Gladbach Fans auf der voll besetzten Tribüne des Bökelbergstadions am 2. Mai 1965

18.6.2014 | Von:
Nicole Selmer

"Wir sind keine Cheerleader, wir stehen nicht am Rand"

Weibliche Fans im Männerfußball

Fußballsozialisation. An den Ball kommen

Nicht am Rand, sondern tonangebend: Weiblicher Fan von Borussia Mönchengladbach 2001 im Fürther Playmobil Stadion.Nicht am Rand, sondern tonangebend: Weiblicher Fan von Borussia Mönchengladbach 2001 im Fürther Playmobil Stadion. (© imago/Bernd Müller)


Das Ich von Fußballbiografien ist männlich. Vorbild für viele nachfolgende Erzählungen ist Nick Hornbys Roman "Fever Pitch". In den Worten des Erzählers sind die Geschlechterrollen klar verteilt. "Ich verliebte mich in Fußball, wie ich mich später in Frauen verliebte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an die Schmerzen oder Zerreißproben, die das mit sich bringen würde." Aber wie verlieben sich Frauen in den Fußball? Wie sieht die weibliche Fansozialisation aus?

Auch wenn der Kanon der entsprechenden Erzählungen, literarisch ebenso wie wissenschaftlich[12] oder journalistisch[13], weiterhin männlich bleibt: Mittlerweile gibt es eine Reihe von sozial- und kulturwissenschaftlichen Untersuchungen[14] sowie von weiteren Büchern und Artikeln[15], die sich mit dem Thema weibliche Fankultur beschäftigen. Die dabei zutage geförderten Ergebnisse zeigen große Gemeinsamkeiten zwischen männlicher und weiblicher Fußballbegeisterung und einige wichtige Unterschiede auf. So klingt es in den Worten der 36-jährigen Katja, Fan des VfB Stuttgart:

Zitat

Katja (36), Fan des VfB Stuttgart:

Angefangen hat es als Kleinkind, immer sonntags mit meinem Vater auf den Fußballplatz zum VfL [Heimatdorf], und so hat es angefangen mit emotionalem Fußballschauen und dann halt auch selber spielen. Also meine Kindheitssommer sind … nur Kicken. […] Das war beeindruckend, meinen VfB das erste Mal live zu sehen im Neckarstadion. Manchmal habe ich mehr nach den Fans geguckt und nach dem, was drumrum war […] diese Leute und die Stimmung und das Gesinge und das Geschreie, das war einfach phänomenal.

Quelle: Sülzle 2011, S. 288


Hier sind viele Elemente zu finden, die eine Sozialisation zum Fußballfan bestimmen und die sich durch zahlreiche Erzählungen männlicher wie weiblicher Fans ziehen: Begleitung einer älteren Bezugsperson, Emotionen, Aufregung, Identifikation mit der Mannschaft und die Faszination der Stadionatmosphäre. Dass die Bezugsperson dabei in vielen Fällen eine männliche, oft der Vater, ist, erscheint angesichts der statistischen Geschlechterverteilung im Stadion nur logisch.

01.04.2006: Generationenübergreifender Jubel, als der VFL Wolfsburg in der letzten Spielminute den Ausgleichstreffer erzielt.01.04.2006: Generationenübergreifender Jubel, als der VFL Wolfsburg in der letzten Spielminute den Ausgleichstreffer erzielt. (© imago/Hübner)


Es gibt, wie Sülzle[16] anführt, jedoch ebenso auch andere Beispiele: Freundinnen, Mütter und Großmütter. Als Beispiel für eine solche generationenübergreifende Fangeschichte können die beiden HSV-Anhängerinnen Ulla und Janina dienen[17]:

Zitat

Ulla und Janina, HSV

    Ulla: Ich war HSV-Fan und habe meine Tochter natürlich mitgeschleppt.

    Janina: Ich hatte keine andere Wahl!

    Ulla: Meinen Sohn habe ich nicht dafür begeistern können, da war ich zuerst enttäuscht, aber dann habe ich eben Janina mitgenommen.

