Bayerisches Duell
Auch die neueste Mediaanalyse Radio weist es wieder aus: Antenne Bayern ist uneingeschränkt Marktführer in Bayern. hoerfunker.de ist der Frage nachgegangen, was die Antenne anders oder vielleicht sogar besser macht als der direkte Mitbewerber.Ein sekundengenauer Vergleich der Frühsendungen von Antenne Bayern und Bayern 3 bringt Erkenntnisse darüber, warum der Privatsender dem öffentlich-rechtlichen Konkurrenten im Freistaat überlegen ist.
Aus Bayern kommt das erfolgreichste Radioprogramm Deutschlands. Kein anderer Sender kann so viele Hörer vorweisen, wie Antenne Bayern. Nach der aktuellen Media-Analyse (MA 2007 Radio 1) sind das 1.085.000 in der Durchschnittsstunde. Zwar waren die privaten Radiomacher aus Ismaning bei München schon vorher Marktführer im Freistaat. Der ganz große Aufschwung begann jedoch im Jahr 2004, fast gleichzeitig mit der Übernahme der Programmdirektion durch Valerie Weber. Die war zuvor - samt Berater Ralf Mothil (Alan Burns Europe) - vom Stuttgarter Hit Radio Antenne 1 nach Bayern gewechselt und sorgt seitdem mit ihrer Mannschaft für Rekordergebnisse, was die Hörerzahlen anbelangt.
Beim direkten öffentlich-rechtlichen Konkurrenten Bayern 3 ging's dagegen in den vergangenen Jahren steil bergab. Vorbei sind die Zeiten, als die Popwelle des Bayerischen Rundfunks in den 70er und 80er Jahren mit Moderatoren wie Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Fritz Egner das Nonplusultra in Sachen Radio - nicht nur in Bayern - war. Heute erreicht das von Walter Schmich geleitete Programm gerade einmal die Hälfte der Zuhörerschaft des privaten Marktführers. Auch wenn Antenne Bayern im Vergleich zur MA Radio 2006 II geringfügig verloren und die öffentlich-rechtliche Servicewelle leicht gewonnen hat, nach der aktuellen Media-Analyse sind das lediglich 541.000 Hörer in der Durchschnittsstunde für Bayern 3.
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Wie ist der große Unterschied beim Hörerzuspruch zu erklären? Was macht Antenne anders oder besser als der direkte Mitbewerber? Wo haben die öffentlich-rechtlichen Radiomacher Nachholbedarf? Um zumindest Ansätze für Antworten auf diese Fragen zu finden, hat hoerfunker.de die beiden bayerischen Musik- und Informationsprogramme direkt verglichen. Ein sekundengenaues Protokoll mit anschließender Analyse der Morgensendungen vom 31. Januar 2007 gibt erste Aufschlüsse darüber, warum die bayerische Radiolandschaft so ist, wie sie ist.

