. Was ich für genauso falsch wie die Wirkung von Videospielen halte.

player1: Jeder sollte selbst wissen, was sie da machen. Hi Otto.

test: Wobei der Generationenkonflikt doch sehr groß ist. Das durchschnittliche Alter der Ego-Shooter-Spieler liegt weit über 20 und es ist keine Seltenheit, auf Servern 40- oder auch 50-Jährige Spieler anzutreffen.

fingerflipp: Hallo.

gruesstDenMoebius: Hallo!

veseria: Also ich finde es eigentlich sinnlos, erwachsene Menschen vor einem "Spiel" zu schützen. All die geschnittenen Versionen etc., warum das Ganze? Man ist doch erwachsen. Aber klar ist es nicht gut, dass Kinder so was spielen. So etwas sollte man unterdrücken. Aber doch bitte keine erwachsenen Spieler!

player: Wir selber wissen doch besser, was besser für uns ist, d.h. wenn ich ein Killerspiel spielen will, spiele ich es, wenn nicht, dann nicht.

Duscarth: Jugendschutz ist wichtig, das mag ich ja auch nicht bestreiten. Wie kann es jedoch sein, dass unter dem Deckmantel dieses Schutzes volljährige Spieler benachteiligt werden. Deutschland ist geradezu berüchtigt dafür, dass Spiele trotz einer Kennzeichnung für Erwachsene sehr stark geschnitten sind weil Jugendliche dazu ja auch Zugang bekommen können. Für mich fühlt sich das sehr kontrovers an und es stört mich sehr, dauernd auf Auslandsprodukte zurückgreifen zu müssen, weil ich als 30 Jähriger Spieler trotzdem bevormundet werde. Vielleicht hat jemand eine Idee, wie dem abgeholfen werden kann.

Zocker: Hi.

spockilein: Eine Alterskennzeichnung und eine entsprechende Überwachung steht außer Frage und ist sehr wichtig. Eine Indizierung oder ein Verbot sind nicht hinzunehmen. Außerdem machen Verbote und ähnliches das Produkt erst interessant.

player1: Keiner kontrolliert die Freigabe von Spielen.

princevalium: Dem stimme ich zu!

fingerflipp: Wofür wird man erwachsen, wenn man sowieso vom Staat kontrolliert wird?

player: player1 sagt die Wahrheit.

veseria: Man sollte manch einen Musiker, beziehungsweise deren Texte verbieten. So etwas macht Kinder aggressiv und dumm. (also z.B. Sido etc.)

Seesen1: Ich muss zu dem Generationskonflikt Folgendes mal hinzufügen: Ich bin 35, meine Eltern (jetzt 68+84) haben mich in jungen Jahren an den PC herangeführt ohne aber selbst groß Ahnung zu haben. Allerdings haben Sie ihre Verantwortung insofern wahrgenommen, das Sie mir über die Schulter geschaut und mit mir durchaus oft diskutiert haben. Mein Vater war noch im Zweiten Weltkrieg aktiv und konnte da wichtige Anhaltspunkte mit dem Umgang solcher Spiele liefern. Wäre es nicht sinnvoll, mehr dafür zu tun, dass Eltern, wenn ihre Kinder schon in der Schule PC Unterricht bekommen, sie dazu einladen, mal mit ihren Kindern so ein Spiel zu machen (evtl. mit Betreuung), um so einen Gedankenaustausch zu fördern und Verständnis auf beiden Seiten zuzulassen?

Nightmare: Hallo.

Duden: Hi!

test: @Duscarth: Schönes aktuelles Beispiel ist "Team Fortress 2". In dem sehr comichaften Spiel bleibt nach Explosionen auch mal ein abgetrennter Arm zurück. Europaweit (PEGI) ist es ab 16, in England (keine Ahnung, wie das heißt) ab 15. In Deutschland können nur Erwachsene das Spiel kaufen, obwohl die abgetrennten Körperteile durch Hamburger, gelbe Quietscheentchen und Einräder ersetzt wurden. Abgesehen davon gibt es kein Blut, so dass man nicht weiß, ob man den Gegner trifft oder nicht.

AlexXx: Ich finde, dass die Bevormundung volljähriger Spieler (durch Verbot, Indizierung) nicht mit dem Grundgesetz übereinstimmt, welches besagt, dass jeder ein Recht auf freie Entfaltung hat, soweit er dadurch keinen Dritten beeinträchtigt.

spockilein: Wie sagt meine Frau immer: Lieber zu Hause PC-Spielen, als sich jeden Tag in der Kneipe die Birne vollzuhauen.

veseria: Richtig. Das deutsche "Team Fortress" kann man nicht wirklich gut spielen. Das ist also nicht mehr das richtige Spiel. Das ist doch Schwachsinn!

test: @Versia, bist Du Dir im Klaren, dass du ins gleiche Horn stößt wie die Leute, die Ego-Shootern eine solche Wirkung unterstellen?

xj9: Wie wäre es mal damit, zu Hause ein Buch zu lesen?

Spartan: Hi alle zusammen.

player: Bücher lesen finde ich gut, aber irgendwann gibt es dann vielleicht auch noch Killerbücher.

ReLaX: wer liest schon noch Bücher?!

otsen: Hey.

player: Also Mädels, was sagt ihr zu Lesen?

test: Wie wäre es mit Karl May?

ReLaX: 90% aller Jugendlichen lesen bestimmt nicht mehr.

player1: Meine ich auch.

player: Und die restlichen 10 Prozent lesen Killerbücher.

KNOXX: Hoi, Jungs!