Kampf um Anerkennung

Fan von SG Eintracht FrankfurtFan von SG Eintracht Frankfurt (© imago/Volkmann)
Genauso wie Ulla und Janina in der berüchtigten Westkurve der 1980er-Jahre ihre Plätze einnehmen konnten, finden auch andere Frauen Zugang zum Stadion und zur Fankurve und fühlen sich dort zu Hause: Die Metapher der "zweiten Familie", das Gefühl der Zugehörigkeit spielt auch in den Erzählungen weiblicher Fans eine wichtige Rolle. Neben diesen Gemeinsamkeiten zwischen männlichem und weiblichem Fußballzugang gibt es jedoch auch deutliche Differenzen. Fußball ist ein nach bestimmten geschlechtsspezifischen Regeln organisiertes soziales und kulturelles Umfeld. Die Auseinandersetzung damit bestimmt unweigerlich mit, wie sich weibliche Fans im Fußball bewegen. Ein zentrales Element ist hier die starke Trennung zwischen männlichen und weiblichen Rollen. In ihrer Feldstudie zum 1. FC Union Berlin beschäftigt sich die Ethnologin Victoria Schwenzer auch mit den Rollen, die Männern und Frauen im Fußball angeboten werden: Da sind der fachsimpelnde Experte, der Held, der von Auseinandersetzungen mit Polizei und gegnerischen Fans berichten kann, und der meist lautstarke Enthusiast. Alle sind samt ihrer Mischformen als Fans definiert und akzeptiert. Für die Frauen bleiben ergänzende Rollen, denen wiederum gemein ist, dass sie nicht als Fans definiert sind: die Begleiterin, das schwärmende Mädchen oder die zu beschützende Frau.

Fortuna-FanFortuna-Fan (© imago/Krieger)
Um ihrerseits als Fan anerkannt zu werden, müssen sich Frauen im Fußball mit diesen Zuschreibungen auseinandersetzen. Das bedeutet, Fußballkompetenz unter Beweis stellen zu müssen, die Männern "qua Geschlecht zugestanden wird", wie Wetzel schreibt[18]. Es bedeutet, sich gegen die Unterstellung zu wehren, nur aus erotischem Interesse an den Spielern oder – eine Variante, die die organisierte Fanszene kennt – an den tonangebenden Männern in der Kurve ins Stadion zu gehen.

Es bedeutet, nicht zu viel Schwäche, Zimperlichkeit oder Angst zu zeigen – sich also möglichst wenig entlang klassisch weiblicher Rollenmuster zu verhalten. Darunter fällt etwa auch der Verzicht auf allzu feminine oder freizügige Kleidung, denn die gehört zum Rollenfach Groupie und legitimiert in der sexistischen Logik (nicht nur der Fankurve) die Wahrscheinlichkeit von dummen Sprüchen oder gar Übergriffen. Auch Frauen tragen stattdessen lieber das geschlechtsunspezifische und stadionkompatible Fanoutfit: Jeans und Trikot, T-Shirt oder Kapuzenpulli.

Sophia Gerschel hat die Stellung junger Frauen in der Ultraszene am Beispiel der Jenaer Gruppe "SenoritHAs" untersucht. Sie schildert die Auseinandersetzungen mit Geschlechterstereotypen, die bei Männern und Frauen vonstattengehen und zumindest in Jena für eine Akzeptanz der weiblichen Ultragruppe gesorgt haben. Dafür, so sehen es die jungen Frauen selbst, ist eine erfolgreiche Abgrenzung nötig: "Wir sind keine Cheerleader, wir stehen nicht am Rand. "[19]. Insgesamt macht diese prekäre Balance einen Teil des Reizes aus, den die Fußballwelt auf Frauen ausüben kann:

Zitat

Frauen können sich ausprobieren

Die Fankurve ist eine Welt junger Männer, die nach deren Regeln funktioniert, und es gibt Möglichkeiten für Frauen, sich dort selbstverständlich und anerkannt zu bewegen. Frauen können sich in dieser Umgebung, so sie wollen, eine Scheibe der männlichen Sozialisation abschneiden. Sie können sich ausprobieren in Eigenschaften, Handlungen und Haltungen, die eigentlich für Männer reserviert sind, manchen Frauen jedoch, zumindest zeitweise, näher liegen als die allgemeinen gesellschaftlichen Anforderungen an ihr Geschlecht.

