Skala auf einem Transistorradio

Radioairchecks - Kriterien und Hintergrund


16.2.2006
Wie gestaltet sich das Radioprogramm an einem Wochentag? Was bieten die Sender: Interviews, Musik, Politik? Im Radioaircheck werden Sender unter die Lupe genommen.

Es kommt auf die Infos an




Als erster Fachdienst überhaupt startet Hörfunker eine regionalübergreifende unabhängige Analyse deutscher Radioprogramme. Im Fokus der Radioairchecks stehen vor allem journalistische Kriterien und nicht etwa die Originalität von Höreraktionen oder die Höhe von ausgelobten Preisen bei Gewinnspielen.




Die Umsetzung




Im Radioaircheck werden die Sender und die untersuchten Sendungen kurz vorgestellt. Die erfassten Programmstunden werden im ersten Schritt prozentual nach den Programmanteilen wie Nachrichten, Service, Wortbeiträge, Promos, Werbung, und Musik analysiert. Genauer untersucht werden dann die Informationsanteile (Nachrichten, Regionalnachrichten, alle journalistischen Beiträge, inhaltlich nachvollziehbare Moderationen mit journalistischem Charakter) hinsichtlich Themenbereichen und Darstellungsformen. Grafische Darstellungen wie die Sendeuhr und Hörproben veranschaulichen die Analyse auch optisch und akkustisch.

Darstellung




Mit der Analyse sollen struktureller Aufbau und Inhalte der gecheckten Sendungen anschaulich und nachvollziehbar dargestellt werden. Das geschriebene Wort ist beständig und „versendet“ sich nicht. Die Auswahl der Aufnahmetage ist zufällig.

Es gibt eine Menge guter Gründe dafür, dass Radiomacher wieder den Journalismus in den Mittelpunkt ihrer programmstrategischen Überlegungen rücken sollten. Die Zeiten, in denen Slogans wie "Wir spielen die Hits" Erfolg versprachen, sind mittlerweile passé, spätestens seitdem MP3-Player wie der inzwischen schon legendäre iPod zu Verkaufsschlagern avanciert sind. Ambitionierte Radiomacher, die Journalismus gekonnt in ihren Programmen einsetzen, werden künftig die Nase vorn haben: Zunächst im Radioaircheck bei hörfunker.de, demnächst wohl auch in der Media-Anlayse, der immer noch "offiziellen Währung" für Radiomacher.


 
Filmstill aus der MfS-Dokumentation "Korrespondenten imperialistischer Massenmedien". Aufnahme aus der "Abendschau" des Senders Freies Berlin (SFB) über "Radio Glasnost".Deutschland Archiv 1/2011

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