Die "Tagesschau"-Sprecher Manfred Schmidt, Cay Dietrich Voss, Karl-Heinz Köpcke, Martin Thon und Dieter von Sallwitz (v.l.n.r.).

Grundlagen und Strukturen

Mitte der 50er Jahre begann in beiden deutschen Staaten die offizielle Ausstrahlung eines Fernsehprogramms. Zunächst gab es nur jeweils ein Programm mit wenigen Stunden Sendezeit. Es wurde anfangs auch nur auf eine begrenzte Anzahl von Fernseh-Empfängern übertragen. Später entwickelte sich das Fernsehen rasant zum dominierenden elektronischen Massenmedium. 

Das Thema "Grundlagen und Strukturen" macht deutlich, dass diese Entwicklung nicht voraussetzungslos erfolgte: Politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle und technische Faktoren gaben dem Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR eine jeweils eigene Gestalt und Bedeutung. Diese zeichnete sich durch viele Gemeinsamkeiten und Wechselbeziehungen aus. Das Fernseh-System im wiedervereinigten Deutschland wurde vor allem durch den Wettbewerb zwischen öffentlich-rechtlichen und privatwirtschaftlichen Sendern geprägt. Ebenso durch die technischen Entwicklungen im digitalen und Online-Bereich.

PDF-Icon Literaturverzeichnis "Grundlagen und Strukturen"

Telefunken-Fernsehempfänger von 1936

Fernseh-Entwicklung vor 1948

Am 1. November 1954 begann in der Bundesrepublik Deutschland offiziell das "Deutsche Fernsehen" mit seiner Ausstrahlung. In der DDR folgte am 3. Januar 1956 der "Deutsche Fernsehfunk" (DFF) mit dem offiziellen Beginn seines Programms. Weiter...

Fernsehgeräte mit dem Logo des Fernsehfunks auf der Leipziger Frühjahrsmesse

Entwicklung zum Massenmedium

Nachdem die britische Besatzungsmacht 1948 die Erlaubnis zum Wiederbeginn des Fernsehens gegeben hatte, baute der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) ein Versuchsprogramm auf. Daran waren auch ehemalige Mitarbeiter des Fernsehens von vor 1945 beteiligt. Weiter...

Cover der "FF-Dabei", der wöchentlichen Programmzeitschrift für Funk und Fernsehen in der DDR

Fernsehen in getrennten Systemen

Die Politik der DDR gegenüber der BRD war in den 1970er Jahren durch eine stärkere Abgrenzung und die Betonung der DDR als sozialistischer Nation gekennzeichnet. Dies führte dazu, dass der Deutsche Fernsehfunk 1972 in "Fernsehen der DDR" umbenannt wurde. Weiter...

Der Fernsehjournalist Lothar Loewe bei seiner Ankunft in Westberlin am 24.12.1976. Loewe, der als Leiter des ARD-Studios in Ostberlin tätig war, wurde von der DDR ausgewiesen.

Das jeweils 'andere Deutschland'

Offiziell existierte zwischen den beiden deutschen Fernsehsystemen in Ost und West keine Beziehung. Galt das Fernsehen von ARD und ZDF in der DDR als Propaganda des Klassenfeindes, legte man umgekehrt im Westen Wert darauf, das Fernsehen der DDR zu ignorieren. Weiter...

Nach Amtsantritt Helmut Kohls wird die Verkabelung der Bundesrepublik vorangetrieben, um mehr Programme verbreiten zu können.

BRD: Das duale TV-System ab 1982

1983/84 kam es zu einem grundsätzlichen Wandel in der Medienpolitik: Das Bundesverfassungsgericht hatte 1981 auch kommerzielle Programme für möglich erklärt. Der Wechsel von der sozial-liberalen zur christlich-liberalen Bundesregierung im Oktober 1982 beschleunigte deren Zulassung. Weiter...

Günter Schabowski bei der Pressekonferenz am 9. November 1989

TV in Deutschland ab 1989

Im Zuge der politischen Wende in der DDR veränderte sich das Fernsehen der DDR beträchtlich. Die neue Partei- und Staatsführung unter Egon Krenz wollte durch das Massenmedium Fernsehen das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen. Weiter...

Fernsehen und gleichzeitig im Internet surfen

Neue Medien und Nutzungsformen

Die steigende Bedeutung des Internets markiert einen langfristigen Trend. Das Fernsehen droht seine Funktion als Leitmedium zu verlieren, wenn es nicht online besser vertreten ist. Weiter...

Originaldruck vom "Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland"

Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen des Fernsehens gelten in Deutschland immer auch für den Hörfunk, weil Hörfunk und Fernsehen seit ihrer Entstehung als Rundfunkmedien verstanden werden. Weiter...

Karte der Bundesrepublik Deutschland mit den Landesrundfunkanstalten der ARD

Fernsehen - regional und global

Das Fernsehen war in seinen Gründerjahren in Ost wie West ein nationales Medium, das die Zuschauer im ganzen Land mit Informationen, Unterhaltung und Bildungssendungen versorgte. Weiter...

Europäische Missionare übten mit der Einführung der lateinischen Schrift einen großen Einfluss auf die afrikanische Literatur aus. © Nikolaj Bourguignon, SXC.hu

Hintergrund-Informationen

Hier finden Sie viele zusätzliche Hintergrund-Informationen zum Themenbereich "Grundlagen und Strukturen". Weiter...

Spiegel TV (Ausschnitt aus der Sendung "Das Kapital greift an" vom 25.2.1990 © SPIEGEL TV, 1990)

Multimedia

Hier finden Sie Videos zum Kapitel "Grundlagen und Strukturen". Weiter...

 

Ausprobiert "Tele-Visionen. Wenn Fernsehen verbindet"

Die DVD-ROM “Tele-Visionen – Fernsehgeschichte Deutschlands in Ost und West” können Interessierte aus dem Bildungsbereich "Tele-Visionen" kostenlos testen! Weiter... 

Dossier

Medienpolitik

Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern. Weiter... 

Publikation zum Thema

Coverbild Politik in Fernsehserien

Politik in Fernsehserien

Fernsehserien haben in den letzten Jahren eine Konjunktur und Popularität erfahren. Serien wie House of Cards, Homeland oder Borgen sprechen dabei ganz explizit politische Fragestellungen an. Das Veranstaltungsplakat weist als limitierter Sonderdruck auf die Relevanz der Tagung hin.Weiter...

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