Zitiert nach Selmer/Sülzle 2006, S. 125


Lauter und raumgreifender als sonst können sich auch Frauen im Fußball geben, den Schiedsrichter beschimpfen, Bier verschütten und jubeln. Die Zugehörigkeit zur Fankultur ist Frauen möglich, in jede Nische der Kurve können sie jedoch nicht gelangen. Im Fußball bieten sich Frauen Freiräume, die anderswo schwer vorstellbar sind, zugleich werden ihnen aber auch feste Grenzen gesetzt.

Wenn es um die – symbolische oder reale – Ausübung von Gewalt geht, gelten im Stadion für Männer und Frauen unterschiedliche Regelungen: Ein Mann verteidigt sich, wenn er oder seine Ehre – seine Kurve, seine Fahne – angegriffen wird. Für Frauen gilt hingegen, dass sie nicht geschlagen werden, aber noch viel weniger selbst schlagen. Weibliche Fans können Teil der Gruppe sein, sie gehören jedoch nicht in die erste Reihe, weder bei körperlichen Auseinandersetzungen noch für die Imponiergesten gegenüber der gegnerischen Fangruppe.

Zielgruppe Frau. Interesse der Fußballindustrie an Frauen

Frauen als Zielgruppe für Fußballmarketing, Sponsoren und Vereine sind eine vergleichsweise neue Erscheinung. Nur allmählich setzt sich die Einsicht durch, dass Frauen beim Fußball ein noch weitgehend unausgeschöpftes wirtschaftliches Potenzial darstellen. Das Marktforschungsinstitut Sport + Markt AG präsentierte 2008 eine Untersuchung zum Thema Frauen und Fußball unter dem Titel "Fußballboom dank Frauen" . Bemerkenswert ist die Mahnung der Marktforscher an Vereine und Sponsoren. Bemerkenswert deshalb, weil kaum einmal darauf gehört wird. Was den Vereinen und Sponsoren einfällt, um Fußball an die Frau zu bringen, hat mit Fußball oft wenig zu tun.

Quellentext

Fußballboom dank Frauen

Unsere Forschungen zeigen zudem, dass ein Aspekt klar überschätzt wird: Der 'Popstar-Faktor'. Die Mehrheit der Frauen sind genauso leidenschaftliche Fußballfans wie Männer.

Quelle: Sport und Markt, 2008


Saison 1976/1977: Soll den Fußball nach Peter Krohn an die Frau bringen – Der Kader des Hamburger SV in Rosa und Himmelblau.Saison 1976/1977: Soll den Fußball an die Frau bringen – Der Kader des Hamburger SV in rosa. (© imago/Kicker/Metelmann)
Ein früher Wegbereiter war hier Peter Krohn, in den 1970er-Jahren HSV-Präsident und erster bezahlter Manager im Fußball, der dem Fußball neue weibliche Zuschauerkreise erschließen wollte: Frauen sollten durch neue Trikots in Rosa und Himmelblau angesprochen werden, bei ihren vermeintlichen ästhetischen Vorlieben abgeholt werden ("Diese Farben gefallen Frauen."). Auch ein erotisches Moment wollte Krohn in die mediale Präsentation der Spieler einbringen und malte sich Sektbäder für erfolgreiche Torschützen aus: "So was lockt Mädels ins Stadion"[20].

Auch heutige Marketingabteilungen beziehen ihre Sicht auf weibliche Fans aus der Unterstellung von Fansein als Männersache. In vielen Fällen bedeutet dies, für die nicht zu leugnende Anwesenheit von Frauen im Stadion eine andere Erklärung zu finden als für die Anwesenheit der Männer:

"Etwa 50 Prozent unserer weiblichen Fans sind Teenies, die ins Stadion kommen, weil sie die Spieler toll finden. Für die würden wir auch gerne was machen", wird der Fanbeauftragte des VfL Bochum Dirk Michalowski im Mai 2007 im "Tagesspiegel" zitiert.[21] Dort verrät auch Christian Venghaus, Fanbeauftragter von Arminia Bielefeld, was sein Verein für Frauen tut:

Zitat

Ein knackiger Mann mit engen Shorts

Mit unserer Plakatkampagne sprechen wir auch Frauen an. Da gibt es zum Beispiel einen knackigen Mann mit engen Shorts.

