Skala auf einem Transistorradio

Stabile Hörerzahlen und
steigende Werbeumsätze

Erste Eckdaten zur Radionutzung aus der Media-Analyse
2007/I lassen Deutschlands Hörfunker aufatmen

27.2.2007
Eine Woche vor Veröffentlichung der Detailergebnisse für die einzelnen Sender kann die Radio-Branche zunächst einmal durchatmen. Erfreulich für die Radiomacher ist vor allem, dass es bei den jungen Zielgruppen nicht erneut Rückgänge in der Hörfunknutzung gab.

01. März 2007. Gute Nachricht kam am Mittwochmorgen von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse für Deutschlands Radiomacher. Nachdem den Sendern bei den im vergangenen Jahr veröffentlichten beiden Media-Analysen zusammen fast 900.000 Hörer abhanden gekommen waren, hat sich die Lage wieder stabilisiert. Dieser Abwärtstrend konnte nach den jetzt vorliegenden Eckdaten der MA 2007 Radio I gestoppt werden. Die Gesamtergebnisse der aktuellen Media-Analyse sind nahezu deckungsgleich mit den Werten der im Juli 2006 veröffentlichten vorherigen Untersuchung. Danach hören fast 80% der Deutschen über 14 Jahre täglich Radio und das durchschnittlich 4 Stunden und 10 Minuten lang.

Eine Woche vor Veröffentlichung der Detailergebnisse für die einzelnen Sender kann damit die gesamte Branche zunächst einmal durchatmen. Erfreulich für die Radiomacher ist vor allem, dass es bei den jungen - für die meisten Werbekunden interessanten - Zielgruppen nicht erneut Rückgänge in der Hörfunknutzung gab. Dazu passt auch, dass das Radio mit deutlich gestiegenen Einnahmen aus Werbespots in das neue Jahr gestartet ist. Im Januar erhöhten sich nach Angaben von Nielsen Media Research die Bruttoumsätze um 6,8% im Vergleich zum Vorjahr. Von dem Aufschwung haben diesmal vor allem die dem Radio Marketing Service angeschlossenen Privatsender profitiert, deren Umsätze um durchschnittlich 10,9% nach oben gingen. Dagegen stagnierte die ARD-Werbevermarktung nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Allerdings ist die Media-Analyse vor allem in der Werbebranche durchaus umstritten. Neben der Erhebungsmethode, bei der insgesamt mehr als 61.000 Personen nach ihrer Radionutzung am Vortag telefonisch befragt werden, wird zunehmend die mangelnde Aktualität kritisiert. Die jetzt veröffentlichten Eckdaten der MA 2007 Radio I wurden bereits in den Zeiträumen Januar bis April sowie September bis Dezember des Vorjahres erhoben und bilden nur begrenzt den aktuellen Zuspruch für die Programme ab.

Mangels alternativer Umfragen und Messmethoden gilt die Media-Analyse dennoch insbesondere für Radiomacher als "harte Währung" bei der Bemessung von Erfolg oder Nichterfolg der Programme. Mit Spannung wird deshalb schon in den Funkhäusern der Veröffentlichung der Detailergebnisse mit den Hörerdaten von 98 Einzelsendern und 105 Kombinationsangeboten am kommenden Mittwoch (7. März) entgegengesehen.


 

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