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A file picture dated 16 april 2016 shows an 'All Gender' bathroom sign at the San Diego International Airport in San Diego, California, USA. According to reports from 13 May 2016, the US administration plans to direct public schools to allow transgender students use whichever bathroom they prefer to match their gender identity.

8.8.2018

Arbeitsblatt Barrieren Teil 2 - Handreichung für Pädagog*innen

Die Handreichung zum Arbeitsblatt Barrieren Teil 2 gibt Anregungen zur Nutzung der Videos im Unterricht und in der außerschulischen Bildungsarbeit. Mit den Videos und dem dazugehörigem Arbeitsblatt lernen Jugendliche, was es bedeutet für seine Geschlechtsidentität diskriminiert zu werden und setzen sich mit gesellschaftlichen Barrieren auseinander.

Hier finden Sie die Handreichung zur Ansicht und zum Download sowie Ausdruck als PDF und als odt-Datei, so dass Sie es für Ihre Lerngruppe anpassen können.

PDF-Icon Download "Handreichung: Barrieren - Teil 1" als pdf-Datei
Download "Handreichung: Barrieren - Teil 1" als odt-Datei

Videoclips: Jessey: 1:17, So Satt 3:09, Mein Name ist 2:28, Personal Space 1:42
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Fächer: Sozialkunde, Deutsch, Lebenskunde, Ethik und Religion
Schwerpunkte: trans* nicht-binär, gesellschaftliche Barrieren, Diskriminierungserfahrungen
Ziele: Bewusstsein entwickeln für die Erfahrungen von Barrieren in der Lebensrealität von Trans* menschen. Erkennen, dass diese Barrieren in vielen Lebensbereichen präsent sein können. Empathie entwickeln.

Weitere Hinweise:
Es kann durchaus sein, dass es Jugendliche in der Klasse gibt, die sich in einem Prozess befinden, sich als trans* zu identifizieren. Dafür wäre es gut, wenn die Lehrkraft Informationen zu Hilfsangeboten für Schüler*innen bereitstellt. Mögliche deutschlandweite Hilfsangebote:

Jugendnetzwerk Lambda: www.lambda-online.de/
In & Out : www.comingout.de/
Mein Geschlecht: meingeschlecht.de

Ggf. weitere Kontakte von Vereinen recherchieren, die vor Ort angeboten werden und für Schüler*innen verfügbar machen.

In einem ersten Schritt geht es darum, ein Bewusstsein über die Lebensrealität von Trans*menschen zu entwickeln. Dafür werden zunächst Begriffe vermittelt. Dann erkennen die Schüler*innen die Barrieren, die Trans* menschen in unser Gesellschaft erleben. Sie werden zudem für den Verlust von Freiheit und Glück, der aus diesen Barrieren entsteht, sensibilisiert.

Zu Übung 1 a):

a) Dauer: 10 Minuten
Wenn Arbeitsblatt Barrieren Teil - 1 mit der Klasse schon durchgeführt wurde, kann diese Übung nur als kurze Erinnerung dienen.
Nach dem Sammeln der Ideen wird diese Definition gegeben:

Trans* Menschen fühlen sich nicht oder nicht nur dem Geschlecht zugehörig, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde; das heißt nicht automatisch, dass sie sich als Mann oder Frau fühlen – sie können sich als weder-noch oder dazwischen‘/‘beides‘ fühlen. Trans* ist ein recht junger, im deutschsprachigen Raum inzwischen verbreiteter, weit gefasster Oberbegriff für eine Vielfalt von Identitäten. Dabei dient der Stern * als Platzhalter für diverse Komposita.

Nicht-binär ist eine Selbstbezeichnung für Menschen, die sich außerhalb der Einteilung in zwei Geschlechter verorten. Das kann bedeuten, dass sich ein Mensch als weder weiblich noch männlich versteht oder nicht ausschließlich. Nicht-binäre Menschen können ganz unterschiedliche Selbstbezeichnungen haben, wie "genderqueer" "agender" etc. und auch neue Pronomen erfinden. In dem Trickfilm Jessey identifiziert sich die Person als nicht-binär (deu. für eng. Wort: non-binary).
Mehr Informationen: http://www.nonbinary.ch/was-ist-non-binaer/

Cisgeschlecht: Menschen, die sich als das Geschlecht fühlen, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde

Zu Übung 1 b):

Dauer: ca. 20 Minuten
Es gibt eine Auswahl von vier Videos (Jessey: 1:17, So Satt 3:09, Mein Name ist 2:28, Personal Space 1:42 ). Es müssen nicht alle gezeigt werden. Zwischen den Videos und danach können Fragen gestellt und diskutiert werden. Es ist hier hilfreich, während des Anschauens der Videos die Schüler*innen beispielhaft auf die entsprechenden Barrieren hinzuweisen.

Zu Übung 2:

Dauer: ca. 20 min.
Um Zeit zu sparen, können auch nur eine begrenzte Anzahl von im Arbeitsblatt benannten Aussagen verwendet werden. Wichtig ist es, dass Schüler*innen aus der Sicht der von ihnen angenommenen Identitätskategorie sich für eine Ja/Nein Antwort entscheiden und dann ein kurze Begründung festlegen (1 bis 2 Sätze). Die Schüler*innen dürfen selbstverständlich sagen, wenn es ihnen schwergefallen ist, eine klare Antwort zu finden, sollen sich aber für den Zweck der Übung erst einmal für etwas entscheiden.

Hinweis:
Die Stellungnahme zu den Aussagen sollen sich auf die Geschlechtsidentitätskategorien beziehen.

Zu Übung 3:

Dauer: ca. 10 Minuten
Wenn die ausgewählten Personen nebeneinander stehen, werden die bearbeiteten Aussagen eine nach der anderen von der Lehrkraft vorgelesen. Nach jeder Aussage wird die folgende Anleitung gegeben:
  • Wenn die Antwort der Gruppe Ja war, muss diese Identitätskategorie/Person einen Schritt vorwärts treten. Begründungen können bei Bedarf erfragt werden.
  • Wenn die Antwort Nein ist, geht die Person einen Schritt zurück. (Bei mangelndem Platz im Klassenzimmer kann die Person auch stehen bleiben).
Der Rest der Klasse notiert sich Fragen, Zustimmungen, Ablehnungen und Kommentare.

Zu Übung 4:

Dauer: ca. 5 Minuten
Während alle Schüler*innen noch in ihren Positionen stehen, wird die Übung ausgewertet. Die Fragen im Arbeitsblatt werden zusammen bearbeitet.


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