Quelle: Christian Venghaus, Arminia Bielefeld, Leitung Club-Marketing und Mitglieder & Fan in: Tagesspiegel vom 26. Mai 2007, "Rosa Schals und Miss-Wahlen"


HerthafreundinOb heiße Foto-Shootings oder die Kicker privat - bei der Herthafreundin sollten Frauen voll auf ihre Kosten kommen. (© imago/City-Press)
Im für die Deutsche Fußball Liga erstellten Report "Fan 2007. Qualitative Studie zur Anziehungskraft der Bundesliga" heißt es: "Neu hinzugekommen ist seit 2006 die starke Faszination für Fußball durch Frauen." Auch hier wird ein spezifisch weiblicher Blick auf den Fußball postuliert. Frauen, so schreibt Medienforscher Jo Groebel, seien keineswegs "eine Zielgruppe für komplett übertragene, normale Fußballspiele, sondern vor allem für Zusammenschnitte in Magazinform mit viel Balldramatik und vielen Menschen- und Prominenten-Geschichten".

Die Schlussfolgerung aus dieser Konstellation ist es, Fußball zielgruppenspezifisch für Frauen zu vermarkten – ganz ohne Fußball. Wie das aussieht, zeigte die Website www.herthafreundin.de von Hertha BSC, die im Februar 2007 online ging und speziell weibliche Fans ansprechen sollte – mit Interviews und Fotos von Spielern, Schminktipps, Kochrezepten und Erläuterungen von Fußballregeln, aber ohne eine aktuelle Tabelle. Die "herthafreundin.de" ist inzwischen offline.

Damen-Fanartikel 1970: Fankissen der "Kickers Offenbach"Damen-Fanartikel 1970: Fankissen der "Kickers Offenbach" (© imago/Kicker)
In den Fanartikelkatalogen der Bundesligavereine werden Frauen als eigene Zielgruppe mit Rubriken wie "Damen-Kollektion" oder "Lady Collection" bedacht. Die Damenabteilungen bringen Abwechslung in das sonst meist zweifarbig an den Vereinsfarben orientierte Sortiment der Fanartikel, denn sie enthalten viel Rosa, Glitzer und Blümchendekor. Besonders zwischen 2005 bis 2009 waren rosa Fanartikel bei den Einkäufern der Marketingabteilungen groß in Mode[22]. Der rosa Schal führt die Idee, für alle sichtbar für den Verein und seine Farben einzustehen, ad absurdum. Frauen werden dadurch als das "Besondere" markiert. Sie sind für alle auf den ersten Blick als Frau zu erkennen und werden so nicht einem Verein, sondern zuallererst einem Geschlecht zugeordnet.

Die rosa Fanartikel haben für Diskussionen und Proteste in der Fanszene gesorgt. Die Kritik gilt dabei zum einen der – als Symptom der Kommerzialisierung begriffenen – Verwendung anderer Farben als der traditionellen Vereinsfarben, zum anderen jedoch auch der damit verbundenen Ausgrenzung der weiblichen Fans: So stellen Fans von Eintracht Frankfurt auf der 2008 gestarteten Website "www.stoppt-rosa.de" ("stoppt rosa" ist inzwischen offline) fest: "Frauen wollen in der Männerdomäne Fußball ernst genommen und gleich behandelt werden. Warum brauchen wir dann Fanartikel extra in 'Girlie'-Farben?"

Quellentext

Rosa Tanktops im Abseits

Vereine, Verbände und Medien sind gut beraten, ihr Augenmerk auf die Zielgruppe der Frauen und Mädchen zu legen. Fernab aller Klischees gilt es, die Fußballbedürfnisse weiblicher Fans auf Augenhöhe zu befriedigen. Ein paar rosa Tanktops im Fanartikelkatalog tun es da nicht mehr.

