Die "Tagesschau"-Sprecher Manfred Schmidt, Cay Dietrich Voss, Karl-Heinz Köpcke, Martin Thon und Dieter von Sallwitz (v.l.n.r.).

Finanzierung und Ökonomie

Die Medienproduktion ist ein Teil der Wirtschaft. Die Medienunternehmen, zu denen letztlich auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gehören, stellen Medienangebote als Produkte (die als Waren, Dienstleistungen und besondere Güter gelten können) her, die sich durch ihren besonderen Charakter als Kulturgut auszeichnen. Als eine spezielle Ökonomie wird die Medienökonomie durch einen politischen Rahmen festgelegt (Medienpolitik, Mediengesetze und Medienrechtsprechung). Diese Rahmungen sind in der Bundesrepublik Deutschland unterschiedlich gestaltet, eine einheitlich strukturierte Medienökonomie gibt es nicht. Buchgewerbe, Presse und Film sind privatrechtlich organisiert, die Filmproduktion ist ebenfalls privat strukturiert, Teile von ihr werden staatlich subventioniert (Filmförderung). Radio und Fernsehen sind im Bereich der Distribution (der Sender) sowohl öffentlich-rechtlich (ARD, ZDF), staatlich (Deutsche Welle) als auch privatrechtlich (RTL, Sat.1 u. a.) verfasst. Das Fernsehen der DDR war eine staatliche Einrichtung und wurde durch die Staatspartei, die SED, kontrolliert. 

Im Mittelpunkt dieses Themenbereichs stehen die verschiedenen Wege, auf denen in Deutschland öffentlich-rechtliche und privatwirtschaftlich organisierte Fernsehprogramme finanziert werden, ebenso die Marktanteile am Zuschauer- und Werbemarkt, um die die Sender- und Senderfamilien konkurrieren. Nicht zuletzt geht es auch die Wirtschaftsmöglichkeiten, die sich durch neue Verbreitungswege und die digitale Technik ergeben.

PDF-Icon Literaturverzeichnis "Finanzierung und Ökonomie"

Das Bundesverfassungsgericht erklärte 1986 privat-kommerzielle Rundfunkprogramme für verfassungsgemäß.

Das duale Rundfunksystem

Anfangs waren in der BRD nur öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten zugelassen. Die Gründe dafür lagen in den Bemühungen der Alliierten um eine Demokratisierung Deutschlands, garantiert durch wirtschaftlich unabhängige Sender. Das änderte sich erst ab 1981. Weiter...

Karte der Bundesrepublik Deutschland mit den Landesrundfunkanstalten der ARD

Öffentlich-rechtlich und staatlich

Zum öffentlich-rechtlichen TV-Angebot der Bundesrepublik Deutschland gehören eine Reihe frei empfangbarer Programme: ARD, ZDF, der Kinderkanal, Phoenix, neun Dritte Programme sowie die internationalen Kooperationsprogramme 3sat und Arte. Weiter...

Blick auf das Gebäude des Bundeskartellamtes in Bonn.

BRD: Der privatwirtschaftliche Fernsehmarkt

Der deutsche TV-Markt gilt weltweit als der zweitgrößte. Nur in den USA liegen die Umsätze von Free- und Pay-TV-Anbietern noch höher. Trotz des großen Angebotes wird aber der Markt von wenigen wichtigen Anbietergruppen geprägt, von sogenannten Oligopolen. Weiter...

Das Logo zum neuen Rundfunkbeitrag

Finanzierung des Fernsehens

Massenmedien finanzieren sich in der Regel durch Einnahmen auf zwei wichtigen Märkten: Erstens erzielen sie Umsätze durch die direkte Vermarktung von Inhalten. Zweitens nehmen sie Geld ein, indem sie einen Teil ihres Angebotes für Anzeigen oder Werbespots zur Verfügung stellen. Weiter...

Monitor mit Logos der Senderfamilie ProSiebenSat.1 Media SE

Privatwirtschaftliche Fernsehunternehmen

Der deutsche Fernsehmarkt bietet im internationalen Vergleich so viele Programme wie kaum ein anderer. Hinzu kommen zahlreiche Angebote aus dem Ausland, die per Satellit ausgestrahlt werden und in der Bundesrepublik zu empfangen sind. Weiter...

Europäische Missionare übten mit der Einführung der lateinischen Schrift einen großen Einfluss auf die afrikanische Literatur aus. © Nikolaj Bourguignon, SXC.hu

Hintergrund-Informationen

Hier finden Sie viele zusätzliche Hintergrund-Informationen zum Themenbereich "Finanzierung und Ökonomie". Weiter...

Prisma (Ausschnitt aus der Sendung vom 27.3.1980 © Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv, 1980)

Multimedia

Hier finden Sie Videos zum Kapitel "Finanzierung und Ökonomie". Weiter...

 

Ausprobiert "Tele-Visionen. Wenn Fernsehen verbindet"

Die DVD-ROM “Tele-Visionen – Fernsehgeschichte Deutschlands in Ost und West” können Interessierte aus dem Bildungsbereich "Tele-Visionen" kostenlos testen! Weiter... 

Dossier

Medienpolitik

Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern. Weiter... 

Publikation zum Thema

Coverbild Politik in Fernsehserien

Politik in Fernsehserien

Fernsehserien haben in den letzten Jahren eine Konjunktur und Popularität erfahren. Serien wie House of Cards, Homeland oder Borgen sprechen dabei ganz explizit politische Fragestellungen an. Das Veranstaltungsplakat weist als limitierter Sonderdruck auf die Relevanz der Tagung hin.Weiter...

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