kulturelle Bildung

Fashion@Society: Mode trifft Moral

Die Tagung "Fashion@Society: Mode trifft Moral" am 27. Februar im Deutschen Hygienemuseum Dresden (DHMD) betrachtete Mode im Spannungsfeld von Konsum und Verantwortung. Die Teilnehmenden analysierten Aspekte der aktuellen Konsum- und Wachstumsgesellschaft und diskutierten Möglichkeiten, Probleme und Paradoxien ethischen Konsums.

Die Tagung war Teil eines vielfältigen Wochenendprogramms des DHMD rund um die "Licht- und Schattenseiten der Mode", eine Kooperationsveranstaltung mit der Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmenprogramm der Ausstellung "Fast Fashion".

fashion@society ist eine Tagungsreihe der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, die mit wechselnden Partnern durchgeführt wird. 2009 fand in Kooperation mit dem Goethe Institut Berlin die erste Tagung "Mode trifft Politik" statt. In Zusammenarbeit mit dem Museumsdienst der Stadt Köln wurde die soziale Dimension von Mode 2013 unter dem Titel "Mode trifft Museum" Beispiel ihrer musealen und museumspädagogischen Aufbereitung untersucht.

Slow Fashion Lab - Ausstellung

Kulturelle Bildung: Mode

Fashion@Society: Mode trifft Moral

Mode ist mehr als Bekleidung – sie ist Ausdruck von Identität, sozialer Zugehörigkeit und Kultur. Leider hat auch dieser ästhetische und kreativ-schöpferische Bereich unseres täglichen Konsums seine "schmutzigen" Seiten, wie wir spätestens seit dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch wissen. Ethische Probleme der Modeproduktion und des Modekonsums sind in den Fokus gerückt. Zahlreiche Akteure der Slow oder Green Fashion entwickeln nachhaltige Alternativen zur schnelllebigen, billigen "Fast Fashion". Weiter...

Prof. Dr. Gertrud Lehnert ist eine der Expertinnen für Mode und ihre Theorie in Deutschland. Sie hat am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam eine Professur für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft inne. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Modegeschichte und –theorie, Kulturelle Visualisierungs- und Inszenierungsstrategien, Gender Studies sowie Raum und Emotion.

Interview mit Prof. Dr. Gertrud Lehnert

"Unser Verhältnis zur Umwelt ist durch Mode geprägt"

Die Modeexpertin Prof. Dr. Gertrud Lehnert spricht im Interview über die Rolle der Konsumenten/-innen und Sucht-Strukturen im Modesystem, über die Entwicklungschancen von Slow Fashion und über die Bedeutung des Themas Mode für die politische Bildung. Weiter...

Slow-Fashion-Tour

Kulturelle Bildung: Mode

Slow-Fashion-Tour

Maßgeschneiderte Jeans aus dem Ein-Mann-Betrieb, Upcycling-Taschen aus DDR-Stoffen, in der Region gefertigte Designer-Mode – das gab es während des geführten Rundgangs durch die Dresdner Neustadt zu sehen. Die Teilnehmer/-innen kamen mit den Produzent/-innen ins Gespräch und konnten ihre Arbeitsstätten und Produkte anschauen. Weiter...

 

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Kamerafrau Anna Maria Hora bei den Dreharbeiten zu "Nachtwandler" von Markus Adrian, Copyright: Jaroslaw GodlewskiKultur

Film und Politik

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden. Weiter... 

„La Sarraz“ – Mediencollage von Lutz Dammbeck, Kulturhaus „Nationale Front“, Leipzig, 24. Juni 1984 (Szene, Ablaufplan, Regie: L. Dammbeck; Tanz: Fine; Filme: Teile von „Hommage à La Sarraz“, eine Collage alter deutscher Heimfilme, 16mm Fassung der Videoaufzeichnung der Herakles-Proben; Kamera: Thomas Plenert; Regie/Schnitt: L. Dammbeck; Diamaterial: L. Dammbeck; Musik: Life Jazz Lothar Fiedler, Hansi Noack, Gottfried Rößler, Thomas Hertel; Aufbau/Kaschur/Malaktion: Olaf Wegewitz, Hans Hendrik Grimmling, L. Dammbeck; Projektion: Dietrich Oltmanns, Norbert Wagenbrett), Foto: Karin Plessing
1982 hatte Lutz Dammbeck mit der Arbeit am Herkakles-Konzept als Szenarium für einen Experimentalfilm begonnen; nach der Ablehnung durch die DEFA entwarf er es als Rauminszenierung und Mediencollage neu. Mit seinen auf der Grundlage dieses Konzeptes entwickelten multimedialen Inszenierungen „La Sarraz“, „Herakles“ und „Realfilm“ näherte sich Dammbeck der deutschen Vergangenheit und der politischen und sozialen Realität in der DDR. Er wandte sich „dem Thema Faschismus“ zu, weil er für seine Generation die Möglichkeit sah, „unbelastet und scheinbar naiv nach beunruhigenden Phänomenen zu fragen. Fragen zum Beispiel nach Ursachen für die Fazination des Nazismus, nach der Wirkung der von ihm geweckten Bilder und Emotionen, bis in die Gegenwart hinein“. (L. D.)Dossier

Autonome Kunst in der DDR

Kaum eine Kunstentwicklung - die offizielle wie die unabhängige Ausstellungskultur - ist so ausführlich und gründlich dokumentiert worden wie die der DDR. Das Dossier widmet sich einigen wichtigen Ausstellungsräumen, Projekten und Initiativen sowie den Vermittlern und Protagonisten. Weiter...