Quelle: Sport + Markt, 2008


Maßnahmen zur "positiven Diskriminierung"

Eine weitere Variante dieser besonderen Adressierung von weiblichen Fans sind Maßnahmen zur "positiven Diskriminierung", wie etwa verbilligter Eintritt in den unteren Spielklassen in Deutschland für "Frauen, Arbeitslose und Senioren", Blumen oder Sekt im Stadion zum Valentinstag oder bei anderen als "Frauentag" definierten Gelegenheiten. Diese Aktionen sollen nach Aussage der Verantwortlichen mehr Frauen und Mädchen ins Stadion locken. Sie sorgen jedoch auch dafür, dass diese herausstechen und nicht einfach ganz normale Fans sind, die den vollen Preis zahlen und statt einer Rose ein Bier in der Hand halten. Die Maßnahmen, mit denen die vermeintlich anderen weiblichen Interessen befriedigt werden sollen, führen zu einer weiteren Vertiefung der Kluft zwischen "Fan" und "Frau", zu einer Fortschreibung der Legende von der "Wesensverschiedenheit" und sichern damit die Männerbastion Fußball. Energisch verwehren sich unter anderem die weiblichen Ultras aus Jena gegen diese Praxis [23]:

Zitat

Jenaer SenoritHas

Wir wollen verdammt noch mal keinen Preisnachlass oder irgendwelche Sonderaktionen. Wir wollen keine mitleidsvollen oder belächelnden Blicke und wir wollen uns nicht rechtfertigen müssen für das, was wir tun!

Die rosa Fanartikel sind inzwischen wieder aus vielen Fanshop-Sortimenten verschwunden, was als Beleg für ihre geringe Beliebtheit gewertet werden darf. Die Versuche, Fußball geschlechtsspezifisch zu vermarkten, gehen jedoch weiter. Im September 2012 präsentierte Werder Bremen gemeinsam mit seinem Sponsor Kraft Foods "die erste Frauenloge" der Bundesliga.

Zitat

Jacobs Ladies Lounge

Das Angebot ist hochattraktiv: In einer grün-weißen Wohnzimmeratmosphäre erleben weibliche Fußballfans bei Kaffee, Kuchen die Heimspiele des SV Werder in einem ganz besonderen Ambiente.

Quelle: Marco Gottschalk von Jacobs Krönung, Werder Bremen News 2012


Die Ergänzung des Kaffeeklatschs für Frauen ist die auf dem Stadionvorplatz aufgebaute "Bull‘s-Eye-Bude". Zu der heißt es: "Der unübersehbare Slogan 'Echter Geschmack für echte Kerle!' zeigt sofort, wer die Zielgruppe dieses Auftritts ist. 'Grillen ist ganz klar Männersache.' Und deshalb positioniert sich die amerikanische Barbecue-Sauce mit ihrem typisch rauchigen Geschmack auch ganz klar als Männerprodukt – auch wenn die Saucen natürlich durchaus auch Frauen schmecken"[24].

Fußnoten

12.
U. a. Theweleit 2004
13.
U. a. Biermann 1995
14.
Wetzel 2000; Gerschel 2009; Sülzle 2011
15.
U. a. Fechtig 1995; Hagel/Wetzel 2002; Selmer 2004; Hagel/Selmer/Sülzle 2005
16.
2011, S. 289 f.
17.
Quelle: Selmer 2004, S. 29
18.
2000, S. 90
19.
Gerschel 2009, S. 46
20.
Zitiert nach Selmer 2004, S. 132 f.
21.
"Rosa Schals und Miss-Wahlen. Müdes Damenprogramm in der Bundesliga". Tagesspiegel vom 26. Mai 2007, http://www.tagesspiegel.de/sport/rosa-schals-und-miss-wahlen/856496.html
22.
mehr zur Geschichte der weiblichen Fanartikel in Selmer/Sülzle 2011, S. 218 - 222
23.
vgl.Senorithas Jena: "If I were a boy"
24.
vgl. Werder Bremen-Presseservice: 'Kraft Foods bietet erste "Frauenloge" der Bundesliga an', 20.09.2012
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Autor: Nicole Selmer für bpb.de
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