SK.aLx_: Morgen zusammen, wurde schon konkret über mögliche Maßnahmen gesprochen wie man in Zukunft das Thema eSport transparenter und zugänglicher für Außenstehende machen kann?

ReLaX: Ne, neun Prozent und ein Prozent liest Harry Potter.

player: Na, KNOXX.

KNOXX: Jugendliche sollten die Spiele erst ab 16 spielen (zumindest gefährliche Spiele wie Counterstrike oder Halo), aber ich sehe keinen Grund, warum Pokemon den Jugendlichen verboten werden sollte.

player1: Hey, was geht.

Duscarth: @test: Es gibt unzählige solcher Beispiele und es wäre zu mühsam, sie alle hier aufzuzählen. Was bleibt, ist einfach nur ein sehr bitterer Nachgeschmack. Es geht in meinen Augen nicht um Jugendschutz bei diesem ganzen Debakel, sondern um reine Inkompetenz der zuständigen Behörden sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Es wird lieber alles schnell verboten als offen zulegen, dass man im Grunde nicht wirklich Ahnung hat, womit man es da zu tun hat und wie man damit umzugehen hat. Um sich dann komplett abzusichern, geht man auf Nummer sicher und sperrt die Inhalte auch für Erwachsene. Eine Erklärung dieser Lage wäre mir wirklich wichtig, denn im Grunde sehe ich es als Erwachsener nicht ein, für die Inkompetenz der zuständigen Behörden mit dem Medium zahlen zu müssen.

Phaidon: Es wird gefordert, durch exzessive Indizierung die Herstellung von jugendgefährdenden Spielen weniger lukrativ zu machen. Das funktioniert. Aber werden indizierte Spiele auch von weniger Jugendlichen gespielt als vergleichbare andere Titel?

emrox: Man will sich doch mit den Verboten nur vor der Verantwortung drücken, sich selbst damit zu beschäftigen um beurteilen zu können, was das Kind spielen kann und was nicht... Aber die Mühe machen sich Eltern ungern, daher lässt man sich die Verantwortung von Gesetzen abnehmen, die es schlichtweg verbieten...Eine Lösung kann das aber wohl kaum sein.

Julian: Schaut doch mal die ganzen "Pro-Gamer" an. Glaubst du, da zockt jemand, weil er Leute killen will? Nein! Aber es gibt auch andere, und bei denen sollte man halt aufpassen.

tom1984: Hi.

cerin: Wie will man denn festlegen, ab wann ein Spiel als "gewaltbeherrscht" gilt? Wie viel Blut ist gerade noch in Ordnung, ab wann wird indiziert?

Tom: Hallöchen!

[BEF]Rilco: Ich finde, je realistischer Spiele Gewalt zeigen, desto abschreckender wirkt es doch!

Tom: Ich würde sagen, das man nur mit Gewalt zum Ziel kommt.

emrox: Gewalt ist ein nicht zu leugnender Bestandteil eines jeden Menschen, ob er nun in Erscheinung tritt oder nicht. Es ist keine Lösung, es einfach zu indizieren, anstatt sich (vor allem auch mit seinen Kindern) damit zu beschäftigen und zu klären, dass das, was am PC abläuft, nicht real ist, sondern nur virtuelle Gewalt, so dass das Kind klar unterscheiden lernt.

J4M: Gesetze sollte man einhalten, egal wie lächerlich sie erscheinen.

Tom: Aha, kennt jemand diesen Müller?

[BEF]Rilco: Alexander Müller ist einer der Top-Spieler von SK Gaming... Besser bekannt als SK.TheSlaSH.

Tom: @ j4m: Du hast das "Ironie an, Ironie aus" Ding vergessen!

emrox: Bei dem Kommentar würde ich als Jugendlicher mit Sicherheit eher auf Müller hören... Denn wenn ich keinen Respekt vor der USK habe, wieso sollte ich mich dann von Herrn Kaminskis Aussage beeindruckt zeigen?

BeeemIt: Jop.

BeeemIt: Alexander Müller spielt gar nicht, er ist im Management-Segment des Clans SK Gaming und hat mit Veranstaltern, Fans und Spielern gleichermaßen zu tun.

Tom: Dass diese Leute immer Sachen gut finden, die nicht funktionieren...

okp: Hi.

Gool: Warum muss Jugendschutz gleich ein Verbot bedeuten?

Tom: Muss ja nicht und sollte auch nicht...

emrox: Da muss ich Herrn Kaminski zustimmen, es gibt zwar Spiele mit Suchtpotenzial, z.B. "World of Warcraft", aber auch hier muss man sich damit auseinander setzen, nicht Bevormunden durch Verbieten.

Duscarth: Es ist, wie ich es befürchtet habe. Es wird mit einem großen Bogen um die wirklichen Probleme herum getänzelt. Keiner wagt, sich irgendwie festzulegen. So lange diese Orientierungslosigkeit in Deutschland weiter herrscht, wird sich nichts ändern. Alles wird verboten bleiben und keiner wird was sagen. Vielen Dank für dieses relativ sinnfreie Chatduell.

emrox: Man sollte schließlich annehmen, auch Eltern wären mündige Bürger die es nicht zu entmündigen gilt, ebenso wie jeder Volljährige.

Tom: Was hast du erwartet?

Tom: Bildschirmspiele...tolles Wort...

peter: @Duscarth: Sehe ich anders, es wurde angesprochen, dass die Politik offensichtlich keine Ahnung hat und da wurde kein Blatt vor den Mund genommen. Dass hier der Schlüssel liegt, wurde auch gesagt!

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