Die "Tagesschau"-Sprecher Manfred Schmidt, Cay Dietrich Voss, Karl-Heinz Köpcke, Martin Thon und Dieter von Sallwitz (v.l.n.r.).

Technik und Multimedia

Fernsehen ist ein technisch-apparatives Medium. Es benötigt sowohl zur Herstellung der audiovisuellen Angebote als auch zur Übertragung, zum Empfang und zur Wiedergabe technische Apparaturen. Diese müssen miteinander synchronisiert sein. Ohne diese Apparaturen ist das Medium nicht existent. Das Fernsehen ist wie der Hörfunk zudem auf die Elektrizität als Energie angewiesen. Deshalb ist das Fernsehen ein Produkt der modernen Industriegesellschaft und setzt die Herausbildung einer großen Elektroindustrie voraus.

Die Fernsehtechnik wurde von den Anfängen an immer weiter entwickelt: Erstens auf der Ebene der Produktionstechnik (Kamerabau, Studiotechnik, Beleuchtung, Mischtechniken, Aufzeichnungstechnik), zweitens auf der Ebene der Verbreitung (terrestrische Verbreitung bei Radiowellen und Antenne; Verbreitung per Kabel und per Satellit, Digitalisierung der Übertragungswege, per Internet) und drittens auf der Ebene der Empfangsgeräte (Empfangsgeräte mit großen Braun'schen Röhren (Glaskolben), mit Flüssigkristall- und Plasmabildschirmen, auf mobilen Empfangsgeräten, Handys usf.).

Was ist "Fernsehen"?

Das "klassische Fernsehen" (ohne Internet) hat folgende charakteristische Merkmale:

  • sehr hohe Werte bei der Publizität (unbegrenzter Zugang, weite Verbreitung)
  • sehr hohe Werte bei der Aktualität (Berichterstattung in Echtzeit möglich)
  • sehr hohe Werte bei der Effizienz in der Signalverbreitung (grundlegende technische und organisatorische Voraussetzungen sind geschaffen)
  • Linearität des nach einem festen Sendeplan geordneten Programms
  • Universalität der Inhalte: Kombination von Information, Unterhaltung und Bildung
  • geringe Interaktivität zwischen Kommunikator und Rezipient
  • wenig Spielraum in der Nutzung
  • hohe Professionalität bei der Produktion des Fernsehangebots (fachlich und hierarchisch gegliederten Redaktionen)
  • geringe Rolle natürlicher Grenzen als Verbreitungshürde (schon vor dem Internet länderübergreifend z. B. durch Satellit)
Quelle: Gerhard Vowe, Philipp Henn: Leitmedium Fernsehen?

Dieser Themenbereich zeigt auf, welche Entwicklungen die Fernsehtechnik durchlaufen hat, und beschreibt die wichtigsten technischen Grundlagen.

PDF-Icon Literaturverzeichnis "Technik und Multimedia"

Am 21.12.1952 beginnt das Fernsehzentrum in Berlin-Adlershof mit der Sendung des offiziellen Fernsehversuchsprogramms.

Die Erfindung und die Anfänge des Fernsehens

Vom ersten Patent – der Idee zur Zerlegung von Bildern in Lichtpunkte durch Paul Nipkow 1884 – bis zum ersten regelmäßigen Programmbetrieb eines Fernsehsenders 1935 in Berlin dauerte es fünfzig Jahre. Seitdem war die Entwicklung eigentlich nie abgeschlossen. Weiter...

Telstar

Verbreitung von Kabelfernsehen und Satellitenübertragung 

Bereits in den 1950er bis 1970er Jahren, als das Fernsehen vor allem terrestrisch empfangen wurde, baute man in empfangstechnisch ungünstigen Lagen Kabelnetze auf. Großantennen zur Versorgung von Mietshäusern lieferten per Kabel Fernsehen in die Wohnungen. Weiter...

Satelliten-Receiver

Veränderungen durch die Digitalisierung

Die Verbreitungstechnik des Fernsehens wurde seit den 1980er Jahren durch die Digitalisierung grundlegend verändert. Sie stellt keine spezifische Veränderung alleine des Fernsehens dar, sondern umfasst und durchdringt zahlreiche Produktions- und Distributionstechnologien. Weiter...

Einsfestival HD sendete als erstes öffentlich-rechtliches Programm zeitweise in HDTV.

Die HDTV-Technik

Anfang der 1990er Jahre beherrschte HDTV die Debatte unter den Fernsehforschern. Endlich sollte der Fernseher zum Heimkino werden und ein breiteres Bildformat liefern, verbunden mit scharfen, weil besser aufgelösten Bildern sowie Mehrkanalton und Surround-Sound. Weiter...

Videorecorder

Entwicklungen der Gerätetechnik

Seit Mitte der 1970er Jahre war das Fernsehgerät nicht mehr nur Fernsehempfänger, sondern auch Schnittstelle für die Wiedergabe von anderen Bild- und Tonquellen, Speicher- und Bedienungsgeräten: Das Fernsehempfangsgerät entwickelte sich zum Multimedia-System. Weiter...

Europäische Missionare übten mit der Einführung der lateinischen Schrift einen großen Einfluss auf die afrikanische Literatur aus. © Nikolaj Bourguignon, SXC.hu

Hintergrund-Informationen

Hier finden Sie viele zusätzliche Hintergrund-Informationen zum Themenbereich "Technik und Multimedia". Weiter...

(Ausschnitt aus der Sendung vom 26.1.2010 © WDR, 2010)

Multimedia

Hier finden Sie Videos zum Kapitel "Technik und Multimedia". Weiter...

 

Ausprobiert "Tele-Visionen. Wenn Fernsehen verbindet"

Die DVD-ROM “Tele-Visionen – Fernsehgeschichte Deutschlands in Ost und West” können Interessierte aus dem Bildungsbereich "Tele-Visionen" kostenlos testen! Weiter... 

Dossier

Medienpolitik

Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern. Weiter... 

Publikation zum Thema

Coverbild Politik in Fernsehserien

Politik in Fernsehserien

Fernsehserien haben in den letzten Jahren eine Konjunktur und Popularität erfahren. Serien wie House of Cards, Homeland oder Borgen sprechen dabei ganz explizit politische Fragestellungen an. Das Veranstaltungsplakat weist als limitierter Sonderdruck auf die Relevanz der Tagung hin.Weiter...

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