Skala auf einem Transistorradio

Wegweiser: "Soziale Netzwerke für Nachrichtenjournalisten"

3.1.2012
2011 wurden die Sozialen Netzwerke und Kurznachrichtendienste salonfähig: Immer mehr Journalisten aller Mediengattungen integrieren die dort erhältlichen Informationen in ihre tägliche Arbeit. Wer sich mit den neuen Werkzeugen erstmals vertraut machen will, dem hilft ein neuer Wegweiser der dapd-Nachrichtenagentur.

(is) - Twitter, Facebook, Google+ - Freundschaftsnetzwerke und Kurznachrichtendienste sind mittlerweile auch bei den Journalisten angekommen und werden immer selbstverständlicher in die tägliche Arbeit integriert. Bester Beweis dafür ist die Ende 2011 erschienene Publikation der Nachrichtenagentur dapd: "Soziale Netzwerke für Nachrichtenjournalisten".

Nachschlagewerk für JournalistenNachschlagewerk für Journalisten
Das kleine Handbuch, das ursprünglich als Service für die Kunden der Nachrichtenagentur gedacht war, kann mittlerweile auch über den klassischen Buchhandel erworben werden. Einsteigern bietet es eine kompakte und verständliche Einführung in das Thema. dapd-Redakteur und Medienjournalist Daniel Bouhs erklärt auf gut 100 Seiten, wie Soziale Netzwerke und Kurznachrichtendienste Journalisten konkret dabei helfen, zeitsparend Trends zu erfassen und Hintergrundinformationen zu recherchieren. Im Eingangskapitel "Warum soziale Netzwerke für Journalisten wichtig sind" beschreibt Bouhs den Medienwandel: Immer mehr exklusive Informationen finden sich zunächst in Sozialen Netzwerken. So erklärte beispielsweise Fußball-Profi und Torhüter Manuel Neuer erstmals in seinem Profil bei Facebook, warum er Schalke 04 verlassen hat. Das Ende der Erfolgsserie "Desperate Housewives" gab Hauptdarstellerin Vanessa Williams via Twitter bekannt. Nicht zuletzt sorgt die Verbreitung internetfähiger Foto-Handys dafür, dass sich insbesondere auf der frei zugänglichen Plattform Twitter nach Katastrophen und Kuriosem rasch binnen weniger Minuten Fotos und Videos von Augenzeugen finden. Das war nach dem Anschlag und Massaker in Oslo der Fall, nach der Notlandung eines Linienflugzeugs vor Manhattan und hierzulande auch bei den Protesten gegen "Stuttgart 21" oder der Katastrophe auf der "Loveparade 2010" in Duisburg.

Außerdem porträtiert das Handbuch vier Redaktionen, die Soziale Netzwerke bereits intensiv einsetzen: die Zentralredaktion ARD-aktuell ("Tagesschau" und "Tagesthemen"), das Team von BBC News, die "Rhein-Zeitung" (Koblenz) und das ZDF. Im Anhang werden technische Werkzeuge beschrieben, mit deren Hilfe Journalisten noch besser auf den Plattformen der Sozialen Netzwerke recherchieren können.

Einen Haken jedoch hat so ein Buch: Das Netz bewegt sich und im Bereich Soziale Netzwerke ändert sich nahezu täglich etwas. Facebook und Twitter überarbeiten ständig ihr Angebot, bieten neue Research-Werkzeuge an, streichen liebgewonnene Hilfsmittel. Kaum war der Journalistenwegweiser erschienen, hat beispielsweise der Kurznachrichtendienst Twitter sein Erscheinungsbild einer gründlichen Renovierung unterzogen. Daher sieht die Nachrichtenagentur ihren Wegweiser für Journalisten auch als ständiges Projekt: Begleitend zum Buch gibt es einen monatlichen Newsletter, in dem alles Wichtige über neue Entwicklungen, Arbeitsweisen und Hilfsmittel berichtet werden soll. Einfach einen Hinweis an handbuch@dapd.de senden und der monatliche Newsletter landet im elektronischen Postfach.

Zusatz-Tipps:



Twitter für Einsteiger

Eine wunderbare »Anleitung für Anfänger mit Tipps und Tricks für den Microblogging-Dienst Twitter« hat der Berliner Journalist Christoph Dernbach in sein privates Blog "Mr. Gadget" gestellt. Dernbach leitet die Redaktion "Netzwelt" bei der dpa.

Twitter im Einsatz

Mallary Jean Tenore arbeitet als Redakteurin für die Homepage der bekannten amerikanischen Journalistenschule "Poynter". Sie betreut dort die Seite "How to". Ihre Tipps gibt es nur auf Englisch. In: »"10 ways journalists can use Twitter before, during and after reporting a story"« beschreibt sie, wie Journalisten Twitter optimal im Vorfeld und Verlauf einer Reportage einsetzen können.



 

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